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Holzrücken mit dem Pferd

Am Dienstag, 22. November 2022, lädt das Forstamt des Hohenlohekreises zu einer besonderen Veranstaltung in den Krautheimer Wald ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die traditionelle Kunst des Holzrückens mit dem Pferd, also das Herausziehen gefällter und entasteter Bäume aus dem Wald durch Kaltblutpferde, hautnah erleben. Die alte Kulturtechnik ist auch heute noch fester Bestand der Forstwirtschaft. Boden- und bestandschonendes Holzrücken sind ein wichtiger Bestandteil bei der Arbeit im Wald. Der Einsatz von Pferden sowie Holzernte- oder Holzrückemaschinen mit spezieller bodenschützender Ausstattung leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Expertin Christel Erz und Revierförster Ralph Heinzelmann erklären bei dem Termin gemeinsam, wie die Waldarbeit mit Pferden funktioniert und warum die traditionelle Herangehensweise heute immer noch eingesetzt wird.

Treffpunkt ist Krautheim

Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Gemeindewald Krautheim, östlich des Ortsteils Neunstetten. Eine detaillierte Karte zur Anfahrt ist auf www.hohenlohekreis.de/wald zu finden. Die Veranstaltung dauert etwa 90 Minuten. Unerlässlich für Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung sind festes Schuhwerk, ein Schutzhelm sowie Signalweste.

Weitere Termine im Hohenloher Waldprogramm:

8. November bis 4. Dezember 2022: Wanderausstellung Die Rotbuche – Charakterbaum im Hohenlohekreis“. Ort: Rathaus Schöntal. Geöffnet wochentäglich von 8.30 bis 12 Uhr, Montag auch von 14 bis 16 Uhr sowie Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

Freitag, 11. November 2022 und Samstag, 12. November 2022, jeweils 14–17 Uhr: Adventskranz binden. Mit Karin Bender und Leah Eckert. Ort: Bildungshaus Kloster Schöntal. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bis Montag, 7. November 2022.

Freitag, 18. November 2022, 14–17 Uhr: Michels vorweihnachtliche Schnitzwerkstatt – komm‘ und werde Schnitz-Kid. Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Mit Christine Neuweiler-Lieber und Leah Eckert. Ort: Kelter, Bretzfeld-Siebeneich. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bis Dienstag, 15. November 2022.

Freitag, 25. November 2022, 14–17 Uhr: Michels vorweihnachtliche Schnitzwerkstatt – komm‘ und werde Schnitz-Kid. Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Mit Christine Neuweiler-Lieber und Leah Eckert. Ort: Werkraum Grundschule, Dörzbach. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bis Dienstag, 22. November 2022.

Zu diesen Veranstaltungen ist eine Anmeldung beim Forstamt notwendig, idealerweise bis spätestens drei Tage vor dem Termin, unter Telefon: 07940 18-1567 oder E-Mail: HWP@hohenlohekreis.de. Das komplette Programm und weitere Hinweise zu den Veranstaltungen sind auf www.hohenlohekreis.de/wald zu finden.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Wälder im Zeichen des Klimawandels

Was wollten Sie schon immer über den Wald wissen? Beim Rundgang durch den Künzelsauer Stadtwald am Sonntag, 12. Juni 2022, beantwortet Förster Stephan Römer Ihre Fragen. Ob Pflanzungen, Waldbewirtschaftung oder die Zukunft der Wälder im Zeichen des Klimawandels: Der Experte antwortet und diskutiert mit den Bürgerinnen und Bürgern beim etwa zweistündigen Spaziergang. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Parkplatz des Waldsportpfads in Künzelsau-Taläcker.

Den Wald im Wandel der Zeit hat auch Förster Stefan Bieber im Blick: Bei einer ca. dreistündigen Wanderung am Sonntag, 19. Juni 2022, im Schöntaler Forst zeigt er verschiedene Waldstände mit standortheimischen, neuen und nicht angepassten Baumarten. Bürgerinnen und Bürger erfahren, welche Maßnahmen getroffen werden, um den Wald zu erhalten und resistenter gegen Klimaveränderungen zu machen. Treffpunkt ist um 14 Uhr in Kloster Schöntal am Wanderparkplatz nach der Jagstbrücke.

Anmeldung erforderlich

Beide Veranstaltungen sind kostenlos. Sie sind Teil des Hohenloher Waldprogramms 2022, in dessen Rahmen die Försterinnen und Förster des Hohenlohekreises zu mehr als 30 Veranstaltungen rund um das Thema Wald einladen. Anmeldung beim Forstamt des Hohenlohekreises unter Telefon: 07940 18-1560 oder E-Mail: HWP@hohenlohekreis.de. Anmeldeschluss für die Veranstaltungen ist jeweils drei Tage zuvor. Weitere Informationen unter www.hohenlohekreis.de/wald. Flyer mit dem Programm liegen im Landratsamt und in den Rathäusern der Städte und Gemeinden aus.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohe




Hohenloher Waldprogramm macht den Wald erlebbar

Mit dem Hohenloher Waldprogramm 2022 kehrt eine beliebte Veranstaltungsreihe nach sieben Jahren Pause zurück. Die Försterinnen und Förster des Hohenlohekreises laden zu mehr als 30 Veranstaltungen ein, um den Wald in seinen vielen Facetten neu zu entdecken. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei einerseits beim „Baum des Jahres“, der Rotbuche, und andererseits bei der Sorge um die Zukunft des Waldes im Zuge des Klimawandels. Auf dem Programm stehen dazu Diskussionsrunden, kreative Angebote für Groß und Klein sowie Möglichkeiten, den Wald als Entspannungsort sinnlich zu erleben. Dazu gehören auch Schnitzkurse für Kinder, geführte Wander- und Radtouren mit Försterinnen und Förstern, eine Pilzlehrführung, Yoga und Waldbaden sowie Themenspaziergänge zur Waldnutzung und Waldveränderung. Das vielfältige Programm wurde vom Forstamt des Hohenlohekreises zusammengestellt.

Auftakt im Herrenbaus Buchenbach

Auf Waldspaziergängen mit Försterinnen und Förstern gibt es viel zu entdecken – etwa besondere Bäume wie diesen umgekehrten Zwiesel auf dem Endberg bei Ingelfingen. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Der offizielle Auftakt des Hohenloher Waldprogramms findet am Montag, 25. April, um 11 Uhr im Herrenhaus Buchenbach statt. Dort wird die Wanderausstellung „Die Rotbuche – Charakterbaum im Hohenlohekreis“ eröffnet. „Die Rotbuche ist im Hohelohekreis eine wichtige Baumart. Sie ist notwendiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere, ihr Holz ist vielseitig verwendbar und im Wald gestaltet sie Erholungsraum für die Hohenloherinnen und Hohenloher“, sagt Thomas Maier, Leiter des Forstamts des Hohenlohekreises. „Mit der Ausstellung bekommt die Rotbuche die Bühne, die sie verdient.“ Das Forstamt freut sich, mit den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung zum „Baum des Jahres 2022“ ins Gespräch zu kommen. „Neben Klimawandel, Trockenschäden, ungewisser Zukunft, Vielfalt, Beständigkeit möchten wir vor allem auf einen Aspekt hinweisen: Ein bunt gemischter Buchenwald ist zu jeder Jahreszeit einfach nur schön“, erklärt Maier. Die Ausstellung wird im Verlauf des Jahres und in 2023 durch alle Städte und Gemeinden des Hohenlohekreises wandern.

Der Wald als Fitness-Studio

Ein weiterer Höhepunkt folgt am 26. Juni: Gemeinsam mit der Sport- und Physioschule Waldenburg wird der Wald als Sport- und Fitnessstudio erlebbar gemacht. An Geräten auf dem Panofitparcours, an Baumstämmen oder Stufen zeigen Expertinnen und Experten Übungen für Einsteiger und Fortgeschrittene, die einen Waldspaziergang zur Gesundheitsrunde werden lassen.

Klimawandel

Am 20. Oktober 2022 lädt das Forstamt gemeinsam mit der Adolf Würth GmbH & Co. KG zum Themenabend ins Carmen-Würth-Forum. Vortrag und Diskussion widmen sich dem Wald im Klimawandel: Wie müssen sich unsere Wälder und unsere Waldnutzung den sich verändernden Bedingungen anpassen?

Der komplette Veranstaltungskalender für das Hohenloher Waldprogramm wird in Kürze veröffentlicht.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis

 




Künzelsau: Knapp 55 Prozent Baumschäden wegen Dürre

Mit dem Satz „Die Lage ist nicht schön“ begann Stephan Römer, Leiter des Forstreviers Künzelsau, die Vorstellung des Betriebsplans 2021 im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 27. April 2021.

Enorme Mengen von geschädigten Holz

Seit 2018, so Römer, habe man hauptsächlich Schadholz aus dem Wald gebracht, vor allem Buche, Fichte und Esche. Der prozentuale Anteil des Schadholzes stieg dabei von 70 Prozent der entnommenen Menge im Jahr 2018 bis auf 96 Prozent der Entnahmemenge im Jahr 2020. Inzwischen seien Kahlflächen sichtbar. „Das macht einige Sorge“, sagt Römer. Aufgrund des hohen Schadholzanteils habe man im Jahr 2020 26,4 Prozent mehr Holz eingeschlagen als in Normaljahren.

Dürre als Hauptursache

Für den größten Teil des geschädigten Holzes sei die Dürre verantwortlich: 69 Prozent Dürreschäden stünden  17 Prozent Insektenschäden, 8,5 Prozent Sturmschäden und 1,5 Prozent Pilzschäden gegenüber. Der Vergleich mit dem Waldschadensbericht zeige, dass der Künzelsauer Wald inzwischen überdurchschnittlich von Schäden betroffen ist: 55 Prozent der Bäume seien Bäume im Künzelsauer Forst bereits geschädigt, im Bundesdurchschnitt seien es 46%. In früheren Jahren sei der Künzelsauer Wald weniger stark betroffen gewesen als der Durchschnitt.

„Eiche hats gut überstanden“

Im Forstwirtschaftsjahr 2021 liegt der Arbeitsschwerpunkt bei der Beseitigung von Schadholz und der Pflege von Eichenbeständen. Die Eiche habe die Dürre gut überstanden, meint Römer, daher sei der Einschlag von Eichen für 2021 auch normal geplant. Er nennt diese Planung „das Prinzip Hoffnung“.

„Für das Ökosystem steht mehr auf dem Spiel als der Holzzuwachs“

Für die Wiederaufforstung plant Römer vorläufig weiter mit eher traditionellen Baumarten wie Stieleichen, Traubeneichen, Douglasien,  Schwarzkiefer und Weißtannen. Er hält den Schritt, schnell auf klimaresistente Baumarten umzuschwenken, noch für verfrüht: „Da ist noch wissenschaftliche Begleitung nötig“, schließlich plane man jetzt für die nächsten 100 -150 Jahre. Grundsätzlich sieht er die Notwendigkeit, die Zusammensetzung des Waldes zu verändern, warnt aber davor, den Wald ausschließlich wie eine Landwirtschaft zu betrachten: „Für das Ökosystem steht mehr auf dem Spiel als der Holzzuwachs“, sagt er. Und ergänzt: „Zuviel Engagement ist ehrenwert, aber nicht unbedingt zielführend“.

Totholz nicht die Ursache des Schädlingsbefalls

Das im Wald liegende Totholz sei keine Brutstätte für Schädlinge, die gesunde Bäume befallen, erklärt Römer. Das Totholz beherberge nur sogenannte „Sekundärschädlinge“, die lebendem Holz nicht zusetzten.

Vermarktung des Holzes

Auf die Frage bezüglich der Vermarktung des deutlich höheren Einschlags konnte Römer beruhigen: Das gesamte Holz konnte verwertet werden. Einige Gemeinderäte verwiesen darauf, dass derzeit Bauholz immer teurer werde, der wahrscheinliche Grund dafür sei der Holzexport. Diesen Aspekt sieht Römer „mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Wenn es nicht möglich wäre, zum Beispiel Schadholz Buche zu exportieren, wäre der Preis im Keller“.

Trotz der noch einigermaßen hohen Preise ist der Wald der Stadt Künzelsau nicht kostendeckend: Geschätzten Ausgaben für die Waldpflege in Höhe von 251.000 Euro stehen für das Jahr 2021 geplante Einnahmen aus dem Holzverkauf von 197.000 Euro gegenüber.

Text: Matthias Lauterer

 

Wegen der anhaltenden Trockenheit fällte ein Forstunternehmen im Stadtwald zahlreiche Bäume. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau / Archiv

 

 




Mulfingen: Neuer Förster übernimmt Revierleitung

Zum 1. Mai 2021 tritt Martin Killat die Nachfolge von Johannes Jakob als Revierleiter im Forstrevier Mulfingen an. Johannes Jakob wechselte bereits zum 1. April 2021 zu ForstBW ins Revier Kocher-Jagst.

Martin Killat war seit 2017 mit der Leitung der Holzverkaufsstelle im Forstamt des Hohenlohekreises beauftragt. Der 29-Jährige kommt ursprünglich aus der Gemeinde Rot am See, studierte in Freiburg/Breisgau und wohnt derzeit in Schwäbisch Hall. Das Revier wird er zunächst von seinem Büro in Künzelsau aus betreuen.

„Aufgabenschwerpunkte im Revier werden sich immer mehr verlagern“

„Der Wald befindet sich im Wandel – die Aufgabenschwerpunkte im Revier werden sich immer mehr verlagern“, erklärt der Förster. „In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden wir uns sehr intensiv mit der Begründung und Pflege neuer, ehemals nadelholzgeprägter Bestände beschäftigen müssen, der Waldumbau ist bereits in vollem Gange. Zudem ist der Bedarf an Beratung und Betreuung im Privatwald enorm angestiegen. Beiden Herausforderungen werde ich mich mit großer Freude und hoher Motivation stellen.“

Kontaktdaten

Martin Killat ist ab dem 1. Mai 2021 erreichbar unter Tel. 07940 18-563 oder E-Mail: martin.killat@hohenlohekreis.de. Seine Sprechzeiten sind Montag und Freitag von 8 bis 10 Uhr.

Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis