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Gute Nachricht für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren, werden durch das Land Baden-Württemberg und die Kommunen mit einer Unfall- und Haftpflichtversicherung rechtlich abgesichert. Der Versicherungsschutz bei der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) und über die Ehrenamts-Versicherung des Ecclesia-Versicherungsdienstes gilt für freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich im Auftrag der Kommunen oder in rechtlich unselbstständigen Strukturen in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich und unentgeltlich einbringen. Der Versicherungsschutz gilt für Unfälle bei der Ausübung des Ehrenamts und auf den damit verbundenen Wegen. Er umfasst ebenso eine Haftpflichtversicherung für fahrlässig verursachte Schäden, die ehrenamtlich Engagierte während ihrer Tätigkeit verursachen. Auch für spontan und individuell helfende Ehrenamtliche gilt dieser Versicherungsschutz. Weitere Informationen im Vorfeld und zum Vorgehen im Schadensfall erhalten Ehrenamtliche direkt bei der UKBW oder beim Ecclesia-Versicherungsdienst.

„Wer sich ehrenamtlich engagiert, braucht auch die Gewissheit, im Notfall ausreichend versichert zu sein.“

„Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich für geflüchtete Menschen einzusetzen, ist überwältigend und wurde durch die Neuankömmlinge aus der Ukraine nochmal erfreulich verstärkt“, sagt Dr. Mark Tobias Wittlinger, zuständig für die Integrationsarbeit des Hohenlohekreises. „Und wer sich ehrenamtlich engagiert, braucht auch die Gewissheit, im Notfall ausreichend versichert zu sein.“

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




„Über den Tag 1 hinausdenken und vorbereitet sein“

Landrat Dr. Matthias Neth und Integrationsmanager Dr. Tobias Wittlinger begrüßten am 1. April 2022 zur Eröffnung des Willkommenspunktes im ehemaligen Krankenhauses neben den Fraktionsvorsitzenden im Kreistag sowie Vertreter:innen der Stadtverwaltung Künzelsau, einige der im Landratsamt mit Flüchtlingsangelegenheiten betrauten Mitarbeiter:innen und auch Vertreter:innen der ehrenamtlichen Helfer:innen durften nun dabei sein als Zeichen der Wertschätzung ihres bereits seit Wochen andauernden Engagements hinter den Kulissen.

Die Notfallambulanz hat sich verändert

Wickelgelegenheit für die Kleinsten. Foto: GSCHWÄTZ

In der ehemaligen Notfallambulanz wird von jetzt an der so genannte Willkommenspunkt für Flüchtlinge, nicht nur aus der Ukraine, für die Anliegen der Geflüchteten bereitstehen. An alle ist gedacht: Für die Kleinsten steht ein Wickelplatz zur Verfügung, für die älteren Kinder ein Spielzimmer. Die Erwachsenen können über PC-Arbeitsplätze mit der Heimat oder zum Beispiel mit der Arbeitsagentur kommunizieren, auch der Ausdruck von Formularen oder Dokumenten ist dort möglich, eine Teeküche, eine Sitzecke und Räume für Gespräche ergänzen das Angebot.

Ziel: „Vorbereitet sein“

Dr. Matthias Neth will „über den Tag 1 hinausdenken und vorbereitet sein“, auch für die Zeit, wo es möglicherweise einen starken Ansturm von Flüchtlingen geben könnte. Es sei wichtig, umgehend mit Sozialarbeit und Integration zu beginnen, sagt er. Noch sei nicht alles perfekt, meint er, aber die Eröffnung zeige „das Symbol, es geht jetzt los“.

Eigentlich sei die Integration Landesaufgabe, „aber wir konnten nicht warten“.

Blick ins Spielzimmer. Foto: GSCHWÄTZ

Anlaufpunkt

Ein Anlaufpunkt für die Geflüchteten soll der Willkommenspunkt sein, andererseits wollen die Ämter und ehrenamtlich Tätigen Präsenz zeigen und konkrete Angebote machen können. Wichtig sei es, den Geflüchteten einen ruhigen und sicheren Raum anbieten zu können – nicht direkt in, aber nahe bei den Unterkünften. Daher soll in naher Zukunft in Öhringen ein weiterer Willkommenspunkt eröffnet werden.

Computerarbeitsplätze stehen zur Verfügung, für die Kommunikation mit der Heimat oder mit Behörden. Foto: GSCHWÄTZ

Appell und Angebot an die Städte und Gemeinden

Neth weist nochmals auf die Rechtslage hin: Nach sechs Monaten verlagert sich die Verantwortlichkeit für die Geflüchteten an die Gemeinden, die dann Unterstützung brauchen – die Neth ihnen verspricht.  Er habe bisher eine Solidarität und einen Zusammenhalt im Hohenlohekreis erlebt, die beispielhaft sei: „In der Not hält man zusammen“.

Neth: „Wie man sieht, steht der Kreistag hinter mir“. Irmgard Kircher-Wieland und Michael Schenk. Foto: GSCHWÄTZ

Dank an alle Beteiligten

Er dankt den Bürgermeistern der Gemeinden, die Raum für Unterkünfte umgehend angeboten haben, aber auch lokalen Firmen – beispielsweise der Forchtenberger Firma Merlin, die das Spielzimmer ausgestattet hat und der Künzelsauer Firma Ottenbacher, die Drucker, Kopierer und Verbrauchsmaterial bereitstellen wird. Und natürlich dankte er auch den ehrenamtlichen Initiativen, die bisher bereits wertvolle Unterstützung gegeben haben. Ein Lob galt seinen Mitarbeiter:innen, die in der kurzen Zeit – „da hat der Landrat in seinen Terminkalender geschaut und gesagt, Freitag um 13 Uhr habe ich noch frei“ – die Infrastruktur des Willkommenspunkts auf die Beine gestellt haben.

Neth freut sich auf den Zeitpunkt, wenn die Räumlichkeiten mit Leben gefüllt sind.

Koordination der Kräfte

Ein erster Schwerpunkt der Tätigkeit wird die Koordination der Hilfsangebote sein, dazu wird in der nächsten Woche ein Treffen mit den ehrenamtlichen Helfern stattfinden, kündigte Tobias Wittlinger an. „Dieser Ort soll ein Kommunikationsort sein, Kommunikation ist eine wichtige Grundlage der Integration“, stellt er fest.

Gerne weist er die Gäste auf scheinbare Kleinigkeiten hin, die den Geflüchteten helfen sollen: So habe man Computertastaturen mit kyrillischen und arabischen Schriftzeichen beschafft. Und ein großes Fenster vom einen Computerraum ins Spielzimmer erlaubt es Müttern, am Computer zu arbeiten und ihr Kind im Auge zu behalten.

Text: Matthias Lauterer

 




„Zur Ruhe kommen ist beim Ankommen das Wichtigste“

Rund 700 Flüchtlinge aus der Ukraine hätten sich Stand Montag, 28. März 2022, bereits beim Landratsamt und den Gemeinden angemeldet, berichtete Landrat Dr. Matthias Neth in seiner einführenden Rede am 28. März 2022 im Kreistag. Mike Weise, der zuständige Dezernent im Landratsamt geht tiefer in die Details:

Geschätzte vier Millionen Menschen haben die Ukraine bereits verlassen

Die EU geht von 8 – 10 Millionen Menschen aus, die aus der Ukraine in die EU flüchten. Aktuell wird geschätzt, dass bereits 4 Millionen Menschen die Ukraine verlassen haben – nicht alle in die EU, auch beispielsweise das wirtschaftlich arme Moldawien ist ein Ziel der Menschen.

Flüchtlinge müssen sich bei Ausländerbehörden melden

Die Schätzungen, wieviele Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden, weichen stark voneinander ab, eine Million dürfte sicherlich nicht unterschätzt sein. Diese werden nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. 13 Prozent der Flüchtlinge werden dem Land Baden-Württemberg zugewiesen, nach den bisher üblichen Verteilungsschlüsseln innerhalb des Landes, so rechnet es Mike Weise vor, rechnet man bei einer Million Flüchtlinge in Deutschland für den Hohenlohekreis mit etwa 1.300 Menschen.

Stand Freitag, 25. März 2022, waren 267.000 Flüchtlinge in Deutschland registriert. In den baden- württembergischen Erstaufnahmeeinrichtungen (EA) waren 3.300 Menschen registriert, täglich kommen rund 400 dazu. Weise rechnet mit einer ähnlich hohen Zahl von „Flächenflüchtlingen“ – Menschen, die nicht über die EA sondern direkt in Gemeinden registriert wurden – und einer Dunkelziffer.

700 Flüchtlinge im Hohenlohekreis angekommen

Für den Hohenlohekreis konnte Weise tagesaktuelle Zahlen vom Montag, 28. März 2022 melden: 700 Flüchtlinge seien den Ausländerbehörden des Landratsamts und der großen Kreisstadt Öhringen bekannt. Davon seien 292 Meldungen schon an das Regierungspräsidium weitergeleitet worden, 272 Menschen hätten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beantragt. Weise betont, dass es für die Flüchtlinge wichtig ist, sich bei den Ausländerbehörden zu melden – ohne Meldung könne es keine Leistungen und keine Wohnungsvermittlung geben.

Erste „zugewiesene Menschen“ angekommen

Am 23. März 2022 kamen erstmals Menschen an, die dem Hohenlohekreis aus der EA zugewiesen worden waren: 50 Menschen waren angekündigt, 37 sind in Künzelsau angekommen, davon waren 26 aus der Ukraine, 11 hatten eine andere Staatsangehörigkeit. 10 der angekommenen Ukrainer:innen seien gleich in andere Kreise weitergereist, 26 seien im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau untergebracht.

Auch drei Katzen mit angekommen

Auch drei Katzen sind jetzt im Krankenhaus untergekommen.

Die Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit wurden auf andere Einrichtungen im Hohenlohekreis verteilt.

Rechtliche Lage der Angekommenen

Durch die Umsetzung der Massenzustrom-Richtlinie der EU sei die Arbeit der Behörden erleichtert worden, kann Weise berichten. Geflüchete ukrainische Staatsbürger:innen bekommen nach § 24 AufenthG eine befristete Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz und können nach § 1 Abs 1 Nr. 1a AsylbLG Geldleistungen, Gesundheitsleistungen und eine Unterkunft beanspruchen.

Aufbau von Unterkunftsplätzen

571 Unterkünfte in Gemeinschaftsunterkünften kann der Hohenlohekreis momentan zur Verfügung stellen, davon sind in den bisherigen Unterkünften 240 von 279 Plätze belegt, mit Menschen aus vielen Staaten. Neu eingerichtet sind 112 Plätze im ehemaligen Künzelsauer Krankenhaus, von denen (Stand Montag, 28. März) 26 durch Ukrainer:innen belegt sind. Die Eberhard-Gienger-Halle, die als Notunterkunft für 180 Menschen ausgestattet ist, wurde noch nicht in Anspruch genommen.

Obwohl „nur“ 256 Menschen in den Unterkünften wohnen, ist die Schaffung neuer Kapazitäten in vollem Gang, rund 1.000 Plätze will man insgesamt anbieten können. Dazu sind auch private Anmietungen notwendig, denn die verfügbaren Hallen im Landkreis sind bereits belegt.  

Erstmal zur Ruhe kommen können

Torsten Rönisch. Foto: LRA Hohenlohekreis

Kreisbrandmeister Torsten Rönisch, der auch für den Bevölkerungsschutz verantwortlich ist, wird von Landrat Dr. Neth für den schnellen Aufbau der beiden Unterkünfte gelobt. Rönisch gibt dieses Lob gleich weiter, an die Feuerwehrleute, aber ganz besonders auch an THW und DRK, die sehr schnell die notwendigen Kräfte bereitgestellt hätten.
Rönisch berichtet von Fluchterfahrungen seiner Familie, Ruhe sei beim Ankommen in der Fremde das Wichtigste. Daher habe man bei der Ausstattung des Krankenhauses in Künzelsau vor allem daran gedacht, dass die Menschen zur Ruhe kommen könnten. Rückzugsräume wurden geschaffen, der Park dient der Ruhe und als Spielplatz für Kinder. In den Zimmern sei für WLAN und Satelliten-Fernseh-Empfang gesorgt worden, damit die Geflüchteten weiter den Kontakt in ihre Heimat halten können. Die Zimmer sind mit vier Betten pragmatisch ausgestattet, Herde, Waschmaschinen und Trockner gehören zur Gemeinschaftsausstattung.

Die Zimmer und Gemeinschaftsräume im ehemaligen Krankenhaus sind pragmatisch ausgestattet. Foto: LRA Hohenlohekreis

Privatsphäre ist wichtig

Das Krankenhaus mit seinen einzelnen Zimmern bietet eine angemessene Privatsphäre – in der Eberhard-Gienger-Halle ist die schon schwieriger zu realisieren. Abtrennungen und Sichtschutz sind aber auch dort installiert worden. Allerdings ist die Halle als reine Notunterkunft nicht so gut ausgestattet wie im Krankenhaus, es gibt beispielsweise keine individuellen Kochstellen, sondern eine Feldküche.

Ein Mindestmaß an Privatsphäre ist auch in der Eberhard-Gienger-Halle gewährleistet. Foto: LRA Hohenlohekreis

Helfer beim Aufbau der Notunterkunft in der Eberhard-Gienger-Halle. Foto: LRA Hohenlohekreis

Appell an Ehrenamtliche

Rönisch appelliert an die Bürger:innen, sich ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen: Nicht alles kann von den Rettungskräften gestemmt werden, da deren Einsatzfähigkeit für die üblichen Aufgaben erhalten werden muß.

Personalsituation im Landratsamt

Mike Weise spricht davon, dass man sich derzeit im Status der Chaos-Situation befinde, man müsse aber wieder in die Regel-Situation kommen. Trotz der bereits erfolgten Umsetzung von 8 Mitarbeiter:innen ins Ordungsamt, der Einstellung von zwei Mitarbeitern und der Inanspruchnahme von zwei Mitarbeitern eines Personaldienstleisters, sei die Personalsituation „angespannt, aber noch akzeptabel“, so Weise. Er rechnet damit, mindestens 11 Mitarbeiter:innen einstellen zu müssen. Die Personalsuche sei nicht einfach, denn diese Stellen können aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht unbefristet ausgeschrieben werden.

Text: Matthias Lauterer




Fräulein Smilla schläft in der Küche

Die Frau*, die Fräulein Smilla* (63, der Name ist der Redaktion bekannt) seit rund zwei Wochen bei sich zu Hause beherbergt, spricht GSCHWÄTZ-Redakteurin Dr. Sandra Hartmann an, als diese von Hohenlohern gespendete Kleidung an ukrainische Familien verteilt.

Sie kann doch jetzt nicht mit dem Bus nach Ellwangen fahren, um sich dort registrieren zu lassen

Ob sie ihr vielleicht helfen könne, Fräulein Smilla sei aus der Ukraine geflüchtet und bräuchte eine eigene Unterkunft. Derzeit wohne sie bei ihr, aber das sei eher ein Notlösung. Ob sie im ehemaligen Krankenhaus ein Zimmer haben könne, fragt sie.

Wir von der Redaktion GSCHWÄTZ möchten der Frau helfen, wissen aber im Zuge unserer ehrenamtlichen Kleidersammelaktionen und Verteilung unter den Flüchtlingsfamilien und in ständiger enger Absprache mit dem Landratsamt, dass derzeit lediglich größere Gruppen (aktueller Stand, kann sich aber laufend ändern) von Flüchtlingen, die über die Aufnahmelager in Ellwangen, Heidelberg und Karlsruhe hier her nach Künzelsau gebracht werden, auch im Krankenhaus wohnen dürfen. Das wurden den beiden Frauen wohl auch schon gesagt, denn die Deutsche lächelt uns sagt: Sie kann doch jetzt nicht mit einem Bus nach Ellwangen fahren, um sich dort registrieren zu lassen. Aber so wäre es vermutlich für deutsche Behörden akzeptabel. Registriert sei sie zudem schon beim Landratsamt und zeigt ein Dokument vor, der ihren Flüchtlingsstatus anerkennt.

Wer soll das bezahlen?

Wer nicht über die Aufnahmezentren kommt, sondern quasi privat in den Hohenlohekreis als ukrainischer Flüchtling einreist, muss sich laut einer Aussage einer Mitarbeiterin* der Stadtverwaltung Ingelfingen (der Name ist der Redaktion bekannt), bei der Stadt melden, wo er Unterschlupf gefunden hat. Sie habe zwar viele private Wohnangebote in Ingelfingen von Einwohner:innen vorliegen. Aber für Frau Smilla könne sie nichts tun, da die nicht in der Gemeinde Ingelfingen gastiert. Sie meinen, bei einer Bekannten in der Küche schläft, korrigiere ich sie. Wenn Frau Smilla in Ingelfingen Unterschlupf gefunden hätte, könnten Sie ihr dann ein Zimmer oder eine Wohnung anbieten?, hake ich nach. „Nein“, derzeit nicht. Warum nicht? Weil derzeit noch Wohnungen, die angeboten wurden, renoviert werden müssen. Es steht also derzeit noch kein einziges Zimmer zur Verfügung, und das, obwohl Bürgermeister Michael Bauer in der vergangenen Gemeinderatssitzung noch davon geschwärmt habe, wie viele private Wohnungsangebote seine Einwohner:innen der Stadt bereits unterbreitet haben?, möchte ich weiter wissen. Nun sagt die Mitarbeiterin, ws vermutlich der wahre Grund für ihre Zurückhaltung ist: Die Kostenübernahme sei noch nicht geklärt. Sprich: Wer soll das bezahlen? Die Stadt, das Land oder der Landkreis? Solange wird auch nicht vermittelt?, frage ich sie. Soll ich das dann so der Frau, die in der Küche schläft, mitteilen? Schweigen am anderen Ende der Leitung. Der Krieg dauert bereits 5 Wochen und es ist noch nicht klar, wer welche Kosten übernimmt. Aha. Anscheinend baut das Landratsamt derzeit eine Online-Wohnungsbörse laut der Frau von der Stadtverwaltung in Ingelfingen auf. Wann die in Betrieb geht, war ihr aber nicht bekannt.

Familien haben Vorrang vor Einzelpersonen

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat veröffentlicht, dass sie als Stadt die Miete für die Flüchtenden übernimmt und damit quasi als Mieter auftritt. Versuchen wir hier einmal unser Glück. Bei der zuständigen Sachbearbeiterin bekommen wir erklärt, dass die Listen zwar lang seien, die angeboten worden seien von Einwohner:innen Künzelsaus bezüglich der Zur-Verfügung-Stellung privaten Wohnraums, aber die Liste mit den Flüchtlingsfamilien anscheinend fast ebenso lang. Diese gelte es zunächst abzuarbeiten und da haben Familien mit Kindern Vorrang. Sie werde sich bei uns melden.

Solange schläft Fräulein Smilla weiterhin in der Küche bei der Frau, die sie dankenswerterweise aufgenommen hat, und wartet, bis die Kostenübernahme geklärt ist.

Text: Dr. Sandra Hartmann

*alle Namen der Beteiligten in diesem Text sind der Redaktion namentlich bekannt. Um die Personen zu schützen, haben wir sie jedoch anonymisiert.




Corona- und Flüchtlingslage im Fokus

Die nächste Sitzung des Kreistages des Hohenlohekreises findet am Montag, 28. März, 14 Uhr, im Bürgerzentrum Langenbachtal in Weißbach statt. Zu Beginn der Sitzung informiert die Verwaltung über die aktuelle Corona- und Ukrainelage im Hohenlohekreis. Anschließend wird über die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes für die Gemeinschaftsunterkunft in Bretzfeld-Schwabbach entschieden. Danach geht es um die Fortsetzung des Integrationsmanagements in Zusammenarbeit mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege für den Förderzeitraum 2023/2024. Außerdem stehen die Vergabe von Elektroinstallationsarbeiten der Kaufmännischen Schule in Künzelsau sowie die Entscheidung über eine finanzielle Förderung zum Bau eines Geh- und Radweges zwischen Klepsau und Laibach (K 2313) auf der Tagesordnung.

Informationen zu den Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse sind über das Bürgerinformationssystem auf der Internetseite www.hohenlohekreis.de im Bereich Kreistag/Ratsinformationssystem abrufbar.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Jeder Kindergeburtstag besser organisiert

„Die Flüchtlinge brauchen erst einmal Ruhe“, hießt es bei der Vorstellung der Bewältigung der Flüchtlingsströme an der Kreistagssitzung. Allein an diesem Satz merkt man, wie weit das Landratsamt von dem Tagesgeschehen rund um das Eintreffen der ersten Flüchtlinge von den Aufnahmestellen in Baden-Württemberg ins ehemalige Krankenhaus Künzelsau entfernt ist.

Die Ukrainer:innen wollen weitermachen

Denn wer, wie etwa die Ehrenamtlichen, derzeit täglich nach den Flüchtlingsmamas und ihren Kindern im ehemaligen Krankenhaus schaut,  sie bei Alltagsfragen unterstützt, bei Behördengängen begleitet, nebenher auch noch Kontakt mit den Familien hat, die nicht im Krankenhaus untergebracht sind, sondern verstreut im Hohenlohekreis, der weiß, dass die Ukrainer:innen kein Volk sind, dass sich erst einmal nach einem Sabbatical sehnt. Was sie brauchen sind oftmals in erster Linie Basisdinge: Wasser, Kleidung, Babynahrung, Tiernahrung für ihre Hunde und Katzen, die sie nicht selten auf ihre Flucht mitgenommen haben. Danach: eine Wohnung, Arbeit, Schule für ihre Kinder, einen Kindergartenplatz. Sie wollen weitermachen, sie lassen sich nicht unterkriegen. Sie möchten in keinem Fall lethargisch auf ihren Zimmern wochenlang sitzen.

Entwicklungen kamen auch für die Lokalpolitik eigentlich nicht völlig unerwartet

Zahlreiche Ehrenamtliche aus dem Hohenlohekreis haben sich bereits gemeldet und ihre Hilfe gegenüber der Stadtverwaltung Künzelsau und des Landratsamtes angeboten. Das geht vom Dolmetschen über Sachspenden bis hin zu Betreuung der Flüchtlinge. Sie alle sind startbereit, sie möchten helfen. Aber wie so oft stolpern sie dabei bereits zu Beginn der nun heranrollenden Flüchtlingswelle über zahlreiche bürokratische Hürden – und das, obwohl der Krieg nun bereits seit 5 Wochen dauert und man die Entwicklungen hätten kommen sehen und sich dementsprechend auch in den Ämtern rüsten hätte können, planen, vorbereiten. Nun schaut es derzeit eher so aus, wie wenn die Planungen jetzt erst beginnen – nachdem die ersten Flüchtlinge bereits da sind und viele weitere bald folgen werden.

Deutschlands Bürokratie

Mit einem Satz hat das Landratsamt bei der Vorstellung des Flüchtlingsmanagements bei der Kreistagssitzung in Weißbach absolut Recht: Es herrscht derzeit noch ein absolutes Verwaltungschaos. Die Vermittlung von Privatwohnungen an Flüchtlingsfamilien, die von Hohenlohern ebenfalls zahlreich angeboten wurden, scheitert teilweise an Unwissenheit der Sachbearbeiter:innen (wir berichteten), an Standortproblemen, an Fragen der Finanzierung (wer bezahlt das Ganze) oder schlicht und ergreifend daran, dass die dafür vorgesehenen Wohnungs-Plattformen noch nicht fertig sind. Auch hier springen Ehrenamtliche ein und vermitteln hinter den Kulissen Wohnraum. Das Problem: Wer privat einreist, dem verweigert derzeit das Landratsamt die einfachste Möglichkeit: die Aufnahme in ein Zimmer des ehemaligen Krankenhauses Künzelsau, das derzeit als Flüchtlingsunterkunft dient. Denn: Nur wer über die Landeserstaufnahmestellen Ellwangen, Karlsruhe und Heidelberg anreist, darf hier derzeit aufgenommen werden. Wissen tut das natürlich nicht automatisch jeder ukrainische Flüchtlinge (woher auch). Logisch ist das auch nicht wirklich. Aber zumindest gibt es ein System. Das ist ja bekanntlich wichtig in Deutschland. Regeln, Ordnung. Systematische Registrierung. Diese Punkte stehen aber oft im Widerspruch mit schneller und manchmal nötiger flexibler Hilfe.

Stadtverwaltung möchte die Ehrenamtlichem im Einsatz bislang nicht finanziell unterstützen

Eine Kleiderausgabe, trotz dringenden Bitten der Ehrenamtlichen, direkt am Standort des alten Krankenhauses, also dort, wo auch die Flüchtlinge wohnen, wurde bislang nicht realisiert. Es würde damit aber den Ehrenamtlichen vor Ort einiges erleichtern.

Derzeit werden dringend benötigte kleinere Dinge für die Flüchtlingsfamilien wie ein Rollstuhl für ein behindertes Kind, Nachttopf oder Medikamente von den Ehrenamtlichen selbst organisiert und mitunter selbst bezahlt, weil oft auch die zuständigen Sachbearbeiter:innen in den Behörden mangels Zeit und Wissen nicht weiterwissen. Geschweige denn die ganzen Fahrten zu den Familien, zum Dolmetschen, zu Behörden – auch angesichts der explodierenden Spritpreise, es ist nicht nur ein Ehrenamt, sondern auch ein Drauf-Zahl-Amt.

Es wäre ein positives Zeichen an die Ehrenamtlichen gewesen

Eine Anfrage bei der Stadtverwaltung Künzelsau, ob denn nicht ein Teil der Spenden, die die Stadtverwaltung für ukrainische Flüchtlingsfamilien bei den Künzelsauer Einwohner:innen eingesammelt wird, hierfür verwendet werden kann, wurde abgelehnt. Begründung: Das Geld diene lediglich für die Einrichtung der Wohnungen für Flüchtlinge. Schade. Es wäre auch ein positives Zeichen für das Ehrenamt gewesen und hätte sich um einen Kleinstbetrag von 100 oder 200 Euro gehandelt.

Mehr Wertschätzung für Ehrenamtliche

Am Freitag, den 01. April 2022 nun der große Pressecoup mit dem Hohenloher Landrat Dr. Matthias Neth und Vertretern der Lokalpolitik zur Eröffnung des Welcome Points für die Flüchtlingsfamilien in Künzelsau. Die Kinder der Flüchtlingsfamilien dürfen sich auf ein Spielzimmer, die Mamas auf Computerarbeitsplätze freuen. Wichtiger aber wären zunächst einmal Kleidung, Beratung, Sprache, Kontakt. Denn wer Kleidung und Nahrung hat und sich willkommen fühlt, der schaut auch gerne nach Jobs oder Wohnungen.

Es wird auch hier weiterhin stehen und fallen mit den Ehrenamtlichen, ob diese größte Flüchtlingswelle, die wir je erlebt haben im Zweiten Weltkrieg, erfolgreich gemeistert werden kann.

Das Mindeste, was hier auch die Lokalpolitik leisten kann, ist die Wertschätzung und Unterstützung dieser bedeutsamen Arbeit.

Treffen

Am Donnerstag, den 07. April 2022, 09 Uhr, ist ein großes Treffen zwischen hauptamtlichen Mitarbeiter:innen von der Stadt Künzelsau und dem Landkreis sowie mit allen interessierten Ehrenamtlichen im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau geplant, um sich künftig besser abzusprechen sowie eine sinnvolle Struktur zu schaffen.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




Das alte Krankenhaus füllt sich wieder mit Leben

Vertreter des Landratsamtes begrüßten am Mittwoch, den 23. März 2022, die ersten Flüchtlinge, die von der Landeserstaufnahmestelle in Heidelberg ins ehemalige Krankenhaus Künzelsau gebracht wurden. Dabei handelt es sich um rund 40 Personen aus der Ukraine sowie in der Ukraine lebende Angehörige von Drittstaaten, davon größtenteils Familien.

Wie lange sie bleiben werden, ist noch ungewiss. Nun haben die Flüchtlinge ihre Zimmer in einem Stockwerk des Krankenhauses bezogen und sollen da auch erst einmal bleiben und zur Ruhe kommen.

Erst einmal im Krankenhaus bleiben

Zuvor kamen auch schon einige Flüchtlingsfamilien in Künzelsau an, die nicht über die LEA und damit über den Verteilschlüssel des Landes Baden-Württemberg gekommen sind. Diese Flüchtlinge sind entweder bei Verwandenten, Freunden oder Bekannten untergekommen oder haben sich direkt bei der Stadtverwaltung Künzelsau gemeldet, die Unterkünfte vermittelt, die von Einwohner:innen Künzelsau für Flüchtlinge angeboten werden. Dabei zahlt die Stadt die Miete und tritt auch als Mieter in Erscheinung.

Stuttgart verteilt die Flüchtlinge, die über die offiziellen Stellen kommen

Anders bei der offiziellen Verteilung über das Regierungspräsidiums Stuttgart. Kommen die Flüchtlingen in einem der zentralen Aufnahmelager in Ellwangen, Karlsruhe oder Heidelberg an, werden sie von dort mit einem bestimmten Schlüssel an die einzelnen Landkreise, unter anderem den Hohenlohekreis, verteilt. Am Mittwoch, den23. März 2022, kamen die ersten Flüchtlinge von Ellwangen in Künzelsau an. In diesem Fall weist das Landratsamt den Flüchtlingen eine Unterkunft zu, das ist aktuell das alte Krankenhaus. Die Eberhard-Gienger-Halle dient lediglich als Notfallunterkunft, wenn jemand nachts oder am Wochenende hier ankommt. Diese Personen werden dann direkt von der Stadtverwaltung in angebotene private Unterkünfte weitervermittelt. sollte das ehemalige Krankenhaus voll belegt sind, hat das Landratsamt noch weitere großzügige Gebäude als Sammelunterkunft für eine gewisse Anzahl an Betten.

Eberhard-Gienger-Halle nur als Notfallunterkunft

Die Flüchtlinge werden im ersten Schritt nach Ankunft registriert und geschaut, was sie an Erstbedarf an Kleidung und anderen Dingen benötigen. Hierbei helfen Ehrenamtliche. die Redaktion GSCHWÄTZ unweit des Krankenhauses dient derzeit als Kleiderannahme- und ausgabestelle für Flüchtlinge und andere Schutzsuchende und Bedürftige. Auch hier helfen Ehrenamtliche beim Sortieren der Kleidung. Viele Hohenloher:innen haben bereits an der Redaktion Kleidung gespendet. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Spender:innen.

Corona- und Flüchtlingslage im Fokus der nächsten Kreistagssitzung

Die nächste Sitzung des Kreistages des Hohenlohekreises findet am Montag, 28. März, 14 Uhr, im Bürgerzentrum Langenbachtal in Weißbach statt. Zu Beginn der Sitzung informiert die Verwaltung über die aktuelle Corona- und Ukrainelage im Hohenlohekreis. Anschließend wird über die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes für die Gemeinschaftsunterkunft in Bretzfeld-Schwabbach entschieden. Danach geht es um die Fortsetzung des Integrationsmanagements in Zusammenarbeit mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege für den Förderzeitraum 2023/2024. Außerdem stehen die Vergabe von Elektroinstallationsarbeiten der Kaufmännischen Schule in Künzelsau sowie die Entscheidung über eine finanzielle Förderung zum Bau eines Geh- und Radweges zwischen Klepsau und Laibach (K 2313) auf der Tagesordnung.

Informationen zu den Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse sind über das Bürgerinformationssystem auf der Internetseite www.hohenlohekreis.de im Bereich Kreistag/Ratsinformationssystem abrufbar.




Stadt Öhringen schaltet Kontaktmöglichkeit für Geflüchtete und Helfer

Die Große Kreisstadt Öhringen hat eine Kontaktmöglichkeit eingerichtet, über die sich Geflüchtete, sowie Bürgerinnen und Bürger, die Menschen aufgenommen haben, mit Fragen an die Stadtverwaltung wenden können. Die Telefonnummer führt zum Team Integration und Flüchtlingsmanagement der Stadt. Sie ist die erste Anlaufstelle für Geflüchtete und informiert Hilfsbedürftige über das Registrierungsverfahren, sowie über Rechte und Pflichten eines Aufenthaltes in Deutschland. Dort werden zudem die unbedingt notwendigen Termine zur Registrierung im Einwohnermeldeamt und der Ausländerbehörde vergeben.

Ukrainisch sprechende Ehrenamtliche gesucht

Ehrenamtliche Hilfsangebote und Dolmetscherdienste, sowie ukrainisch sprechende Ehrenamtliche für unterstützende Beratungstätigkeiten, können ebenfalls bei der Integrationsberatung gemeldet werden. Sachspenden werden nicht gesammelt. Wer die Flüchtlingsarbeit in Öhringen unterstützen möchte, kann gerne auf das Konto des Kiwanis-Förderverein Hohenlohe e. V. spenden. Geldspenden nimmt auch Öhringens Partnerstadt Kędzierzyn-Koźle entgegen. Damit hilft sie Geflüchteten vor Ort und in Kędzierzyn-Koźles Partnerstadt Kalusch in der Ukraine. Dort werden dringend Lebensmittel benötigt.

Die Integrationsberatung ist unter der mobilen Rufnummer +49 (0)160 95965674, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Sie können ihr Anliegen auch per E-Mail an fluechtlingshilfe@oehringen.de senden.

Wohnraum dringend gesucht

Um dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, bittet die Stadt Öhringen die Bevölkerung um Wohnraumangebote für Geflüchtete. Die Wohnungen sollten in bezugsfertigem Zustand sein und mindestens zwölf Monate zur Verfügung stehen. Es gibt die Möglichkeit einer Mietübernahme. Bitte melden sie Wohnraum telefonisch bei der Gebäudewirtschaft im Rathaus Öhringen unter 07941 68-203, Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.15 Uhr, Montag bis Mittwoch 14 bis 16 Uhr und Donnerstag 14 bis 18 Uhr, oder ebenfalls per E-Mail an fluechtlingshilfe@oehringen.de.

Alte Turnhalle wird Unterkunft

Aktuell wird die Alte Turnhalle als Unterkunftsmöglichkeit umgebaut. Sie wird durch eine Messebaufirma in unterschiedlich große Räume aufgeteilt und bietet im April rund 50 Personen Platz.

Übersicht

Integrationsberatung: Telefon +49 (0)160 95965674, Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, E-Mail fluechtlingshilfe@oehringen.de

Stadtbauamt/Gebäudewirtschaft: Telefon: 07941- 68-203, Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 12.15 Uhr, Montag bis Mittwoch 14 bis 16 Uhr und Donnerstag 14 bis 18 Uhr. E-Mail: fluechtlingshilfe@oehringen.de

Unterstützung der Flüchtlingsarbeit in Öhringen: Empfänger: Kiwanis-Förderverein Hohenlohe e. V. IBAN: DE80 6225 1550 0220 0445 54, Bank: Sparkasse Hohenlohekreis.

Infos zu Kiwanis gibt es unter www.kiwanis.de oder kiwanisclub-hohenlohe.de

Spendenkonto bei Öhringens Partnerstadt Kędzierzyn-Koźle: Empfänger: Stowarzyszenie „Trampolina“, IBAN: PL31 1600 1462 1029 8069 5000 0003 (Überweisung in Euro möglich), Stichwort: „Pomoc dla Ukrainy“. Bank: BNP Paribas Bank Polska S.A., BIC/SWIFT: PPABPLPK.

 

Pressemitteilung Große Kreisstadt Öhringen




Künzelsau: Eberhard-Gienger-Halle als weitere Unterkunft für Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine vorbereitet

Am Donnerstag, den 17. März 2022, hat das Landratsamt Hohenlohekreis damit begonnen, die Eberhard-Gienger-Halle Künzelsau als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine vorzubereiten. Hintergrund ist die eindringliche Bitte des Regierungspräsidiums Stuttgart an alle Kreise, angesichts der sich abzeichnenden Lage mindestens eine Halle einzurichten, um schnell eine große Anzahl Personen aufnehmen zu können.

Hohe Zuweisungszahlen.

„Aufgrund von täglich vierstelligen Zuweisungszahlen an das Land Baden-Württemberg müssen wir als Kreis, insbesondere angesichts der belegten Landeserstaufnahmestellen, ab sofort jederzeit mit ankommenden Ukrainerinnen und Ukrainern rechnen“, erklärt Mike Weise, zuständiger Dezernent im Landratsamt Hohenlohekreis. „Bislang wurden uns vom Land aber noch keine Geflüchteten zugewiesen.“

Ab Montag bezugsfertig

Gemeinsam mit den Einsatzkräften von THW und DRK hat Kreisbrandmeister Torsten Rönisch die kreiseigene Halle am Berufsschulzentrum Künzelsau am Donnerstag erkundet und für die nächsten drei Tage einen Einsatzplan zur Einrichtung von 180 Plätzen erstellt. Ab Montag, 21. März 2022, wird die Halle bezugsfertig sein. Wie lange diese als Unterkunft genutzt werden soll, steht noch nicht fest.

Weiterhin auch private Räumlichkeiten zur Unterbringung von Flüchtenden gesucht

Wer private Räumlichkeiten für die Unterbringung von Schutzsuchenden aus der Ukraine melden kann, wendet sich an das Rathaus der Stadt oder Gemeinde.

Wer ein größeres Mietobjekt zur vorläufigen Unterbringung von Geflüchteten und Asylbewerbern anbieten kann, wendet sich an das Landratsamt unter Tel. 07940 18-1303 oder per E-Mail an OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Ein Formular zur Meldung ist unter Bürgerservice / Was erledige ich wo? / Formulare / Ordnung und Zuwanderung hinterlegt.

Meldung aufgenommener Geflüchteter

Wer Geflüchtete aus der Ukraine bei sich aufgenommen hat, meldet dies bitte bei seinem Bürgermeisteramt. Dort erfolgt die Registrierung und bei Bedarf die wohnungsrechtliche Anmeldung. Ausländerrechtliche Fragen beantwortet die zuständige Ausländerbehörde. Für Stadt Öhringen, Gemeinde Zweiflingen und Gemeinde Pfedelbach ist dies die Stadtverwaltung Öhringen, für alle anderen Städte und Gemeinden das Landratsamt Hohenlohekreis (erreichbar unter auslaenderamt@hohenlohekreis.de). Leistungsrechtliche Fragen beantwortet die Asylbewerberleistungsstelle des Hohenlohekreises unter asyl@hohenlohekreis.de

Weitere Informationen

Unter www.hohenlohekreis.de/ukraine werden alle Informationen zur Situation im Hohenlohekreis laufend aktualisiert. Allgemeine Infos hat das Ministerium für Justiz und für Migration Baden-Württemberg zusammengestellt unter https://www.justiz-bw.de/,Lde/Startseite/Auslaender+und+Fluechtlingspolitik/Informationen+zur+Ukraine.

 




Redaktion GSCHWÄTZ nimmt ab Montag, den 14. März 2022, Kleiderspenden zur Weiterleitung an ukrainische Flüchtlinge an

Die Redaktion GSCHWÄTZ nimmt ab Montag, den 14. März 2022, Kleiderspenden für Frauen und Kinder zur Weiterleitung an ukrainische Flüchtlinge an. Abgegeben werden können diese in der Redaktion in der Gaisbacher Straße 6 in 74653 Künzelsau Montag bis Freitag von 09 bis 12 Uhr oder nach Terminvereinbarung. Die Redaktion sucht in diesem Zusammenhang auch Ehrenamtliche, die diese Sachspenden helfen, vorzusortieren für die Weitergabe.

Wer Kleidung für Flüchtlinge benötigt, kann diese ebenfalls zu den oben genannten Zeiten bei in der Redaktion abholen. Eine vorherige Terminvereinbarung, gerne per WhatsApp (0172/68 78 474), wäre hier sinnvoll, so dass wir Kleiderpakete in den passenden Größen vorbereiten können.

Wir danken vorab allen Spendern und Ehrenamtlichen, die sich engagieren und wünschen uns allen einen schnellstmöglichen Frieden.