Zwischen Dürre und schwallartigen tropischen Regenschauern
Vergangene Woche war es mal wieder soweit, was wir bereits des Öfteren in den vergangenen Monaten erlebt haben: zuerst sprang fas Thermometer auf fast 35 Grad, kann sackte es am nächsten Tag auf 17 Grad ab und halbierte sich damit in Rekordgeschwindigkeit. Kommende Woche sollen sich wieder Temperaturen an der 40-Grad-Marke anzeichnen.
Zwischen Dürre und schwallartigen tropischen Regenschauern
Der Klimawandel ist sichtbar geworden – mit Wetterextremen. Laut dem Deutschen Wetterdienst Standort Stuttgart betrifft das auch Baden-Württemberg und zwar mit zunehmenden Extremwetterlagen – zwischen lang anhaltender Trockenheit und Dürre, wie wie es in diesem Jahr erleben und dann wieder wolkenbruchähnlichen Regengüssen wie in den Tropen.
Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter? Die Unterteilung werde mehr und mehr obsolet, da es mittlerweile auch im Januar bis zu 17 Grad warm werden kann oder der Herbst noch mit Temperaturen von 25 Grad aufwarte.
Verändertes Bauverhalten
Diese Wetterveränderungen fordern ein verändertes Bauverhalten. „Es sollte darauf geachtet werden, dass es genug Schattenplätze auf dem Grundstück gibt, idealerweise durch Bäume, diese seien bessere Schattenspender als jede Hausmauer“. Immer mehr Häuslebauer gestalten ihre Terrasse bewusst auf der Nordseite oder überdachen sie, um im Sommer ein kühlcs Plätzchen zu haben. Am besten eignet sich dafür eine Überdachung aus Ziegeln, quasi eine Erweiterung des Daches, da ein Ziegeldach wesentlich kühler ist als eine Glas-Überdachung.
Fest eingebaute Klimaanlagen im Haus
Immer mehr Häuslebauer entscheiden sich zudem für fest eingebaute Klimatisierungsgeräte im Haus oder bauen direkt eine Heizung mit Kühlfunktion ein. Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen, die zum Kühlen geeignet sind, darunter Luft-Wasser-Wärmepumpen und Erdwärmepumpen.
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Aktive Kühlung:
Die Wärmepumpe kehrt ihren Kältekreislauf um und entzieht der Raumluft aktiv Wärme, ähnlich einer Klimaanlage.
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Passive Kühlung:
Bei passiver Kühlung wird die Wärme aus dem Haus über die Wärmepumpe an das Erdreich oder Grundwasser abgegeben, ohne dass der Kompressor der Wärmepumpe aktiv wird.
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Fußbodenheizungen:
Diese sind besonders gut für die Kühlung geeignet, da sie eine große Fläche zur Temperaturregulierung bieten.
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Wand- und Deckenheizungen:
Auch diese können zur Kühlung genutzt werden und bieten eine gute Alternative zu herkömmlichen Heizkörpern.
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Gebläsekonvektoren:
Diese können anstelle von Heizkörpern verwendet werden und sind auch für die Kühlung geeignet.
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Energieeffizienz:
Wärmepumpen sind in der Regel energieeffizienter als herkömmliche Klimaanlagen.
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Geringe Betriebskosten:
Sowohl aktive als auch passive Kühlung mit einer Wärmepumpe können zu niedrigen Betriebskosten führen.
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Kompaktes System:
Die Kühlung erfolgt oft über die vorhandenen Heizflächen, sodass keine zusätzlichen Geräte oder Lüftungsöffnungen benötigt werden.
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Zugluftfreie Kühlung:
Im Vergleich zu Klimaanlagen ist die Kühlung mit einer Wärmepumpe oft zugluftfreier und gleichmäßiger.
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Kühleffekt nicht so stark:
Der Kühleffekt kann bei der aktiven Kühlung nicht so stark sein wie bei einer Klimaanlage.
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Bedingungen müssen stimmen:
Für die passive Kühlung ist ein geeignetes Heizsystem (z.B. Fußbodenheizung) und eine Wärmepumpe mit Erd- oder Grundwasseranschluss erforderlich.
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Gefahr der Kondenswasserbildung:
Bei der aktiven Kühlung kann es bei zu niedrigen Temperaturen zur Kondenswasserbildung kommen.