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„Wir haben mit dem Einsatz dieser Schnelltests in den vergangenen acht Wochen sehr gute Erfahrungen gesammelt“

Seit der Urlaubssaison steigen die Corona-Fallzahlen auch in Deutschland wieder an. Um zu verhindern, dass diese im Winterhalbjahr förmlich explodieren, passen Bund und Länder die Verhaltensvorgaben für die Bürger immer wieder an. Doch wie sieht das in den Firmen aus, wo die Menschen oft auf engstem Raum zusammenarbeiten? Geben die Unternehmen vor, auf was ihre Mitarbeiter achten sollen und wie sie sich zu verhalten haben? Wir haben uns in Hohenlohe umgehört.

„Alle Symptome müssen akut auftreten“

„In diesen Tagen erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Künzelsau über einen internen Newsletter und über Aushänge konkrete Angaben zum Vorgehen beim Auftreten von Krankheits- und Erkältungssymptomen“, schreibt Elke Sturm von der Pressestelle der Stadt Künzelsau in ihrer Antwort-Mail. Dabei handele es sich um die allgemein angewandten Kriterien. So dürften die städtischen Beschäftigten nicht an ihren Arbeitsplatz kommen, wenn sie unter folgenden Symptomen leiden: Fieber ab 38 Grad Celsius, trockener Husten – also ohne Schleim und nicht durch chronische Erkrankungen wie Asthma verursacht – wenn der Geschmacks- oder Geruchssinn gestört sind. „Alle Symptome müssen akut auftreten“, so Elke Sturm. „Symptome einer bekannt chronischen Erkrankung sind nicht relevant.“ Im optimalen Fall würden die Beschäftigten weitere Schritte mit ihren direkten Vorgesetzten telefonisch abstimmen.

Bisher rund 200 Schnelltests vorsorglich durchgeführt

„Bei ebm-papst haben wir Covid-19 bereits mit dem Ausbruch in China im Januar 2020 sehr ernst genommen und umgehend eine Reihe von Maßnahmen, wie beispielsweise das Tragen von Mundschutz oder die Sensibilisierung auf erhöhte Körpertemperatur, umgesetzt“, schreibt Pressesprecher Hauke Hannig. „Auch bieten wir unseren Mitarbeitern bereits seit vielen Monaten zusätzlich Sicherheit, in dem wir über unsere Betriebsärzte bei Verdachtsfällen PCR-Testungen (Mund-Nase-Abstriche) durchführen.“ Die nun beginnende Erkältungszeit werde bei ebm-papst mit Schnelltests begleitet: „Wir haben mit dem Einsatz dieser Schnelltests in den vergangenen acht Wochen sehr gute Erfahrungen gesammelt und können damit unseren Mitarbeitern einen weiteren Schutz bieten und damit eine höhere Sicherheit im Unternehmen ermöglichen“. Bisher wurden laut Hannig vorsorglich rund 200 Schnelltests in Mulfingen durchgeführt. Der Vorteil sei, „dass wir umgehend ein Ergebnis erhalten“. Ein Schnelltest schlage an, wenn eine Virenlast vorliege. Ist dies der Fall, werde über den PCR-Test (Mund-Nase-Abstrich) und eine Laboranalyse überprüft, ob eine Covid-19-Infektion vorliegt.

„Wir thematisieren Covid-19 sowie die Hygieneregeln wieder verstärkt“

„Wäre dies der Fall, gelten die Regeln des Infektionsschutzgesetzes. Der Schnelltest zeigt überdies auch an, ob eine Infektion vorlag und Antikörper gebildet wurden“, schreibt Hannig weiter. Bei einer erhöhten Körpertemperatur – mehr als 38 Grad Celsius – oder bei Erkältungssymptomen – beispielsweise Halsschmerzen – sollen die ebm-papst-Mitarbeiter umgehend ihren Hausarzt konsultieren und nicht in die Firma kommen. Zur Kommunikation werden bei dem Unternehmen vielseitige Kanäle genutzt: angefangen von Intranet über mündliche Kurzinfos bei Schichtübergaben bis hin zu Aushängen und Newslettern. „Wichtiger Kanal ist zudem unsere Corona-Hotline, deren Mitarbeiter für alle Fragen zur Verfügung stehen und Koordinationsaufgaben, beispielsweise in Bezug auf unsere Testungen, übernehmen“, so der Pressesprecher. „Aufgrund der Zunahme von Infektionen, insbesondere in Deutschland, und der anstehenden Erkältungszeit thematisieren wir Covid-19 sowie die Hygieneregeln wieder verstärkt, setzen wieder stärker auf mobiles Arbeiten in A- und B-Teams und Videokonferenzmöglichkeiten.“

Regelmäßige Informationen zum aktuellen Stand

Sascha Sprenger von der Pressestelle des Landratsamtes Hohenlohe schreibt auf die GSCHWÄTZ-Anfrage: „Schon immer gilt, dass Mitarbeitende – genau wie Besucher – mit eindeutiger COVID-19-Symptomatik das Landratsamt nicht betreten dürfen“. Allerdings würden die Mitarbeiter regelmäßig zum aktuellen Sachstand im Umgang mit COVID-19 sowie einhergehenden Änderungen informiert.

Mitarbeiter sind in selbst verantwortlich

„Unsere Mitarbeitenden sind grundsätzlich dazu aufgefordert, bei einer Erkrankung nicht zur Arbeit zu kommen“, schreibt Rainer Grill, Pressesprecher von Ziehl-Abegg. „Einmal dient dies der verbesserten eigenen Genesung, zum anderen einer Vermeidung von Ansteckungen anderer Mitarbeitenden.“ Dies geschehe aber unabhängig von Covid-19. Aber es gelte auch: „Als Unternehmen können wir nicht per Aushang definieren, ab wann jemand gesund oder krank ist: Das muss der- oder diejenige im ersten Schritt für sich selbst entscheiden und dann gegebenenfalls einen Arzt zurate ziehen. Grill nennt ein Beispiel: „Würden wir etwa eine „laufende Nase“ als Kriterium festlegen, dann müssten Mitarbeiter mit leichtem Heuschnupfen grundsätzlich zu Hause bleiben“. Daher müsse jeder für sich selbst entscheiden, ob er krank ist und nötigenfalls ärztlichen Rat einholen.

Text: Sonja Bossert




„Jeder wird stolz sein, ein Shirt der vergangenen Laufevents zu tragen und zu versuchen, seine persönliche Bestzeit zu halten“

der ebm-papst-Marathon gibt es in diesem Jahr trotz Corona – allerdings etwas anders üblich. Anstelle des realen ebm-papst Marathons findet erstmals in Hohenlohe eine virtuelle ebm-papst Laufveranstaltung statt. Das geht aus einer Pressemitteilung von ebm-papst hervor.

Digitale Lösung

Vor einigen Wochen musste der Ventilatorenhersteller ebm-papst die traurige Nachricht übermitteln, dass der ebm-papst Marathon 2020 aufgrund von Covid-19 in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Doch das gilt nur für den „realen“ Marathon in Niedernhall. Virtuell ist dagegen so einiges möglich.

Viele Rückmeldungen des Bedauerns erreichten ebm-papst nach der Absage des ebm-papst Jubiläumsmarathons. Zum bereits 25. Mal sollte die beliebte Familienveranstaltung am letzten Sommerferien-Wochenende im September stattfinden. Kurzerhand suchte das Organisationsteam des Technologieführers nach einer Alternative und fand eine digitale Lösung.

Erstmals in Hohenlohe

Vom 11. bis 13. September 2020 startet erstmals in Hohenlohe eine virtuelle ebm-papst Laufveranstaltung. Um teilzunehmen genügt eine Anmeldung auf der Internetseite des ebm-papst Marathons unter www.ebmpapst-marathon.de und die passende App auf dem Smartphone. Am Marathonwochenende kann dann jeder einfach und zu jeder Uhrzeit auf seiner eigenen Wunschstrecke starten. Angebotene Disziplinen sind Nordic Walking, Zehn-Kilometer-Lauf, Halbmarathon und Marathon. „Die App ist natürlich keine echte Alternative für das Lauffeeling beim realen ebm-papst Marathon “, sagt Joachim Süssmuth vom TSV Niedernhall. „ Aber diese virtuelle Möglichkeit wird die Sportler am Laufwochenende im Kochertal und an anderen Orten sichtbar machen. Ich denke, jeder wird stolz sein, ein Shirt der vergangenen Laufevents zu tragen und zu versuchen, seine persönliche Bestzeit zu halten.“

Unser Patenkind Noah hat sich schon so auf seinen ersten Start beim Zehn-Kilometer-Lauf gefreut“

Auch Familie Hasenauer aus Niedernhall wäre gerne beim Event dabei gewesen. „Unser Patenkind Noah hat sich schon so auf seinen ersten Start beim 10km-Lauf gefreut“, erzählt Anja Hasenauer. „Aber wir sind natürlich alle drei beim virtuellen Lauf dabei und freuen uns schon auf den ebm-papst Marathon im nächsten Jahr.“

Kostenlose App

Mit der kostenlosen „mika:timing“ App ist es den Teilnehmern möglich, ihre Zeit zu stoppen und virtuell am Event teil zunehmen. Dazu wird die Veranstaltung „ebm-papst Marathon“ in der App ausgewählt, im Bereich „Mein Rennen“ das Tracking gestartet und schon kann der persönliche Lauf beginnen. Familie und Freunde können die Läufer per Smartphone verfolgen. Und wie immer gilt dies auch auf den Social Media Kanälen von ebm-papst und der Facebook-Seite des Marathons. Hier können die Teilnehmer Bilder Videos und Kommentare von Ihrem persönlichen Laufereignis mit der Gemeinschaft teilen.

Es gibt auch etwas zu gewinnen

Unter allen Teilnehmern verlost der Motoren- und Ventilatorenhersteller 25 Freistarts für den 25. ebm-papst Marathon 2021 in Niedernhall. Dann hoffentlich wieder real und mit vielen Läufern und Besuchern.

Patenkind Noah ist auch dabei. Foto: ebm-papst

Familie Hasenauer wird auch in diesem Jahr mitmachen. Foto: ebm-papst




Vollsperrungen Ailringen / ebm-Papst & Hohebach / Weldingsfelden

Die Landesstraße L 1025 muss ab dem 20. Juli 2020, 11.00 Uhr, bis 24. Juli 2020, 12.00 Uhr, zwischen Ortsende Ailringen und Abzweigung K 2388 bei ebm-papst wegen Sanierungsarbeiten gesperrt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Je nach Verlauf der Bauarbeiten ist es möglich, dass die Sperrung früher aufgehoben werden kann.

Die überörtliche Umleitung erfolgt ab Ailringen über die L 1020 – Hollenbach – K 2388 und umgekehrt.

Die Kreisstraße K 2311 wird ab dem 20. Juli 2020, 8.00 Uhr, bis 24. Juli 2020, 12.00 Uhr, zwischen Hohebach und Weldingsfelden wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Je nach Verlauf der Bauarbeiten ist es möglich, dass die Sperrung früher aufgehoben werden kann.

Der überörtliche Verkehr wird ab Hohebach über die B 19 nach Stachenhausen – Hermuthausen und umgekehrt umgeleitet.

 

 




ebm-papst in Mulfingen: Ausgezeichneter Innovationstreiber

Laut einer Pressemitteilung erhält der Ventilatorenspezialist ebm-papst in Mulfingen für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit zum vierten Mal in Folge das Gütesiegel „Innovativ durch Forschung“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Dieser zeichnet mit diesem Gütesiegel seit 2014 Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung aus und honoriert damit deren Bemühungen als Innovationstreiber.

Die für zwei Jahre gültige Auszeichnung ehrt dabei Unternehmen, „die ein besonderes Engagement für Forschung und Entwicklung zeigen“, wie es von Seiten des Verbandes heißt. “Forschung und Entwicklung sind das Herzstück eines Technologieführers. Es freut uns, erneut dafür ausgezeichnet worden zu sein. Wir sehen diese Ehrung als Ansporn, weltweite Innovation durch Forschung und Entwicklung bei ebm-papst weiter voranzutreiben“, betont Dr. Stephan Arnold, Gruppengeschäftsführer für Forschung & Entwicklung und Einkauf der ebm-papst Gruppe, in der Mitteilung.

Um die Technologieführerschaft auszubauen und Innovationen auf den Markt zu bringen, investiert die ebm-papst Gruppe jedes Jahr Millionenbeträge in Forschung und Entwicklung. Unter „GreenIntelligence“ vermarktet der Ventilatoren- und Antriebsspezialist bereits heute intelligent vernetzbare Lösungen. Diese werden geprägt durch höchste Energieeffizienz und den Vorteilen digitaler Vernetzung.

Mit seiner Denkfabrik ebm-papst Neo in Dortmund hat das Familienunternehmen seine Forschungsaktivitäten im Bereich der Digitalisierung sowie der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle noch weiter ausgebaut. Mit diesem „Think Tank“ sollen kontinuierlich neue Innovationen auf den Markt gebracht werden. Darüber hinaus kooperiert ebm-papst mit zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise der Hochschule Heilbronn oder der Universität Stuttgart.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst

 

 




Mulfingen: ebm-papst führt eigene Coronatests bei Mitarbeitern durch – geringe Zahl infizierter Mitarbeiter – Alle Mitarbeiter in der Produktion mit Mundschutz – Tägliche Temperaturmessung

Der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter steht für ebm-papst in Zeiten des Coronavirus an erster Stelle. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Mulfinger Unternehmens hervor. Um das Ansteckungsrisiko so weit wie möglich zu minimieren, habe das Unternehmen frühzeitig Hygienemaßnahmen und Maßnahmen zur Kontaktbegrenzung eingeführt. Als sich das Coronavirus weiter ausbreitete und Testkapazitäten knapp wurden, hat ebm-papst entschieden, potenziell infizierte Mitarbeiter selbst zu testen. So sollten lange Wartezeiten für Testabstriche vermieden werden und gleichzeitig das Risiko für weitere Ansteckungen im Unternehmen minimiert werden. An allen drei deutschen Standorten haben ebm-papst Mitarbeiter schon seit Ende Februar mehrmals pro Woche die Möglichkeit, sich bei einem begründeten Verdacht schnell und unkompliziert testen zu lassen. Bislang wurden so rund 200 Tests durchgeführt – fast immer mit negativem Ergebnis.

Geringe Zahl infizierter Mitarbeiter

„Die geringe Zahl an infizierten Mitarbeitern und die Tatsache, dass bislang kein Fall bekannt ist, in dem ein infizierter Mitarbeiter weitere Kollegen angesteckt hätte, bestätigt die Wirksamkeit der von ebmpapst etablierten Schutzmaßnahmen“, heißt es in der Pressemitteilung. Bei der Ausgestaltung orientiere sich das Unternehmen an den Erfahrungswerten der chinesischen Tochtergesellschaft, mit der sich der Corona-Krisenstab täglich eng austausche. Stefan Brandl, Geschäftsführer der ebm-papst-Gruppe: „Bereits im Januar haben wir in internationalen Krisenteams täglich die Lage analysiert, bewertet und Maßnahmen beschlossen. Als die ersten Fälle in Deutschland auftraten, waren wir bereits gut vorbereitet um den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter und deren Familien bestmöglich zu gewährleisten.“

Alle Mitarbeiter in der Produktion mit einem Mundschutz

Konkret sehen die Maßnahmen von ebm-papst folgendermaßen aus: Es wurden beispielsweise alle Mitarbeiter in der Produktion mit einem Mundschutz ausgestattet und durchgängig A- und B- Teams gebildet, um Begegnungen auszuschließen. Meetings wurden digital abgehalten, der Mindestabstand überall eingehalten – selbst in der Kantine, wo die Tische und Stühle entsprechend weit auseinandergerückt wurden, und mittlerweile auf Lunchpakete umgestellt wurde. Das Krisenteam war strenger als es die Empfehlungen der Gesundheitsämter verlangt haben und hat Familien beispielsweise stets als Einheit bewertet. Das bedeutet: Gab es in der Familie eines Mitarbeiters einen Kontaktfall mit einem Infizierten, wurde auch dem Mitarbeiter die Quarantäne ermöglicht.

Frühzeitig Homeoffice ermöglicht

Um eine eventuelle Infektion frühzeitig zu erkennen, sind die Mitarbeiter angehalten, täglich ihre Temperatur zu überprüfen. Auch der Weg zur Arbeit wurde bedacht: In den Werksbussen wurden die Mitarbeiter frühzeitig mit Mundschtz ausgestattet. Den Mitarbeitern der Verwaltung wurde frühzeitig Homeoffice ermöglicht. Auch die Auszubildenden wurden bedacht: Sowohl technische als auch gewerbliche Auszubildende haben die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Dabei werden sie von ihren Betreuern im Unternehmen unterstützt und können Projekte über eine digitale Lernplattform bearbeiten. „Am Beispiel unserer chinesischen Tochtergesellschaft haben wir gesehen, wie schnell man sich wieder auf die Unternehmensziele fokussieren kann, wenn man den Gesundheitsschutz ernst nimmt. Unsere Werke dort laufen schon jetzt wieder mit voller Auslastung“, sagt Stefan Brandl.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst

Auch in den Werksbussen gab es frühzeitig Mundschutz für die Mitarbeiter. Foto: ebm-papst

Auch Handdesinfektion gehört zu den Maßnahmen gegen Corona. Foto: ebm-papst

 




Taucherhelm aus Stoff – Hohenlohe: Ingenieursteam entwickelt mit hiesigen Firmen Schutzausrüstung für medizinisches Personal und Pflege – „Gewöhnliche Masken nicht ausreichend“

„Wir haben uns entschlossen, etwas zu tun, anstatt abzuwarten. Die Politik entscheidet dann, ob sie das Angebot annimmt oder nicht.“ Professor Dr. Ralph Wystup aus Morsbach hat zusammen mit anderen Ingenieuren und Medizinern eine Privatinitiative gegründet, um der Coronakrise aktiv zu begegnen. Heute haben sie Landrat Dr. Matthias Neth ihre neu entwickelte Schutzhaube für medizinisches Personal. 

Die Initiative wurde ursprünglich zum Bau von Beatmungshilfen gegründet. Das hat sich mittlerweile etwas geändert, wie Wystup gegenüber GSCHWÄTZ erklärt: „Ursprünglich wollten wir Beatmungsgeräte bauen.“ In Gesprächen mit den Medizinern sei dem Team jedoch schnell klar geworden, dass Beatmungsgeräte derzeit zweitrangig wären.

Professor Dr. med. habil. Reiner Buchhorn vom Caritas Bad Mergentheim meinte, dass durch die Corona-Krise zunehmend deutlich werden würde, dass neben einem Mangel an Beatmungsgeräten vor allem die notwendige Schutzausrüstung für das medizinische Personal fehlen würde. Als klassische Tröpfcheninfektion infiziere sich das medizinische Personal vor allem durch hustende Patienten, unter anderem im Rahmen intensivmedizinischer Prozeduren. Das infizierte medizinische Personal wäre hierdurch selbst großen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt und stünde darüber hinaus nicht mehr für die Versorgung von Patienten zur Verfügung. Außerdem würde das infizierte Personal selbst zu einer Gefahrenquelle für Patienten und Kollegen werden.

Nun ist Wystup mit Diplomingenieur Rainer Nase, Professor Dr. Andreas Krug von der Hochschule Heilbronn und Professor Dr. Reainer Buchhorn vom Caritas Bad Mergentheim dabei, in Absprache mit Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth Schutzhauben zu entwerfen. Die Künzelsauer Firma Ziehl-Abegg stellte erst kürzlich seine 3-D-Schutzhauben vor (wir berichteten), die wie Visiere ausschauen. Doch die Schutzhauben des Netzwerks sehen etwas anders aus.

Eine akkubetriebene Gebläseeinheit soll den Träger mit frischer, virenfreier Luft versorgen.

„Es handelt sich hierbei um eine Haube, die komplett über den Kopf gezogen wird“, erklärt Professor Wystup, der vor seiner aktuellen Professur für Elektrotechnik in Eisenach als Lehrbeauftragter am Campus Künzelsau tätig war. „Die Haube erinnert an einen Taucherhelm aus Stoff.“ Eine akkubetriebene Gebläseeinheit soll den Träger mit frischer, virenfreier Luft versorgen. Die Haube sei für das medizinische Personal und für Mitarbeiter der Pflege gedacht, damit diese Menschen weiterarbeiten können.

Professor Wystup lobt dabei die in Hohenlohe ansässigen Firmen, die das Projekt unterstützen. So seien die Akkus von der Firma Ansmann und das Gebläse von der Firma ebm-papst zur Verfügung gestellt worden. Die Firma Ziehl-Abegg war laut Wystup sofort bereit, den 3D-Druck der mechanischen Komponenten zu übernehmen, die Konstruktion hierfür habe „rasch und unbürokratisch“ das Ingenieurbüro Xares übernommen. Die Firma Jako leistete „wertvolle Hilfe“ beim textilen Design und bei der Fertigung der Haube selbst. Ingenieur Nase erklärt weiter, dass in dem noch parallel laufenden Projekt des Beatmungsgeräts außerdem die Firma Gemü sehr aktiv sei. Die Firma Würth Elektronik habe bei der Platinenerstellung Unterstützung zugesichert und auch die Firma Bürkert wäre bereit für weitere Unterstützung der Initiative. „Alle Firmen, welche wir bis jetzt um Unterstützung gebeten haben, waren sofort bereit zu helfen“, betont Wystup.

Mitwirkende Firmen sind unter anderem Ziehl-Abegg, Jako, Gemü, ebm-papst, Würth Elektronik

Aus Sicht der Hochschule zeigt die Bündelung dieser regionalen Kapazitäten „die besondere Innovationskraft der Region Hohenlohe“. Wystup: „Nur durch die sofortige, bereitwillige Unterstützung der regionalen Firmen ist es uns überhaupt möglich, dass wir nun einen ersten Prototyp dem Landrat präsentieren können.“ Dann soll der Prototyp zum Regierungspräsidium nach Stuttgart weitergereicht werden.

„Gewöhnliche Masken  für medizinisches Fachpersonal in stark kontaminierter Umgebung nicht ausreichend“

Wie bewertet Professor Buchhorn den selbst genähten Mundschutz, der derzeit auch in Hohenlohe in einer vierstelligen Zahl hergestellt wird? „Die Ansteckungsgefahr hängt mit der Virenkonzentration zusammen. Für den normalen Spaziergang ist ein selbst genähter Mundschutz besser als nichts, um andere zu schützen. Aber wenn Sie ständig angehustet werden, dann sind Schutzmasken, selbst professionelle Masken, oft unzureichend. Für das medizinische Fachpersonal in stark kontaminierter Umgebung sind normale Masken nicht ausreichend“, meint Prof. Buchhorn.

Zurück zu „Made in Germany“?

Eine Aussage dazu, wie schnell die Masken von den Prototypen in die Serienproduktion gehen können, kann Wystup momentan noch nicht treffen: „Es geht jetzt erst einmal darum, die Machbarkeit zu zeigen. Wie eine Serienproduktion konkret aussehen kann, wissen wir erst, nachdem wir uns über die benötigten Ressourcen und Einzelteile im Klaren sind. Aufgrund des bisherigen positiven Verlaufs des Projekts und der guten Gespräche mit den Firmenvertretern hoffen wir aber, über Wochen statt über Monate zu reden.“

Die ursprünglich geplanten Beatmungsgeräte sind ebenfalls nicht gänzlich aus ihren Köpfen gestrichen. Allerdings sei durch die Komplexität im Bau die Umsetzung langwieriger im Vergleich zu den Schutzhauben. Zudem gäbe es hohe Zulassungsbestimmungen bei den Beatmungsgeräten. Dennoch: „Prototypen für Beatmungsgeräte für die mittelschweren Fälle wären machbar“, ist Wystup überzeugt.

Das Problem bei den Herstellern in Deutschland sei derzeit schlichtweg die Lieferzeit – zumal auch diverse Komponenten aus dem Ausland kommen. Wystup: „Jetzt kommt die Zeit, in welcher wir uns wieder auf Made in Germany besinnen.“  

So schaut die Schutzhaube aus. Foto: Screenshot Präsentationsfolie Professor Wystup

Ralph Wystup. Foto: privat

Sonja Wystup. Foto: privat

Reiner Buchhorn. Foto: privat

Rainer Nase. Foto: privat

Frederik Wystup. Foto: privat

Andreas Krug. Foto: privat

 




Mulfingen: Laut ebm-Papst „enorme Nachfrage bei Beatmungsgeräten“ – „Engpässe können nicht ausgeschlossen werden“

„Der dramatische Verlauf der COVID-19-Pandemie führt weltweit zu stark wachsenden Bedarfen an medizinischer Ausrüstung.“ Das geht aus einer Pressemitteilung von ebm-Papst aus Mulfingen vom 09. April 2020 hervor. „Gleichzeitig geraten die Lieferketten für Medizintechnik unter Druck. Es kommt jetzt darauf an, Engpässe so gut wie möglich zu vermeiden, denn gute medizinische und medizintechnische Betreuung sind entscheidend im Umgang mit dem gefährlichen Virus.“

Ebm-Papst hat daher nun laut eigenen Aussagen „die Fertigung und Auslieferung von medizintechnischen Komponenten an allen ebm-papst Standorten weltweit mit der höchsten Prioritätsstufe versehen“. Konkret geht es um das Bedienen der Nachfrage von Komponenten für Beatmungsgeräte und Atemschutzgeräte (PAPR), sowie Analysegeräte im Laborbereich. Bestandskunden bitten um Vorziehung der Lieferungen und fragen Erhöhungen der Stückzahlen an. Zudem erreichen ebm-papst viele neue Anfragen – teilweise im sechsstelligen Stückzahlbereich – von namhaften Firmen sowohl aus dem Bereich Medizintechnik, als auch aus anderen Branchen. „Die Anfragen haben sich gegenüber der Zeit vor der Pandemie aktuell verfünfzehnfacht“, so ebm-Papst in einer Pressemitteilung.

Für die Beatmungsgeräte liefert ebm-papst laut eigenen Angaben verschiedene Produkte: Neben Motor, Motoransteuerung und der zugehörigen Elektronik, kommen komplette Radialgebläse des Ventilatoren- und Motorenherstellers zum Einsatz. Bislang habe die erhöhte Nachfrage bedient werden können, indem ebm-papst seine Kapazitäten in diesem Bereich stark erhöht hat. „Dank dem außerordentlichen Einsatz der Mitarbeiter und der hervorragenden Arbeit der Bereiche Vertrieb, Produktion und Einkauf, werden in engmaschiger Abstimmung Entscheidungen über den gezielten Einsatz unserer Ressourcen und Kapazitäten getroffen« betont Jochen Schultheiß, Verkaufsleiter im Bereich Medizintechnik.

Das Mulfinger Unternehmen betont in seiner Pressemitteilung: „Ebm-papst wird in den kommenden Monaten alles tun, um den gestiegenen Bedarf weiterhin zu decken. Trotzdem können Engpässe nicht vollständig ausgeschlossen werden, da die zusätzlichen Anfragemengen weit über den gestiegenen aktuellen Liefermengen liegen.“ Des Weiteren verteile sich die Produktion der Komponenten über verschiedene Standorte und Länder, was wiederum  eine funktionierende, weltweite Lieferantenkette voraussetze.

„Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung der erhöhten Nachfrage im Medizintechnikbereich gerecht zu werden und tun alles in unserer Macht stehende, um die Produktionskapazitäten entsprechend anzupassen. Unsere obersten Prioritäten sind dabei, die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und die Versorgung unserer Kunden sicherzustellen“, sagt Stefan Brandl, Vorsitzender der ebm-papst Gruppe.

 




Mulfingen: Neuer Mann in der Geschäftsführung

Die ebm-papst-Gruppe in Mulfingen beruft laut einer aktuellen Pressemitteilung Johannes Pfeffer in die Geschäftsführung. Der 52-Jährige war bisher Sprecher der Geschäftsführung der Tochtergesellschaft ebm-papst St. Georgen GmbH & Co.KG. In seiner neuen Funktion wird er unter anderem diverse Geschäftsfelder des Technologiespezialisten von Ventilatoren und Motoren führen und strategisch weiterentwickeln. Mit der Berufung von Johannes Pfeffer wird Raymond Engelbrecht die Führung von ebm-papst St. Georgen alleine übernehmen. 

Starke Führungspersönlichkeit

Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung, in der Mitteilung:  „Mit Johannes Pfeffer gewinnen wir eine starke Führungspersönlichkeit für die Gruppengeschäftsführung. Er wird eine wichtige Funktion bei der Erreichung unserer Wachstumsziele und der zukünftigen Unternehmensausrichtung einnehmen. Herr Pfeffer hat für den Standort St. Georgen gemeinsam mit Herrn Engelbrecht hervorragende Arbeit geleistet und die Tochtergesellschaft unter anderem mit Werken in Lauf und Herbolzheim, zukunftsweisend auf die Erfolgspur zurückgeführt.” Auch Dr. Ludger Laufenberg, Vorsitzender des ebm-papst Beirats, dankt Johannes Pfeffer im Namen des Beirats „für seine erfolgreiche Arbeit bei ebm-papst St. Georgen und begrüßt seine Berufung in die Gruppengeschäftsführung. Wir wünschen ihm für seine richtungsweisenden Aufgaben auf Gruppenebene viel Erfolg.“

Seit 2018 Sprecher der Geschäftsführung in St. Georgen

Johannes Pfeffer Johannes Pfeffer studierte Physik an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann er 1994 beim IT- und Messtechnikspezialisten Hewlett Packard. Von 1999 bis 2009 war der Diplom-Physiker mit MBA Abschluss der Steinbeis Hochschule für Unternehmensführung in Stuttgart in verschiedenen Führungspositionen beim Automobilzulieferer Behr tätig.  Von 2009 bis 2017 verantwortete Johannes Pfeffer als Geschäftsführer des US-amerikanischen Automatisierungsspezialisten Belden den Bereich Automation & Control. Ab 2018 war Pfeffer Sprecher der Geschäftsführung bei ebm-papst St. Georgen und unter anderem für die Unternehmensbereiche Antriebstechnik und Automobil sowie funktional für Vertrieb, Geschäftsfeldentwicklung, Produktion und Entwicklung verantwortlich.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst

https://www.gschwaetz.de/2020/03/11/krautheim-tsv-sucht-taenzer-innen/

 

https://www.gschwaetz.de/2020/03/11/corona-virus-zentrale-abstrichstelle-im-gesundheitsamt-kuenzelsau/

 




Über 180 Unternehmen morgen auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse in Künzelsau

Wer wissen will, was in der Region bei den Unternehmen und Handwerkern läuft und sich einen Überblick über die Unternehmenslandschaft verschaffen möchte, sollte von Freitag, den 20. September bis Sonntag, den 22. September die Hohenloher Wirtschaftsmesse in den Wertwiesen in Künzelsau besuchen. Unter dem Motto „Vom Local Hero bis zum Global Player – die starke Wirtschaft unserer Region präsentiert sich“ haben vom Ein-Mann-Unternehmen bis hin zum internationalen Großkonzern die unterschiedlichsten Unternehmen sowie die Stadtverwaltung Künzelsau und das Landratsamt des Hohenlohekreises ihren Auftritt. Unter den über 180 Akteuren sind große Unternehmen wie Würth, Berner oder Bürkert ebenso dabei wie auch kleinere Firmen wie der Künzelsauer Einrichter C. Fenchel und der Raumgestalter Frank aus Ingelfingen, das Ofenhaus Künzelsau, Breuninger Lieblingsdinge aus Künzelsau oder Chalupa Solartechnik aus Schöntal. In den sechs Messehallen wird ein Programm gezeigt, das für alle interessant ist – für Schüler, Job-Suchende, Unternehmensvertreter, Handwerker, Verbraucher. Dazu gibt es mit dem neuen Vortragszelt, der Job-Wall und weiteren attraktiven Aktionen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Ab 18 Uhr Mitternachtsshopping

Eröffnet wird die Messe am Freitag um 10 Uhr im Gastro-Zelt von Bürgermeister Stefan Neumann, Landrat Dr. Matthias Neth und Prof. Dr. Harald Unkelbach, Präsident der IHK Heilbronn-Franken. Parallel zum normalen Messebetrieb gibt es am ersten Messetag einen großen Berufsinfotag. Dann informieren die Aussteller über ihr Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot. Es gibt Standaktionen, ein Vortragsprogramm rund um Ausbildung und Studium sowie einen Bewerbungsmappen-Check der Wirtschaftsjunioren. Auch an den weiteren Tagen gibt es für Ausbildungsinteressenten noch interessante Vorträge und Gesprächspartner. Außerdem gibt es am ersten Messetag ab 18 Uhr ein Mitternachtsshopping in der Künzelsauer Innenstadt.

Die Messe ist geöffnet am Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10.30 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Neben vielen Parkmöglichkeiten in der Stadt und angrenzend an das Messegelände wird am Sonntag ein Pendelbus-Verkehr eingerichtet. Den Fahrplan, alle beteiligten Firmen und weitere Informationen gibt es unter http://www.kuenzelsau.de/wirtschaftsmesse.

 

 




113 neue Auszubildende und Studierende bei ebm-papst

Im September begann das neue Ausbildungsjahr. An den deutschen Standorten der ebm-papst Gruppe starteten 113 junge Menschen ihre Ausbildung oder ihr Duales Studium. Davon 70 in Mulfingen, 15 in St. Georgen, 10 in Herbolzheim, 8 in Lauf an der Pegnitz und 10 in Landshut.

Insgesamt werden dann knapp 400 Auszubildende und DH-Studenten in 23 unterschiedlichen Berufen beim Technologieführer von Ventilatoren und Motoren ausgebildet.

Gruppenbild – ebm-papst Mulfingen. Foto: ebm-papst

Die Ausbildung und das Duale sowie kooperative Studium sind für ebm-papst wichtige Instrumente zur Gewinnung von Fachkräften, insbesondere im gewerblich-technischen Bereich. So ist der Bedarf bei den MINT-Berufen beim Ventilatorspezialisten ungebrochen hoch. Um in diesen Feldern ausreichend Fachkräfte zu gewinnen, versucht ebm-papst bereits Kinder für Technik zu begeistern. Dies fördert ebm-papst mit MINT-Projekten in Kindergärten und Schulen und als Regionalausrichter des Jugend forscht Regionalwettbewerbs Heilbronn-Franken. Außerdem bestehen enge Kooperationen der Unternehmensgruppe mit Hochschulen in der Region, um Studenten die Möglichkeit für Praktika oder die Durchführung einer Abschlussarbeit zu bieten.

Insbesondere die MINT-Berufe werden bei ebm-papst gesucht. Foto: ebm-papst

Jeweils zwei Bewerber für den diesjährigen Ausbildungsstart konnte ebm-papst durch zwei erfolgreiche Initiativen der DHBW Mosbach am Campus Bad Mergentheim gewinnen: „Sommer im Schloss!*“ und die Bewerberwoche „Dual²“ richten sich direkt an europäische Studieninteressierte. „Sommer im Schloss!*“ ist ein vierwöchiges Bewerberseminar zum dualen Studium in Deutschland. Die Teilnehmer besuchen dabei drei Wochen lang täglich einen Deutschkurs, erhalten Informationen über technische und wirtschaftswissenschaftliche duale Studiengänge, nehmen an einem Bewerbungscoaching teil, bekommen einen Einblick in internationale Ausbildungsunternehmen in der Region und haben bei Freizeitangeboten und Exkursionen die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Die Bewerberwoche „Dual²“ bietet für all diejenigen, die leider keinen Platz beim „Sommer im Schloss!*“ ergattern konnten, die Chance, dennoch den Campus der DHBW Mosbach in Bad Mergentheim kennen zu lernen. Studieninteressierte Schülerinnen und Schüler der 12.Klasse und deren Deutschlehrkräfte werden hierbei zu einem einwöchigen Aufenthalt eingeladen. In dieser Woche werden Praktikumstage bei Partnerunternehmen, Besuche der Campus der DHBW Mosbach und ein Check der Bewerbungsunterlagen angeboten. Außerdem bietet sich die Möglichkeit, internationale Studierende der DHBW Mosbach kennen zu lernen.

Trotz einer hohen Anzahl von über 1.000 Bewerbungen für die Ausbildung bei ebm-papst konnten ein paar Stellen nicht besetzt werden. Derzeit sind für den Studienbeginn 2019 noch Plätze bei den Studiengängen Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen in Mulfingen frei. Die Ausbildungsberufe Elektroniker für Geräte & Systeme und Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik sind am Hauptsitz der ebm-papst Gruppe in Mulfingen ebenfalls noch nicht voll besetzt.

Die Lehrwerkstatt ist ein zentraler Ort der gewerblich-technischen Ausbildung. Foto: ebm-papst

Die ebm-papst Standorte in Deutschland bilden folgende Berufe aus:

 

Kaufmännische Ausbildung:

–           Kaufmann/-frau für Büromanagement

–           Industriekaufmann/-frau

–           Industriekaufmann/-frau mit Zusatzqualifikation

–           Fachkraft für Lagerlogistik

–           Fachlagerist

 

Gewerblich-technische Ausbildung:

–           Elektroniker/-in für Geräte und Systeme

–           Mechatroniker/-in

–           Industriemechaniker/-in

–           Technische/-r Produktdesigner/-in

–           Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik

–           Fachinformatiker/-in

–           Berufskraftfahrer/-in

 

Studium (DHBW):

–           Bachelor of Engineering – Elektrotechnik

–           Bachelor of Engineering – Mechatronik

–           Bachelor of Engineering – Maschinenbau – KE

–           Bachelor of Engineering – Maschinenbau – PT

–           Bachelor of Engineering – Wirtschaftsingenieurwesen – IPL

–           Bachelor of Engineering – Wirtschaftsingenieurwesen – IPM

–           Bachelor of Engineering – Wirtschaftsingenieurwesen – ITV

–           Bachelor of Science – Wirtschaftsinformatik

–           Bachelor of Science – Angewandte Informatik

–           Bachelor of Arts – Onlinemedien

–           Kooperativer Studiengang – Elektroniker/-in – Bachelor

Über ebm-papst

Die ebm-papst Gruppe, ein Familienunternehmen mit Hauptsitz in Mulfingen Baden-Württemberg, ist der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren. Seit Gründung 1963 setzt das Technologieunternehmen kontinuierlich weltweite Marktstandards und bietet mit über 20.000 Produkten für praktisch jede Aufgabe in der Luft- und Antriebstechnik die passende, energieeffiziente und  intelligente Lösung.

 

Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte der Branchenprimus einen Umsatz von 2,18 Mrd. Euro. Die ebm-papst Gruppe beschäftigt über 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 28 Produktionsstätten (unter anderem  in Deutschland, China und den USA) sowie 48 Vertriebsstandorten weltweit. Ventilatoren und Motoren von ebm-papst sind nahezu in allen Branchen zu finden, wie zum Beispiel in den Bereichen Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, Haushaltsgeräte, Heiztechnik, Automotive und Antriebstechnik.