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Dr. Sandra Hartmann: „Das Gehirn einer Frau ist offensichtlich nicht für Führung ausgelegt“

„Um die internationale Ausrichtung und Kundenzentrierung der GEMÜ Gruppe weiter zu stärken, hat der Hohenloher Ventilspezialist seine Geschäftsführung im November 2025 neu aufgestellt. Stephan Gehrig erweitert als neuer Geschäftsführer Vertrieb und Marketing die Geschäftsführung der GEMÜ Gruppe“, heißt es in einer Pressemitteilung von Gemü vom 08. Dezember.

Gehrig ist damit der vierte Geschäftsführer im Konzern. Bei anderen Unternehmen in der Region, ist der Anteil von Frauen in der Führungsebene ebenfalls verschwindend gering.

„Vermutlich liegt das daran, dass das Gehirn von Frauen für die Komplexität kaufmännischer Aufgaben, denen sich Geschäftsführer und Vorstände gegenübersehen, nicht ausgelegt ist“, so GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann in ihrem Video-Kommentar.

Eine Frau unter vielen Männern: Bettina Würth (Wirtschaft) und Angela Merkel (Politik). Aber wir wissen alle: Eine Schwalbe macht eben doch noch lange keinen Sommer.

 

! Achtung: Satire 😉

Mann oh Mann, GEMÜ

Quelle: Pressemitteilung Gemü

Fotos: Screenshots von Pressemitteilungen der hiesigen Unternehmen




„Menschlichkeit steht im Mittelpunkt“

Ebm-papst Mulfingen unterstützt seine Mitarbeitenden aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten mit weiteren Sonderzahlungen im Wert von 2.000 Euro. Auszubildene erhalten insgesamt 1.000 Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung des Mulfinger Ventilatorenherstellers hervor, die wir an dieser Stelle veröffentlichen.

Weitere Sonderzahlungen

Der Angriffskrieg der russischen Regierung auf die Ukraine, die andauernde Covid-19-Pandemie sowie Materialengpässe erfordern nach wie vor große Anstrengungen und Flexibilität in allen Bereichen der Belegschaft von ebm-papst. Hinzu kommen die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere für Energie und Lebensmittel.

ebm-papst Mulfingen wird nach einer bereits im Oktober 2022 erfolgten Sonderzahlung von 500 Euro, seinen Mitarbeitenden vier weitere Inflationsprämien auszahlen. Damit möchte das Unternehmen sie schnell und pragmatisch in der aktuellen Zeit mit gestiegenen Lebenshaltungskosten unterstützen.

„Menschlichkeit steht im Mittelpunkt“

Dr. Sonja Fleischer, Gruppengeschäftsführung Personal bei ebm-papst sagt: „Die ebm-papst Familie ist und bleibt ein Unternehmen, bei dem die Menschlichkeit im Mittelpunkt steht. Mit den erneuten Sonderzahlungen lassen wir unsere Kolleg:innen in der aktuellen Zeit nicht allein, auch wenn die Situation auf den weltweiten Beschaffungsmärkten mit Bauteilknappheit, Preissteigerungen und Lieferstörungen für unser Geschäft weiterhin schwierig bleibt. Wir bedanken uns nochmals recht herzlich für den unermüdlichen Einsatz und den starken Zusammenhalt.“

In den Entgeltabrechnungen Dezember 2022 sowie Januar, Februar und März 2023 werden Vollzeitbeschäftigte jeweils 500 Euro steuer-/sozialabgabenbefreit erhalten (Teilzeitmitarbeitende anteilig). Die Auszubildende des Technologieführers erhalten in dem Zeitraum vier Mal jeweils 250 Euro.

Ebm-Papst erzielte zuletzt einen Umsatz von über 2 Milliarden Euro

Die Ebm-papst-Gruppe, ein laut eigenen Aussagen, Familienunternehmen mit Hauptsitz in Mulfingen, Baden-Württemberg, ist weltweit führender Hersteller von Ventilatoren und Antrieben. Seit der Gründung 1963 setzt der Technologieführer mit seinen Kernkompetenzen Motortechnik, Elektronik, Digitalisierung und Aerodynamik internationale Marktstandards. Mit über 20.000 Produkten bietet ebm-papst passgenaue, energieeffiziente und intelligente Lösungen für praktisch jede Anforderung in der Luft- und Antriebstechnik.

Im Geschäftsjahr 2021/22 erzielte der Hidden Champion einen Umsatz von 2,288 Milliarden Euro und beschäftigt knapp 15.000 Mitarbeitende an 26 Produktionsstätten (u. a. in Deutschland, China und den USA) sowie 52 Vertriebsstandorten weltweit. Den Benchmark bei Ventilatoren- und Antriebslösungen setzt ebm-papst in nahezu allen Branchen wie z. B. in der Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, Heiztechnik, Automotive, Informationstechnologie, Maschinenbau und Haushaltsgeräte, Intralogistik sowie Medizintechnik.

 




„Wir werden die Autoindustrie nicht mehr beliefern.“

„Wir werden die Autoindustrie nicht mehr beliefern.“ Mit diesen Worten zitiert das Handelsblatt Klaus Geißdörfer, der seit fast genau einem Jahr der CEO von ebm-papst ist, kurz und knapp.

Screenshot von https://www.ebmpapst.com/automotive am 21.11.2022

Dabei sieht die Verbindung von ebm-papst und der Autoindustrie, wenn man die Webseite vom ebm-papst betrachtet, wie eine Erfolgsstory aus. Und noch am 21. November 2022 preist der Lüftungsspezialist aus Mulfingen „vier starke Produktfamilien“ für die Automobilindustrie an und bietet Interessenten weiterhin eine Zusammenarbeit im Projektgeschäft an. Trotzdem sagt Geißdörfer zum Handelsblatt: „Die gewünschte Qualität fordert uns technologisch nur bedingt und ist zu den geforderten Preisen nicht attraktiv für uns als Zulieferer.“

„Die Welt wird immer wärmer“

Im ersten Jahr seiner Tätigkeit hat Klaus Geißdörfer offensichtlich das Know-How des Unternehmens und die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsfelder analysiert und reagiert nun auf die veränderten Zukunftsmärkte: „Wir sehen riesiges Potenzial in den nächsten zehn Jahren bei den Megatrends erneuerbare Energien, Data-Center und Klimatechnik. Die Welt wird immer wärmer“, sagt er im Handelsblatt.

Hinweise im Geschäftsbericht

Die Hinweise darauf, dass das Geschäftsfeld Automotive nicht besonders ertragreich ist, finden sich – wenn auch verschlüsselt – im Geschäftsbericht: „In den Geschäftsfeldern Automotive und industrielle Antriebstechnik dagegen wuchs der Umsatz nur leicht um +3,8% auf 338,6 Mio. EURO (Vorjahr: 326,1 Mio. EURO). Dieser Bereich steht unter dem Einfluss des Wandels in der Automobiltechnik und eines steigenden Automatisierungsgrads in der Industrie.“  So steht es in der Pressemeldung vom 23. Juni 2022 zur Jahrespressekonferenz von ebm-papst. Im vorhergehenden Corona-beeinflußten Geschäftsjahr verlor der Automotive-Sektor sogar 4,8 Prozent Umsatz.

Auch wenn sich ebm-papst traditionell nicht zur Ertragslage äußert, eine Umsatzsteigerung unter der Inflationsrate und deutlich unter den Zahlen der anderen Geschäftsbereiche, dazu ein Personalabbau von 100 Mitarbeiter:innen  – das liess bereits damals nichts Gutes ahnen. GSCHWÄTZ vermutete bereits im Juni: „Damit dürfte sich die Ertragslage dieser Geschäftsfelder nicht positiv entwickelt haben“. 

Wettbewerb der Zulieferer in einem schrumpfenden Markt nimmt zu

ebm-papst-Presseprecher Hauke Hannig bestätigt, dass der angekündigte Ausstieg bereits in der Umsetzung ist: „In unserem Geschäftsbereich Automotive leiten wir aktuell einen Phase-Out ein. Das heißt, Neuaufträge für diesen Bereich werden wir in Zukunft nicht mehr annehmen, bestehende Aufträge und Projekte werden vertragskonform abgeschlossen und Schritt für Schritt ziehen wir uns aus diesem Markt zurück.“

Über die Gründe für den Ausstieg äußert sich Hannig etwas detaillierter als Geißdörfer: „In unserem Marktsegment „Automobiltechnik“ sind wir dagegen ein vergleichsweise kleiner Zulieferer. In diesem Segment herrscht extremer Kostendruck und mittlerweile auch ein enormer Wettbewerb. Aufgrund der aktuellen Transformation innerhalb der Automobilindustrie, hervorgerufen durch das Auslaufen der Verbrenner-Technologie hin zur Elektromobilität wird der Markt für Zulieferer kleiner und der Wettbewerb der etablierten Zulieferer nimmt stark zu. Dies macht den Markt für uns wenig attraktiv und bietet kaum langfristige Perspektiven. Wir haben uns daher entschieden, die aktuell dort eingesetzten Ressourcen für das Wachstum in Air Technology und Heating Technology zu nutzen.“

Auf gut Deutsch: Die Erträge und Zukunftschancen in anderen Bereichen sind perspektivisch höher, der Aufwand im verstärkten Wettbewerb würde steigen – und die Automotive-Kunden sind nicht bereit, vernünftige Preise zu bezahlen. Andere Wettbewerber, die ausschließlich im Autozulieferbereich engagiert sind, werden sich kurzfristig über den Rückzug von ebm-papst freuen.

ebm-Papst ist Spezialist für Elektromotoren

Hannig spricht von der Transformation der Autoindustrie, hin zum Elektrofahrzeug. Eigentlich ist ebm-papst ja ein Spezialist für Elektromotoren, auch in der Größenordnung, wie man sie sich in kleineren E-Fahrzeugen vorstellen könnte. Aber genau in diesem Bereich war man bisher nicht tätig: „Wir sind nicht im Bereich des Antriebs tätig, der ein E-Auto antreibt. Vielmehr liegen unsere Aktivitäten in Nebenaggregaten wie dem Getriebe, der Abgasbehandlung oder der Elektronik- und Batteriekühlung.“ Selbst das Engagement in der Formel 1, wo ebm-papst mehrere Weltmeisterschaften mit dem Mercedes-Rennstall feiern konnte, wurde beendet.

Automotive macht „nur“ etwa 10% des Umsatzes aus

Das Geschäft mit den Autoherstellern und deren Zulieferern macht bei ebm-papst nur etwa zehn Prozent des Umsatzes aus. Gleichzeitig ergeben sich momentan erhebliche Chancen in anderen Geschäftsfeldern: „Insbesondere in unseren Kernfeldern Air Technology (Lufttechnik) und Heating Technology (Heiztechnik) haben wir als Technologieführer eine hohe Nachfrage bei energieeffizienten Lösungen und sehen dort ein bedeutendes und langfristiges Zukunftspotential. Wir werden unsere weltweiten Kapazitäten daher sukzessive erhöhen“, unter anderem hat man gerade einen neuen Produktionsstandort in den USA eröffnet.

Besonders betroffen: Die Werke von papst in St.Georgen und Herbolzheim

„Die personellen und materiellen Ressourcen, die bei ebm-papst St. Georgen angesiedelt sind, benötigen wir aufgrund hoher Nachfrage sowie einer langfristigen Marktattraktivität in unserem Geschäftsfeld Air Technology (Lufttechnik) und werden diese dort einsetzen.“ Bei papst in St.Georgen und Herbolzheim wurden in der Vergangenheit erhebliche spezielle Investitionen in die Automobiltechnik getätigt, beispielsweise in Fertigungsautomation und in Reinraumtechnik. Auch die Logistikprozesse wurden, bis hin zu den Zulieferern an die Prozesse der Automotive-Industrie angepasst.

Erste neue Produkte werden bereits in St.Georgen gefertigt: „Wir werden anstellen von Automobillösungen energieeffiziente EC-Ventilatoren an unseren Automobilstandorten von ebm-papst St. Georgen produzieren. Erste Produktionsanlagen hierfür wurden aktuell bereits am Standort Herbolzheim in Betrieb genommen und produzieren seit der vergangenen Woche in Serie.“

Bei ebm-papst keine Arbeitsplätze in Gefahr

Einen weiteren Arbeitsplatzverlust soll es in St.Georgen und Herbolzheim nicht geben, teilt Hannig mit: „Mit der Veränderung unserer Standorte Herbolzheim, Lauf und St. Georgen zu Air Technology-Standorten stellen wir diese langfristig zukunftsfähig auf und ermöglichen dem Standort und den Mitarbeitenden eine klare Perspektive im Wachstumsfeld Lufttechnik. Des Weiteren trat zum 01.07.2022 vor Ort im Schwarzwald ein Ergänzungstarifvertrag in Kraft, der über seine Laufzeit von mindestens drei Jahren betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.“

Zulieferer in Hohenlohe sind betroffen

ebm-papst hat ein starkes Netzwerk von Zulieferern in der Region, die ihre Produkte teils direkt in die Produktionen der ebm-papst-Fertigungswerke liefern. Auch diese Zulieferer sind natürlich vom Rückzug aus dem Automotive-Geschäft betroffen. Sie stellen in teilweise hochoptimierten und ganz speziellen Fertigungsprozessen Produkte her, die dann zu den Automotive-Produkten von ebm-papst weiterverarbeitet werden. Was bedeutet die Aufgabe des Autogeschäfts für diese Zulieferer? GSCHWÄTZ fragte daher konkret nach Investitionsschutz und Arbeitsplätzen. Hannig verspricht: „Aufgrund der aktuellen Umgestaltung ist kein Arbeitsplatz in Gefahr, ganz im Gegenteil, die Ressourcen werden für die Bereiche Air Technology benötigt und hier eingesetzt. Durch die Neuausrichtung wollen und werden wir zukünftiges Wachstum generieren und unseren nachhaltigen Erfolg sicherstellen.“ Auf die Frage nach den Investitionen geht er nicht ein. Ein von GSCHWÄTZ befragter Zulieferer war zu diesem Punkt ebenfalls wortkarg und wollte nicht Stellung nehmen.

Keine Zukunft auch für Weiße Ware

Geißdörfers Analyse der Zukunftsmärkte macht auch vor einem weiteren traditionellen Geschäftsfeld von ebm-papst nicht Halt: „Neben dem Geschäftsfeld Automotive sehen wir wenig Potential im Bereich der weißen Ware, u. a. bei Zulieferteilen für Kühlschränke oder Geschirrspüler. An unseren Erfolgsprodukten für z. B. Garöfen und Dunstabzug halten wir fest. In unseren Kernsegmenten Air Technology (Lufttechnik) und Heating Technology (Heiztechnik) haben wir enormes Wachstumspotential und eine hohe Nachfrage an unseren energieeffizienten Lösungen zu verzeichnen. Hier bauen wir unsere Kapazitäten sukzessive aus.“

Text: Matthias Lauterer




ebm-papst meldet Rekordumsatz

Mit einem Umsatzplus von 9,9 Prozent auf 2,288 Mrd. Euro meldet das Mulfinger Unternehmen ebm-papst im Geschäftsjahr 2021/22, das am 31. März 2022 endete, einen Rekordumsatz. Die Anzahl der Beschäftigten im Gesamtunternehemen stieg um 283 auf 14.778, in Deutschland sank die Zahl der Beschäftigten um 87 auf 6578. Das vermeldet das Unternehmen auf seiner

Weiterhin hohe Nachfrage – die teils nicht bedient werden kann

Die Nachfrage nach Produkten von ebm-papst ist und bleibt hoch: „Trotz großer Anstrengungen und Flexibilität auf allen Arbeitsebenen insbesondere durch den globalen Kampf um elektronische Bauteile (…) gelang es uns nicht, die enormen Marktbedarfe und Nachfragen nach unseren energieeffizienten Lösungen vollständig zu bedienen“, stellt Dr.Klaus Geißendörfer, CEO der ebm-papst-Gruppe, fest. Daher will die Gruppe ihre Fertigungskapazitäten in USA und China im aktuellen Geschäftsjahr erhöhen. 

Moderates Umsatzwachstum geplant

Ein Umsatzziel für das neue Geschäftsjahr nennt das Unternehmen nicht: „Eine verlässliche Umsatzprognose lässt sich aufgrund der aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Situation derzeit nicht treffen.“ Man plant mit einem „moderaten Umsatzwachstum“. 

Produktion bei ebm-papst. Foto: ebm-papst / Philipp Reinhard

Schwerpunkte Forschung und Entwicklung und Organisation

Der allgemein unsicheren Lage auf den Märkten will ebm durch eine Stärkung von Forschung und Entwicklung sowie der Unternehmensorganisation entgegenwirken: „ebmpapst ist weltweit gut aufgestellt und besitzt in seinen Märkten großes Potential“, so Geißdörfer. Um nachhaltig erfolgreich und fit für die Zukunft zu sein, haben wir unser Programm „Gemeinsam Zukunft machen“ gestartet. Hiermit schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum, beschleunigen die internationale und vernetzte Ausrichtung unserer Organisation, schärfen unsere aktuellen Geschäftsfelder, vereinheitlichen globale Prozesse und schaffen das Fundament einer gemeinsamen Systemlandschaft.

Megatrends Digitalisierung und Klimaneutralität

Dadurch können wir mittelfristig unser Produkt und Serviceangebot für unsere Kunden erweitern und uns auf langfristiges und nachhaltiges Wachstum ausrichten. Unser klarer Fokus liegt auf den Megatrends Digitalisierung und Klimaneutralität.

130 Millionen für Forschung und Entwicklung – ebm-papst positioniert sich als Klimaschutzunternehmen

Rund 130 Mio. Euro werden in den Forschungs und Entwicklungsbereich fließen, um insbesondere die Ressourceneffizienz des gesamten Produktportfolios weiter zu erhöhen. Damit zahlt ebmpapst auf die weltweiten Klimaziele ein und unterstreicht seine Rolle als Klimaschutzunternehmen.“

„In Summe plant ebmpapst mit Investitionen von 155 Mio. EURO (+ 10%) und forciert damit
den Ausbau seines local for local Initiative zur weiteren Stärkung und zur Erhöhung der Eigenständigkeit seiner Regionen Asien, Europa und Nordamerika.“ 

Traditionell keine Aussage über die Ertragslage

Preisentwicklung eines viel verwendeten Kunststoffs. Quelle: plasticker.de

Die reine Umsatzentwicklung sagt nichts über die Ertragslage des Unternehmens aus. In einer Zeit, wo Rohstoffpreise starken Preisschwankungen und vor allem Preissteigerungen ausgesetzt sind, kann man aus den Umsatzzahlen allein wenig ableiten, denn ein gewisser Teil der Umsatzsteigerungen sind reine Preis- und Inflationseffekte und nicht durch erhöhte Verkäufe bedingt. So entwickelte sich der Kupferpreis mit deutlichen Schwankungen von 7,57 €/kg am 01.03.2021 über in der Spitze 8,69€/kg (+14,8%) auf 8,25€/kg (+10,9%) am 01.03.2022 – inzwischen ist er weiter deutlich gestiegen.

Preissteigerung bei Rohstoffen

Spätestens bei einer Neuverhandlung langfristiger Lieferkontrakte wird diese Entwicklung auch für ebm-papst deutlich sichtbar werden. Über die Preisentwicklung der Rohstoffe und wie die Preise den Umsatz beeinflusst haben, sagt die Pressmitteilung von ebm-papst nichts.

Über die Ertragssituation macht das Unternehmen traditionell keine Angaben. In den Geschäftsfeldern Automotive und industrielle Antriebstechnik“, so die Pressemitteilung von ebm-papst, „dagegen wuchs der Umsatz nur leicht um + 3,8% auf 338,6 Mio. EURO (Vorjahr: 326,1 Mio. EURO). Dieser Bereich steht unter dem Einfluss des Wandels in der Automobiltechnik und eines steigenden Automatisierungsgrads in der Industrie.“ Damit dürfte sich die Ertragslage diese Geschäftsfelder nicht positiv entwickelt haben, ein Indiz dafür: Für das Tochterunternehmen ebmpapst St. Georgen mit den Marktsegmenten Automobil, Antriebstechnik und Kompaktlüfter wird ein Umsatzplus von 5,6% gemeldet, aber auch: „An den Standorten in St. Georgen, Herbolzheim und Lauf (bei Nürnberg)beschäftigt das Unternehmen zum Ende des Geschäftsjahres 1.579 Mitarbeitende (Vorjahr: 1.679 / 6,0 %)“, also 100 Mitarbeitende weniger als im Vorjahr. 

Große Aufgaben stehen bevor

Aus den veröffentlichten Geschäftsdaten ist ersichtlich, dass Dr. Klaus Geißdörfer und ebm-papst im neuen Geschäftsjahr vor großen Aufgaben stehen werden: Die Konsolidierung der Geschäftsprozesse und Vernetzung der internationalen Organisation, während das Marktumfeld kaum kalkulierbar ist, dazu hohe Investitionen in die Fertigungskapazität und Forschung und Entwicklung und damit verbundene Neueinführung von Produkten und Prozessen – damit hat sich das Unternehmen viel vorgenommen.

Text: Matthias Lauterer




Re-Start des ebm-papst Marathons mit der Jubiläumsauflage

Das Event im Kochertal geht in seine 25. Auflage – da wollten die Veranstalter von ebm-papst und TSV Niedernhall keine Abstriche machen. Noch bis zum 30. Juni gibt es die Startgebühren zum Frühbucherpreis. Je nach Kategorie können die Teilnehmer bis zu neun Euro sparen. Unter www.ebmpapst-marathon.de ist das Anmeldeportal im Internet bereits online geschaltet.

„Nach zwei rein virtuellen Läufen können wir es kaum erwarten, Läufer, Nordic Walker, Inline-Skater und Handbiker wieder in Niedernhall begrüßen zu dürfen“, sagt Corinna Zürn, vom ebm-papst-Organisationsteam. Denn das ist es ja, was Laufevents ausmacht. Zusammen auf die Strecke gehen, sich in der Menge treiben lassen oder den Wettkampf zu suchen. Und egal, um was es dem Einzelnen geht, die eigene Grenze auszuloten, eine Bestzeit zu laufen, so weit vorne wie möglich ins Ziel zu kommen oder einfach das Gemeinschaftsgefühl zu genießen, alle sind im Kochertal willkommen. Für diejenigen, die nicht anreisen können, ist die Teilnahme per App auch dieses Mal zusätzlich möglich. Doch die Veranstalter hoffen auf viele Läufer vor Ort und etliche Zuschauer an der Strecke.

ebm-papst-Marathon. Foto: ebm-papst

Programm am Samstag und Sonntag

Den sportlichen Start am Freibad in Niedernhall läuten wie in den vergangenen Jahren die Nordic Walker am Samstag, 10. September, ein. Sie gehen um 15 Uhr auf die Strecke. Gelaufen werden entweder 7,5 oder 12,5 Kilometer.

Den Sonntag eröffnen die Marathon- und Duo-Marathon-Läufer. Um 8.30 Uhr gehen sie 42 oder 27 plus 15 Kilometer an. Nach einer Stadtrunde durch Niedernhall wird kocheraufwärts bis zur Überquerung der Kochertalstraße kurz vor der B19 gelaufen. Danach geht es durch das Deubachtal hoch hinaus durch die Weinberge. Für den Anstieg werden die Läufer dann mit einer besonderen Aussicht über das Kochertal belohnt. Über die Ruine Lichteneck, das Ingelfinger Fass geht es in den Weinbergen weiter nach Weißbach, Büschelhof und hinab nach Forchtenberg. Über Ernsbach führt der Weg dann wieder zurück nach Forchtenberg, dort durch die Altstadt und weiter nach Niedernhall in den Start-Ziel-Bereich. Die schnellsten werden nach rund zweieinhalb Stunden erwartet.

Zu diesem Zeitpunkt sind dann auch die Zehn-Kilometer- (Start 9:05 Uhr) und Halbmarathon-Läufer (Start 9:25 Uhr) unterwegs oder teilweise bereits im Ziel. Für sie geht es entlang des Kochers nach Weißbach. Während die Zehn-Kilometer-Läufer, die voraussichtlich das größte Läufer-Feld bilden, dann schon zwischen Weißbach und Forchtenberg wenden, geht es für die Halbmarathonis weiter nach Forchtenberg und Ernsbach. Dort wird dann umgekehrt und auf der anderen Kocherseite geht es zurück.

Doch nicht nur die Erwachsenen kommen auf ihre Kosten. Auch der Nachwuchs kann seine Ausdauer und Schnelligkeit testen. Ab 12:30 Uhr starten nacheinander die Kinderläufe (Mini 10er, Mini-Halbmarathon, Mini-Marathon, sowie Bambini-Marathon). Die Handbiker warten um 14 Uhr auf den Beginn ihres Wettkampfes, während eine Dreiviertelstunde später der letzte Startschuss fällt. Und zwar für die Inline Skater, die wie die Handbiker entlang des Kochers bis zur Wende bei Sindringen skaten und dann wieder zurückfahren. Nach den unterschiedlichen Zieleinläufen finden im ebm-papst-Zelt die Siegerehrungen statt. Dazwischen gibt es ein Show-Programm.

Nicht nur sportliche Highlights

Doch es gibt nicht nur die sportlichen Highlights. „Wir wollen, dass sich die Zuschauer oder Angehörigen der Läufer wohl fühlen und gut unterhalten, während sie auf der Festwiese warten“, sagt Corinna Zürn. So gibt es auch dieses Jahr wieder allerlei Attraktionen. Angefangen an beiden Tagen mit der Laufmesse (Samstag 13:30 bis 18 Uhr; Sonntag, 7 bis 16 Uhr). Im Tennisheim wird am Sonntag (7:30 bis 14:30 Uhr) eine Kinderbetreuung angeboten. Vor dem Marathon-Start wird ein Läufergottesdienst im Start-Ziel-Bereich (8 bis 8:15 Uhr) abgehalten. Und damit nicht genug, den ganzen Tag über gibt es auf der Marathonwiese neben vieler kulinarischer Leckerbissen, für die regionale Vereine sorgen, allerlei Möglichkeiten für Spiel und Spaß – in erster Linie für die jungen Besucher, aber nicht nur.  So wird der ebm-papst Marathon auch nach der zweijährigen Zwangspause wieder eine runde Sache.

Weitere Informationen

Seit mehr als 20 Jahren ist ebm-papst nun schon Hauptsponsor des Laufs. 1999 stieg der Ventilatorenspezialist aus Mulfingen als Mitveranstalter bei dem vom Polizeisportverein Hohenlohekreis 1993 ins Leben gerufenen Hohenlohe-Marathon ein. Dieser hatte bis dahin drei Mal stattgefunden. Beim ersten Event unter neuem Namen am 11. September 1999 gingen 432 Läuferinnen und Läufer an den Start.

Weitere Informationen zum ebm-papst Marathon im Internet unter http://www.ebmpapst-marathon.de und auf Facebook: fb.com/ebmpapstMarathon

Pressemitteilung ebm-papst




ebm-papst bietet 400 Ferienjobs

Der Ventilatorenspezialist ebm-papst sucht ab sofort für die Sommermonate bis Ende September wieder rund 400 Schüler und Studierende für mindestens dreiwöchige Ferienjobs. Die Ferienarbeiter unterstützen die Mitarbeiter von ebm-papst an den Standorten Mulfingen, Hollenbach und Niederstetten in der Produktion und in der Logistik.

Voraussetzung für einen Ferienjob ist ein Mindestalter von 16 Jahren, Schüler oder Studenten, die gerne im Lager- oder Logistikbereich arbeiten würden, benötigen außerdem einen Staplerführerschein. Eine entsprechende Schulung kann vor Arbeitsantritt besucht werden.

Als umweltbewusstes Unternehmen bietet ebm-papst seinen Ferienarbeitern die kostenfreie Nutzung seiner Werksbusse.
So können auch Schüler und Studenten ohne eigenes Auto bequem zur Arbeit kommen.

Bewerbungen sind ab sofort auf www.karriere.ebmpapst.com möglich.

Pressemitteilung ebm-papst




„Nur ein Bruchteil unserer Mitarbeitenden konnte an der Umfrage teilnehmen beziehungsweise nahm daran teil“

In gut 4 Wochen, vom 21. bis 23. März 2022 finden bei ebm-papst in Mulfingen Betriebsratswahlen statt. Erstmals wird eine Liste der IG Metall antreten, weshalb es auch erstmals zu einer Listenwahl kommen wird. Zehn Listen bewerben sich um die Plätze im Betriebsrat, unter den Kandidat:innen sind viele Mitglieder des aktiven Betriebsrats. Die Anzahl der Listen kann man als ein Zeichen dafür sehen, wie wichtig den Arbeitnehmern im Werk Mulfingen die betriebliche Mitwirkung ist.

Hintergrund

Umfrageergebnis der IG Metall. Foto: Flyer der IG Metall

Eine Umfrage der IG-Metall ergab einerseits eine Unzufriedenheit mit dem bisher amtierenden Betriebsrat, andererseits eine Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen. Dem Betriebsrat wird eine zu große  Nähe zur Geschäftsleitung vorgeworfen, mangelnder Respekt durch Vorgesetzte, Leistungsdruck und ungerechte Lohneinstufung sind die Vorwürfe im Bereich Arbeitsklima.

Aufstellung einer IG Metall-Liste führt zur Listenwahl

Die IG Metall hat dies zum Anlass genommen, eine eigene Liste aufzustellen, die unter anderem den Abschluss eines Tarifvertrags erreichen will. Wenn eine Liste beim Wahlvorstand eingereicht ist, fordert das Gesetz die Listenwahl anstatt der bisher bei ebm-papst immer durchgeführten Persönlichkeitswahl.

ebm kann Umfrageergebnis nicht nachvollziehen

Hauke Hannig, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation, kann das Umfrageergebnis nicht nachvollziehen: „Die Umfrageergebnisse der IG-Metall beruhen nicht auf einer repräsentativen Umfrage. Sie wurden vor ausgewählten Werkstoren in der Regel zu Schichtwechseln erhoben. Nur ein Bruchteil unserer Mitarbeitenden konnte daran teilnehmen bzw. nahm daran teil.“ Er verweist auf eine eigene, vom amtierenden Betriebsrat durchgeführte Umfrage: „1.621 Mitarbeitende von insgesamt 3.600 nahmen daran teil, mit dem Ergebnis, dass 95% unserer Mitarbeitenden die Vorteile des Bündnis für Arbeit mit seinen Inhalten, wie u.a. Arbeitsplatzsicherheit, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und vielen weiteren Vorteilen für wichtig bzw. sehr wichtig halten. Dreiviertel der Mitarbeiter sprachen sich dafür aus, 18 Minuten Arbeitszeit für das Bündnis einzubringen.“

Ein großes Thema der Wahl ist also die Frage „Betriebsvereinbarug oder Tarifvertrag?“

Wir veröffentlichen im Folgenden eine Pressemitteilung und einen Aufruf, zur Wahl zu gehen, der IG Metall:

Pressemitteilung der IG Metall

Betriebsratswahlen bei ebm-papst in Mulfingen: Ein erfolgreiches Unternehmen in einer Zeitenwende?
Vom 21.03.22 bis zum 23.03.22 finden die turnusmäßigen Betriebsratswahlen auch bei ebm-papst in Mulfingen statt

    • Die IG Metall Schwäbisch Hall ruft rund 3.900 Beschäftigte zur Wahl auf
    • Uwe Bauer, Erster Bevollmächtigter: „Zu einem Weltmarktführer gehören professionelle Mitbestimmung, gute Arbeitsbedingungen und damit auch ein Tarifvertrag!“

Bei ebm-papst in Mulfingen brodelt es. Viele Beschäftigte sind unzufrieden. Ein großes Indiz dieser Unzufriedenheit ist, dass es zu den anstehenden Betriebsratswahlen keine Persönlichkeitswahl, sondern eine Listenwahl mit 10 konkurrierenden Listen gibt. Dies ist schon sehr ungewöhnlich. Aber dies zeigt auch sehr deutlich, dass aus Sicht und Wahrnehmung der Beschäftigten die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima als immer schlechter empfunden werden und man kein Vertrauen in den bisher zusammengesetzten Betriebsrat hat, dies zu verändern.

Früher ein Familienunternehmen, geprägt von Herrn Gerhard Sturm – heute ein internationaler Konzern mit Managementstrukturen. Ein erfolgreiches Unternehmen in einer Zeitenwende?

Die Beschäftigten beklagen vor allem das neue Entgeltsystem LeiV. Dieses System sei massiv ungerecht, wird uns berichtet. Zudem sei in Mulfingen, anders als in den tarifgebundenen Standorten St. Georgen, Herbolzheim und Landshut die Arbeitszeit ohne Entgeltausgleich höher, was auch weniger Geld für die Beschäftigten bedeutet. Daher stellen sich die Beschäftigten von ebm-pabst in Mulfingen die Frage, warum gelten gerade bei uns in der Zentrale nicht auch die Tarifverträge der IG Metall Baden- Württemberg?

Auf Liste 6 „Team IG Metall“ stehen Kolleginnen und Kollegen, die eins verbindet: Menschen vor Profite, guten Arbeitsbedingungen und dem Bedürfnis nach Veränderung. Die Kolleginnen und Kollegen wollen u.a. das neue Entgeltsystem LeiV stoppen. Ebm papst soll wieder attraktiv für qualifizierte Fachkräfte sein. Das geht nur mit starken IG Metall Betriebsräten.

Aufruf, zur Wahl zu gehen

Die IG Metall Schwäbisch Hall ruft die Beschäftigten bei ebm-papst in Mulfingen auf, sich an den anstehenden Betriebsratswahlen zu beteiligen und so für eine starke Interessenvertretung in ihrem Betrieb zu sorgen. „Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen,“ sagte Uwe Bauer, Erster Bevollmächtigter. „Nach der Zeit von Gerhard Sturm fehlt die Identifikationsfigur des Unternehmens. Ebm ist schlicht und einfach ein von einem Management geführter, internationaler Konzern. Und gerade aus diesem Grunde braucht es eine professionelle, starke und beteiligungsorientierte Mitbestimmung. Eine gute Arbeitnehmervertretung, gute Arbeitsbedingungen, ein Tarifvertrag und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Widerspruch, sondern entsprechen einer zeitgemäßen Unternehmenskultur.“

ebm-papst zu den Aussagen der Gewerkschaft

Den Aussagen der Pressemeldung hält Hannig entgegen: „Dass aufgrund der Einführung eines neuen Vergütungssystems Unsicherheit bei den Mitarbeitenden entsteht, können wir gut nachvollziehen. Durch umfassende Kommunikation versuchen wir mögliche Sorgen unserer Belegschaft zu LeiV aufzugreifen und zu widerlegen. Auch der Tarifvertrag der IG-Metall sieht ein leistungsbezogenes Entgelt vor und ist im ERA-Tarif geregelt. Im Gegensatz zu ERA, bei dem bei sinkender Leistung weniger Entgelt an die Mitarbeitenden gezahlt wird, bleibt bei LeiV ein einmal erreichtes Entgelt auch bei rückläufiger Leistung dauerhaft bestehen. Dies ist für unsere Mitarbeitende ein sehr wirksamer Schutz zur Entgeltsicherung.“

Kultur der Menschlichkeit und des Respekts

Auch sieht die Geschäftsleitung von ebm-papst eine gute innerbetriebliche Kultur: „Wir haben bei ebm-papst eine Kultur, die die Menschlichkeit und den Respekt jedes Einzelnen in den Fokus unseres Handeln setzt. Unsere Führungskräfte werden kontinuierlich geschult und weitergebildet. Unser Betriebsratsgremium, die Personalabteilung und viele unabhängige interne wie externe Ansprechpartner stehen stets zur Unterstützung und zur Ansprache zur Verfügung, um mögliche entstehende Konflikte von Beginn an zu lösen und ein gutes Miteinander mit Respekt und Wertschätzung zu gewährleisten.“

Eine Spitze gegen die Gewerkschaft kann sich Hannig letztlich nicht verkneifen: „Die IG-Metall und der Deutsche Gewerkschaftsbund hat in den letzten Jahren mit einer Austrittswelle zu kämpfen, wie dies in vielen Medien kürzlich berichtet wurde. Für die Gewerkschaft IG-Metall geht es also auch darum, neue Mitglieder zu gewinnen und in das Betriebsgremium Einzug zu finden.“

Text: Matthias Lauterer




„27 Jahre war ich bei ebm. Und dann sowas.“

Arbeitsgericht Crailsheim, 4. Februar 2022: Eleni E. betritt den Saal, sie schaut um sich, ist unsicher. Sie ist, so erzählt sie später, 64 Jahre alt und sieht erstmals in ihrem Leben einen Gerichtssaal von innen. Sie weiß nicht, wo sie sich setzen soll – erst als, Jürgen Kühner, ihr Anwalt, ihr den Platz neben ihm zeigt, geht sie zögernd nach vorne und setzt sich zu ihm. Man merkt ihr an, dass sie sich in dieser Umgebung nicht wohlfühlt. Sie vergisst sogar, ihre Mütze abzusetzen.

Verhandlungssaal im Arbeitsgericht Crailsheim. Foto: GSCHWÄTZ

Sieben gleichartige Klagen

Eleni E. hat ihren ehemaligen Arbeitgeber, ebm-papst aus Mulfingen, auf Zahlung von ausstehendem Lohn verklagt – eine Folge des Urteils, das Carola D. im September 2021 erstritten hat und das einen Passus im „Bündnis für Arbeit“ in erster Instanz für rechtswidrig erklärt hat. Am 04. Februar 2022 sind Elenis Gütetermin und sechs weitere Gütetermine mit dem gleichen Ziel angesetzt.

Richter Vanucchi hat bereits im vorhergehenden Verfahren deutlich gemacht, dass er die 10-jährige Verjährungsfrist – alle sieben Kläger machten Ansprüche aus zehn Jahren geltend – nicht für anwendbar hält. Im ersten der sieben Termine setzt man die Meßlatte für einen Kompromiss: Der Kläger und ebm-papst vergleichen sich auf eine Summe in Höhe von 75 Prozent des Teils der  Forderung, die in den letzten drei Jahren angefallen ist. RA Jürgen Kühner, der alle Kläger vertritt, hatte seine Mandanten offenbar auf einen solchen Vergleich vorbereitet, so dass alle Mandanten sich diesem Vergleichsangebot anschlossen und die Verfahren damit abgeschlossen werden konnten.

„Iudex non calculat“

Die alte Juristenweisheit „iudex non calculat“ – der Richter rechnet nicht – wird an diesem Vormittag außer Kraft gesetzt: Für jede Forderung muss Richter Cesare Vannucchi seinen Taschenrechner bemühen – ein klein wenig unterscheiden sich die geltendgemachten Forderungen doch, sodass bei jedem Kläger erneut gerechnet werden muss.

Rund 15.000 Euro erstreiten sich die sieben Kläger letztendlich. Dazu enthalten die Vergleiche eine „Erledigungsklausel“, sodass keine der Parteien eine weitere Forderung an die Gegenseite richten kann.

Komische Note in der ernsten Sache

Die Verlesung der immer gleichen Klauseln, die Richter Vannucchi in von Verfahren zu Verfahren schneller werdendem Tempo vorträgt, gibt den Verfahren eine fast schon komische Note.

Ebm-papst scheint letzendlich zufrieden

Hauke Hannig, Pressesprecher des Unternehmens ebm-Papst äusserte sich auf GSCHWÄTZ-Nachfrage wie folgt: „Wir konnten uns am vergangenen Freitag mit sieben ehemaligen Mitarbeitenden einigen, die gegen einen Passus unseres Standortsicherungsvertrags „Bündnis für Arbeit“ geklagt hatten.“ In den Verfahren um Carola D., die der Auslöser für die sieben Einigungen waren, konnte (GSCHWÄTZ berichtete) noch keine Einigung erzielt werden. In diesem Fall scheint der Verhandlungstag die Tür zu einem Vergleich geöffnet zu haben, so kann man jedenfalls Hannig interpretieren: „In der Weiterverhandlung dagegen befinden wir uns in einem ersten frühen Fall. Wir streben auch hier ein gemeinsames Ergebnis an. Eine erneute Verlängerung des Verfahrens in die nächste Instanz bietet beiden Parteien keinen Vorteil.“

Festhalten am Bündnis für Arbeit

Hannig stellt klar, dass man bei ebm-pabst weiterhin auf das „Bündnis für Arbeit“ setzt: „Der zwischen Betriebsrat und Unternehmen geschlossene Standortssicherungsvertrag „Bündnis für Arbeit“ bietet klare Vorteile für die Belegschaft. Er beinhaltet weiträumige Regelungen im Bereich der flexiblen sowie mobilen Arbeitszeit und bietet viele Sonderleistungen. Die Vorteile für die Mitarbeitenden, insbesondere im monetären Bereich überwiegen deutlich, unter anderem durch Weihnachtsgeld, Jahresprämien, Fahrgeldzulage, Kantinen- und Werksbuszuschuss etc. Wir werden bis auf weiteres am „Bündnis für Arbeit“ festhalten.“

Eleni E.s erstes Interview

Eleni E. hat während ihres Verfahrens gar nichts gesagt, sie nickt nur, als Kühner ihr den Vergleich erläutert. Sie wird ausserhalb des Gerichtssaals von ihrem Mann liebevoll empfangen. Auf die Frage, ob sie mit dem Vergleich zufrieden sei, antwortet ihr Mann für sie: „Naja, was soll man machen …“ Nicht nur, dass sie noch nie in einem Gerichtsaal war, sie wurde auch noch nie interviewt.  Sie selber blickt zurück: „27 Jahre war ich bei ebm. Und dann sowas.“ Auf die Frage, ob sie sich jetzt entlastet fühlt, denkt sie erst kurz nach, bevor sie mit ganz anderer Stimme „Ja, jetzt ist’s rum“ sagt. Als sie neben ihrem Mann das Gerichtsgebäude verläßt, ist ihr Gang aufrechter und viel selbstbewußter als beim Betreten des Saals. Es wirkt tatsächlich so, als sei ihr ein Stein vom Herzen gefallen.

Text: Matthias Lauterer




Unvorstellbar: ebm-papst fordert 75.000 Euro von Mitarbeiterin

Denkwürdiger Sitzungsaushang am 4.2.2022 im Arbeitsgericht Crailsheim. Diverse Mitarbeiter:innen klagen derzeit gegen ebm.papst. Foto: GSCHWÄTZ

Einen ganzen Verhandlungsvormittag hatte Richter Cesare Vannucchi am 04. Februar 2022 im Arbeitsgericht Crailsheim für insgesamt 9 Klagen von 8 Kläger:innen gegen ebm-papst in Mulfingen reserviert. Diese Verfahren stehen alle im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit um das „Bündnis für Arbeit“. GSCHWÄTZ berichtete über diesen Komplex ausführlich:
Drei Mitarbeiter klagen gegen ebm-papst
Komplexe Fragestellung mit weitreichenden Auswirkungen
Eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses der einzige Weg

Vorgeschichte

Hintergrund ist eine seit vielen Jahren bestehende Betriebsvereinbarung (BV), die immer wieder neu zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung vereinbart wurde. In dieser BV, dem sogenannten „Bündnis für Arbeit“, ist beispielsweise festgelegt, dass die Arbeitnehmer 18 Minuten Arbeitszeit pro Tag, das entspricht eineinhalb Stunden pro Woche, unentgeltlich leisten. ebm-papst argumentiert, dass sich der Arbeitgeber im Gegenzug zum Beispiel zum Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, aber auch zur Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld oder zur Bereitstellung von Werksbussen verpflichtet.

Eine Mitarbeiterin, Carola D. (die Namen aller Kläger:innen sind geändert, sind aber der Redaktion bekannt), hatte gegen diesen Passus, die sogenannte „Ziffer 7“, der nicht bezahlten Arbeitszeit geklagt und erstinstanzlich Recht bekommen. Ebm-papst hat gegen dieses Urteil Berufung beim Landesarbeitsgericht eingelegt, das Urteil ist also noch nicht rechtskräftig.

Komplexe juristische Fragestellungen

Dass dieser Komplex – weitere Verfahren sind in diesem Zusammenhang rechtshängig – weitreichende Folgen für das „Bündnis für Arbeit“ haben könnte, war den beteiligten Richtern klar, sie haben in allen Verfahren darauf hingewiesen. Welche unmittelbaren Folgen das erstinstanzliche Urteil für die Klägerin, Carola D. hatte, war wohl niemandem klar. Kurz nach dem Urteil erhielt sie ein Schreiben des Anwalts ihres Arbeitgebers, in dem Sie dazu aufgefordert wurde, innerhalb von knapp 14 Tagen rund 75.000 Euro angeblich zuviel gezahlte Leistungen zurückzuzahlen.  Das Schreiben mit dem Betreff

liegt der Redaktion vor. Geltend gemacht wird die Rückzahlung von Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Fahrgeld, Entgelt für zusätzlichen Urlaubstag nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit, Betriebsangehörigkeitszulage, Zahlungen des Arbeitgebers für die Betriebsrente sowie vermögenswirksame Leistungen, jeweils für den Zeitraum  von 10 Jahren.

Negative Feststellungsklage

Dagegen hatte Carola D. nun eine „negative Feststellungsklage“ erhoben. Ziel einer solchen Klage ist, gerichtlich feststellen zu lassen, dass eine Forderung nicht besteht.

Einschätzung des Gerichts

In der Güteverhandlung – die im Arbeitsrecht vorgeschrieben ist und in der ausgelotet werden soll, ob die Möglichkeit einer gütlichen Einigung besteht – erläutert Richter Cesare Vanucchi die juristisch zu hinterfragenden Punkte und gibt eine vorläufige Einschätzung – die allerdings noch keine Vorwegnahme eines Urteils ist: Schließlich haben die Parteien noch die Möglichkeit, neue Aspekte in den Fall einzubringen.

Für große Teile der gegenseitig geltend gemachten Ansprüche könnte Verjährung eingetreten sein

„Verjährung dient dazu, Rechtsfrieden zu schaffen“, benennt Richter Vannucchi ein rechtsstaatliches Prinzip. Er geht vorläufig davon aus, dass für die Ansprüche eine Verjährungsfrist von drei Jahren und nicht von 10 Jahren einschlägig ist – die Parteien haben allerdings die Gelegenheit,  ihre Rechtsauffassung nochmals darzulegen. Die Annahme einer 10-jährigen Verjährungsfrist seitens Dr. Bernd Dollmann, dem Anwalt von Ebm,  verwundert Vannucchi: Schließlich war Ebm bei den Forderungen von Carola D. der Meinung, dass die Verjährungsfrist drei Jahre sein müsse: „Die Verjährung gilt gegebenenfalls auch für die Rückforderung“, so Vannucchi, er legt mit vielen juristischen Details klar, warum er derzeit von einer dreijährigen Verjährung ausgeht.

Forderungen reduzieren sich deutlich bei kurzer Verjährungsfrist

Da die Klägerin innerhalb der letzten drei Jahre durch Krankheit und Freistellung lange Zeit an der Arbeit gehindert war, hat sie in diesem Zeitpunkt überschlägig nur rund 1.300 Euro aus den geforderten 75.000 Euro erhalten – im Überblick über die Summen, die in den Verfahren von Carola D. gegen ebm-papst im Raum stehen, ist diese Zahl geradezu winzig, denn insgesamt geht es in einigen Verfahren um eine insgesamt sechsstellige Summe. Unter anderem geht es um die Beendigung des Arbeitsverhältnisses – ebenfalls ein heikles Verfahren, da Carola D. schon über 20 Jahre bei ebm-papst arbeitet und zudem amtierende Betriebsrätin ist.

Forderung als „Maßregelung“?

 

Rechtsanwalt Jürgen Kühner. Foto: GSCHWÄTZ

Von einem Verstoß gegen das „Maßregelungsverbot“ spricht Jürgen Kühner, der Rechtsanwalt der Klägerin: Allein der Zeitpunkt der Forderung, so kurz nach dem erstinstanzlichen Urteil deute auf eine reine „Maßregelung“ hin. Im Übrigen seien er und seine Mandantin der Meinung, dass das Bündnis für Arbeit auch ohne die „Ziffer 7“ ein vollständiges und in sich geschlossenes Vertragswerk sei und somit die Betriebsvereinbarung nicht in Gänze unwirksam sei.

Was ist der Sinn des „Bündnis für Arbeit“?

Ein wichtiger Punkt, auch für Vannucchi: Er „würde es nicht für ausgeschlossen halten, dass bei Wegfall der Ziffer 7 die ganze BV fällt“. Er sieht ein „Do ut des“ – also eine Situation, dass etwas gegeben wird, damit die Gegenseite auch etwas gibt. Carola D. wirft ein, dass die betrieblichen Leistungen bereits deutlich vor der Einführung der 18-Minuten-Regelung Bestandteil des Bündnisses waren. Dr.Dollmann hingegen ist der Auffassung, dass die einzelnen Bündnisse jeweils unterschiedliche und nicht chronologisch zu betrachtende Vertragswerke seien.

Schießt ebm-papst ein Eigentor?

Markus Löw, der Personalleiter von ebm-papst, geht noch weiter und behauptet, dass ebm rund fünfmal mehr aufgrund des Bündnisses bezahle als man durch die Leistungen der Mitarbeiter zurückerhalte. Ob er damit die Ansicht des Richters, dass es sich um ein „Do ut des“ handelt, unbeabsichtigt widerlegt hat?

Für Vanucchi ist „Die Kernfrage: Ist der Vertrag ohne Ziffer 7 noch sinnvoll?“ – die Klärung dieser Frage ist nicht einfach. So antworten Löw und Dollmann auf die Frage des GSCHWÄTZ-Reporters, ob ebm-papst nicht noch weiteren Nutzen aus dem Vertragswerk habe, beispielsweise einen Imagegewinn, deutlich: „Der klare Zweck des Vertrags ist die Beschäftigungssicherung am Standort, ansonsten wären Verlagerungen an andere Standorte fällig“, so Löw. Warum aber Urlaubs- und Weihnachtsgeld in einem Vertrag zur reinen Beschäftigungssicherung geregelt werden, darauf gibt es keine Antwort.

Bereicherung und Entreicherung: Besteht überhaupt eine Rückzahlungspflicht?

Das Gegenteil einer Bereicherung ist die Entreicherung: Könnte Carola D. dem Gericht nachweisen, dass das geforderte Geld nicht mehr verfügbar ist und es für den Lebensunterhalt ausgegeben und nicht beispielsweise angespart oder für Luxusgüter verwendet wurde, wäre sie „entreichert“ – eine Rückzahlung könnte dann nicht geleistet werden. Eine weitere juristische Komplexität, die das Verfahren für das Gericht bereichert.

Fahrgeld arbeitsvertraglich vereinbart

Als Carola D. vor mehr als 20 Jahren ihren Arbeitsvertrag bei ebm unterschrieb, wurde ihr beispielsweise das Fahrtgeld schon vertraglich zugesichert. Möglicherweise steht die vertragliche Regelung dann höher als die Betriebsvereinbarung, dieses Geld könnte dann auch nicht zurückgefordert werden.

Keine gütliche Einigung

Letztendlich sind die Fronten verhärtet, eine gütliche Einigung ist nicht in Sicht. Richter Cesare Vanucchi legt im Anschluß an die Güteverhandlung den Parteien nahe, eine Einigung mit „Gesamterledigung“ zu finden, um mehrere anhängige Verfahren auf einen Schlag zu beenden. Er läßt sich von den Parteien nochmals die auf dem Tisch liegenden Angebote erläutern, gibt Hinweise, wie man eventuell aufeinander zugehen könnte. Nach Beratungen der Parteien stellt man fest, dass die Hinweise des Richters hilfreich sind,vor Ort aber keine Entscheidung gefällt werden kann. Immerhin vereinbaren die Parteien weitere Gespräche. Ein Kammertermin, in dem dann ein Urteil fallen könnte, wird vom Gericht festgelegt. Die Parteien haben aber bis dahin die Möglichkeit, ihren Rechtsstreit mittels einer Vergleichsregelung ad acta zu legen.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 




ebm-papst kooperiert auch während der Coronakrise mit den regionalen Schülern

In der letzten Woche waren Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der GWRS aus Schrozberg in Kleingruppen zu Besuch bei ebm-papst. Der Ventilatorenhersteller aus Baden-Württemberg ermöglicht Schulklassen verschiedener Jahrgänge regelmäßig einen praktischen Einblick in den Ausbildungsalltag – unter Corona-Maßnahmen auch zu Zeiten der Pandemie.

Schülerinnen und Schüler treffen technische Auszubildende

Die technischen Auszubildenden von ebm-papst haben dabei mit den Schülerinnen und Schülern in der Elektrowerkstatt das Spiel „Heiße Bahn“ gelötet. Dazu wurden auf einer Leiterplatte verschiedenste Bauteile verlötet und am Ende die Funktion mit einer Batterie getestet. Die Freude der Schülerinnen und Schüler war groß als alles funktionierte und der spielerische Wettbewerb gegeneinander losgehen konnte. Bei dem Spiel fuhren sie mit einem Kupferstift auf einer auf der Leiterplatte abgebildeten Bahn entlang, bei einem Abkommen von der Bahn gab es Strafsekunden, angezeigt auf einer Siebensegmentanzeige. Wer zuerst im Ziel ankam, gewann. Nach einer Besichtigung der Produktion vor Ort endete der Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Kaffeebecher wird zur Sirene umgebaut

Auch Schülerinnen und Schüler der 6. und 8. Klassen der Bischof von Lipp Schule aus Mulfingen, durften vor kurzem selbst Hand anlegen und ihr Können beim Bohren, Feilen und Montieren unter Beweis stellen. Mit den jüngeren Schülern wurde eine Sirene gebaut. Auf einem Holzbrett wurde mit Reißnägeln und Silberdraht eine Grundstruktur gebildet, welche dann mit verschiedenen Bauteilen verbunden wurde. Über einen Lautsprecher, der mit einem ebm-papst Kaffeebecher und einer 9 Volt Batterie verbunden wird, heulten die Sirenen zur Freude der Schülerinnen und Schüler durch die Räume der Ausbildungswerkstatt.

Ein Schüler der Bischof von Lipp Schule in Mulfingen baut mithilfe verschiedener Bauteile eine Sirene. Foto: ebm-papst

Die älteren Schülerinnen und Schüler waren in der Metallwerkstatt tätig. Diese durften aus Messing einen Karabinerhaken herstellen, dessen Grundform über eine CNC-Fräsmaschine gefräst wurde. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler auch einiges über das CNC-Fräsen erfahren. Zum Schluss durfte jeder seinen Karabiner mit Schlagzahlen und seinem Namen kennzeichnen.

Spielerisch die ersten Grundlagen des Handwerks nahebringen

Johanna Oberhardt, Gruppenleiterin technische Ausbildung bei ebm-papst Mulfingen: „Wir freuen uns immer wieder Schulklassen aus den regionalen Schulen bei uns im Haus begrüßen zu dürfen, um ihnen ebm-papst und die Ausbildung in unserem Haus vorstellen zu können. Zudem bringen wir ihnen spielerisch die ersten Grundlagen des Handwerks nahe.“

Timo Pflüger, Ausbildungsleiter bei ebm-papst Mulfingen: „Besonders in der aktuellen Zeit ist es uns wichtig, den Jugendlichen einen Einblick in unser regionales Unternehmen geben zu können. Wir legen dabei großen Wert auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Aktuell haben wir noch Ausbildungsstellen mit Ausbildungsbeginn 2022 zu besetzen und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen auf unserer Karrierewebsite.“

Pressemitteilung ebm-papst

Bild 1: ebm-papst, Familienunternehmen mit Hauptsitz in Mulfingen, ermöglicht auch in der Coronakrise regelmäßige Einblicke in seine Ausbildungswerkstatt.

Bild 2: In der Ausbildungswerkstatt von ebm-papst erlernen die Schülerinnen und Schüler der regionalen Schulen Grundlagen des Handwerks.

Bild 3: Ein Schüler der Bischof von Lipp Schule in Mulfingen baut mithilfe verschiedener Bauteile eine Sirene.