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„Den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“ – Neugestaltung des Stadteingangs von Schwäbisch-Hall

Das Gebiet „Kocherhalde“ liegt am Hang zwischen Gelbingen und dem DIAK in Schwäbisch-Hall, oberhalb der B19. Derzeit stehen dort einige ältere Häuser, die nicht mehr in einem guten Zustand sind. Das Gelände wurde daher kürzlich an die ALDOS II GmbH &Co.KG verkauft, die einen Architektenwettbewerb zur Neubebauung des Gebiets veranstaltet hat. Mit großer Freude präsentierten am 13. November 2020 Hans-Martin Mader, Organisator des Wettbewerbs, Peter Klink, Baubürgermeister der Stadt Schwäbisch-Hall und Dieter Schmetzer von der ALDOS II GmbH die Ergebnisse des Wettbewerbs im Haller Rathaus.

„Eine derartige Ausschreibung ist nicht selbstverständlich“

Peter Klink lobt die Übereinstimmung der prämierten Entwürfe mit dem Stadtleitbild der Stadt Schwäbisch-Hall und der „Forderung der Gesellschaft nach nachhaltigen und flächenschonendem Bauen.“ Die Menschen erwarten „gemischte, lebendige und urbane Quartiere“, sagt er. Ein solcher Wettbewerb biete die Möglichkeit, „unterschiedliche Ansätze zu sehen und zu vergleichen“. Der Vergleich führe zum Erkennen der einzelnen Stärken und Schwächen. „Eine derartige Ausschreibung ist nicht selbstverständlich“, lobt er den Investor Dieter Schmetzer.

Hochkarätige Jury entscheidet einstimmig

Er betont, dass die Jury, bestehend aus drei anerkannten Baufachleuten unter dem Vorsitz von Prof.Dr. Gunther Laux, sowie Mitgliedern des Stadtrates, eine einstimmige Entscheidung getroffen habe. Er geht daher davon aus, dass der Stadtrat dem jetzt zu erstellenden verfahrensbezogenen Bebauungsplan zustimmen wird, schließlich seien ja Stadträte bereits in den Wettbewerb einbezogen gewesen.

Nur Architekturbüros mit einschlägigen Erfahrungen eingeladen

Hans-Martin Marder betreute und organisierte den Wettbewerb. Er spricht von einem „topographisch sehr schwierigen Gelände mit extremem Steilhang“. Voraussetzung für die Einladung zum Wettbewerb seien einschlägige Vorerfahrungen der Architekturbüros gewesen. Sieben Büros habe man eingeladen, jedes dieser Büros habe 2.000 Euro erhalten. Dazu kämen Preisgelder von 5.000 Euro für den ersten Preis, 4.000 Euro für den zweiten Preis und weitere 2.000 Euro für einen Anerkennungspreis.

„Den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“

Gewonnen hat das Architekturbüro ARP Architekten Partnerschaft GbR aus Stuttgart. Auch Architekt Matthias Igel spricht von einer schwierigen Topographie. Er weist dazu auf die Gegensätze zwischen dem eher dörflich geprägten Gelbingen und den großen Gebäuden des DIAK hin: „Eine Bebauung zu finden, die hier vermittelt, war unser Ziel.“ Zusätzlich sei das Ziel gewesen, den grünen Hang in die Bebauung einzubeziehen, er wollte „den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“. So habe er eine grüne Mitte entworfen, als Spielbereich, Treffpunkt und Öffentlichkeit. Um die Mitte herum seien kubische Hauspaare entstanden, „die spielerisch in den Hang gelegt seien.“ „Fast wie Lego-Steine“, schmunzelt er. Aber auch die Ökonomie sei bei den Planungen berücksichtigt worden: So hätten die beiden Häuser eines Hauspaares ein gemeinsames Treppenhaus.

Wichtiger Stadteingang

Prof. Michel Roeder, dessen Entwurf den zweiten Platz belegt hat, kennt Schwäbisch-Hall sehr gut, schließlich ist er dort geboren. Ein wenig traurig ist er schon, ausgerechnet hier „nur“ den zweiten Platz belegt zu haben. Er lobt die Stadtarchitektur von Schwäbisch-Hall, die Stadtsilhouette sei sehr gut geplant. Daher sieht er die Wichtigkeit dieses Bauvorhabens auch darin, diese Silhouette zu erweitern und den wichtigen Stadteingang ansehnlich zu bebauen.

Dieter Schmetzer, der Initiator des Wettbewerbs macht nicht viele Worte: Er freut sich still.

115 Wohnungen für rund 250 Menschen

Wenn die planerischen und rechtlichen Hürden genommen sind, wird Dieter Schmetzers Firma DS-Wohnbau GmbH die Häuser bauen und vermarkten. 115 Wohnungen, vom 1-Zimmer-Appartement bis zur 4-Zimmer-Wohnung sollen entstehen und rund 250 Menschen stadt- und naturnahen Wohnraum bieten.

Wohnungsmarkt von Unsicherheit geprägt

Manuela Hilkert, Geschäftsführerin von DS-Wohnbau GmbH, sieht im Coronajahr 2020 große Unsicherheit im Wohnungsmarkt: „Der Kauf einer Wohnung ist abhängig von der Sicherheit des Arbeitsplatzes“. Gerade in Schwäbisch-Hall gebe es Firmen, deren Markt von Corona schwer getroffen sei.

Text: Matthias Lauterer

 

Auf dem Modell ist zu sehen, was Matthias Igel mit „wie LEGO-Steine“ meint. Im Vordergrund Gelbingen, hinten das DIAK. Foto: GSCHWÄTZ

Nur zufriedene Gesichter: Matthias Igel, Dieter Schmetzer, Dorothea Käpplinger, Manuela Hilkert, Hans Martin Marder. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




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