Inthronisierung für weitere acht Jahre
Am Freitag, den 23. Juli 2021, ist es soweit: der neue, alte Landrat Dr. Matthias Neth startet in seine zweite Amtszeit. Die nächsten acht Jahre wird er erneut die Geschicke des Hohenlohekreises leiten. Die erste Amtszeit des heute 41-Jährigen begann am 23. Juli 2013, übernommen hatte er es von seinem langjährigen Vorgänger Helmut M. Jahn. Dr. Neth war damals mit 33 Jahren der jüngste Landrat in Baden-Württemberg. In die zweite Amtszeit wurde der studierte Verwaltungsjurist am 26. April 2021 mit 40 der 42 abgegebenen Stimmen gewählt. Bei der Wahl war er der einzige Kandidat (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2021/04/26/wer-als-kreis-leistungsfaehig-sein-will-braucht-eine-leistungsfaehige-verwaltung/).
Stilllegung des Krankenhauses bewegt heute noch
In die ersten acht Jahre von Dr. Neth an der Kreisspitze fielen für die Hohenloher wichtige Ereignisse: Ganz vorne die Abschaffung des Krankenhauses in Künzelsau, was die Menschen im Hohenlohekreis auch heute noch bewegt. Außerdem werden seit 01. Januar 2021 Leichtverpackungen wieder in Gelben Säcken gesammelt und nicht mehr in der Grünen Tonne. Bei seiner Bewerbungsrede für die zweite Amtszeit hatte Neth noch die vergangenen acht Jahre der ersten Revue passieren lassen. Als Höhepunkte nannte er damals: die Neustrukturierung des Gesundheitswesens, neue und größtenteils erfolgreiche Wege bei der Abfallwirtschaft und im Nahverkehr, Erfolge bei der Digitalisierung – insbesondere der Schulen – den Straßenbau und die Präsentation des Kreises bei der Landesgartenschau in Öhringen. Aber auch auf das Jagstunglück, das Starkregenereignis im Jahr 2016 und die Flüchtlingskrise 2015 blickte er zurück.
Videos vom Dach des Landratsamtes
Besonders in Erinnerung bleiben werden auch die Videos, die Landrat Neth während der Corona-Pandemie teils auf dem Dach des Landratsamtes in Künzelsau drehte. Darin appellierte er an die Hohenloher, die Corona-Maßnahmen zu beachten und alle Regeln einzuhalten. Die Corona-Pandemie bestimmt nach wie vor den Alltag der Menschen. Doch immerhin ist es nicht zuletzt durch die Arbeit des Landrats gelungen, dass der Hohenlohekreis – noch im vergangenen Jahr einer der Hotspots in Deutschland – mittlerweile mit niedrigen Inzidenzen aufwarten kann.
Naubau des Kreishauses kündigt sich an
Weitere große Ereignisse kündigen sich bereits für die zweite Nethsche Amtszeit an: Erst am Montag, den 19. Juli 2021, entschied sich der Kreistag für den Bau des neuen Kreishauses in Künzelsau (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2021/07/19/nach-mehr-als-10-jahren-kreisraete-stimmen-fuer-kreishaus-in-kuenzelsau/). Der Landrat hatte sich dabei für den Neubau eingesetzt: Der Zeitpunkt sei nun ideal für einen Neubau, da die Schulsanierungen beendet seien und der Krankenhausneubau auf dem Weg sei. Ende der 2020er Jahre kämen neue Schulsanierungen auf den Kreis zu. Das bedeutet aber auch ganz persönlich für Neth, der mit seiner Familie in Öhringen wohnt, dass er Künzelsau zumindest arbeitstechnisch erhalten bleibt. Die geplante 60 Millionen Euro teure Baumaßnahme am Eingang von Künzelsau wird das Gesicht der Stadt nachhaltig verändern.
Text: Sonja Bossert

Screenshot aus dem YouTube-Video des Landratsamtes des Hohenlohekreises. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Die bisherige Regionalleitung der BBT-Region Tauberfranken-Hohenlohe und die neuen Geschäftsführung des Hohenloher Krankenhauses und der Hohenloher Seniorenbetreuung zusammen mit Landrat Dr. Mathias Neth: (v.l.n.r.): Thomas Weber (Regionalleiter), Thomas Wigant, (Regionalleiter), Andreas Latz (Geschäftsführer), Matthias Warmuth (Geschäftsführer), Landrat Dr. Matthias Neth, Dr. Albert-Peter Rethmann (Geschäftsführer), Werner Hemmes (Geschäftsführung)
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Landrat Dr. Matthias Neth im SWR-4-Interview am 23. Mai 2019. Quelle: SWR 4

Landrat Dr. Matthias Neth beim Tragen einer Maske. Foto: Ziehl-Abegg