Dr. Krist entlastet BI-Sprecher Andreas Eckle
An der 37. Mittwochsdemo der Bürgerinitiative Pro Krankenhaus Künzelsau (BI) am 20. Dezember 2017 vor dem Krankenhauseingang in Künzelsau gab es einige Menschen, die sich zu Wort gemeldet und Dr. Andreas Eckle, den Sprecher der BI, verteidigt haben. Vorausgegangen waren in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Angriffe gegen den BI-Sprecher von Seiten des Kreistags und der hiesigen Tagespresse, der Heilbronner Stimme, die Eckle vorwarfen, eine Hetzkampagne gegen den ehemaligen Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Andor Toth zu betreiben, so dass dieser letzten Endes eine Stelle am Zollernalb-Klinikum nicht bekam. Nachdem Eckle in den vergangenen Wochen dadurch immer mehr unter Druck geraten war, haben sich nun mehrere Bürger wie Ärzte öffentlich geäussert, Eckle verteidigt und entlastet.
Besonders das kurze Statement von Dr. Matthias Krist lies die zirka 200 anwesenden Demonstranten aufhorchen. Der HNO-Arzt aus Künzelsau wollte eigentlich nichts sagen, wie er betonte. Aber „nachdem ich gesehen habe, wie auf intrigante Weise mit Herrn Eckle in der Öffentlichkeit umgegangen wird, möchte ich eine Aussage machen“. Und das, was er zu sagen hatte, hatte Gewicht: „Ich bin persönlich von verschiedenen Leuten, Ärzten und Nicht-Ärzten, aus dem Zollernalbkreis in meiner Praxis angerufen worden. Diese Leute waren bereits informiert über Herr Toth, inklusive der Prozesse, die er verloren hatte.“ Krist wurde von den Anrufern gefragt, ob das alles stimme, was man von Toth gehört habe. Krist entgegnete: „Ja, das stimmt. Das heißt“, so Krist weiter, „wir sind angerufen worden. Wir haben niemanden angerufen.“
Kreisräte und die hiesige Tagespresse, die Heilbronner Stimme, warfen der BI und Eckle in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder vor, Schuld an der Nicht-Einstellung Toths im Zollernalbkreis zu sein und unter anderem im Zollernalbkreis angerufen und Stimmung gegen Toth gemacht zu haben. Dr. Andor Toth war bis Anfang des Jahres 2017 Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhauses gGmbH (HK), bevor der Kreisrat beschlossen hat, einen anderen Geschäftsführer hierzu einzustellen. Kritiker werfen Toth Missmanagement vor.
Auch einige Bürger haben sich zu Wort gemeldet, unter anderem Robert Beck. Er kritisierte die Abwertung der Demonstranten in der regionalen Tagespresse: „Hier demonstrieren nur normale Bürger. Für uns ist die Schließung des Krankenhauses Künzelsau ein Verbrechen am Bürger und der Gesundheitsversorgung vor Ort im ländlichen Raum.“
Auch der AfD-Landtagsabgeordnete Anton Baron war vor Ort an der Demo ebenso wie der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Saknus und der Hohenlohe-unzensiert-Blogger Matthias Lauterer. Man wolle das Bieterverfahren, das demnächst abgeschlossen sein müsste, abwarten und verfolgen, wer nun der neue Mehrheitseigener der HK werde, so die BI zum weiteren Vorgehen. Interesse bekundet hatten unter anderem das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim sowie das Diak in Schwäbisch Hall. Der private Investor Ameos war interessiert an beiden Standorten, sowohl an Künzelsau als auch an Öhringen.