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Weniger Patienten als gedacht wegen Corona im Krankenhaus

Wie die „Zeit“ schreibt, sind rund 20 bis 30 Prozent der Menschen, die in der Statistik als im Krankenhaus stationär behandelte Corona-Patienten stehen, nicht ursächlich wegen dieser Krankheit in einer Klinik (https://www.zeit.de/2021/08/corona-infektion-test-patienten-ernaehrung-lebensstil-gesundheitsschutz/seite-2?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.bing.com%2F). Auf den Intensivstationen sind es zehn Prozent der Fälle. Das heißt, diese Menschen wurden wegen anderer Krankheiten behandelt, aber als Corona-Patient aufgeführt. Sie wurden zufällig positiv getestet. Das können etwa Schwangere sein, die zur Entbindung ins Krankenhaus gehen, oder Personen nach Unfällen. Auch das Magazin Focus hat mittlerweile darüber berichtet (https://www.focus.de/gesundheit/news/hohe-zahl-an-doppeldiagnosen-30-prozent-zufaellig-positiv-zahl-der-corona-patienten-in-kliniken-ueberschaetzt_id_12994057.html).

Schiefes Bild

Für ihre Recherchen hat die „Zeit“ bundesweit 20 Krankenhäuser nach ihren Zahlen befragt. Viele davon wollten diese nicht veröffentlicht sehen, bestätigten nach „Zeit“-Angaben aber die 20 bis 30 Prozent Doppeldiagnosen. Grund für das schiefe Bild ist wohl das deutsche Meldesystem, in dem alle positiv getesteten Personen erfasst werden. Wird ein Patient im Krankenhaus aufgenommen, testet man ihn automatisch auf Corona. Einen positiven Befund leitet das Gesundheitsamt an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter. Dass er ursprünglich wegen etwas ganz anderem in die Klinik kam, taucht in der Statistik später aber nicht mehr auf.

Keine Bereinigung

Und wieso werden die Zahlen nicht bereinigt? „Auf Grundlage der Schätzung einzelner Kliniken kann ein evidenzbasiertes Institut keine Bereinigung von Fällen vornehmen“, war die RKI-Antwort auf eine Anfrage der „Zeit“. Das harte Kriterium sei ein positiver PCR-Test.

Wie die „Zeit“ weiter schreibt, ist es für das Klinikpersonal unerheblich, wieso ein positiv getesteter Patient im Krankenhaus ist. Er muss sowieso isoliert werden und die Pflegekräfte müssen sich bei seiner Behandlung besonders schützen.