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Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz – jetzt online möglich

Ab dem 1. September 2021 bietet das Gesundheitsamt die Belehrung nach § 43 IfSG online an. Die Belehrung ist Voraussetzung für eine Beschäftigung in einem Bereich, bei dem Kontakt zu Lebensmitteln besteht. Dies gilt beispielsweise in Restaurants, Küchen oder Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung.

Eine Teilnahme kann unter www.belehrung-infektionsschutzgesetz.hohenlohekreis.de
angemeldet werden.

Abwicklung vollständig digital möglich

Die Anmeldung und die Teilnahme am Kurs sowie die Authentifizierung, die Bescheinigung und die Bezahlung von 35,00 € sind online möglich. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein videokonferenzfähiges Endgerät, z. B. PC, Smartphone oder Tablet. Das Onlineangebot steht von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr und Samstag von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr zur Verfügung. Eine Terminwahl kann bei der Anmeldung getroffen werden.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Möglichkeiten des digitalen Wandels

In einen Online-Bürgerdialog per Videokonferenz soll am Mittwoch, den 25. November 2020, von 17 bis 19 Uhr über den digitalen Wandel in Künzelsau diskutiert werden. Eingeladen dazu sind laut einer Pressemitteilung alle interessierten Künzelsauer. Anmeldungen nimmt Andreas Scheibmaier per E-Mail sean@hs-furtwangen.de oder unter Telefon 07723/920 2982 bis zum heutigen 24. November 2020 entgegen. Die technischen Anforderungen für die Teilnahme an der Videokonferenz sind gering, das System ist einfach und intuitiv verständlich.

Forschungsprojekt Digitaldialog 21

Die Meinung und Mitbestimmung der Bürger ist gerade bei Themen des digitalen Wandels, der das Leben nachhaltig verändert und immer mehr an Bedeutung zunimmt, besonders wichtig. Aus diesem Grund hat die Stadt Künzelsau im Kontext des Forschungsprojektes „Digitaldialog 21“ eine Kooperation mit der Hochschule Furtwangen ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein reichhaltiges Stimmungsbild einzuholen sowie gemeinsam mit den Bürgern Möglichkeiten zur Gestaltung des digitalen Wandels in der eigenen Kommune zu diskutieren. Das Team der Hochschule Furtwangen wird daher in den nächsten Wochen und Monaten unterschiedliche Beteiligungs- und Diskussionsmöglichkeiten anbieten.

Breit angelegter Dialogprozess

Neben Künzelsau nehmen noch elf weitere Kommunen mit einer jeweiligen Größe von 1.250 bis 15.500 Einwohner (insgesamt über 75.000) aus dem ländlichen Raum in Baden-Württemberg am Forschungsprojekt „Digitaldialog 21“ teil. Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) aus Mitteln der Landesdigitalisierungsstrategie „digital@bw“ bis 2022 gefördert. Zusammen mit der Hochschule für Medien in Stuttgart, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und zivilgesellschaftlichen Kooperationspartnern erforscht ein interdisziplinäres Team der Hochschule Furtwangen um Professor Dr. Stefan Selke und Professor Dr. Stefanie Betz in einem breit angelegten Dialogprozess Chancen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des digitalen Wandels und setzt hierbei den Schwerpunkt auf den ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Für weitere Informationen siehe auch die Projektwebseite http://digitaldialog21.de.

Workshop-Format

Eine Befragung zum digitalen Wandel in Künzelsau und den anderen teilnehmenden Kommunen – online und per Papierfragebogen – hat bereits über den Sommer stattgefunden. Die gute Resonanz und rege Teilnahme verdeutlicht nochmal die Bedeutung des Themas für die Bürger. Beim Online-Bürgerdialog werden die Ergebnisse der Befragung kurz vorgestellt. Anschließend diskutieren die Teilnehmer in einem Workshop-Format, moderiert durch das Team der Hochschule Furtwangen, zu den Chancen, Herausforderungen und Ideen für die gemeinsame Gestaltung des digitalen Wandels in Künzelsau.

Online-Pinnwand

Zusätzlich haben die Bürger auch unabhängig von der Teilnahme am Bürgerdialog die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum auf einer gemeindespezifischen Online-Pinnwand und Diskussionsforum digital zu den Themen des digitalen Wandels auszutauschen, weiterzudiskutieren oder Ideen und Vorschläge einzubringen. Der Link https://forum.digitaldialog21.de ist bereits seit dem 18. November zur Themen- und Ideensammlung für den Bürgerdialog freigeschaltet.

Zukünftig auch Präsenzveranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Veranstaltung dieses Mal per Videokonferenz stattfinden. In Zukunft sind jedoch auch Präsenzveranstaltungen geplant. Auch wenn die aktuelle Situation herausfordernd ist, sollten trotzdem alle Künzelsauer die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen und mitzugestalten. Es wäre daher sehr schön, wenn Mitbürger, die nicht über die entsprechende digitale Infrastruktur oder Kenntnisse verfügen, entsprechend unterstützt werden könnten, zum Beispiel durch eine gemeinsame Teilnahme in der Familie, Nachbarschaft oder sozialen Netzwerken.

Weitere Kontakte

Bei weiteren Fragen und Anmerkungen steht das Team der Hochschule Furtwangen zur Verfügung. Ansprechpartner ist hier Jan Gruß, erreichbar per E-Mail gran@hs-furtwangen.de oder unter Telefon 07723/920 2983. Für weitere Informationen siehe auch digitaldialog21.de. Bei der Stadtverwaltung ist Christoph Bobrich der Ansprechpartner. Er ist per E-Mail Christoph.bobrich@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 105 erreichbar.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

In Künzelsau findet ein Online-Bürgerdialog zum Thema Digitalisierung statt.




160.000 Euro für die nächsten Schritte in die digitale Ära

Die Realschule Krautheim Auf dem Weg in eine neue digitalte Schugeht das Thema Digitalisierung schon seit vielen Jahren engagiert an und versucht immer mit der Entwicklung Schritt zu halten. So waren schon vor rund sieben Jahren fest installierte Beamer, Lautsprecher und multimediale PC-Arbeitsplätze in den Klassenzimmern Standard.

Digitalpakt Schule

Nun macht sich die Realschule Krautheim auf den Weg den nächsten großen Schritt zu gehen, um die Digitalisierung des Unterrichts weiter voran zu bringen. Als eine der ersten Schulen im Hohenlohe-Kreis hat die Realschule Krautheim das Zertifikat für den Medienentwicklungsplan (MEP) erhalten und somit die Grundlage geschaffen die Zuschüsse aus dem „Digitalpakt Schule“ abzurufen. Für die Realschule stehen somit rund 160.000 Euro für die Modernisierung der digitalen Infrastruktur der Schule bereit.

Beamer werden ersetzt durch Bildschirme

Schwerpunkt hierbei ist bereits in diesem Schuljahr das Ersetzen der Beamer in jedem Klassen- und Fachraum durch Bildschirme, die ein unkompliziertes drahtloses Arbeiten mit Tablets verschiedenster Hersteller ermöglichen. Im nächsten Schuljahr soll dann das WLAN innerhalb der Schule modernisiert und ausgebaut werden, damit es in Zukunft noch mehr mobile Endgeräte sowohl für Schüler als auch für Lehrkräfte bewältigen kann. Somit sieht sich die Realschule für den im Herbst kommenden Glasfaserausbau in Krautheim gut vorbereitet und erwartet diesen mit freudiger Ungeduld.

„Sehr gute Rahmenbedingungen auch in den kommenden Schuljahren“

Schulleiter Thomas Weniger betonte, dass somit für alle Schüler und Lehrer in den kommenden Schuljahren auch im Bereich Multimedia und Digitalisierung sehr gute Rahmenbedingungen für fortschrittliches Arbeiten und Lernen geschaffen werden, um die Schüler der Realschule Krautheim getreu dem schuleigenen Motto „fit für die Zukunft“ zu machen.

Quelle: Pressemitteilung der Realschule Krautheim

Thomas Weniger ist Schulleiter der Realschule in Krautheim. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Gaisbach: Digitalisierungspläne ausgebremst

Das Crailsheimer Unternehmen `ingenia – digitale Netze´ wollte in Gaisbach mittels Richtfunk „das Internet dorthin bringen, wo kein Glasfaser liegt und das für andere Anbieter auch nicht lukrativ erscheint“. (Wir berichteten in unserer Ausgabe Dezember 2019). Einige Interessenten waren bei der Infoveranstaltung im November anwesend, viele machten sich Hoffnung auf einen schnellen Internetanschluss.

Ablehnung durch die Stadtverwaltung

Ingenia ist für ihr Angebot darauf angewiesen, Funkanlagen auf öffentlichem Grund errichten zu dürfen. „Wir brauchen von der Stadt Künzelsau keine Bandbreite sondern Infrastruktur – also vorzugsweise den Wasserturm und ein städtisches Grundstück südlich von Gaisbach“, schreibt Sascha Nagel von ingenia auf eine GSCHWÄTZ-Anfrage. Doch die Signale der Stadtverwaltung Künzelsau fielen alles andere als positiv aus. So schrieb Sascha Nagel bereits im Februar 2020: „Leider sind die Meldungen im Moment nicht positiv. Wir haben bei der Stadtverwaltung angefragt, ob wir den Wasserturm anmieten dürfen. Dieser wäre aufgrund der Lage und Höhe ein idealer Standort. Von dort haben wir am 5.2.2020 leider eine Ablehnung erhalten. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass die weitere Nutzung des Wasserturms offen ist.“

Stadt bevorzugt Kabelversorung

Laut Elke Sturm von der Stadtverwaltung Künzelsau sagte diese deshalb Nein zur Nutzung des Wasserturms, weil momentan „noch nicht klar ist, ob und gegebenenfalls wann dort eine Sanierung durchgeführt wird“. Diese Information hätten die Mitarbeiter der KünWerke auch der Firma ingenia gegeben. Außerdem setze die Stadt Künzelsau beim Ausbau der Internetversorgung auf Kabelversorgung vor Funktechnologie, wie aus einer Stellungnahme der Stadtverwaltung an das Unternehmen ingenia hervorgeht. Weiter hieß es, die Stadt Künzelsau wolle ihr Netz 2021 europaweit neu ausschreiben, dann könne sich ingenia ja bewerben. Der E-Mail-Verkehr zwischen Stadtverwaltung und ingenia liegt GSCHWÄTZ in Auszügen vor.

Keine öffentlichen Grundstücke vermieten

Sascha Nagel dagegen erklärt: „Wir habe dann gefragt, ob es andere Standorte auf dem Betriebsgrundstück oder anderen öffentlichen Grundstücken geben könnte. Auf unser direktes Nachfragen hin kam dann leider die Aussage, dass man keinerlei öffentliche Grundstücke zur Errichtung von Funkstationen an uns vermieten möchte. Man möchte keine Konkurrenzsituation zur NeckarCom schaffen“. Er glaubt, dass ingenia den Wasserturm nicht erhalten hätte, egal welche künftige Nutzung hierfür vorgesehen wäre.

Breitband-Infrastruktur für alle Anbieter nutzbar

Die Stadtverwaltung Künzelsau dagegen schreibt, dass die Anfrage von ingenia noch in der Prüfung sei. „Grundsätzlich haben aber alle Anbieter – wie auch die Firma Ingenia – die Möglichkeit, die vorhandene Breitband-Infrastruktur in Künzelsau und den Stadtteilen barrierefrei zu nutzen“, so Elke Sturm weiter. Das wäre im Digitalnetz-Gesetz geregelt, der Open Access-Verpflichtung. So könnte auch ingenia allen Einwohner in ganz Künzelsau, also nicht nur den Gaisbachern, ein Breitbandangebot machen. Allerdings müsste sich das Unternehmen dazu mit der Neckarcom (jetzt NetCom) abstimmen.

Jährlich 400.000 Euro für Breitbandausbau

Die Firma NetCom bietet laut Stadtverwaltung seit 2012 „in den angeschlossenen Ortsteilen momentan nahezu flächendeckende Versorgung mit bis zu 50 Mbit/s beziehungsweise bis zu 100 Mbit/s“ an. In einigen Ortsteilen und Gewerbegebieten seien bereits die Glasfaserleitungen bis in die Häuser und Grundstücke gelegt worden. Rund drei Millionen Euro habe die Stadt seither für den Breitbandausbau investiert und in den kommenden Jahren wären jährlich weitere 400.000 Euro eingeplant. „Die Stadtverwaltung Künzelsau baut die Breitbandversorgung (Glasfaser) auch weiterhin sukzessive im gesamten Stadtgebiet aus“, so Elke Sturm weiter. Betreiber des Glasfasernetzes sei NetCom. Wenn Straßenbaumaßnahmen stattfinden, verlege die Stadt Leerrohre für Breitband und Glasfaser mit. Wie dem Schreiben der Stadtverwaltung an die Firma ingenia zu entnehmen ist, wurde im Rahmen einer Fragerunde an alle Ortschaftsräte zudem festgestellt, dass bisher nur ganz vereinzelt von Gaisbacher Bürgern (Teilorte eingeschlossen) der Wunsch nach einer leistungsstarken Internetversorgung an das Gremium herangetragen wurde.

Projekt liegt auf Eis

Letztendlich fürchtet Sascha Nagel, dass ingenia hier nicht weiterkommen wird und das Projekt Gaisbach nicht umsetzbar sei trotz der positiven Resonanz und dem großen Interesse der Bevölkerung. Man habe auch eine Anfrage an die Firma Würth gestellt. Doch selbst eine Gestattung von dort helfe nicht weiter, da von dort aus nur ein Teil des Gebietes erreicht werden könne. Zudem komme man zum Unternehmen Würth auch wieder nur per Funk und dazu bräuchte ingenia wiederum ein kommunales Grundstück bei der Schule. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: „Wir sind offen für Anregungen aus der Bevölkerung, wie dieses Projekt doch noch umgesetzt werden kann“, so Sascha Nagel. Aktuell aber habe ingenia das Projekt auf Eis gelegt.

Home-Office als Wiedereinstieg

Bei home office kann eine schlechte Internetverbindung ein großes Ärgernis sein.