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Corona: Landratsamt verbietet öffentliche Veranstaltungen, private Feiern & Besuche in Krankenhäusern – Neth: „Leider nicht bei allen angekommen, wie dramatisch die Situation ist“

Nach den, so das Landratsamt in einer aktuellen Presseerklärung, „schnell steigenden Zahlen an Corona-Infektionen im Hohenlohekreis“ in enger Abstimmung mit allen Städten und Gemeinden ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Schutz der Bevölkerung auf den Weg gebracht. So soll eine weitere Verbreitung des Coronavirus möglichst vermieden und die optimale medizinische Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten werden. „In den nächsten Wochen kommt es auf die Mithilfe eines jeden Einzelnen an“, unterstreicht Landrat Dr. Matthias Neth. „Die Bürgermeister im Hohenlohekreis und ich wissen, dass wir mit dem Maßnahmenpaket der Kreisbevölkerung große Einschränkungen im Alltag auferlegen. Es bleibt uns aber keine andere Wahl, als das öffentliche Leben auf das Nötigste zu beschränken“, so Neth. Ziel ist es, die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch dann zu gewährleisten, wenn immer mehr Erkrankungsfälle auftreten.

Das Maßnahmenpaket zum Schutz der Bevölkerung und der Funktionsfähigkeit der Verwaltung besteht aus verschiedenen Bausteinen:

1. Verbot von öffentlichen Veranstaltungen und privaten Feiern
2. Verbot von Besuchen in Krankenhäuser und teilweise in Pflegeeinrichtungen
3. Einschränkung des Publikumsverkehrs und Umstellung auf Schichtbetrieb im Landratsamt

Verbot von öffentlichen Veranstaltungen und privaten Feiern

Alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen sowie geplante Ansammlungen mit einer voraussichtlichen Teilnehmerzahl von mehr als 100 Personen werden untersagt. Veranstaltungen und Ansammlungen mit einer voraussichtlichen Teilnehmerzahl von 30 bis 99 Personen sind dem für den Ort der Veranstaltung oder Ansammlung zuständigen Rathaus mindestens 72 Stunden vor Beginn schriftlich anzuzeigen. Das Landratsamt appelliert an alle Landkreiseinwohner, nur Veranstaltungen durchzuführen, die unbedingt notwendig sind. Verstöße gegen die Anordnung können strafbar sein.

Verbot von Besuchen in Krankenhäusern und teilweise auch in Pflegeeinrichtungen

Die Besuche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden verboten beziehungsweise stark eingeschränkt. Bei Krankenhäusern ist der Besuch grundsätzlich verboten. Ausnahmen gelten bei der Begleitung Sterbender und bei zwingend notwendiger Anwesenheit von Erziehungsberechtigten minderjähriger Patienten. Weitere Ausnahmen können im Einzelfall vom Krankenhausbetreiber in begrenztem Umfang zugelassen werden. Bei Pflegeheimen ist grundsätzlich pro Tag und Bewohner der Besuch durch eine Person für eine Stunde zugelassen. Auch hier sind weitere Ausnahmen in Absprache mit dem Betreiber im Einzelfall möglich. Verstöße gegen die Anordnung können auch hier strafbar sein.

Die rechtliche Grundlage ist laut dem Landratsamt das Infektionsschutzgesetz.

Landratsamt schränkt Publikumsverkehr ein und stellt auf Schichtbetrieb um

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie werden im Hohenlohekreis sämtliche Mitarbeiter des Landratsamtes gebraucht. Um dies umzusetzen wurden mehrere Maßnahmen veranlasst:
Die Organisation des Gesundheitsamtes wurde auf einen Schichtbetrieb mit einem medizinischen Arbeitsbereich und einem Verwaltungsbereich umgestellt. Das Personal des Gesundheitsamtes wurde auf derzeit zirka 90 Mitarbeiter aufgestockt. Hierzu wurden Mitarbeiter aus den anderen Arbeitsbereichen in das Gesundheitsamt umgesetzt. Insgesamt arbeiten inzwischen mehr als 140 Mitarbeiter an der Bewältigung der Lage.

Das Landratsamt ruft die Bürger auf, Behördengänge nach Möglichkeit auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Kundenkontakte ab 16. März 2020 sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter 07940 18-0 oder im Wege der Online- Terminvergabe möglich.

Um die Arbeitsfähigkeit des Landratsamtes sicherzustellen, wird ein Teil der Mitarbeiter in einen Bereitschaftsdienst versetzt. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass ausreichend Mitarbeiter auch dann zur Verfügung stehen, wenn es zu Coronainfektionen im Landratsamt selbst kommen sollte. Diese Regelung gilt auch für sämtliche Außenstellen.
Mit diesen Maßnahmen soll die Landkreisverwaltung während der Krise handlungsfähig bleiben und grundlegende Verwaltungsdienste sicherstellen. Für die Bürger bedeute dies allerdings, dass ab Montag, 16. März 2020, das Landratsamt des Hohenlohekreises für unangemeldete Publikumsverkehre bis auf Weiteres geschlossen bleibt.

Neth: „Leider nicht bei allen angekommen, wie dramatisch die Situation ist“

Landrat Dr. Matthias Neth appelliert an das Gemeinschaftsgefühl aller Bürger im Hohenlohekreis. „Es ist leider noch nicht bei allen angekommen, wie dramatisch die Situation wirklich ist“, so Landrat Dr. Matthias Neth. „Ich rufe die Kreisbevölkerung dazu auf, in den nächsten Wochen zuhause zu bleiben und die Sozialkontakte auf das Allernötigste zu reduzieren. Die Solidarität mit den Älteren und Schwächeren steht jetzt im Vordergrund. Wir alle und besonders das medizinische Personal arbeiten mit Hochdruck daran, die Bevölkerung vor einer schwer zu kontrollierenden ausufernden Ansteckungswelle zu bewahren und die bereits Erkranken zu versorgen.“

„Beschränken Sie sich auf nur zwingende Sozialkontakte“

Weiter sagt Landrat Dr Neth: „Der Erfolg der Maßnahmen wird dabei aber von Ihnen allen abhängen. Wir fordern Sie auf, in Ihrem Sinne und auch im Sinne gerade der von einem schweren Verlauf häufiger betroffenen Bevölkerungsgruppen Verantwortung zu tragen, für sich und für andere. Bitte bedenken Sie bei all Ihrem Handeln, dass jeder Einzelne aufgerufen ist, für den Schutz der ganzen Bevölkerung zu handeln. Viele Menschen arbeiten daran, diese Krise zu bewältigen. Helfen Sie mit, damit bald wieder alle gemeinsam in ihren Gemeinden den Alltag leben können. Lassen Sie uns gemeinsam erfahren, dass wir uns, wenn es ernst wird, auf die Solidarität aller in unserer Gesellschaft verlassen können. Bitte beschränken Sie sich auf nur zwingende Sozialkontakte. Bitte schützen Sie sich und andere, bitte stehen Sie für andere ein. Helfen Sie uns dabei die besonders gefährdeten Menschen in unserem Landkreis zu schützen.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Nachbarländer machen Grenzen dicht, Air China fliegt Deutschland weiter an

Derzeit schottet sich fast jedes Nachbarland mit Grenzkontrollen und Grenzsperren kontinuierlich von Deutschland ab. Gestern schlossen nun auch die Dänen die Grenzen zu Deutschland. https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Coronavirus-Daenemark-hat-Grenze-geschlossen,daenemark1082.html Wer derzeit aus Deutschland als Deutscher hinausreisen will, wird es schwer haben. Wenn überhaupt kommt man noch in Risikogebiete im Süden Europas wie Italien und Frankreich. Deutsche dürfen durch Österrrich nur noch durchreisen. So eine Situation kennen viele in ihrem Leben nicht. Nicht Deutschland hat aktiv seine Grenzen geschlossen, sondern sie wurden und werden von den Nachbarländern geschlossen.

Den Deutschen fällt dabei die Rolle des passiven Zuschauers dabei zu. Ein etwas unglückliches Bild, ist doch dieser Zuschauer das mit Abstand größte Land gemessen an seiner Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft in der EU. Auch in viele Länder weltweit dürfen Deutsche nicht mehr fliegen oder sie dürfen, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie sich danach in 14-tägige Quarantäne begeben.https://www.focus.de/reisen/service/grenzen-dicht-visafreiheit-abgeschafft-wohin-kann-ich-ueberhaupt-noch-reisen_id_11728725.html

Wirtschaftliche Gründe

Völlig unverständlich für viele ist der noch immer der nicht außer Kraft gesetzte Flugverkehr mit Air China. https://www.merkur.de/lokales/erding/flughafen-muenchen-ort60188/flughafen-coronavirus-muenchen-muc-air-china-fluege-airport-infizierte-bayern-shanghai-peking-zr-13577914.html Das Bundesgesundheitsministerium unter Jens Spahn ordnet seit Ausbruch der Corona-Virus‘ in China lediglich an, dass Menschen, die aus China anreisen, einen Fragebogen in Deutschland ausfüllen müssen, inwieweit sie in Risikogebieten waren oder mit Risikopersonen Kontakt hatten. Als Grund für den weiter aufrecht erhaltenen Flugverkehr werden laut dem Münchner Merkur wirtschaftliche Gründe genannt.

 

 

 




Corona-Test: Drive-in Abstrichstelle in Belzhag geht in Betrieb – Abstrichstelle im Gesundheitsamt schließt

In den kommenden Tagen rechnet der Hohenlohekreis mit einem weiteren Anstieg der bestätigten Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis sowie der Verdachtsfälle. Daher hat das Landratsamt in Zusammenarbeit mit dem THW Pfedelbach nun die Möglichkeit einer so genannten „Drive-in-Abstrichstelle“ in Belzhag bei Kupferzell geschaffen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Die Abstrichstelle wird von Ärzten der kassenärztlichen Vereinigung gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz betrieben. Ähnliche Stellen gibt es bereits in anderen Landkreisen. Diese haben sich als sehr praktikabel erwiesen. Die neue Abstrichstelle geht laut dem Landratsamt ab Montag, den 16. März 2020, in Betrieb. Das THW Künzelsau unterstützt die Umsetzung des Projekts ab Betriebsbeginn. Die Abstrichstelle beim Gesundheitsamt in Künzelsau wird ihren Betrieb dann einstellen. Durch die neue Drive-in-Abstrichstelle können noch mehr Abstriche pro Tag genommen werden.

Per Kurier ins Labor

Die abgenommenen Proben werden per Kurier zum Labor gebracht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden die Betroffenen durch ihren Hausarzt informiert. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreis weist darauf hin, dass ausschließlich nach vorheriger Überweisung ein Abstrich vorgenommen wird. „Es ist sinnlos, Abstriche zu nehmen von Personen, die keine Symptome haben, da es sich dann um falsche negative Testergebnisse handelt, was die Betroffenen in falscher Sicherheit wiegt“, informiert die medizinische Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Antje Haack-Erdmann.

Daher bitte unbedingt beachten: Abstriche werden nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen, die sich telefonisch über den Hausarzt angemeldet und einen Termin erhalten haben.
Die Abstrichstelle befindet sich in Belzhag. Es wird gebeten der Ausschilderung zu folgen, da Straßen in Belzhag gesperrt wurden.

So funktioniert es

Personen, die entweder direkten Kontakt mit einem mit dem Corona-Virus infizierten Menschen hatten oder die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind und nun Krankheitssymptome aufweisen, melden sich beim Hausarzt. Wenn der Hausarzt einen Abstrich für erforderlich hält, faxt er einen Laborschein an die zentrale Abstrichstelle. Diese vergibt einen Termin und teilt diesen dem Hausarzt mit, welcher den Patienten über den Termin informiert. Der Patient fährt mit seinem Auto an der Abstrichstelle vor und öffnet das Fenster auf der Fahrerseite, ein Mitarbeiter im Schutzanzug nimmt den Abstrich aus der Mundhöhle. Das alles dauert nicht länger als ein paar Minuten. Die Person muss das Auto dazu nicht verlassen. Zum Termin muss unbedingt die Krankenkassenkarte und der Personalausweis oder Reisepass zur eindeutigen Feststellung der Person mitgenommen werden. Privat versicherte Personen, die keine Krankenkassenkarte haben, müssen einen Personalausweis und soweit vorhanden einen Versicherungsnachweis ihrer Krankenkasse dabeihaben.

In der zentralen Abstrichstelle werden gebündelt Abstriche genommen und im Labor ausgewertet. So kann die notwendige Schutzausrüstung effektiver genutzt werden, die vom Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt wird. Arztpraxen werden nicht durch infizierte Patienten belastet.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

Drive-in-Abstrichstelle für Corona-Verdachtsfälle geht in Belzhag in Betrieb. Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

Das THW Künzelsau hat eine zentrale Abstrichstelle in Kupferzell-Belzhag eingerichtet. Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

 




Ba-Wü will Notfallbetreuung für Kinder sicherstellen: Eisenmann fordert insbesondere Lehrer auf, bei der Betreuung zu helfen

Das Land will nach den flächendeckenden Schulschließungen die Betreuung von Kindern sicherstellen, deren Elternteile beide bei Polizei, Feuerwehr oder in Krankenhäusern arbeiten. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte am Freitag, den 13. März 2020,  in Stuttgart, laut dem SWR dass es eine Notfallbetreuung geben solle, wenn beide Elternteile zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur benötigt würden. Dazu zählten Polizei, Feuerwehr, der medizinische und pflegerische Bereich, die Lebensmittelproduktion, der Lebensmittelhandel sowie die Energie- und Wasserversorgung. „Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, in dieser Notsituation konstruktiv mitzuarbeiten“, sagte Eisenmann. Sie forderte insbesondere Lehrer auf, bei der Kinderbetreuung zu helfen, da Lehrer in der Zeit der Schulschließungen nicht offiziell im Urlaub seien. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/coronavirus-liveblog-bw-100.html?fbclid=IwAR10izsG1CK_VtovcxZmYHj3RrRf2UoPZ3mbohS9DtkAoI2vPkEO07vwZ7U

Inzwischen sind laut dem Robert-Koch-Institut in allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein und stellt Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung.

Informationen zum neuen Coronavirus für Bürger stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bereit. Viele Behörden und Krankenkassen haben außerdem Hotlines für Bürger eingerichtet.

Weitere Informationen:

https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

https://www.bzga.de/




Rathaus Öhringen ab Dienstag ohne Publikumsverkehr

das Koordinierungsteam „Corona-Vorsorge“ hat sich am Samstag, den 17. März 2020, erneut abgestimmt und Oberbürgermeister Thilo Michler hat – auch in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises – folgende Entscheidungen getroffen:

Im Zuge der weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat die Stadt Öhringen nach der Sitzung eines Koordinierungsteams am Samstagvormittag im Rathaus durch Oberbürermeister Thilo Michler folgende Entscheidungen getroffen:

HGÖ + Schillerschule bleiben auch am Montag geschlossen

Das Hohenlohe Gymnasium Öhringen und die Schillerschule Öhringen bleiben auch am Montag geschlosssen. Alle anderen Schulen schließen wie landesweit geregelt am Dienstag, den 17. März 2020, bis zu den Osterferien. Schließfächer können in Abstimmung mit den Schulen in den kommenden Tagen durch die Schüler geleert werden. Einen Notfallbetreuung ist angedacht. Beachten Sie hierzu bitte die aktuellen Regelungen der jeweiligen Schule auf deren Internetseiten. Schillerschule:  http://www.schillerschule-oehringen.de/ Hohenlohe Gymnasium Öhringen: http://www.hgoe.kuen.bw.schule.de/

Kita-Betrieb ab Dienstag eingestellt – Notfallgruppen

Auch die Kitas werden ab Dienstag, den 17. März 2020 geschlossen. Es werden Notfallgruppen eingerichtet, um jene Kinder zu betreuen, deren beide Elternteile (oder Alleinerziehende) in Berufen arbeiten, die derzeit für das öffentliche Leben dringend erforderlich sind. Dies betrifft etwa die Polizei, Rettungsdienste, Krankenhäuser, Arztpraxen, Müllabfuhr sowie Reinigungsdienste in diesen Einrichtungen. Weitere Informationen werden über die jeweiligen Einrichtungen folgen.

Rendelbad und Sauna ab Sonntag geschlossen

Der Betrieb im Rendelbad und der Sauna wird ab Sonntag, den 15. März 2020, eingestellt.

Rathaus Öhringen ab Dienstag ohne Publikumsverkehr

Der Publikumsverkehr im Rathaus wird ab Dienstag, den 17. März 2020, eingestellt, um die Bürger als auch die Mitarbeiter der Verwaltung vor Infektionen zu schützen. Die Öffentlichkeit wird gebeten, Fragen oder Angelegenheiten mit der Verwaltung vor allem telefonisch oder per E-Mail zu klären sowie schriftliche Unterlagen in den Briefkasten am Rathaus einzuwerfen. Persönliche Beratungen und Termine sind nach Absprache mit den jeweiligen Ansprechpartnern in dingenden Einzelfällen möglich. Der Betrieb innerhalb des Rathauses geht für alle Ämter der Verwaltung selbstverständlich weiter.

Städtische Einrichtungen ab Dienstag geschlossen

Alle Einrichtungen und Hallen der Stadt Öhringen werden ab Dienstag, 17. März 2020 geschlossen. Dies betrifft u.a.:
Volkshochschule Öhringen
Stadtbücherei Öhringen
Jugendmusikschule Öhringen
Hohenlohe Sporthalle
Alte Turnhalle

Ein Zutritt zu den städtischen Einrichtungen am Montag, den 15. März 2020, ist laut der Stadtverwaltung Öhringen, nicht für Personen möglich, die innerhalb der letzten 14 Tage ein Risikogebiet besucht haben. Die aktuelle Festlegung der Risikogebiete gibt es auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

 




Corona/Hohenlohe: 29 weitere Fälle: Offiziell bestätigt gesamt 54 Infizierte – Teilnehmer Kinderkleiderbasar infiziert – Berufschulzentrum schließt bereits Montag

Am Samstagabend, den 14. März 2020, meldet das Landratsamt des Hohenlohekreises, 29 weitere Fälle aus dem Hohenlohekreis. Insgesamt sind damit 54 Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis nachgewiesen (Stand 14. März 2020, 18 Uhr). Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird das Landratsamt Hohenlohekreis in Fällen von Coronavirus-Infektionen keine weiteren Informationen zu persönlichen Daten Betroffener bekanntgeben. Die Testergebnisse der Kontaktperson, welche vorsorglich im Wohnheim der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell untergebracht wurde, sind da. Die Ergebnisse auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) sind negativ, die Isolation wurde umgehend aufgehoben.

Am Samstag, den 07. März 2020, fand ein Baby- und Kleinkindkleiderbazar in der Weinbrennerhalle in Untermünkheim statt. Der Landkreis Schwäbisch Hall meldete heute zwei bestätigte Corona-Erkrankte von Teilnehmern des Kleiderbazars. Da mit großer Wahrscheinlichkeit auch Bürgerinnen und Bürger des Hohenlohekreises die Veranstaltung besucht haben, weisen wir darauf hin, dass Besucher des Kleiderbazars bei Krankheitssymptomen dringend telefonisch mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen sollten. Das Landratsamt arbeitet weiterhin auf Hochtouren, die Verbreitung des Virus so lange es geht zu verhindern bzw. zu verlangsamen. Aufgrund der steigende Fallzahlen bereitet der Hohenlohekreis derzeit ein Maßnahmenpaket vor.

Schulschließungen

 Der Hohenlohekreis wird als Schulträger angesichts der aktuellen Lage das Berufsschulzentrum Künzelsau vorsorglich am Montag, 16. März 2020, schließen.

 Bürger-Info-Telefone

Für alle Fragen zum Coronavirus ist das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises werktags von 8 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07940 18-888 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die dann zuständigen Stellen verweist.

 Des Weiteren können sich Bürger täglich zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0711 904-39555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.

 

 




Corona/Hohenlohe: Nun auch noch Lehrer sein – Was manche Pädagogen von Eltern nun verlangen

Bereits am Freitag, den 14. März 2020, kamen zahlreiche Schüler in Baden-Württemberg mit einem mit Büchern, Heften sowie diversen Aufgabenblättern und Informationsschreiben der Schulen vollgepackten Schulranzen nach Hause mit dem Inhalt, was sie denn die nächsten Wochen zu lernen hätten, falls es zu Schulschließungen komme.

Zu dieser Zeit stand teilweise noch nicht einmal fest, was um zirka 14 Uhr dann offiziell vom Regierungspräsidium Stuttgart verkündet wurde: Die Schulen und Kindergärten machen auch im Ländle zu – so wie in einigen anderen anderen Bundesländern auch. Allerdings startet das Musterländle erst am Dienstag, den 17. März 2020, mit den Maßnahmen, Denn: die Lehrer sollen noch ausreichend Gelegenheit haben, ihre Schützlinge mit Unterrichtsmaterialien und Hausaufgaben für die nächsten Wochen zu versorgen, so die Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Getreu dem Motto: „Schaffe, schaffe, weitermache“

Ganz nach dem Motto: „Schaffe, schaffe, weitermache“ – soll schließlich kein zeitlicher Lernverlust angesichts der sich immer weiter ausbreitenden Pandemie entstehen, so dass man dann – wie es manche Lehrer bereits zu den Eltern formuliert haben – nahtlos nach den Osterferien weitermachen könne. Manche Lehrer haben Eltern bereits dazu verdonnert, nicht nur Wiederholungsaufgaben mit den Kindern durchzugehen für diese Zeit, sondern auch das Lernen des neuen Stoffs. Also letztendlich das, was eigentlich die pädagogische Aufgabe des Lehrers wäre. Mit dem Vermerk, dass es direkt nach den Osterferien schließlich mit Klassenarbeiten weitergehe. Natürlich möchte ich an dieser Stelle betonen, dass es viele Lehrer gibt, die den Eltern keineswegs derartiges abverlangen. Aber eben nicht alle.

Eltern plagen derzeit ganz andere Sorgen

Nun ist es ja nicht so, dass viele Eltern – beziehungsweise oft sind es ja immer noch die Mamis – aktuell ganz andere Sorgen plagen, denn die Hausfrau ist ja mittlerweile ein Auslaufmodell. Sprich: Die Mamis sind ja bereits mit einem anderen Job berufstätig und müssen derzeit erst einmal schauen, wie versorge ich nun die nächsten Wochen meine Kinder? Zu den Großeltern soll man sie nicht geben. Geschweige denn, wer und wie und wann bringe ich dann auch noch meinem oder im schlimmsten Fall noch meinen Kindern den neuen Lernstoff bei? Es gibt ja noch die Freistellung durch den Arbeitgeber, aber das endet nicht selten in unbezahltem Urlaub und dass kann sich eben nicht jeder einfach mal so über einen längeren Zeitraum leisten.

Dann bleibt ja noch das Kurzarbeitsarbeitergeld, das nun Firmen leichter bekommen sollen, wenn Mitarbeiter wegen dem Coronavirus ausfallen. Nur: Zählt das auch für Mitarbeiter, die nicht erkrankt sind, sondern lediglich wegen Maßnahmen wie Schulschließungen nicht zur Arbeit kommen können? Des Weiteren darf man nicht unterschätzen, wie es einer Firma an den Kragen geht, wenn sie über längere Zeit Mitarbeiter zu Hause lässt, selbst wenn der Staat dies finanziell unterstützt. Denn: Die Arbeit muss ja letzten Endes doch von irgendwem gemacht werden.

Und jetzt kommen Sie mir bloß nicht mit home office

Und jetzt kommen Sie mir bloß nicht mit home office. Wer ernsthaft glaubt, dass jeder Arbeitnehmer ohne Probleme Kinder hüten und acht Stunden zu Hause jeden Tag für seine Firma arbeiten kann, der glaubt auch noch an die lila Kuh. Nicht zu vergessen die Vermittlung des neuen Lernstoffes, die nun auch noch obendrauf kommt. Das macht der Arbeitnehmer dann locker neben seiner Home-Office-Tätigkeit. Ist klar.

Ach ja – was machen eigentlich die Lehrer und Erzieher in dieser Zeit überhaupt? Ihr Klassenzimmer putzen und den Kindergarten neu gestalten, lauteten diverse Aussagen hierzu. Und wer zahlt nochmal die Löhne und Gehälter? Richtig, das sind ja die Eltern, die mit home-office, Kinderbetreuung und lehrpädagogischem Auftrag beschäftigt sind.

Alles richtig gemacht im Land der Dichter und Denker, oder?

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




Busfahrer schützen sich mit Absperrbändern

Auch im Nahverkehr Hohenlohe (NVH) werden Maßnahmen eingeleitet, um sich zu schützen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Laut Schülerberichten haben vergangene Woche manche Busfahrer nur noch die Türen im Heck und nicht mehr vorne beim Busfahrer selbst geöffnet, um die Schüler ein- und aussteigen zu lassen. Auch Absperrbänder wurden gesichtet, die den Busfahrer abgrenzen sollen von dem Rest seiner Passagiere. Auf Nachfrage beim NVH weist dieser darauf hin, dass „in Anlehnung an die benachbarten Verkehrsverbünde seit 13. März 2020 Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Infektionen getroffen“ worden sind. Unter anderem seien seit Freitag, den 13. März 2020  die Vordereinstiege sowie der Fahrscheinverkauf in den Bussen eingestelltworden. „Das bedeutet, dass die Fahrgäste nur noch über die hintere(n) Türe(n) ein- und aussteigen dürfen.“ Weiter heißt es: „Da wir in den NVH-Bussen derzeit kein e-Ticket-Terminal an den Ausstiegstüren haben, wird auch auf das ein- und auschecken per e-Ticket verzichtet.“ Der NVH äussert sich auch zu den Absperrbändern: „Zum Schutz des Fahrpersonals können die Busunternehmen in Eigenregie zusätzlich die erste Reihe im Fahrgastraum sperren.“

 

Die Informationen des HNV, die regelmäßig aktualisiert werden, finden Sie hier:

 

 

 




Gesundheitsminister Lucha möchte leere Krankenhausgebäude zur Behandlung des Virus‘ zu nutzen

Die Kapazität in Krankenhäusern soll angesichts der Verbreitung des Coronavirus‘ aufgestockt werden. So soll in den Krankenhäusern in Baden-Württemberg mehr Raum zur Behandlung von Coronavirus-Patienten geschaffen werden. Das meldet der SWR. Bislang gebe es 3.000 Intensivbetten im Land, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) am Freitag, den 14. März 2020, nach einer Sondersitzung des Kabinetts. Man habe beschlossen, dass man diese Kapazitäten aufbauen wolle – etwa zur Beatmung von Patienten. Man denke auch daran, in bereits geleerten Krankenhäusern Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, um sie zur Behandlung des Virus zu nutzen.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/coronavirus-liveblog-bw-100.html?fbclid=IwAR10izsG1CK_VtovcxZmYHj3RrRf2UoPZ3mbohS9DtkAoI2vPkEO07vwZ7U

Die Bürgerinitiative „Wir sind HK!“, die sich für den Erhalt des mittlerweile geschlossenen Künzelsauer Krankenhauses eingesetzt hat, befürwortet diese Pläne. Völlig unverständlich sind für sie die derzeitigen Pläne des Landratsamtes des Hohenlohekreises hinsichtlich einer zentralen Abstrichstelle in Belzhag, die erst neu entstehen muss, während man in „Künzelsau bereits ein Gebäude habe, das man früher einmal Krankenhaus genannt hat“, so eine Sprecherin der BI gegenüber GSCHWÄTZ.

Bislang hat die BBT-Gruppe als Mehrheitseigner diese Nutzung ohne nähere Begründung abgelehnt. https://www.gschwaetz.de/2020/03/10/coronavirus-quarantaenestation-in-kupferzell-krankenhaus-kuenzelsau-kommt-nicht-als-quarantaenestation-in-betracht/

 




Notfallbetreuung für Kinder, wenn beide Eltern in „kritischer Infrastruktur“ tätig sind

Die Stadtverwaltung Künzelsau reagiert auf die Entscheidung zu der Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen der Landesregierung Baden-Württemberg angesichts des Coronavirus‘ mit einer Notfallbetreuung für Kindergartenkinder und Schüler bis einschließlich Klasse 6. Grundvoraussetzung ist dabei, dass beide Erziehungsberechtigte der Kindergartenkinder und Schüler, im Fall von Alleinerziehenden der oder die Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Hierzu zählen folgende Bereiche:

• Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten),
• die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Verwaltung)
• die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz),
• die Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung)
• sowie die Lebensmittelbranche.

Notfallbetreuung Kindergärten

Die Stadtverwaltung Künzelsau stellt eine Betreuung in verschiedenen Kindergärten von 7.30 Uhr bis 14 Uhr zur Verfügung. Nach begründetem Bedarf ist eine Verlängerung der Betreuung bis 17 Uhr möglich. Bürger sollen sich bei Bedarf bis spätestens Montag, 16. März 2020 um 10 Uhr über die Kita-Info-App oder den privaten Träger melden.

Notfallbetreuung Schulen

Für die Schüler der Künzelsauer Schulen wird ebenfalls eine Notfallbetreuung bis Klasse 6 eingerichtet. Auch hier ist eine Betreuung von 7.30 Uhr bis 14 Uhr (in Ausnahmefällen auch bis 17 Uhr) möglich. Bitte melden Sie sich bei Bedarf über das Sekretariat Ihrer Schule am besten per E-Mail bis spätestens Montag, 16. März 2020 um 10 Uhr.

Folgende Schulen bleiben auch am Montag, 16. März 2020 geschlossen:

• Ganerben-Gymnasium
• Freie Schule Anne-Sophie
• Reinhold-Würth-Grundschule
• Schlossgymnasium

Folgende Einrichtungen sind ebenfalls ab sofort bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen:

• das Hallenbad TollKün
• das Jugendzentrum und das Jugendblockhaus Künzelsau
• die Jugendmusikschule Künzelsau für den Gruppenunterricht (der Einzelunterricht findet regulär statt)
• die Volkshochschule Künzelsau

Was machen die Erzieher in den geschlossenen Kitas während dieser Zeit?

Während des Schließungszeitraums für Kindergärten und Krippen wird es keine Freistellungen geben. Es sind 3 Kindergärten als Notfalleinrichtungen deklariert: Kinderhaus im Zollstockweg, der Kindergarten in der Seestraße und der Kindergarten in Kocherstetten. Diese gelten nur für Eltern aus bestimmten Berufsgruppen. In diesen Kindergärten arbeitet das Personal wie gewohnt weiter. Die anderen elf anderen Einrichtungen sind geschlossen. Die Teams sollen laut der Stadtverwaltung die Zeit nutzen, um Inventur zu betreiben – also alles liegengebliebene kann in dieser Zeit aufgearbeitet werden, Azubis mit mehr Schulinput versorgt werden, zusätzlich darf auch der Kindergarten gereinigt oder aufgehübscht werden. Sollte Stammpersonal in den Notfalleinrichtungen ausfallen, werden alle restlichen päd. Fachkräfte als Ersatzkräfte eingeplant und tagesaktuell bei Bedarf abgezogen. Als mögliche Chance dieser Wartezeit besteht, so die Stadtverwaltung, ein Konzept zur Teilnahme beim Deutschen Kita-Preis 2021 zu verfassen.