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Corona: Offenere Kommunikation tut Not

Der Hohenlohekreis hat Stand heute, 22. März 2021, eine 7-Tage-Inzidenz von knapp unter 200, Tendenz weiter steigend. In der Gemeinde Krautheim sind aktuell 24 von ungefähr 5.000 Bürger:innen erkrankt: Wären die alle innerhalb der letzten Woche erfaßt worden, wäre das eine 7-Tages-Inzidenz, die nahe der 500er-Marke liegt. In der Ministerpräsidentenkonferenz soll heute beraten werden, welche Maßnahmen bei Inzidenzen ab 100 getroffen werden sollen – diese Marke scheint für den Hohenlohekreis derzeit außer Reichweite.

Informationspolitik des Landrats in der Kritik

Die Informationspolitik des Landrats steht in der Kritik: Kreisrat Michael Schenk (FDP) stellte in der Sitzung vom 15. März 2021 die Frage, warum die Namen von betroffenen Unternehmen nicht genannt würden. Es klingt einleuchtend: Wenn sich Kontaktpersonen zum Unternehmen proaktiv freiwillig testen lassen könnten, könnte die Nachvollziehbarkeit verbessert werden, indem mehr potentielle Infektionsketten ermittelt werden können. Immerhin bestätigte Landrat Neth: „Die Anregung wird mitgenommen“, er beruft sich auf unterschiedliche Auffassungen von Bund und Land beim Datenschutz. Das Bundesinnenmisterium jedenfalls teilte Schenk auf Anfrage mit: „Die Nennung des Namens einer von Corona betroffenen Institution liegt hingegen im Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit. Die Behörde vor Ort entscheidet nach Abwägung zwischen dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit und der Grundrechte – wie das Persönlichkeitsrecht, einschließlich datenschutzrechtlicher Vorgaben – ob die Nennung des Namens einer Einrichtung notwendig ist – etwa um weitere Kontakte zu ermitteln.“

Offenheit bei Unternehmenskommunikation wäre hilfreich

Aber auch die betroffenen Unternehmen müssen sich fragen lassen, wem es nützt, wenn solche Informationen unter den Teppich gekehrt werden. Vermeintliche Sicherheit durch Unwissenheit kann langfristig nicht Ziel einer modernen Unternehmenskommunikation sein.

Eine Corona-Infektion ist keine Schande

Es ist keine Schande, von Corona betroffen zu sein – es kann buchstäblich jeden treffen, trotz bester Hygienekonzepte. Schlimmer ist es, wenn in den Gerüchteküchen der Whats-App- und Telegramm Gruppen Gerüchte auftauchen, die sich verselbständigen. Diese Gerüchte helfen niemandem – außer denen, die bedrohliche Meldungen benötigen, um zu manipulieren.

Kommunikation macht Infektionsketten sichtbar

Es wäre allerdings eine Hilfe, wenn Unternehmen offen kommunizieren würden: Jeder, der Kontakt zum Unternehmen hatte, und sei es ein Lieferfahrer, der nur kurz auf dem Hof steht, hätte die Chance, sich testen zu lassen. Die Infrastruktur dafür ist ja inzwischen vorhanden. Im negativen Fall hätte die Person eine persönliche Sicherheit, im positiven Fall hätte das Gesundheitsamt einen Ansatzpunkt für die Weiterverfolgung einer potentiellen Infektionskette. Gerade der Lieferfahrer liefert ja nicht nur bei einem Unternehmen an.

Gerade bei einem „diffusen Geschehen“, wenn eine große Anzahl von Infektionen nicht nachvollzogen werden kann, ist jeder Ansatzpunkt  wichtig und sinnvoll, um das Geschehen eindämmen zu können.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer




Mit dicker Jacke im Unterricht – Kalte Klassenzimmer an den Schulen

Experten und damit einhergehend auch diverse Landesregierungen empfehlen in Coronazeiten häufiges Lüften an Schulen – manche empfehlen, alle 20 Minuten stoßzulüften, um der Corona-Ausbreitung an den Schulen entgegenzuwirken https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-schulen-lueften-100.html. Die neuen Lüftungskonzepte setzen diverse Schulen auch im Hohenlohekreis nun um. Das Problem: Es wird kalt in den Klassenzimmern. Die Folge: Diverse Schüler fangen sich dadurch schnell eine Erkältung ein. Die Krux: Das geschwächte Immunsystem ist dadurch wiederum anfälliger für andere Erkrankungen – wie etwa Corona.

Der Winter kommt erst noch

Auch früher wurde in den (meisten) Klassenzimmern gelüftet, aber eben nicht ganz so oft. In der Regel in den Pausen, wenn die Schüler sich sowieso nicht im Klassenzimmer befunden haben. Während der nun häufigen Lüftungen hängen die Herbst- und Winterjacken nicht selten weiterhin in den Garderoben in den Gängen, während die Schüler im eigentlich warmen Klassenzimmer auf einmal ständig mit Kältewellen konfrontiert sind. Diverse Lehrer erlauben ihren Schützlingen daher, im Klassenzimmer quasi eine Zweitjacke zu haben oder eine warme Weste, die sie überziehen dürfen, wenn die Fenster aufgemacht werden. Bei richtig kalten Wintertemperaturen würden sich dann noch Schal und Mütze anbieten, die man griffbereit an seinem Sitzplatz verstaut hat.

Mit Mütze und Schal in den Klassenzimmern

Einige Eltern klagen bereits über erste verschnupfte Kinder, die eigentlich sonst eher selten eine Erkältung mit nach Hause bringen. Und dann beginnt das Coronakarusell erst richtig, sich zu drehen. Denn: Diverse Erkältungssymptome wie trockener Husten können schließlich auch Anzeichen von Corona sein. Die baden-württembergische Landesregierung beziehungsweise das Kultusministerum sagt: Trockener Husten kann ein Coronasymptom sein. Neben trockenem Husten zählt auch Fieber ab 38 Grad und der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns zu typischen Coronasymptomen, die es zunächst abzuklären gilt, bevor das Kind wieder in die Schule geschickt werden soll.

Was man tun soll, wenn das Kind „nur“ schnupft und Halsschmerzen hat (dies kann auf eine Erkältung hindeuten, kann aber auch Corona mit sich bringen), steht nicht in den Verhaltensregularien der Landesregierung.

Nur so viel: Eine Mutter aus dem Kochertal hatte vor kurzem Schnupfen, ihr Kind ebenfalls. Der Kindergarten legte ihr nahe, das Kind erst einmal zu Hause zu lassen. Die Firma schicke sie postwendend ins home office.

Starkes Stoßlüften ab Ende der Herbstferien kaum mehr umsetzbar

Währenddessen ist das Problem mit dem Lüften auch schon diversen Verbänden aufgefallen. Karen Claassen, Vorsitzende des Verbands Reale Bildung im Saarland, sagt etwa: „Spätestens nach Ende der Herbstferien wird wohl aufgrund der Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen das starke Lüften nicht mehr praktikabel sein: Zum einen sind dann die Raumtemperaturen nicht mehr für ein konzentriertes Arbeiten geeignet, zum anderen ist durch die ständig eindringende Kälte auch mit einer Zunahme von normalen Infektionskrankheiten wie Erkältungen zu rechnen. Hinzu kommt eine außerordentlich große Energieverschwendung durch die häufige Kaltluftzufuhr, die nicht in die Zeit passt.“ (https://www.news4teachers.de/2020/09/ministerium-faellt-auf-dass-es-bei-offenen-fenstern-im-unterricht-zu-kalt-wird-und-will-jetzt-ueber-lueftungskonzepte-sprechen/)

Wissenschaftler empfehlen Luftreiniger – Schulminister sagen, das sei zu teuer oder geben die Entscheidung diesbzeüglich an die Schulen weiter

Das geht aus eine Artikel von news4teachsers.de hervor. Weiter heißt es darin: „Dem Bildungsministerium in Rheinland-Pfalz ist mittlerweile auch aufgefallen, dass es mit dem Lüften im Winterhalbjahr ein Problem geben könnte. Es kündigte nun an, den Corona-Hygieneplan für Schulen zu überarbeiten. Staatssekretär Hans Beckmann (SPD) sagt dem SWR, man wolle Lösungen entwickeln, wie man die Klassenzimmer auch im Winter ausreichend lüften könne. Er wolle dafür Schüler-, Elternvertreter, Schulträger und Virologen an einen Tisch bringen. Lösungen könne man nur gemeinsam finden – wie die genau aussehen könnten, konnte Staatssekretär Beckmann aber nicht sagen. Allerdings werde man sich um Fördermittel beim Bund bemühen, beispielsweise für Luftfilteranlagen.

Über deren Anschaffung wird derzeit hitzig diskutiert. Lehrerverbände in mehreren Bundesländern haben mittlerweile die Forderung erhoben, Schulen flächendeckend mit solchen Luftfiltern auszustatten.

Ein Team vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr München hatte einen Raumluftreiniger untersucht, mit dessen Filterkombination selbst sehr kleine Aerosol-Partikel zu 99,995 Prozent aus der Raumluft abgeschieden werden. In einem 80 Quadratmeter großen Raum könne die Aerosolkonzentration in sechs Minuten halbiert werden. Weil die Aerosole rausgefiltert werden, würden die Geräte auch nicht zur Virenschleuder, hielten die Forscher fest. Sie empfehlen Raumluftreiniger ausdrücklich für Schulen.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat bereits abgewunken. Sie halte Luftfilter in Klassenräumen gegen das Coronavirus zwar für eine gute Lösung – aber: für zu teuer. Die Geräte würden bei rund 3000 Euro Kosten pro Klasse, also umgerechnet gut 100 Euro pro Schüler, „Unsummen verschlingen“. Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann (CDU) verwies an die Kommunen: Schulträger müssten selbst entscheiden, ob Lüftungsanlagen eingesetzt würden.

Michael Gomolzig, Stellvertretender Landesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, beschreibt die Situation wie folgt: „Die Kommunen und Städte sagen zurecht: ‚Warum sollen wir das bezahlen?‘ Und das Kultusministerium sagt: ‚Warum sollen wir das bezahlen? Wir sind für die Lehrpläne verantwortlich.'“ Seiner Meinung nach liege die Verantwortung eindeutig beim Landtag. Dort säßen Politiker, die gewählt werden wollten – dementsprechend „sollen sie sich auch einsetzen“, so Gomolzig.

Der Lüftungseffekt verpufft

Lüften klingt zunächst einfach. Aber selbst wenn gelüftet werden kann, erzeugt dies nicht immer den gewünschten Effekt. Christian Kähler, Professor an der Universität der Bundeswehr in München und Experte für Aerodynamik, erklärt: „Hat man einen Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen, kann man gut lüften. Doch dieser Temperaturunterschied verschwindet nach einer Weile und dann versagt der physikalische Mechanismus.“ Das geht aus einem Beitrag des SWR hervor. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/corona-belueftung-an-schulen-100.html




Der Shut-down muss kommen

Quarantäne – Kinderbetreuung – Schule zu Hause – Eltern am Anschlag zwischen Job und Kindern. Deutschlands Firmen brechen wegen den Auswirkungen und der politischen Verordnungen der Coronapandemie reihenweise die Arbeitnehmer weg. Wie soll da ein Betrieb noch richtig laufen können? Oder aber die Arbeitnehmer erledigen home office und Kinderbetreuung in einem Aufwasch und gehen parallel noch für die ältere Generation innerhalb der Familie einkaufen. Man mag erst gar nicht daran denken, wenn dann noch eine Infektion mit dem Coronavirus hinzukommt. In dieser Zeit haben viele nicht nur das Gefühl der Überforderung.

Der Industrie ergeht es ähnlich. Firmen haben weiterhin ihre Ausgaben, während die Aufträge wegbrechen und/oder es an Arbeitnehmern zum Abarbeiten derselben fehlt. Ein Teufelskreis. Ein so genannter Shut-down, den diverse Experten für Deutschland empfohlen haben, würde helfen, den Druck aus der Gesellschaft zu nehmen und zugleich die potentielle Zahl der Ansteckungen radikal zu reduzieren. Doch was bedeutet ein Shut-down?

Bei einem Shut-down herrscht quasi für eine gewisse Zeit – hinsichtlich der Coronakrise empfehlen Experten zwei bis drei Wochen – eine Art Stillstand im Land. Sprich: Firmen arbeiten in dieser Zeit nicht mehr, nur die Betriebe und Einrichtungen laufen auf Minimalniveau weiter, die für die Versorgung – selbstverständlich auch und insbesondere der Gesundheitsversorgung – von Nöten sind, wie etwa die Lebensmittelbranche.

Alles andere „gefriert“ ein. Idealerweise auch alle monatlichen Abbuchungen von laufenden Kosten. Das betrifft unter anderem Mieten, Forderungen von Banken und ähnliches. Das würde vielen am Ende des Monats März schon helfen. Wenn man diesen Shut-down nun ausrufen würde, wäre im Monat April eventuell schon wieder Licht am Ende des Tunnels.

Je später man aber nun reagiert, umso größer der Schaden und umso länger wird Deutschland brauchen, sich davon zu erholen.

Symbolfoto Geld. unsplash/Ibrahim Rifath

 




Restaurants & Frisöre schließen – Mindestabstand 1,5m – Zuhause bleiben – Neue Bestimmungen Hohenlohe

Am heutigen Samstag, den 21.03.2020, trat die Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in Kraft. Das Land hat Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hohenlohekreises hervor. Diese Maßnahmen beinhalten für den Hohenlohekreis gemäß der Pressemitteilung:

1. Alle Restaurants und Gaststätten im Land müssen schließen. Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung bleibt aber weiterhin möglich.

2. Alle Zusammenkünfte und Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen sind verboten. Gruppenbildungen von mehr als drei Personen darf es nicht mehr geben.

3. Einreisen und Durchreisen von Personen aus internationalen Corona-Risikogebieten nach Baden-Württemberg sind untersagt. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz, zum Wohnort, zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefälle, etwa bei einem Todesfall in der Familie.

4. Frisöre müssen schließen.

Landrat Dr. Matthias Neth und die Bürgermeister der Hot-Spots, Torsten Kunkel, Gemeinde Pfedelbach und Christoph Spieles, Gemeinde Kupferzell, rufen die Bevölkerung dazu auf, sich ausdrücklich an diese Vorschriften zu halten.

So ergeht in Pfedelbach vom dortigen THW am Samstag folgende Durchsage, die nochmals auf die Verordnung der Landesregierung hinweist:
„Ab heute ist das Betreten öffentlicher Orte mit mehr als drei Personen verboten!
Familien dürfen weiterhin gemeinsam unterwegs sein.

Für alle gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern, der einzuhalten ist.

Weiterhin erlaubt ist das Einkaufen Ihrer Lebensmittel, Arztbesuche, die Betreuung hilfebedürftiger Menschen und die Berufsausübung.

Bitte verlassen Sie nur in ganz dringenden Fällen Ihre Wohnung und vermeiden Sie weitestgehend soziale Kontakte.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.pfedelbach.de und www.hohenlohekreis.de“
Das Landratsamt Hohenlohekreis ermittelt weiterhin Kontakte von positiv Getesteten, um Infektionsketten nachvollziehen zu können. Gerade bei Großveranstaltungen ist die Ermittlung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten sehr aufwendig. So hat bei der Veranstaltung „Rebenglühen“ am Sonntag, 8. März 2020, ein auf Corona positiv Getesteter an einem Stand gearbeitet. „Wir bitten die Besucher des Rebenglühens vom 8. März 2020 bei Corona Symptomen telefonisch Kontakt zum Hausarzt aufzunehmen“, so Bretzfelds Bürgermeister Martin Piott und Landrat Dr. Matthias Neth.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Pfedelbacher dürfen Wohnungen nicht mehr verlassen

Am Samstag, den 21. März 2020, 18.50 Uhr macht die Feuerwehr in Pfedelbach-Oberhöfen eine Lautsprecherdurchsage an alle Einwohner. Unter anderem dürfen die Einwohner ihr Haus beziehungsweise ihre Wohnung nur noch in dringenden Fällen verlassen, etwa zum Einkaufen oder Arbeiten gehen, Versammlungen von mehr als drei Menschen, die nicht zur Familie gehören, sind untersagt. Die Feuerwehr wiederholte diese Durchsagen auch in den anderen Ortsteilen und in Pfedelbach selbst.

Die Feuerwehr Pfedelbach macht eine Lautsprecherdurchsage. Foto: GSCHWÄTZ




Polizei will stärker gegen Corona-Verstöße vorgehen

Am Freitagnachmittag, den 20. März 2020, haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl weitere Maßnahmen des Landes gegen die rasche Ausbreitung des Coronavirus verkündet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Das Polizeipräsidium Heilbronn habe sich in den vergangenen Tagen gut vorbereitet und werde die Umsetzung der ab 21. März 2020 geltenden Maßnahmen mit aller Kraft unterstützen.

„Aktuell ist der Staat gezwungen, zum Teil massiv in die Gestaltung des täglichen Lebens seiner Bürger einzugreifen. Aber es sind notwendige Maßnahmen und das einzige Mittel um die Infektionsgeschwindigkeit zu verlangsamen. Durch zusätzliche Polizeistreifen wird die Polizeipräsenz im gesamten Zuständigkeitsbereich erhöht. Darüber hinaus wird der Kontrolldruck hochgefahren und die Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg mit großem Personaleinsatz durchgesetzt“, so das Präsidium.

„Festgestellte Verstöße und Straftaten werden wir konsequent ahnden,“ erklärt Polizeipräsident Hans Becker. „Unerlaubte Menschenzusammenkünfte werden wir unterbinden. Dies gilt auch für sogenannte Corona-Partys, zu denen sich in den letzten Tagen vor allem Jugendliche und Heranwachsende zum Beispiel auf Grill- und Spielplätzen getroffen haben.“ „Ich appelliere an die Vernunft der Bürger. Verstöße sind keine Bagatelldelikte.“ Jeder müsse seinen Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten. Wer gegen die Vorschriften verstoße, gefährde letztendlich Menschenleben, so Polizeipräsident Becker weiter. Vielfach sei aber auch schon feststellbar, dass in der Bevölkerung Verständnis für die Maßnahmen herrsche, was dazu führe, dass die Einsatzbelastung der Polizei in manchen Bereichen zurückgegangen sei. Die dadurch frei gewordenen Personalressourcen würden genutzt, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu bewahren.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Ba-Wü: „Menschenansammlungen“ von mehr als drei Personen nicht mehr erlaubt – Noch schärfere Regelungen nicht ausgeschlossen

Am Freitag, den 20. März 2020, hat die Landesregierung härtere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Ministerpräsident Winfried Kretschmann gab bekannt, dass das öffentliche Leben in Baden-Württemberg weiter eingeschränkt wird. Menschenansammlungen von mehr als drei Personen sind an öffentlichen Orten vorerst nicht mehr erlaubt. So sollen laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises die Infektionsketten durchbrochen und die Ausbreitung verlangsamt werden. Innenminister Thomas Strobl deutete bereits an, dass auch schärfere Regelungen in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen seien.

Landrat Dr. Matthias Neth, der Kupferzeller Bürgermeister Christoph Spieles und der Pfedelbacher Bürgermeister Torsten Kunkel begrüßen diese Maßnahmen: „Nur derart drastische Maßnahmen können eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Das gilt insbesondere auch in den Hotspot-Gemeinden Kupferzell und Pfedelbach. Aber es funktioniert nur dann, wenn wir uns alle an die Regeln halten.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Ärztin erklärt, warum es im Hohenlohekreis besonders viele Coronafälle gibt

Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes, erklärt, warum es im Hohenlohekreis besonders viele nachgewiesene Corona-Fälle gibt:

„Dass die Fallzahlen hier besonders hoch sind, hat zwei Gründe: Zum einen haben wir im Hohenlohekreis bestimmte Schwerpunkte, von denen die Infektionen ausgegangen sind. Besonders in Kupferzell und in Pfedelbach haben wir sehr Bürger, die nachgewiesen an COVID-19 erkrankt sind. Zum anderen sind wir durch unsere zentrale Abstrichstelle in Belzhag in der Lage, eine große Anzahl an Tests durchzuführen. Und dadurch, dass wir nur Personen mit Symptomen testen, haben wir eine hohe Anzahl an positiven Befunden.“

Können Sie im Gesundheitsamt alle Fälle nachvollziehen?
„Ja, wir konnten bisher bei allen bestätigten Fällen die Infektionsketten nachvollziehen. Die Ausbreitung verläuft also nicht unkontrolliert.“

Was raten Sie als Ärztin?

„In der momentanen Situation sind vor allem drei Dinge wichtig:
1) Zuhause bleiben! Wenn es sich nicht vermeiden lässt, das Haus zu verlassen, unbedingt Abstand halten.
2) Häufig und gründlich die Hände waschen.
3) Das Gesicht nicht mit den Fingern berühren.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Corona: 11 weitere bestätigte Fälle im Hohenlohekreis – Gesamt 178 Fälle – Heute 173 Anmeldungen für Belzhag

Am Donnerstag, den 19. März 2020, sind 11 weitere Fälle im Hohenlohekreis bestätigt worden. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes hervor. Insgesamt sind damit 178 Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis nachgewiesen (Stand 19.03.2020, 18 Uhr). Für den heutigen Donnerstag gab es 173 Anmeldungen für die Abstrichstelle Belzhag.

Zentrale Abstrichstelle im Hohenlohekreis

Seit Montag, 16. März 2020, gibt es eine Drive-in-Abstrichstelle in Belzhag. Abstriche werden nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen, die sich telefonisch über den Hausarzt angemeldet und einen Termin erhalten haben. Am heutigen Donnerstag gab es hierfür zirka 173 Anmeldungen.

Bürger-Info-Telefone

Für alle Fragen zum Coronavirus ist das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises werktags von 8 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07940 18-888 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Heute hat das Bürger-Info-Telefon 327 Anrufe entgegengenommen.




Corona: GSCHWÄTZ schließt vorübergehend die Redaktion und bittet die Bürger: „Schützen Sie sich und bleiben Sie zu Hause“

Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus‘ haben wir beschlossen, unsere Redaktion für unsere Kunden vorübergehend zu schließen. Wir arbeiten jedoch weiter vor Ort und infomieren Sie täglich über Neuigkeiten aus dem Hohenlohekreis, der Region und natürlich auch über die Entwicklungen hinsichtlich der Pandemie, insbesondere dahingehend, wie es vor Ort ausschaut und weitergeht.

Bei Fragen und Anregungen können Sie uns von Montag bis Freitag vormittags von 09 bis 12 Uhr erreichen unter der Telefonnummer: 07940/93 555 7 oder gerne jederzeit auch via E-Mail: 07940/93 555 7.

Passen Sie auf sich auf

Wir möchten Sie an dieser Stelle bitten, die Hinweise zum Schutz Ihrer eigenen Gesundheit zu beachten und eine freiwillige häusliche Quarantäne anzustreben, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann: „Das ist derzeit für alle Menschen keine einfache Situation. Manche müssen noch zur Arbeit gehen, obwohl sie es aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr wollen. Andere dürfen nicht mehr, obwohl sie noch wollen. Es kommen Existenzängste hinzu. Manche fragen sich, wie sie über so viele Wochen ihre Kinder zu Hause adäquat betreuen sollen, die eigentlich viel lieber mit ihren Freunden spielen oder die Großeltern besuchen wollen. Aber bedenken Sie auch: Nur 14 Tage in freiwilliger häuslicher Quarantäne, ohne weitere soziale Kontakte und Sie können davon ausgehen, wenn Sie in dieser Zeit symptomfrei bleiben, dass Sie und Ihre Familie gesund sind. Wäre das nicht auch ein beruhigendes Gefühl? Und was sind schon 14 Tage? Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.“

Wenn jeder einen Schritt zurück macht, erreichen wir viel.