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Shisha-Betreiber (28) verdient mehr als eine Million durch Coronatests, die er wohl nie durchgeführt hat

Mehr als eine Million Euro Schaden soll ein 28-Jähriger aus dem Hohenlohekreis verursacht haben. Er soll  in einer Shishabar Coronatests durchgeführt und diese falsch abgerechnet haben.

Der Betreiber einer Örhinger Shishabar eröffnete im Frühsommer ein Coronatestzentrum in seinem Lokal. Obwohl er dort lediglich 5.000 Tests durchgeführt hatte, rechnete er bei der zuständigen Stelle fast 90.000 Testungen ab, wie die Staatsanwaltschaft  Heilbronn und das Polizeipräsidium Heilbronn am Donnerstag, den 30. Dezember 2021, gemeinsam mitteilten.

Bis Oktober 2021 erhielt der Mann für seine angeblich erbrachten Leistungen mehr als eine Million Euro.

Eine Geldwäscheverdachtsmeldung brachte die Strafverfolgungsbehörden auf die Spur des Mannes.

Nach umfangreichen Ermittlungen des baden-württembergischen Landeskriminalamtes und des Kriminalkommissariats Künzelsau ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass die Testungen nicht wie abgerechnet stattgefunden haben können.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung kurz vor Weihnachten wurde der Mann per Haftbefehl festgenommen. Im Rahmen dieser Maßnahmen konnten umfangreiche Vermögenswerte im hohen sechsstelligen Bereich sichergestellt werde, teilten Ermittler mit.

Der Haftbefehl gegen den geständigen und kooperativen Bechuldigten wurde nach der Vorführung beim Haftrichter gegen Auflagen ausser Vollzug gesetzt.

Quelle: dpa