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Hohenlohe: Tote werden auf Corona getestet – Tests bei Toten? Robert-Koch-Institut mit eindeutigem Statement

In einem Altenheim im Hohenlohekreis stirbt im April 2020 eine Bewohnerin (89). Sie hat eine Woche lang Fieber gehabt, sollte auf Corona getestet werden, da es bereits Coronafälle in diesem Heim gibt. Sie wird nicht getestet, sondern stirbt. Ein Tag nach ihrem Tod wird sie getestet, abends. Am nächsten Morgen ist das Ergebnis bereits da: negativ. Die Angehörigen sind erleichtert. Zumindest kein Corona. Der zuständige Arzt wiegelt ab. Ein solches negative Testergebnis bei Verstorbenen sagt nichts darüber aus, inwieweit sie nicht doch infiziert gewesen seien, als sie noch lebten. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI)weisst darauf hin, dass „das Virus schnell wieder aus den Körpern der Toten verschwindet. Es kann nach dem Tod also nicht mehr festgestellt werden.“ https://www.bz-berlin.de/welt/warum-die-zahl-der-corona-toten-eher-unter-als-ueberschaetzt-wird

Das Paradoxe: Die Verwandten müssen trotz des negativen Testergebnisses die Verstorbene nach Covid-19-Richtlinien beerdigen. Das bedeutet unter anderem Schutzanzüge für die Bestatter, mehr Desinfektionsmittel und dadurch letzten Endes auch mehrere hundert Euro mehr an Kosten. Das Problem ist, dass keiner so genau sagen kann, wie schnell denn tatsächlich dieser Erreger aus dem toten Körper verschwindet. Zunächst sind laut Aussage eines Künzelsauer Bestattungsunternehmens die an Covid Verstorbenen noch „hochinfektiös“. https://www.gschwaetz.de/2020/04/15/verstorbene-hochinfektioes-nur-noch-1-friedhofsblaeser-erlaubt-kuenzelsauer-bestatter-berichten/ Daher werde auch mit diversen Schutzmaßnahmen gearbeitet.

Wir wollten vom Landratsamt des Hohenlohekreises wissen, ob es gängige Praxis im Hohenlohekreis ist, Coronatests bei Toten zu machen, wieviele Tests bei Toten mit welchem Ergebnis bereits gemacht worden sind und warum diese Tests gemacht werden, wenn das Robert-Koch-Institut darauf hinweist, dass das Virus nach dem Tod nicht mehr festgestellt werden könne. Sascha Sprenger, Pressesprecher im Landratsamtes des Hohenlohekreises, äusserte sich hierzu wie folgt: „Im Hohenlohekreis werden alle aus infektiologischer Sicht erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung der Erkrankung ergriffen.“ Sprenger

äusserte sich gleichwohl kritisch ob des Wahrheitsgehaltes der Aussage des RKI, die auf www.bz-berlin.de zu lesen ist. Wir haben daraufhin direkt beim RKI noch einmal direkt nachgefragt und warten derzeit noch auf eine Stellungnahme.

 

 

Symbolfoto Coronavirus Test. Quelle: adobe stock