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Hohenlohe: Ohne medizinischen Sauerstoff werden die Patienten sofort blau – Pfleger berichtet von schockierenden Bildern

Es haben uns verschiedene Rückmeldungen von Mitarbeitern erreicht, die derzeit mit der Versorgung von Covid-19-Patienten in Krankenhäusern betraut sind. Die Aussagen sind teils erschreckend und bedrückend. Auch junge Menschen werden derzeit in den Kliniken behandelt, die keine Vorerkrankungen haben.

Ein Pfleger berichtet, dass viele der Erkrankten unter Sauerstoffnot und Kurzatmigkeit leiden, nimmt man ihnen nur für kurze Zeit die Sauerstoffbrille aus der Nase, werden die Patienten sofort blau. So was habe er zuvor in dem Ausmaß noch nicht erlebt und er mache seinen Beruf schon seit mehr als 30 Jahren. Wie haben sich die Kliniken auf die Versorgung mit Covid 19 Erkrankten in der Region vorbereitet?

In Öhringen wurden zwei Stockwerke für die Behandlung von Covid-19-Patienten eingerichtet. In den letzten beiden Wochen befanden sich dort um die 30 Patienten.

Die Intensivplätze wurden von sieben Betten auf zwölf Betten erhöht. Es stehen derzeit somit 12 Intensivbetten für 120.000 Einwohner zur Verfügung.

Interne Quellen haben berichtet, dass täglich ein bis zwei intensivpflichtige Patienten mit Covid-19 an andere Standorte verlegt werden mussten, um wieder freie Plätze auf der Intensivstation zu schaffen.

Das sei derzeit noch möglich, da Häuser wie Löwenstein und Gesundbrunnen noch Kapazitäten hätten.

Weiterverlegung der Patienten an andere Krankenhäuser

Das Diak hat auf Nachfrage von uns berichtet, dass es einen Klinikgebäudetrakt reaktiviert habe, der früher als Infektkrankenhaus genutzt wurde. So konnten für die Patienten mit Covid-19 verschiedene, von einander abgetrennte Bereiche geschaffen werden.

Das Diak in Schwäbisch Hall hat 20 Intensivbetten und kann diese noch um acht weitere Plätze erweitern, wenn die jetzigen Ressourcen nicht mehr für die Behandlung ausreichen. Das Diak hat, wie anderen Kliniken auch, aufgrund des Beschlusses der Regierung und der Länder alle geplanten Operationen verschoben, um so viele Beatmungsplätze wie möglich frei zu halten. Auch das Diak betonte auf unsere Presseanfrage, dass nicht nur ältere Patienten mit Vorerkrankungen an Covid-19 erkranken, sondern auch jüngere Menschen einen schweren Krankheitsverlauf erfahren können.

Auch Klinikpersonal infiziert

Ein Anzeichen für beginnendes Lungenversagen ist Kurzatmigkeit. Steigt die Atemfrequenz eines Erwachsenen, die normalerweise 12 bis 18 Atemzüge pro Minute beträgt, auf 25, 30 oder mehr, reicht die einfache Sauerstoffbrille nicht mehr aus und der Patient muss künstlich beatmet werden.

Auch das Klinikpersonal bleibt vor einer Infektion mit Covid-19 nicht verschont. Das Diak hat mitgeteilt, dass Mitarbeiter die Symptome zeigen, sofort in häusliche Quarantäne gehen. Ärzte und Pfleger appellieren daher an die Bürger, sich auch weiterhin an die beschlossenen Maßnahmen von Bund und Land zu halten, trotz des verlängerten Osterwochenendes.

Text: Carla Mosel




Corona/Ingelfingen: „Es war, als wenn mir jemand den Boden unter den Füßen wegzieht“ – Frisörgeschäftsinhaberin Birsen über 100 Prozent Umsatzeinbruch

Seit 18 Jahren gibt es das Frisörgeschäft B&B in der Bühlhofer Straße in Ingelfingen schon. Noch nie in diesen 18 Jahren hat Inhaberin Birsen ihren Salon so lange geschlossen gehabt wie nun angesichts der Coronakrise. Seit nunmehr fast einem Monat empfängt die Frisörin entsprechend der baden-württembergischen Landesverordnung keine Kunden mehr. Wir haben mit ihr über längst überfällige Haarschnitte gesprochen und was die Zwangsschließung für ihr Geschäft bedeutet.

Dieser Satz ging ihr durch Mark und Bein

„Birsen, es ist soweit. Wir dürfen ab morgen nicht mehr arbeiten.“ Dieser Satz ihrer Beschäftigen Maria ging Birsen durch Mark und Bein. „Es war, als wenn mir jemand den Boden unter den Füßen wegzieht“, erinnert sich die dreifache Mutter.

Es war Freitagabend, den 20. März 2020, die neue Corona-Landesverordnung trat in Kraft und von heute auf morgen brach auch bei den Frisören im Ländle der Umsatz weg, denn sie mussten ihre Geschäfte schließen. „Wir sind dann Samstagmorgens ins Geschäft gegangen und haben für unsere Kunden einen Zettel an die Tür gehängt“, erinnert sich Birsen. „Der erste Kunde stand dann schon vor uns. Wir haben ihm die Lage erklärt und für ihn war das auch in Ordnung. Aber er hat auch gesehen, wie traurig ich war.“

„Kunden haben auch schon gefragt: Könnt ihr nicht zu uns nach Hause kommen?“

Schon fast mit einem lachenden Auge berichtet sie, dass der Kunde eigentlich freitags schon seinen Termin gehabt hätte, aber diesen verschlafen habe. Nun muss er Ausdauer beweisen, bis zum nächstmöglichen Termin. Denn wann Frisöre wieder aufmachen, ist bislang ungewiss.

„Wenn man das gewusst hätte, hätte man Kunden vorziehen und Überstunden machen können“, sagt die Frisörin. „Wir wurden auch schon von Kunden gefragt: „Könnt ihr nicht zu uns nach Hause kommen?“ Nein, das geht nicht“, betont Birsen. Immerhin drohen hohe Strafen bei Zuwiderhandlung.

„Ich will arbeiten und darf nicht“

Es sei eine verrückte Situation, sagt sie: „Ich will arbeiten und kann nicht arbeiten.“ Aber dennoch hat Birsen ihren Humor nicht verloren: „Ich habe zuhause meinen Hund Charly geschnitten, damit ich nicht aus der Übung komme. Birsen hat gehofft, dass „wir am 20. April wieder aufmachen dürfen, denn die Menschen müssen doch zum Frisör. Ich selbst bräuchte auch eine neue Farbe“, sagt sie lachend. Die baden-württembergische Landesregierung hat nun allerdings beschlosse, dass Frisöre frühestens wieder am 04. Mai 2020 ihre Geschäfte öffnen dürfen.

Birsen erinnert sich in diesen Tagen daran, wie schwer es am Anfang für sie war, dieses Geschäft aufzubauen. „Als ich mein Kind bekommen habe, bin nach fünf bis sechs Tagen wieder ins Geschäft gegangen und habe gearbeitet. Das war nicht einfach. Und jetzt, wo alles läuft, kommt so ein blöder Virus.“

„Ich habe Gott sei Dank meine Familie im Hintergrund“

Aber Birsen hat auch Glück im Unglück, was sie sehr zu schätzen weiß: „Mein Vermieter hat mit erst einmal meine Miete ausgesetzt. Meine beiden Mitarbeiterinnen verzichten auf ihre Löhne, bis alles wieder läuft. Dafür bin ich schon sehr dankbar.“ Auf die Frage, ob sie Existenzängste habe, wenn auf einmal 100 Prozent des Umsatzes wegbrechen, verneint sie. „Es gibt auch Frisöre, wo sehr viel Schulden haben. Gott sei Dank habe ich keine Schulden und bin nicht der Alleinverdiener, sonst würde ich jetzt dastehen. Ich habe Gott sei Dank meine Familie im Hintergrund.“

Derzeit lebt ihr Familie von dem Gehalt ihres Mannes und auch ihre Söhne unterstützen sie. Birsen hat auch den Sofortkredit beantragt, den die baden-württembergische Landesregierung ins Leben gerufen hat. Doch entgegen manch einem anderen Ladeninhaber wartet sie bislang noch auf das Geld.

„Den Mindestabstand können wir natürlich nicht einhalten“

Birsen hofft, dass die Frisöre bald wieder aufmachen dürfen, eventuell mit Auflagen. Sie kann sich vorstellen, dass Frisöre nur eine bestimmte Kundenanzahl in ihren Geschäften empfangen dürfen und Mundschutz getragen werden müsse. „Den Mindestabstand könnten wir aber natürlich nicht einhalten.“

Dennoch hat sie ihren Optimismus nicht verloren: „Auf schlechte Tage folgen auch immer gute. Und sie weiß: „Ich habe treue Kunden. Es liegt mir wirklich am Herzen, dass meine Mitarbeiterinnen hinter mir stehen. Ich soll mir keine Gedanken machen. Schließlich hocken wir alle im gleichen Boot.“

So lange war der Frisörsalon noch nie geschlossen. Foto: GSCHWÄTZ

 

von links: Birsen Cetinkaya, (49 Jahre), Maria Anthopoulou (46 Jahre), Irem Polat, (31 Jahre)




Futuristische Atemschutzmaske aus Hohenlohe – Neth: „Es macht keinen Sinn, jedem Bürger FFP2-Masken zu geben, wenn das Pflegepersonal keine hat“

Hat Landrat Dr. Matthias Neth Besuch aus dem All? Nein, unter diesem außerirdisch aussehenden Helm steckt Professor Dr. Ralph Wystup von der Hochschule Eisenach, der in Zusammenarbeit mit Hohenloher Firmen diese neuartige Atemschutzmaske entwickelt hat. Professor Dr. Buchhorn, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Caritas-Klinikum in Bad-Mergentheim, erklärt, wie die Idee zu einer solchen Schutzmaske entstand: „Wir haben uns überlegt, wie man die Kliniken unterstützen könnte – Beatmungsgeräte waren zu komplex, am drängendsten ist eine Schutzmaske. Mit dieser Maske können wir möglicherweise den Arbeitsschutz verbessern“. An diesem Projekt beteiligt waren neben Wystup und Buchhorn, Wystups Bruder Frederik, der ein Ingenieurbüro in Neuenstein betreibt, sowie die Firmen ebm-papst, Ziehl-Abegg, Ansmann und Jako. Alle Beteiligten haben ihre Kernkompetenzen zur Verfügung gestellt, Frederik Wystup die Entwicklung der Steuerungselektronik, Professor Buchhorn das medizinische Anforderungsprofil, ebm-papst die Lüftungstechnik, Ansmann die Akkus, Ziehl-Abegg seine Kapazitäten im 3-D-Druck und Jako sein textiles Know-How.

Produktion weltweit möglich

Herausgekommen ist bei dieser Zusammenarbeit bisher ein Funktionsmodell, das noch nicht serienreif ist, aber bereits zeigt, wohin das Projekt gehen kann: Die Hülle besteht aus einem leichten „Windjackenstoff“, der genügend luftdicht ist, um Außenluft fernzuhalten. Die Maske wird mit gefilterter Außenluft unter Überdruck gesetzt und hält sich durch den Überdruck selber in Form. Der Überdruck sorgt auch für Sicherheit, da selbst bei einer Verletzung der Maske keine möglicherweise kontaminierte Außenluft eindringen kann. Das Funktionsmuster funktioniert mit Standard-Akkus von Ansmann, sowohl Akku als auch das Gebläse von ebm sind in einem einfachen Rucksack untergebracht. Die Gebläse sind bereits heute in Beatmungshilfsgeräten, zum Beispiel Geräten zur Behandlung von Schlafapnoe, verbaut und somit schon im Markt bekannt und zertifiziert. Die Maske selbst besteht aus rein textilen Materialien, kann also überall dort produziert werden, wo textiles Know-How vorhanden ist, also praktisch überall auf der Welt.

„Der Markt ist nicht Deutschland, der Markt ist die ganze Welt.“

Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht der Maske. Die Entwickler gehen davon aus, dass die Maske zu einem äußerst konkurrenzfähigen Preis auf den Markt gebracht werden kann, Ralph Wystup betont: „Wir können voraussichtlich auf gutem Preisniveau anbieten, die Maske ist einfach zu bedienen und gut zu reparieren“ und sein Bruder Frederik ergänzt: „Die Maske ist tragbar und mit Akkutechnik, daher auch für Gebiete mit wenig Infrastruktur geeignet“. Davon ist auch Landrat Dr. Neth überzeugt: „Der Markt ist nicht Deutschland, der Markt ist die ganze Welt.“

„Ich sehe da eine Entwicklung von Low-End bis High-End.“

Obwohl die Maske etwas unförmig aussieht, sei sie doch recht bequem, meint Rainer Nase, Entwicklungsingenieur bei ebm: „Der Luftstrom verschafft eine gewisse Kühlung, auch die Luftfeuchtigkeit könnte reguliert werden.“ Die Maske ist groß genug, dass man zum Beispiel einen Bluetooth-Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Technik darunter tragen und über Handy komunizieren kann. Nase denkt schon an die Zukunft: „Perspektivisch sehe ich da eine Entwicklung von Low-End bis High-End“. Frederik Wystup sieht ebenfalls weitreichende technische Möglichkeiten wie zum Beispiel Luftmessdatenübertragung und –kontrolle mit WLAN-Kommunikation zu Servern über die Maske. Auf der anderen Seite sei die Maske durch Preis und Einfachheit geradezu ideal für den Einsatz in Pflegeheimen und bei mobilen Pflegediensten, meint Ralph Wystup.

„Bis jetzt reine Privatveranstaltung“

Aber ganz so weit ist das Projekt noch nicht, denn Wystup betont: „Bis jetzt ist das eine reine Privatveranstaltung. Wir stehen jetzt am Scheidepunkt: Wollen wir das weitertreiben?“.
Eine Zertifizierung als Medizingerät wäre der nächste Schritt – der ist allerdings sehr aufwändig. Landrat Dr. Neth ist von den Erfolgsaussichten überzeugt und bietet dem Projektteam an, Kontakte zu speziellen Ansprechpartnern des Landes Baden-Württemberg an, die bei Zulassung und Zertifizierung unterstützen können: „Die Chance ist, dass wir in der Region gute Ressourcen haben. Der Charme ist die Zusammenarbeit vor Ort, was anderswo nicht gegeben ist.“ Ihn lässt auch die Idee der Beatmungsgeräte nicht los: „Die Masken lösen nicht alles, wenn man davon ausgeht, dass es weltweit eine Weile geht. Das Thema Beatmungsgeräte wollen wir nicht aus den Augen verlieren. Ich vermute, dass das Thema wiederkommt“. Äußerst zufrieden zeigen sich alle Projektteilnehmer mit der unkomplizierten Zusammenarbeit im Team, Dr. Walter Angelis, Technischer Leiter bei Ziehl-Abegg sagt: „Wir sind sehr stolz darauf, was in kurzer Zeit entstanden ist. Das ist ein Zeichen für die Politik.“

Zum Thema Schutzmasken für die Allgemeinheit betonte Landrat Neth: „Es macht keinen Sinn, jedem Bürger FFP2-Masken zu geben, wenn das Pflegepersonal keine hat.“

Auch Altenheime und Bestattungsunternehmen beklagen derweil einen Engpass an Schutzkleidung.

Text: Matthias Lauterer

Professor Ralph Wystup zieht die Atemschutzhaube an. Foto: GSCHWÄTZ

Professor Frank Wystup (rechts) präsentiert die Atemschutzhaube Landrat Dr. Matthias Neth (links). Foto: GSCHWÄTZ

Rainer Nase. Foto: GSCHWÄTZ

Professor Ralph Wystup. Foto: GSCHWÄTZ




Heilbronn: Rund 100 Menschen bei Beerdigung auf dem Westfriedhof

Wie ein Anrufer, der anonym bleiben wollte, am Mittwoch, den 15. April 2020, der GSCHWÄTZ-Redaktion mitgeteilt hat, soll an diesem Tag vormittags auf dem Westfriedhof in Heilbronn eine große Beerdigung mit zahlreichen Menschen stattgefunden haben. Momentan sind aufgrund der Coronapandemie auf den Friedhöfen lediglich maximal zehn Personen bei Beerdigungen erlaubt.

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage bestätigte die Polizei Heilbronn diesen Vorgang und auch, dass es sich um rund 100 Personen gehandelt habe. Die Beerdigung sei im Vorfeld bekannt gewesen, allerdings sei die Polizei nur als Unterstützung vom Heilbronner Ordnungsamt, das hier federführend war, hinzugezogen worden.

Warum diese Beerdigung trotz Corona-Verordnung mit derart vielen Menschen erlaubt wurde, ist bislang nicht bekannt.




„Verstorbene hochinfektiös“ – Nur noch 1 Friedhofsbläser erlaubt – Künzelsauer Bestatter berichten

Wenn systemrelevanten Berufsgruppen öffentlich gedankt wird, dann werden stets Ärzte, Pflegeberufe oder Lehrer genannt. Vom Bestattergewerbe spricht niemand, trotzdem gehört es zum systemrelevanten Bereich und auch auf diesen Beruf haben die Coronabedingten Einschränkungen und Vorschriften erhebliche Auswirkungen.

Am sichtbarsten sind die Beschränkungen bei der Trauerfeier selbst: „Die ganzen Rituale fallen weg“

Trauerhallen und Kirchen sind geschlossen, so dass die Trauerfeiern nur noch am Grab stattfinden können. Die Größe der Trauergemeinde ist eingeschränkt: Waren es bisher 10 Personen, wurde die Bestimmung kürzlich gelockert und es dürfen seit dieser Woche Angehörige der geraden Linie, deren Partner sowie weitere 5 Personen sowie der Pfarrer an der Trauerfeier teilnehmen. Der Sarg darf von den Trägern nur noch ans Grab gebracht werden, danach müssen sich die Träger entfernen Auch die Träger würden nämlich auf die Teilnehmer angerechnet, erläutert Robert Mayr vom Betattungsinstitut Dorn. Der Sarg wird erst nach der Zeremonie, wenn die Trauergemeinde nicht mehr am Grab ist, ins Grab gesenkt – der symbolische Erdwurf und das Besprengen mit Weihwasser müssen entfallen. „Die ganzen Rituale fallen weg, die Beerdigung ist auf ein Minimum reduziert“, sagt Petra Kunze von Landwehr Bestattungen aus Nagelsberg.

Offene Aufbahrung nicht erlaubt

Die üblichen Abstandsregeln sind während der Zeremonie einzuhalten. Eine offene Aufbahrung von Verstorbenen mit Covid-19 ist nicht erlaubt. Bei Verstorbenen ohne Covid-19 darf immer nur eine Person in die Aufbahrungshalle. In Künzelsau ist nur noch ein Friedhofsbläser erlaubt, der aber ebenfalls deutlichen Abstand halten muss. Der Blumenschmuck fällt eher karg aus, ist Mayr aufgefallen, da auch die Blumengeschäfte kaum Waren vorrätig hätten. Kondolenzlisten liegen nicht aus, da dann mehrere Menschen denselben Stift benutzen könnten.
Dafür sind die Bestattungsinstitute gehalten, die Daten der Besucher der Trauerfeiern aufzunehmen und diese im Bedarfsfall an die Gesundheitsämter weiterzugeben.

„Verstorbene sind hochinfektiös“

Nicht sichtbar sind die Corona-Regeln, die die Bestatter im Hintergrund beachten müssen: Ist ein Patient an Covid-19 verstorben, sind höchste Sicherheitsvorkehrungen vorgeschrieben. Mayr: „Entgegen der landläufigen Meinung sind Verstorbene hochinfektiös“, diese Verstorbenen müssten gemäß der Risikoklasse 3 der Biostoffverordnung behandelt werden: Vollschutz mit Schutzanzug und Maske ist verpflichtend. Im Normalfall sei Covid-19 auf den Todesbescheinigungen vermerkt, sagt Mayr, trotzdem frage er insbesondere bei im Heim verstorbenen „immer explizit nach Quarantänemaßnahmen im Heim“.

Über 15 Covid-Fälle schon bestattet

„10 bis 15, eher an die 15“ Covid-19-Fälle habe sein Institut bereits bestattet. Von bisher einem COVID-19 Fall berichtet Kunze: „Wir müssen die Verstorbenen genauso anfassen wie die Krankenschwester, die ihn in die Kühlung bringt“, sagt sie und beschreibt den veränderten Ablauf: „Der Verstorbene wird in eine luftdichte Plastikhülle gehüllt und danach noch vor Ort im Krankenhaus in den endgültigen Sarg gelegt und der Sarg verschlossen. Das alles muß in vollständiger Schutzkleidung geschehen.“

Mangel an Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel für Bestatter

Mayr leitet die Abteilung für materielle Ressourcen im Bestatternotfallteam der Innung und beklagt den Mangel an Schutzausrüstung und Desinfektionsmaterial. Die vorhandene Ausrüstung gehe vorrangig an medizinisches und pflegerisches Personal und die Bestatter bekämen nur, was dann noch verfügbar sei, „aber da fällt nichts runter. Wir sind systemrelevant, kriegen aber keine Schutzausrüstung“. Er berichtet von Preisen, die 10-40fach höher als bisher seien, ein Liter Desinfektionsmittel koste bis zu 70€. Petra Kunze berichtet: „Masken sind schwierig, Anzüge und Handschuhe haben wir noch“. Bestattungsunternehmen sind auf eine geringe Anzahl von infektiösen Verstorbenen vorbereitet, schließlich gebe es ja zum Beispiel auch Hepatitis-Kranke. Aber, so beklagt Mayr, „was wir früher im halben Jahr gebraucht haben, reicht im Moment für 2 Wochen“. Auch Kunze findet: „Das ist ein schwaches Zeichen. Wir hängen ganz am Ende und sind genauso gefährdet. Außer dass wir ein Schreiben haben, dass wir systemrelevant sind und auch mit Infektion arbeiten können.“

Angehörigengespräche per Telefon

Auch auf die Arbeit mit den Trauernden wirkt sich Corona aus: Schon der Kontakt mit den Hinterbliebenen hat sich verändert: Mayr berichtet bereits von Angehörigengesprächen per Telefon oder Video. Persönliche Gespräche finden wegen der Abstandsregeln nur noch mit maximal 2 Angehörigen statt. Aber auch ältere Angehörige selbst vermeiden oft den persönlichen Kontakt.

Im Großen und Ganzen sind sowohl Mayr als auch Kunze mit den behördlichen Maßnahmen einverstanden: „Es ist okay, dass die Leute zuhause bleiben sollen“, findet Kunze, schaut aber auch in die Zukunft: „Ob man das längerfristig durchsetzen kann, bezweifle ich.“ Mayr findet „es sind politisch unbequeme Entscheidungen, aber sehr verantwortungsvoll“. Er hat die Befürchtung, dass kleinere Betriebe auf der Strecke bleiben könnten: “Kleine Betriebe sind teils überfordert.“ Aber er sagt auch: „Das Chaos könnte sehr viel größer sein:“

Beide berichten, dass die Angehörigen auf die Einschränkungen sehr verständnisvoll reagieren, auch wenn eine Bestattung nicht so ablaufen kann, wie sie sich der Verstorbene gewünscht hätte.

„Da blutet einem das Herz“, sagt Mayr, wenn er den Hinterbliebenen erklären muss, dass sie ihren Angehörigen nach mehrwöchiger Kontaktsperre nicht wenigstens noch einmal aufgebahrt sehen dürfen. Und Petra Kunze berichtet von einem Angehörigen, der traurig meint: „Da wären so viele Leute gekommen. Das hat er nicht verdient, so eine kleine Beerdigung“.
Aber, so Kunze: „Wir helfen den Angehörigen, soweit es in unserer Macht steht, es geht trotz allem würdevoll“.

Text: Matthias Lauterer




Corona: Live-Chat mit Anton Baron

Der Landtagsabgeordnete Anton Baron lädt alle interessierten Bürger zu einem Video-Livechat mit dem Bundestagsabgeordneten Sebastian Münzenmaier ein: Am Donnerstag, den 16. April 2020, geht es ab 19 Uhr auf Barons öffentlicher Facebookseite https://www.facebook.com/antonbaronmdl/ um die Coronakrise und die Exit-Strategie der AfD-Bundestagsfraktion, deren Vorstand Münzenmeier als parlamentarischer Geschäftsführer angehört.

Die Fragen können vorab per E-Mail an anton.baron@afd-bw.de mitgeteilt werden, es besteht aber auch während des Livevideos die Möglichkeit zu Nachfragen per Kommentar.

Quelle: Pressemitteilung vom Landtagsbüro von Anton Baron




Ba-Wü: Von heute auf morgen mehr als 10.000 Genesene…Wie kann das sein?

Am 08. April 2020 vermeldet die Pressestelle des Ministeriums für Soziales und Integration in Baden-Württemberg eine schier unglaubliche Zahl von Covid-Gesundeten. Im Vergleich zum Vortag seien rund 10.000 an Covid-19 erkrankte Menschen wieder gesund. Wie aber kann das sein? Handelt es sich dabei um eine Massenheilung? Mitnichten. Die Pressestelle liefert die Erklärung für den sprunghaften Anstieg gleich mit, wenn sie erklärt:

„Die hohe Differenz der Zahl der Genesenen im Vergleich zum Vortag (2.685) erklärt sich folgendermaßen: Das Landesgesundheitsamt veröffentlicht ab sofort den Schätzwert der SARS-CoV-2-Genesenen in Baden-Württemberg auf Grundlage eines heute durch das Robert Koch-Institut in Berlin angepassten Algorithmus. Hierbei werden Fälle ohne Angabe des Erkrankungsbeginns anhand des Meldedatum berücksichtigt. Diese Methodik führt zu einer deutlich besseren Abschätzung der tatsächlich Genesenen in Baden-Württemberg.“

Diese etwa nbulöse Erklärung wirft diverse Fragen auf.

1) Wie wurde denn bislang die Zahl der „Gesundeten“ gemessen?

2) Wie unterscheidet sich das bisherige Messverfahren von dem vorangegangen?

3) Warum sind die Zahlen dadurch valider, sprich, näher an der Realität dran als die bisherigen Zahlen?

4) Wie wird denn konkret die Zahl der „Gesundeten“ gemessen? Gibt es Abschlusstests? Werden die an Covid-Erkrankten automatisch als gesund registiriert, wenn sie sich nach 14 Tagen bei keinem Arzt oder Gesundheitsamt mehr vorstellig werden?

5) Wird auch die Zahl der ärztlichen Coronadiagnosen mit in diese Statistik einbezogen oder lediglich die mittels Labortest positiv auf Covid-19 Getesteten?

 

Wir haben beim Robert-Koch-Institut (RKI) nachgfragt, um diese Fragen zu klären. Das RKI betont, dass diese Zahlen, die das RKI ermittelt, ein „Angebot“ sei, das „Länder und Landkreise nutzen können“. Es handle sich bei den Zahlen um Schätzungen: „Ein genaues Datum der Genesung liegt uns für die meisten Fälle nicht vor. Daher verwenden wir einen Algorithmus zur Schätzung der Anzahl der Genesenen. Da wir den Algorithmus zur Schätzung der Genesenen so verbessert haben, dass nun alle übermittelten Fälle bei der Schätzung berücksichtigt werden können, also auch die ohne Angaben zum Erkrankungsbeginn, ist im Vergleich zu gestern ein größerer Anstieg als sonst zu verzeichnen.“ Wie dieser Algorithmus ausschaut und welche Variablen hier mit einbezogen werden, darauf ging das RKI nicht näher ein.

Text: Matthias Lauterer

 

 




Marlach: Band keep alive gibt kleines Corona-Straßenkonzert am Ostersonntag

„Musik verbindet“ – dessen ist sich die Band keep alive mit Bandmitgliedern aus Sindeldorf, Westernhausen, Criesbach und Marlach sicher – auch in Coronazeiten. Daher traf sich ein Teil der Band an Ostern 2020 spontan zu einem kleinen Straßenkonzert in Marlach.

„Aktuell ist ja leider nichts mit proben und auch einige Auftritte wurden schon abgesagt. Da haben wir überlegt, wie wir trotzdem irgendwie zusammen musizieren können“, erklärt Bassist Sebastian Hettinger (32) gegenüber GSCHWÄTZ.

So habe sich ein Teil der Band spontan am Ostersonntag, den 12. April 2020, gegen 18.15 Uhr in Marlach getroffen, um dort zwei bis drei Lieder zusammen zu spielen. Sänger Timo Pfeiffer (42) und Gitarrist Noa Pfeiffer (16) platzierten sich dabei zwischen zwei Häusern. In einem der beiden Häuser hat wiederum Bassist Sebastian Hettinger seine Wohnung und hat vom Balkon aus gespielt. Nachbar Armin Walter vertrat den eigentlichen Schlagzeuger der Band, Christian Feser (31).

Das Fazit der Band, auch in Coronazeiten: „Musik verbindet einfach.“ Das kleine Experiment sei gut angekommen. Und „vielleicht schaffen wir es auch, so etwas nochmal hinzubekommen.“

 

Teile der Band keep alive gaben am Ostersonntag, den 12. April 2020, ein kleines Corona-Straßenkonzert. Foto: Screenshot aus dem Video




Hohenlohe: Gewerkschaft fordert „Ernte-Solidarität“ und ruft auch Studenten, Rentner & Flüchtlinge zur Mithilfe auf, denn „das April-Gemüse wartet nicht“

Was auf den Feldern im Hohenlohekreis wächst, ist gefragte Ware: „Regionale Produkte stehen ohnehin hoch im Kurs. Dazu kommt noch, dass während der Corona-Pandemie frisches Obst und Gemüse sowieso stark gefragt sind – als Alternative zu den auf Vorrat gekauften Raviolidosen und Tütensuppen. Und natürlich als Rohstoff für die Lebensmittelindustrie“, sagt Mike Paul von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Stuttgart.

Allerdings hätten viele Landwirte in der Region ein Problem, das sich durch die Corona-Pandemie nochmals massiv verschärft: Es fehlen Helfer auf den Höfen, so die Agrar-Gewerkschaft IG BAU. Saisonkräfte aus Rumänien oder Bulgarien dürften wegen der Corona-Pandemie nur bedingt einreisen – zu wenige, um eine reibungslose Ernte zu garantieren.

„Jetzt geht es darum, ein neues Wort zu entdecken: ‚Ernte-Solidarität‘. Wer aus dem Hohenlohekreis zupacken kann, sollte das jetzt tun. Es ist die Chance, Geld nebenbei zu verdienen und die Zeit sinnvoll zu investieren. Spargel, Spinat, Porree … – das April-Gemüse wartet nicht“, so Mike Paul in einer Pressemitteilung Ider Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Stuttgart.

Im Mai wartet noch mehr Arbeit

Dabei gehe es nicht nur um die Ernte. Es sei auch die Zeit fürs Pflanzen und Säen: Karotten, Blumenkohl, Radieschen, Zwiebeln, Kopfsalat, Kohlrabi & Co. müssten jetzt auf die Felder. Im Mai nehme die Arbeit für Pflanz- und Erntehelfer dann noch einmal deutlich zu.

„Durch die Corona-Krise ist die Landwirtschaft auf etwas angewiesen, was es schon lange nicht mehr gab: Darauf, dass alle vor Ort anpacken. Auf ein ‚Pflanzen und Ernten – zu (fast) 100 Prozent made by Hohenlohekreis‘“, sagt Paul. Allerdings dürfe das nicht um jeden Preis geschehen, warnt die Agrar-Gewerkschaft: Lohn und vor allem auch Hygienestandards seien wichtig. „Wer Schüler, Studenten oder Flüchtlinge für die Arbeit auf dem Feld anheuert, der muss sie auch fair bezahlen“, verlangt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Stuttgart. Auch in der Landwirtschaft gelte der gesetzliche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde.

Gewerkschaft fordert „Erschwerniszulage“

Zusätzlich fordert die IG BAU für Saisonarbeiter genauso wie für die Stammbelegschaften in Agrarbetrieben eine Erschwerniszulage. „Immerhin setzen sich die Beschäftigten in der Phase der Corona-Pandemie bei ihrer Arbeit auch einem gewissen gesundheitlichen Risiko aus“, so Mike Paul. Landwirte in der Region sollten eingearbeitete Saisonkräfte „mit einem Lohn nicht unter 11 Euro pro Stunde vom Feld gehen lassen“. Den habe auch verdient, wer ohne Vorkenntnisse komme, was die Arbeit in der Landwirtschaft angeht: „Viele werden Laien sein, die die professionellen Handgriffe erst lernen müssen. Hier brauchen beide etwas Geduld – die Helfer, aber
auch die Landwirte“, so der Gewerkschafter. „Schulen, Fachhochschulen und Unis, die geschlossen haben. Menschen in Kurzarbeit oder im Vorruhestand, die sich etwas hinzuverdienen wollen. Oder Beschäftigte, die
schon ihre Kündigung bekommen haben. Und auch Geflüchtete, die ihre Chance sehen, an Arbeit zu kommen. – Die aktuelle Situation darf nicht dazu führen, dass Menschen bei der Erntearbeit auf den Feldern über den Tisch gezogen werden“, so Mike Paul.

Für die Hygiene: Dixiklo mit Wasseranschluss am Feldrand

Aber auch die Hygiene sei bei der Arbeit auf den Feldern unerlässlich – sogar das A und O: Es komme darauf an, auch draußen das regelmäßige Händewaschen und Desinfizieren sicherzustellen. „Das bedeutet, dass die Toilette am Feldrand einen Wasseranschluss braucht. Das sonst übliche Mobil-WC reicht hier nicht. Denn ohne Wasser – kein Händewaschen“, macht Paul deutlich. Wenn Pflanz- und Erntehelfer in Unterkünften untergebracht werden, dann seien dabei Einzelzimmer notwendig. „Die Corona-Pandemie bedeutet das Aus der sonst üblichen Sammelunterkünfte. Denn dort gilt das gleiche wie auf den Feldern: Der Abstand von
mindestens 1,5 Metern ist Pflicht. Besser ist eine ganze Zollstocklänge: also 2 Meter Abstand vom Nebenmann“, erklärt der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Zudem müssten Sozial- und Sanitärräume alle zwei Tage fachmännisch gereinigt werden.

Auch tabu in Zeiten von Corona: Die Sammelfahrt von Feld zu Feld

„Was auch tabu ist: die Sammelfahrt von Feld zu Feld. Neun-Mann-Bullis dürfen nicht mehr voll besetzt zum Einsatz kommen“, sagt Mike Paul. Erntehelfer sollten möglichst alleine und mit dem eigenen Pkw, Motorroller oder Fahrrad zur Feldarbeit fahren. Dafür müsse ihnen der Landwirt eine Entschädigung bezahlen. „Die Corona-Gefahr lauert überall. Pflanz- und Erntehelfer dürfen das bei ihrem Einsatz unter freiem Himmel nicht vergessen. Es ist die Pflicht der Arbeitgeber, die Arbeitsplätze und Unterkünfte so einzurichten, dass die Hygienestandards einfach einzuhalten sind. Wer Fragen und Probleme hat, sollte sich an die IG BAU oder an das örtliche Gesundheitsamt wenden“, so Mike Paul.

Wichtige Hygieneregeln für die Arbeit in der Landwirtschaft hat die Agrar-Gewerkschaft IG BAU online gestellt: http://www.igbau.de/Ploetzlich-Erntehelfer.html

Wer sich aus dem Hohenlohekreis als Pflanz- oder Erntehelfer bewerben möchte, findet Jobs und weitere Infos unter http://www.agrarjobboerse.de. Stellenangebote gibt es auch auf dem Portal „Das Land hilft“ vom Bundeslandwirtschaftsministerium: http://www.das-land-hilft.de (weiter: „Zur Plattform“).

Quelle: Pressemitteilung der IG Bau vom 08. April 2020

Die IG Bau fordert in Coronazeiten mobile WCs am Feldrand mit Wasseranschluss. Foto: IG Bau




„Machen Sie sich durch Klopfen bemerkbar“ – In der Not werden Einzelhändler in Künzelsau erfinderisch, um ihre Waren zu verkaufen

Eine Zettelwirtschaft klebt derzeit in den Schaufenstern der kleinen Läden, Bäckereien und Metzgereien, aber auch in den Supermärkten. Alles rund um das Thema Corona: Wie viele Menschen dürfen sich derzeit noch in dem Geschäft gleichzeitig aufhalten? Welche Regeln gilt es beim Mindestabstand zu befolgen? Warum muss der Laden schließen?

GSCHWÄTZ-Reporter Matthias Lauterer hat am Karfreitag, den 10. April 2020, einen kleinen Stadtbummel unternommen und die Aushängeschilder von Künzelsau für die Nachwelt festgehalten und dabei festgestellt, was man alles doch noch bekommen kann in Coronazeiten – denn Not macht die Einzelhändler erfinderisch.

Zwar geschlossen, aber bei Lindele kann man trotzdem kleine Geschenke bestellen und abholen. Foto: GSCHWÄTZ

Tabak Brückbauer verkauft noch jeden Morgen seine Waren – allerdings durch ein Gitter. Foto: GSCHWÄTZ

Die Fahrschule Hendel musste den Fshrschulbetrieb bis auf Weiteres einstellen. Foto: GSCHWÄTZ

Die Buchhandlung Breuninger bietet einen Abholservice gegen Barzahlung an. Foto: GSCHWÄTZ

Drogerie Müller in Künzelsau hat noch geöffnet. Aber hier ist es angesichts der Enge nicht immer möglich, den Mindestabstand einzuhalten. Foto: GSCHWÄTZ

Der Gemüseladen Kletzel hat geschlossen. Foto: GSCHWÄTZ

In die Metzgerei Wilder Mann in Künzelsau dürfen nur maximal 5 Kunden gleichzeitig in den Verkaufsraum. Foto: GSCHWÄTZ

Foto Linke hat geschlossen, aber Passbilder dürfen angefertigt werden. Foto: GSCHWÄTZ

Dimi’s Gyros am Bären möchte seine Gäste wieder am 20. April 2020 bei sich begrüßen. Foto: GSCHWÄTZ

Das Asiarestaurant am Bären in Künzelsau möchte am 15. April 2020 wieder öffnen. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Das Kinderbekleidungsgeschäft Cheeky Monkey ist noch relativ jung an Jahren. Per WhatsApp kann man weiterhin Ware ordern. Foto: GSCHWÄTZ

Auch die Buchhandlung Lindenmaier & Harsch hat geschlossen. Foto: GSCHWÄTZ

Die Tafel in Künzelsau hat vorübergehend geschlossen, aber es gibt eine Notfallausgabe. Foto: GSCHWÄTZ

Take-away-Service und handgemachte Schokohasen beim Anne-Sophie-Restaurant am Schlossplatz. Foto: GSCHWÄTZ

Leere Eisdiele bei strahlendem Sonnenschein. Das hat einen traurigen Seltenheitswert. Foto: GSCHWÄTZ

Tagesessen bei der Metzgerei Schäfer gibt es auch weiterhin. Foto: GSCHWÄTZ

Bei Spielzeug Häussermann kann man online Spielzeug reservieren und vor Ort abholen. Foto: GSCHWÄTZ

Das Unterwäschegeschäft Adam & Eva bietet einen Telefon- und Bringservice der Waren an. Foto: GSCHWÄTZ

Adam & Eva in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Weber & Greisinger hat auch weiterhin geöffnet. Foto: GSCHWÄTZ

Mund- & Nasenschutz bei Weber & Greisinger. Foto: GSCHWÄTZ

Lieferservice & Gärtnerei offen: Blumen Laichinger. Foto: GSCHWÄTZ

Lieferservice & Gärtnerei offen: Blumen Laichinger. Foto: GSCHWÄTZ

Der Frisörshop am oberen Bach in Künzelsau hat geschlossen. Foto: GSCHWÄTZ

Alle Spielplätze sind derzeit gesperrt. Foto: GSCHWÄTZ

Gasse am oberen Bach in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Straßenverkauf auf Vertrauensbasis. Blumengeschäft in der Künzelsauer Hauptstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Straßenverkauf auf Vertrauensbasis. Blumengeschäft in der Künzelsauer Hauptstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Straßenverkauf auf Vertrauensbasis. Blumengeschäft in der Künzelsauer Hauptstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Straßenverkauf auf Vertrauensbasis. Blumengeschäft in der Künzelsauer Hauptstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Die Sparkasse ist von der Hauptstraße in Künzelsau weggezogen. Foto: Künzelsau

Die Sparkasse ist von der Hauptstraße in Künzelsau weggezogen. Foto: Künzelsau

Optiker dürfen noch arbeiten. Foto: GSCHWÄTZ

Optiker dürfen noch arbeiten. Foto: GSCHWÄTZ

Frisörgeschäft Kyre. Foto: GSCHWÄTZ

Frisörgeschäft Kyre. Foto: GSCHWÄTZ

Schaufenster der Bäckerei Kirchenbäck in Dörzbach. Foto: GSCHWÄTZ