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4 Outdoor-Gottesdienste in Ingelfingen-Dörrenzimmern

Ein Weihnachten unter ganz besonderen Vorzeichen steht in diesem Jahr vor der Tür. Maske tragen, Abstandhalten, Hygienekonzepte beachten. Wie finden unter diesen Bedingungen die Weihnachtsgottesdienste in den evangelischen und katholischen Kirchen statt und wird es Krippenspiele für die Kinder geben?  GSCHWÄTZ hat sich umgehört.

„Wir bieten mehr Gottesdienste als sonst an“

„Wir schauen auf die Vorzeichen, wie sich die Situation aktuell entwickelt“, sagt Pfarrerin Sabine Focken von der evangelischen Kirchengemeinde in Dörrenzimmern. „Wir bieten mehr Gottesdienste als sonst an.“ So können die nötigen Abstände gewahrt bleiben und trotzdem so viele Menschen wie möglich einen Gottesdienst besuchen. Auch während der Feiern müssen Masken getragen werden, Singen ist nicht erlaubt.

Singen ist nicht erlaubt

Am 24. Dezember 2020 wird es in Dörrenzimmern vier Gottesdienste geben: um 15 Uhr in der Halle Bürkert auf den Hochholzhöfen, um 16 Uhr bei der Firma Sprügel in Stachenhausen, um 17.30 Uhr im Dörrenzimmerner Sägewerk und schließlich um 21 Uhr in der Kirche in Dörrenzimmern. Alle diese Gottesdienste sind kürzer als sonst. An den beiden Weihnachtsfeiertagen wird es je einen Gottesdienst in der Kirche um 9.30 Uhr geben. Entgegen der vorherigen Jahre darf dabei der Männerchor in diesem Jahr nicht singen – es sind zu viele Sänger.

Krippenfeiern ohne Krippenspiel

„Bei den drei frühen Gottesdiensten an Heiligabend handelt es sich um Krippenfeiern“, erklärt Pfarrerin Focken. Krippenspiele wird es keine geben. Doch trotzdem haben sich die Organisatoren für die jeweiligen Gottesdienste etwas besonderes einfachen lassen. „Je ein Team bringt die Weihnachtsbotschaften kindgerecht rüber – beispielsweise anhand von Bildern, wie Tiere Weihnachten finden.“ In Stachenhausen treffen sich die Familien an einem Rondell und stellen sich wie Kuchenstücke auf. Außerdem darf jeder Haushalt eine Krippenfigur mitbringen.

Zwei Online-Filme

„An Heiligabend stellen wir außerdem auf unserer Homepage und YouTube zwei Filme unter dem Titel `Weihnachten bei uns 2020´ online“, erklärt die Pfarrerin weiter. „Einer der Filme ist für Erwachsene mit den Posaunenchören aus Weißbach-Crispenhöfen und Dörrenzimmern, mit Tönen von Bel Canto und Gedanken von mir sowie Pfarrer Müller.“ Der zweite Film soll für Kinder sein, ist aber im Moment noch im Entstehen.

Weihnachtsgottesdienste in Mulfingen

„In Mulfingen gibt es an Heiligabend einen Gottesdienst für Familien um 15.30 Uhr“, sagt Ute Herz, Pfarrsekretärin der katholischen Kirchengemeinde Mulfingen. „Treffpunkt ist am Weihnachtsbaum in der neugestalteten Ortsmitte.“ Diesen Gottesdienst leitet Pfarrer Ingo Kuhbach. Um 18 Uhr findet in der Mulfinger Kirche die Christmette mit Pfarrer Trang statt. Am ersten Weihnachtsfeiertag lädt Pfarrer Kuhbach um 6.30 Uhr zu einem Gottesdienst vor der St. Anna-Kapelle. Um 10.30 Uhr leitet Pfarrer Kuhbach eine Messe in der Kirche. Am zweiten Weihnachtsfeiertag gibt es wieder einen Gottesdienst – um 9 Uhr in der Kirche – und um 14.30 Uhr eine Weihnachtsandacht am Weihnachtsbaum in der Ortsmitte. Alle genannten Gottesdienste sind reine Wortgottesdienste. „Es ist kein Singen erlaubt und deshalb gibt es bei uns Musik von der CD“, betont Pfarrer Kuhbach.

Anmeldungen für die Gottesdienste

Während den Gottesdiensten müssen auch hier Masken getragen werden. Außerdem müssen sich die Besucher vorher anmelden. „Das geht telefonisch bei mir im Pfarramt bis zum 22. Dezember vormittags“, erklärt Ute Herz. „Wir müssen die Listen noch an die Ordner weitergeben, die dann ausmessen, wie wir die Leute am besten platzieren, um die Abstände einzuhalten.“

Text: Sonja Bossert

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) mit Dekan Ingo Kuhbach (rechts) und Dekanatsjugendseelsorger Gerold Traub bei der Übergabe des Friedenslichts im Waldschulheim Kloster Schöntal im Dezember 2019 – damals noch ohne Maske. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

DörrenzimmernsPfarrerin Sabine Focken. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




„Das ist sicher nur ein grippaler Infekt“

„Das ist sicher nur ein grippaler Infekt“, sagte ihr Hausarzt. Es war Mitte März 2020, zu Beginn des ersten harten Lockdowns in Deutschland, als Daniela H., wohnhaft im Hohenlohekreis, (der Name wurde von der Redaktion auf Wunsch geändert), bei ihrem Hausarzt sitzt und dieser einen Coronatest als nicht nötig erachtet.

Bei 28 Grad mit Wärmflasche im Bett

Einige Tage zuvor hatte Daniela H. noch Besuch von einer Freundin. Es war Donnerstag. Da ging es Daniela noch gut. Von Donnerstag auf Freitag verschlechterte sich der Zustand der 44-Jährigen rapide. „Ich weiß noch, dass es draußen für diese Jahreszeit ungewöhnlich warm war, an die 28 Grad am Tag. Aber ich lag nachts mit einer Wärmflasche im Bett, weil ich so gefroren habe.“ Starke Kopf – und auch Gliederschmerzen kamen hinzu. Corona war bekannt. Daniela H. ist Lehrerin, sie hat Kontakt mit vielen Menschen. Einige ihrer Schüler waren in den Faschingsferien Skifahren gewesen – im Nachhinein mit ein Coronatreiber in Deutschland. Verwandte von Daniela hatten zwar kein Corona, befanden sich aber in Quarantäne, weil sie ebenfalls in einem Skigebiet Ski fahren waren, das im Nachhinein als Coronahotspot deklariert wurde. Daniela H. habe ihren Arzt gefragt, ob es sein kann, dass sie Corona habe. „Das ist sicher nur ein grippaler Infekt.“

An die 41 Grad Fieber

Währenddessen habe Danielas Mann Kontakt mit dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises aufgenommen und gefragt, ob man seine Frau nicht mal testen wolle in Bezug auf Corona. Er habe auch gesagt, dass sie Lehrerin sei. Nach zwei oder drei Anrufen des Ehemannes und eine Woche später habe Daniela H. einen Termin in der Abstrichstelle Belzhag bekommen. Tagelang liegt Daniela H. teilweise mit 40,8 Grad Fieber im Bett, berichtet sie gegenüber GSCHWÄTZ. „Da habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, ins Krankenhaus zu gehen. Ich habe in dieser Zeit nur noch geschlafen, fernsehen oder lesen ging gar nicht mehr. Ich hatte das Gefühl, die Lunge brennt. Aber ich hatte keinen Husten, eher Beengungsgefühle.“ Daniela H. hat mit Salbutamol inhaliert und das Schlafzimmerfenster während der Hochphase ihrer Erkrankung immer offen gehabt. Früher hatte sie mit Asthma zu kämpfen, aber sie ist keine „aktive Asthmatikerin“, wie sie selbst sagt.

Das erste Ergbebnis war negativ

Das Ergebnis des Coronatests kam wiederum erst eine Woche nach der Testung. Da war Daniela H. schon zwei Wochen krank und eigentlich schon wieder auf dem Weg der Besserung. „Ich konnte wieder am Esstisch sitzen und lag nicht mehr im Bett.“ Das Fieber war auf 39 Grad gesunken.

Das erste Testergebnis war negativ. Wie konnte das sein? Hatte sie doch kein Corona gehabt? Wiederum vier Tage später kam das korrigierte positive Ergebnis. Das Gesundheitsamt habe ihr mitgeteilte, dass sie ab sofort für zehn Tage in Quarantäne sei. Daniela H. fragte, ob das ein Witz sei. Schließlich sei sie die vergangenen 2,5 Wochen bereits zu Hause gewesen.

Rund 2,5 Wochen nach den ersten Symptomen bekommt sie erst das positive Coronaergebnis

Rund 2,5 Wochen hat es bei Daniela H. gedauert von den ersten Symptomen bis zum positiven Ergebnis. In dieser Zeit hat sie mit ihrer Familie weiterhin wie gewohnt zusammengelebt und hätte prinzipiell alle Familienmitglieder anstecken können. Doch weder ihr Ehemann ist in dieser Zeit krank geworden, noch ihre Tochter. Lediglich ihr Sohn habe es ebenfalls mit derselben, allerdings wesentlich leichteren Symptomatik erwischt. Getestet sei er jedoch nicht geworden. Warum erkranken die einen, während die anderen nicht erkranken oder sind sie erkrankt, nur hatten sie keine Symptome? Die Familie nahm im Mai 2020 an einer Heidelberger Kinder-Corona-Studie teil. Das Ergebnis: Die Hälfte der Familie hatte nicht nur keine Symptome, sondern auch keinerlei Coronaantikörper im Körper, während die andere Hälfte der Familie sowohl teilweise heftige Symptome entwickelte und ihre Körper daraufhin Antikörper gebildet hatten. So richtig nachvollziehen kann man das Virus in dieser Hinsicht nicht.

„Soll ich ins Krankenhaus gehen?“

„Ich war in meinem Leben noch nie so krank gewesen“, sagt Daniela H., die heute wieder täglich Sport macht, nur ihr Geschmacks- und Geruchssinn sei auch nach einem halben Jahr noch nicht vollständig zurückgekehrt. In den schlimmsten Tagen ihrer Krankheit habe sie überlegt, ob sie ins Krankenhaus gehen soll, ob sie eventuell sogar beatmet werden muss. Aber Daniela H. hat Angst vor Krankenhäusern, als Kind sei sie zu oft schon darin gewesen. Ihr Körper hat es auch ohne künstliche Beatmung geschafft, mit der Krankheit umzugehen. Hat sie danach Angst gehabt, zurück in die Schule zu gehen und möglicherweise wieder angesteckt zu werden? „Nein, ich habe gedacht, ich habe ja jetzt Antikörper. Aber habe ich jetzt noch genug Antikörper?“, fragt sie sich heute. Wir haben mittlerweile Dezember 2020. Deutschland befindet sich im zweiten harten Lockdown. „Aber selbst wenn ich nochmal Corona kriegen würde, weiß ich, dass mein Körper das durchstehen kann.“ Lässt sie sich impfen?, wollen wir von ihr wissen. „Wenn ich mich impfen lasse, dann frühestens ab Herbst 2021. Ich möchte das erstmal beobachten.“ Daniela H. ist vorsichtig geworden. „Ich meide Kontakte, ich trage immer eine Maske, auch auf dem Parkplatz. Ich gehe einkaufen, wenn nicht so viel los ist.“

Als Lehrer schwierig, als Coronamaßnahmen im Unterricht umzusetzen

Wie sieht sie als von Corona betroffene Lehrerin die Maßnahmen in der Schule? „Ausreichend sind die Maßnahmen nicht. Es gibt Lehrer, die haben ein CO2-Messgerät im Klassenzimmer stehen. Das misst den CO2-Gehalt in der Luft. Ich versuche, alle 20 Minuten zu lüften, aber das gelingt nicht immer. Manchmal ist man so im Arbeitsfluss mit den Kindern drin, dass man es schlicht und einfach vergisst. Wenn man lüftet, frieren die Kinder. Da braucht man dann in dieser Zeit gar nicht zu unterrichten. Eigentlich ist der zweite Lockdown viel zu spät gekommen. Warum hat man nicht viel früher etwas gemacht? Dann hätten wir normale Weihnachten haben können.“

 

 




Inzidenzwert steigt auf 175, K1-Rückverfolgungen werden immer schwieriger

Durch die anhaltend hohen Inzidenzwerte scheinen K1-Rückverfolgungen im Hohenlohekreis immer schwieriger zu werden. Das zeigen die Grafiken auf der Internetseite des Landratsamtes des Hohenlohekreises http://www.corona-im-hok.de

Demnach gab es in den vergangenen Tagen teilweise nur noch marginale bei den Kontaktpersonen-1-Zahlen, obwohl der Inzidenzwert teilweise stark nach in die Höhe sprang. Bis vor kurzem gab es zu jedem Covid-Fall im Durchschnitt vier bis sechs direkte Kontaktpersonen, dann fiel die Zahl teilweise noch vor dem harten Lockdown seit Mittwoch, den 16. Dezember 2020, stark ab.

Der Inzidenzwert wurde als wichtiger Messwert in Deutschland herangezogen, weil man gesagt hat, bis zu einem Inzidenzwert von 50 (50 Neuerkrankte pro Woche) können Kontaktpersonen von Coronabetroffenen nachverfolgt werden. Sollte der Messwert ansteigen, dann wird eine Rückverfolgung der Kontaktpersonen immer schwieriger.

Derzeit liegt der 7-Tage-Inzidenzwert im Hohenlohekreis bei 175,8 pro 100.000 Einwohner. Im Hohenlohekreis wurden am 17. Dezember 2020 insgesamt 39 neue Corona-Fälle gemeldet.

Coronazahlen vom 17. Dezember 2020. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises




„Wir haben es nicht geschafft, den Skinhead zu einem Nicht-Skinhead zu machen“

Am Sonntag, den 13. Dezember 2020, kam Querdenken-Gründer Michael Ballweg auf die Querdenken-Demo nach Öhringen und hat mit Priscilla Dekorsi über die Ziele von Querdenken gesprochen, über mögliche rechtsradikale Tendenzen und warum er die Bundesrepublik Deutschland nicht mehr als Rechtsstaat empfindet.

„Vielleicht hat mich das Universum  jetzt direkt an die Stelle gestellt, wo ich vielleicht jetzt sein soll“

Anbei veröffentlichen wir das Video-Transkript ungekürzt in voller Länge – mit kritischen redaktionellen Anmerkungen, wo wir sie für nötig erachtet haben:

Ballweg: Ich bin Michael Ballweg, bin 46, war jahrelang Unternehmer, ich hab mich ganz früh selbstständig gemacht und wollte dieses Jahr eigentlich eine Weltreise machen, ich hab nämlich festgestellt vor zwei Jahren bei einem Unfall, dass das  Leben vielleicht doch schneller mal endlich ist, als man sich ich vorstellen kann. Ich habe dann angefangen, meine Firma umzustrukturieren, so dass ich die jetzt interessanterweise direkt Anfang des Jahres zwei Tage vor Corona des Hauptprodukt noch verkauft habe und dann eigentlich gemerkt habe: Vielleicht hat mich das Universum  jetzt direkt an die Stelle gestellt, wo ich vielleicht jetzt sein soll und, ja, für was für Werte stehe ich? Für Frieden, für Freiheit, auch für Demut. Ich sehe diese Aufgabe, die ich jetzt gerade habe, sehr auch demütig. Wie viele tolle Leute, die ich jetzt kennenlernen kann. Auch was wir hier tun,was wir auf der Welt bewegen. Weil die Ereignisse, die wir hier an anstoßen, die strahlen ja weltweit aus.Und von daher: Frieden, Freiheit, Demut und auch Freude auf das, was kommt.

„Ich habe dann in einer Facebook-Gruppe gepostet, dass ich bereit wäre, 25 000 Euro zur Verfügung zu stellen“

Dekorsi: Warum hast du die Querdenken-Initiative gegründet? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Ballweg: Es gab kein Schlüsselerlebnis in dem Sinne. Aber mir ging es halt wie so vielen. Ich hatte ein schlechtes Bauchgefühl. Ich bin ein Mensch, der sehr stark auf seine Intuition hört und auf das, was das Bauchgefühl sagt. Und der Verstand kommt dann auch immer wieder mal und kontrolliert natürlich. Aber insgesamt versuche ich, mehr auf den Bauch zu hören. Ich habe dann in einer Facebook-Gruppe gepostet, dass ich bereit wäre, 25 000 Euro zur Verfügung zu stellen für einen Rechtsanwalt, der mir hilft, offizielle Demos zu organisieren. Da bin ich erstmal aus der Gruppe rausgeflogen, weil die Leute gesagt haben, wir wollen nicht friedlich demonstrieren. Und das mit dem Demos meldet man nicht an, das macht das alles unangemeldet.“

„Na gut, laufen wir halt mal die Königsstraße hoch und runter“

Aber das wollte Ballweg nicht, so habe er die ersten kleinen Demos mit 180 Leuten auf dem Stuttgarter Schlossplatz. „Meine Frau und ich haben unseren Freundeskreis angeschrieben, aber da hat natürlich keiner sich gemeldet. Da haben wir gedacht: Na gut, laufen wir halt mal die Königsstraße hoch und runter. Und wenn in zwei Monaten alles wieder vorbei ist, lassen wir uns doch gerne auslachen. Und da waren 180 da. Und dann die Woche drauf von 500. Und dann sind wir auf einen Cannstatter Wasen, was uns auch wieder viel Kritik eingebracht hat in der Form: Warum müssen wir unbedingt der Innenstadt demonstrieren. Da hat das Ganze dann seinen seinen Lauf genommen.

„Sofortige Beendung aller Einschränkungen der Grundrechte“

Dekorsi: Für welche Ziele steht Querdenker ein und wie seien die Ziele erreicht werden?

Ballweg: Das die Abschaffung der Corona-Maßnahmen, die sofortige Beendung aller Einschränkungen der Grundrechte. Das zweite ist die Rücknahme von Artikel 143 Grundgesetz. Den kennt wahrscheinlich der eine oder andere noch nicht. Da wurde ganz kurzfristig dieses Jahr eingeführt. Der soll nämlich den Föderalismus in der Bundesrepublik abschaffen, sodass es ein noch zentralistischteres Element wird und am Ende eben auch die Umsetzung von Artikel 146. Das heißt nicht, wir wollen eine neue Verfassung, aber wir wollen das Grundgesetz so verbessern, dass eben die Dinge, die jetzt passiert sind, nicht mehr passieren können, nämlich dass die Parlamente sich selbst entmächtigen und auf Verordnungsbasis monatelang, vielleicht jahrelang regiert werden soll von der Bundeskanzlerin gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten.

[Anmerkung der GSCHWÄTZ-Redaktion: Eine Änderung des Artikels 143 des deutschen Grundgesetzes ist uns nur insofern bekannt, als dass der Artikel tatsächlich in diesem Jahr eine Veränderung erfahren hat, auch im Bezug auf die Auswirkkungen der Coronapandemie, aber nur insofern, dass der Bund die Kommunen entschädigen soll für einen Rückgang der Gewerbesteuern in diesem Zuge: Artikel 143h: „Als Folgewirkung der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 gewährt der Bund im Jahr 2020 einmalig einen pauschalen Ausgleich für Mindereinnahmen aus der Gewerbesteuer zugunsten der Gemeinden und zu gleichen Teilen mit dem jeweiligen Land. Der Ausgleich wird von den Ländern an die Gemeinden auf Grundlage der erwarteten Min-dereinnahmen weitergeleitet. Bestehen in einem Land keine Gemeinden, so steht der Ausgleich durch den Bund dem Land zu. Der den Ländern vom Bund zum Ausgleich geleistete Betrag berücksichtigt zusätzlich Auswirkungen der Mindereinnahmen ge-mäß Satz 1 auf Zu- und Abschläge sowie auf Zuweisungen gemäß Artikel 107 Ab-satz 2. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Der Ausgleich bleibt bei der Bemessung der Finanzkraft nach Artikel 107 Ab-satz 2 unberücksichtigt. Artikel 106 Absatz 6 Satz 6 gilt entsprechend.“]

Querdenker-Videos werden von youtube gelöscht

Dekoris: Hat sich in deinem Leben durch Querdenken etwas verändert? Wie hat Dein Umfeld reagiert?

Ballweg: Es hat sich sehr, sehr viel geändert. Also ja, es ist etwas Wunderbares entstanden. Mit viel, viel Herz und Liebe sind wir doch alle dabei.Ein tolles Team. Es ist wie in allen Teams. Da gibt’s euphorische Phasen und Ernüchterungsphasen, Erschöpfungsphasen.Deshalb freuen wir uns jetzt auch, dass andere Teams nun  Demos organisieren. In der ganzen Bundesrepublik sind ja jetzt immer Demonstrationen, sodass wir uns jetzt auch ein bisschen auf die Arbeit im Hintergrund und auf die Vorbereitung von dem was kommt, konzentieren können. Der Wolfgang hatte vorhin gesagt, es gibt viele Projekte, die jetzt anlaufen. Ein schönes Projekt wird sein: Ab dem 21. 1. wird es ein YouTube-Ersatz geben nur für Querdenken, den wir gemeinsam auch mit KenFM und mit Nuoviso-TV und noch ein paar anderen Großen entwickeln, sodass wir dort auch unabhängiger werden und uns nicht mehr drum kümmern müssen, was als nächstes gelöscht wird.“ Dabei verweist Ballweg darauf, dass ein Youtube-Kanal eines Querdenken-Anhängers anscheinend gelöscht wurde.

Anmerkung: Auch die GSCHWÄTZ-Redaktion kennt diese Vorgehensweise von youtube. Vor wenigen Tagen wurde ein von der Redaktion GSCHWÄTZ auf youtube hochgeladenes Video über eine Querdenken-Demo in Öhringen von youtube entfernt. Youtube gab als Grund an, dass hier medizinische Falschinformationen verbreitet würden. Unter anderem hatte ein Vater auf der Demo davon gesprochen, dass das Maskentragen bei Kindern nicht nur zu Konzentrationsproblemen führen, sondern auch schwere Hirnschäden verursachen könne.

„Ich hatte ja gesagt, ich habe Querdenken auch gegründet, weil mir diese Welt, wie sie uns von der Bundesregierung präsentiert wird, nicht mehr gefällt“

Dekorsi: Ich habe schon von vielen Querdenkern den Begriff Querdenker-Familie gehört.

Ballweg: Also ich würde sagen, auf jeden Fall, weil wir sind eine große Menschheitsfamilie. Wir arbeiten ja von Anfang an mit einer Energie, die nach vorne geht und alle Menschen, die sich von der Energie im Moment angezogen fühlen, mitnehmen möchte. Und es werden immer mehr. Ich hatte ja gesagt, ich habe Querdenken auch gegründet, weil mir diese Welt, wie sie uns von der Bundesregierung präsentiert wird, nicht mehr gefällt. Wir haben es selbst in der Hand, unsere eigene schöne Welt zu machen. Und da sind wir dabei. Und schön, dass die ganze Familie mitmacht, weil das sind ja auch die, die Dinge, die WHO abschaffen möchte. Die Familie soll ja abgeschafft werden, sie ist nicht mehr notwendig, die familiären Strukturen. Und ich erachte die als sehr, sehr wohl notwendig.Und deshalb sind wir eine große Familie, die zusammen an diesem Ziel arbeitet.

Anmerkung der Redaktion GSCHWÄTZ: Dass die WHO die Familie abschaffen möchte, hierfür konnten wir aufgrund unserer Recherchen bislang keine Belege finden. Auch Michael Ballweg nennt hier keine Belege für seine Äusserungen.

„Bundesregierung wirft uns Stöckchen vor die Füße“

Dekorsi: In der Familie wird ja auch manchmal gezofft. Wie ist die Diskussionskultur bei Querdenken?

Ballweg: Ich muss sagen, es weht im Moment gar nicht so viel diskutiert, weil wir dieses große Ziel vor Augen haben beziehungsweise weil die Bundesregierung und auch die Landesregierung uns ja immer weiter beschäftigt und immer wieder Stöckchen vor die Füße wirft, mit denen wir wieder Arbeit haben. Insofern sind wir gar nicht so viel am Diskutieren, sondern wir arbeiten eigentlich alle auf das gleiche Ziel hin. Wir wissen alle, dass es ein Marathon wird, dass jeder seine Energie ein Stück weit einteilen muss. Und natürlich gibt es auch mal die eine oder andere Diskussion. Aber wir versuchen, uns immer nach vorne zu richten und zu sagen: Worauf fokussieren wir uns jetzt von der Energie? Ist es das wirklich wert, hier einen Konflikt zu führen, der vielleicht auch schon in der Vergangenheit liegt? Wie können wir denn in Zukunft noch besser zusammenarbeiten?

„Ich stehe jetzt sehr unter Beschuss“

Dekorsi: Vergangene  Woche hat Sonja Erdmann [Anmerkung der Redaktion: Organisatorin der Querdenken-Demos in Öhringen] die Selbstorganisation der Ortsgruppen sehr gelobt. Also dass man unter Einhaltung des Manifests die Freiheit hat, die Veranstaltung so zu gestalten, wie man möchte. Warum ist das so wichtig?

Ballweg: Es ist ein Baustein. Ich hatte immer gesagt, ich mache die Demos eigentlich in Stuttgart. Weil ich vor meiner Haustüre in meinem Umfeld was ändern möchte. Wir sind dann nach Berlin gegangen. Ich bin so ein Mensch, der sagt, ich gehe den Weg des geringsten Widerstandes. Wir haben dann geguckt, wo kann man unbeschränkt demonstrieren, und das war dann halt zu diesem Zeitpunkt Berlin. Ansonsten steht Querdenken ja ganz klar für Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Eigeninitiative. Und das reflektiert dann auch wieder das, was Sonja gesagt hat, nämlich dass alle Gruppen unabhängig sind. Und dadurch werden wir natürlich auch weniger angreifbar, weil man sieht ja: Ich stehe jetzt sehr unter Beschuss. Aber selbst wenn ich mal nicht mehr weitermachen könnte, warum auch immer, möchte ich natürlich alle bitten, trotzdem weiterzumachen und sich nicht entmutigen zu lassen.

„Es hat ja noch kein Politiker, der uns angreift, mit uns gesprochen“

Dekorsi: A propos Manifest. A propos Manifest über das, was ich gerade angesprochen habe. Chiara hat letzte Woche Auszüge daraus vorgetragen.Und da geht es um Grundrechte. Es geht um Respekt und es geht um Friedlichkeit. Wie passt das zusammen, dass Querdenken jetzt vom Verfassungsschutz überwacht wird? Wie kann man das mit diesem Manifest vereinbaren und mit diesen Grundsätzen?

Ballweg: Ja, ich würde sagen gar nicht, oder? Es hat ja noch kein Politiker, der uns angreift, mit uns gesprochen. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass wir am 29. August 2020 vom Bundespräsidenten empfangen worden wären. Ich kann sagen, das war nicht so. Unser Presseteam arbeitet gerade dran und so wie es vorhin auch schon gesagt wurde: Der Verfassungsschutz, kann uns gerne beobachten. Da kann er noch was über Demokratie lernen. Und er darf auch gerne bei mir direkt anfragen. er muss mich nicht beobachten, er darf auch direkt mit mir reden. Ich gebe bereitwillig Auskunft über unsere Motive und Ziele.

„Es gibt sicherlich den ein oder anderen mit einer extremeren Meinung“

Dekorsi: Querdenker werden ja oft in die rechte Ecke geschoben. Hast du schon gewaltbereite rechtsextreme Querdenker getroffen?

Ballweg: Es gibt sicherlich den einen oder anderen, wie es vorhin auch schon gesagt wurde, der vielleicht mal eine extremere, polarisierende Meinung hat. Ich hab’s aber auch schon oft gesagt, ich selbst bin auf dem Dorf groß geworden. Wir hatten immer so eine Runde, wo wir abends an einem Brunnen ein Bier getrunken haben und da war auch immer ein Skinhead dabei. Wir haben es nicht geschafft, den Skinhead zu einem nicht Skinhead zu machen. Er hat es aber auch nicht geschafft, an den Tisch noch einem zum Skinhead zu machen. Und deshalb ist es wichtig: Ja, es gibt vielleicht diese Position, aber eine Demonstration ist eben auch eine Demonstration ohne Eintrittskarte und ohne Eingangskontrolle. Auch ohne Gedankenkontrolle übrigens. Und ich denke, es ist wichtig, dass man miteinander redet, statt übereinander und dann auch die Positionen austauscht. Ich rede mit allen, die friedlich für eine freiheitlich demokratische Grundordnung stehen. Und dieser Dialog ist wichtig, weil sobald ich anfange, Menschen auszugrenzen, habe ich auch das Risiko, dass die Positionen extremer werden.

„Gewalt ist kein Thema“

Dekorsi: Also zum Thema Meinungsfreiheit innerhalb der Initiative. Gab es schon Redebeiträge, wo du dir gedacht hast, das kann ich gar nicht unterschreiben? Und wie gehst du damit um? Wie viel Meinungsfreiheit kann eine Initiative vertragen? Gibt’s Grenzen?

Ballweg: Natürlich gibt’s die Grenzen. Also wir haben ja gesagt, Gewalt ist kein Thema. Ich persönlich muss dazu sagen, ich finde auch diese historischen Vergleiche nicht glücklich, weil sie unseren Kritikern eine Angriffsfläche geben. Und ich schätze da Daniele Ganser sehr. Der hat sich jetzt, trotz dass er Historiker ist, zwischenzeitlich mal geäußert und hat auch zu der Pandemie Stellung bezogen. Aber eigentlich sollte er serst in fünf Jahren darüber berichten, weil er Historiker ist und dann kann er es nicht wirklich beurteilen. Ich würde auf die historische nVergleiche verzichten, um eben auch keine Angriffsfläche zu bieten. Und es wird sich sowieso erst in zwei, drei Jahren zeigen, ob die Vergleiche gerechtfertigt waren oder nicht.

Polizeigewalt?

Dekorsi: Zum Thema Polizeigewalt. Dieses Jahr sind ja Bilder von Wasserwerfern um die Welt gegangen oder auch von Menschen, die zu Boden geworfen wurden. Was sind deine Erfahrungen dazu?

Ballweg: Ich muss sagen, nach dem 29. August 2020 in Berlin ist tatsächlich dann ein Bild in mir zerbrochen. Es heißt ja immer, die Polizei, dein Freund und Helfer. Die Klage beim Bundesverfassungsgericht lief noch und es wurde [Die Demo] geräumt, ohne dass die Entscheidung von dem Bundesverfassungsgericht abgewartet wurde. Es war wie hier, nur friedliche Menschen und die Polizei ist da massiv vorgegangen. Deshalb glaube ich bei vielen hat der 29. August 2020 ein Trauma hinterlassen, was dann auch aufgearbeitet werden muss. Deshalb ist es schön zu sehen, dass es hier so friedlich ist. Wir waren auch in Baden-Württemberg bisher immer gut begleitet von der Polizei. Wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt. Ich habe schon gehört vom  Gerhardt, das gestern in Ludwigsburg die Stimmung nicht nicht mehr so entspannt war. In Heilbronn auch nicht mehr. Also von daher, wir gehen dann eben dorthin, wie hier Öhringen, wenn wir hier willkommen sind.

Anmerkung der GSCHWÄTZ-Redaktion: Die Polizei wollte tatsächlich die Demo gegen die staatlichen Coronamaßnahmen am 29. August 2020 in Berlin auflösen, allerdings schien sie kaum gegen die Demo-Menschenmenge anzukommen. Hier geht’s direkt zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=lRHq6UkDvSc

„Wir sehen ja auch, wie wir uns drangsalieren lassen müssen“

Dekorsi: Ist Deutschland noch ein demokratischer Rechtsstaat?

Ballweg: Nach meinem Verständnis nein, weil wenn so viele Grundrechte eingeschränkt sind und selbst das Bundesverfassungsgericht dagegen entscheidet, können wir im Moment nicht mehr von einem demokratischen Rechtsstaat sprechen. Auch insbesondere, wenn politische Gegner so diffamiert werden. Über die Presse werden auch Machtmechanismen einseitig ausgenutzt. Wir sehen ja auch, wie wir uns drangsalieren lassen müssen. Hier zum Glück nicht, aber wenn ich eben gestern wie ich vorhin gesagt habe, den Apfelesser sehe, der von der Polizei aufgefordert wird, schneller den Apfel zu essen, wenn ein Bus, der zur Demo fährt, in Dresden von der Polizei abgewiesen wird mit der Begründung, regierungskritische Demonstrationen sind nicht mehr erwünscht. Dann muss ich sagen, dann erinnert mich das nicht an eine Demokratie.

Dekorsi: Gibt es einen Moment, einen Redebeitrag oder einen anderen Moment, der dich ganz besonders berührt hat und geprägt hat?

Ballweg: Also ich muss sagen, es gab eine Demo in Weiden, die war eine tolle Energie, die wir auf einer großen Wiese und da hatten wir so ein Mantra gesungen und es war ein sehr schönes Friedens-Mantra. Ein anderer Punkt war der: Wir hatten auch eine super schöne Demo in Leonberg, damals auf der Leonberger Heide, auf dem ehemaligen Golfplatz, und da gabs sondern superschönen Regenbogen hinterher und ein sehr schönes Abendrot.Das sind dann so Momente, wo man merkt: Die Energie wirkt. Ich träume einfach von der Welt, wo alle Menschen, es hört sich ein bisschen platt an, in Frieden und Freiheit leben können, wo jeder seiner Bestimmung folgen kann. Also das heißt auch, dass Kinder in einem Erziehungssystem leben, wo sie nicht erzogen werden, gewissen Systemen zu folgen, sondern wo sie ihrer Bestimmung folgen können. Wo wir auch respektvoll mit unserer Natur umgehen und auch die Kraft der Natur nutzen, um uns selber gesund zu halten.

Querdenken-Gründer Michael Ballweg spricht an der Querdenken-Demo in Öhringen am Sonntag, den 13. Dezember 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Querdenken-Demo in Öhringen am Sonntag, den 13. Dezember 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Querdenken-Demo in Öhringen am Sonntag, den 13. Dezember 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Querdenken-Gründer Michael Ballweg an der Querdenken-Demo in Öhringen am Sonntag, den 13. Dezember 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Querdenken-Demo in Öhringen am Sonntag, den 13. Dezember 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Querdenken-Demo in Öhringen am Sonntag, den 13. Dezember 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Interview mit Querdenken-Gründer Michael Ballweg an der Querdenken-Demo in Öhringen am Sonntag, den 13. Dezember 2020. Foto: GSCHWÄTZ

 




Luftreinigungsversuch in der Grundschule Kocherstetten

Luftreinigung ist ein großes Stichwort, um die Verbreitung des Coronavirus in Innenräumen, wie zum Beispiel Klassenzimmern, zu unterbinden. Diverse Konzepte wurden vorgestellt, zum Beispiel ein „Eigenbauprojekt“, das vom Max-Planck-Institut in Mainz entworfen wurde. Auch in der Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell wurde in Zusammenarbeit mit ebm-papst eine Luftreinigungseinheit zu Versuchszwecken aufgebaut (GSCHWÄTZ berichtete).

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Luftreinigungsanlagen mit geeigneten Filtern in der Lage sind, die Corona-Viren-Konzentration und damit das Infektionsrisiko erheblich herabzusetzen.

Private Initiative ermöglicht den Versuch

Auch in der Grundschule Kocherstetten ist seit einer Woche eine Luftreinigung im Versuchseinsatz, in zwei Klassenzimmern stehen 4 handelsübliche Luftreinigungsgeräte, die stufenlos geregelt werden können. „Eine ziemliche Hau-Ruck-Aktion war das“, meint Sonja Wystup. Sie ist Mutter eines Schülers, Elektroingenieurin und Initiatorin des Projekts, und erklärt: „Wir verwenden HEPA13-Filter, die Staub, Pollen, Bakterien und Viren bis hinunter zu 0,3µm ausfiltern. Da Viren nicht vereinzelt in der Luft herumfliegen, sondern in der Luft immer in Tröpfchen eingeschlossen sind, erreichen die Filter einen Luftreinigungsgrad von 99,98 % laut Herstellerangabe.“ Vier Reinigungsgeräte stehen in jedem der beiden Klassenzimmer, jedes Gerät reinigt bis zu 400m³ Raumluft in der Stunde.

Sinnvolle Ergänzung zum Lüften, aber kein Ersatz

Was die Geräte nicht filtern ist Kohlendioxid, auch führen sie der Raumluft keinen Sauerstoff zu. Sonja Wystup sieht daher die Filtergeräte als sinnvolle Ergänzung, nicht etwa als Ersatz für das Lüften, zum Beispiel auch in der Heuschnupfenzeit.

Unterschiedliche technische Ansätze für unterschiedliche Gebäudevoraussetzungen

Die Geräte saugen die Luft unten an und geben sie gereinigt nach oben wieder in den Raum ab – ein anderer Ansatz wie zum Beispiel die vom MPI Mainz entwickelte Anlage, die aussieht wie mehrere Dunstabzugshauben, die man aus der Küche kennt.

Sie sieht stark unterschiedliche Voraussetzungen bei den Schulgebäuden: „Kocherstetten ist ein Altbau, da herrschen ganz andere Voraussetzungen als bei modernen Schulen“. Ideal für das Lüften sei ein Klassenzimmer mit Fenstern auf beiden Seiten und ein wenig Wind. „Aber unter diesen Gesichtspunkten sind die Schulen nicht gebaut worden – hätten wir ideale Bedingungen, würde Lüften ausreichen.“

Diese idealen Bedingungen sind aber in Schulen in der Regel nicht gegeben. Auch seien die Verhältnisse in Schulen sehr unterschiedlich: „Pauschalaussagen kann man nicht treffen“. Zum Beispiel habe Kocherstetten sehr hohe Räume, wie sie in modernen Schulgebäuden nicht mehr anzutreffen sind.

Und so will Sonja Wystup vorrangig Daten sammeln, um diese für eine Produktentwicklung bereitzustellen. Nicht nur Qualität der Luftreinigung und der Energieverbrauch sind Kriterien, es soll auch ermittelt, werden, welche technischen Anforderungen an derartige Geräte gestellt werden müssen. Und natürlich will man Erfahrungen mit der Lautstärke der Geräte sammeln: 60 db ist der Geräuschpegel bei Maximalleistung. Dieser Pegel ist ungefähr der Lärmpegel eines normalen Gesprächs, liegt also deutlich über der sogenannten Konzentrationsschwelle. Aus diesem Grund wurde die Geräteanzahl überdimensioniert, damit die Geräte bei einem geringen Lärmpegel arbeiten können.

Lehrer und Lehrerinnen können ausprobieren

Die Lehrer:innen der Grundschule Kocherstetten sind in den Versuch einbezogen. Sie haben jetzt die Möglichkeit, die Geräte auszuprobieren und ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Lautstärke im Unterricht noch tolerierbar ist.

Positives Feedback des Rektors

Steffen Gahm, Rektor der Grundschule, gibt nach den ersten Tagen ein positives Feedback über die Geräte: „Wir freuen uns, diese Möglichkeit zu erhalten. Es war zunächst ein ungewohntes Gefühl, ein ständiges Brummen zu hören, man hat sich aber doch schnell daran gewöhnt. Auch von den Kindern kam bisher keine Rückmeldung, dass dies störend wäre. Man hatte schon sehr schnell das Gefühl, deutlich frischere Luft zu atmen. Zudem ist die Handhabung sehr einfach und somit im Alltag leicht umsetzbar.“

Warten auf eine Entscheidung des Landes

Sonja Wystup ist überzeugt, dass das Land bald eine Entscheidung treffen muss, ob Luftreinigungsanlagen in größerem Maßstab eingesetzt werden sollen. Bis dahin will sie genügend Know-How aufgebaut haben, um dann dazu beitragen zu können sinnvolle Lösungen für Schulen anbieten zu können.

Sonja Wystup bedankt sich insbesondere bei dem Ingenieurdienstleister Xares GmbH, Neuenstein für die zur Verfügungsstellung der Geräte und an den Gerätehersteller Frico GmbH, Dörzbach-Hesslachshof. „Ohne deren Engagement wäre die Privatinitiative nicht möglich.“

Text: Matthias Lauterer

 

Je vier dieser Luftreiniger stehen in den beiden Klassenzimmern der Grundschule Kocherstetten. Bild: Steffen Gahm/Grundschule Kocherstetten

Die Luftreiniger sind recht unauffällig. Bild: Steffen Gahm/Grundschule Kocherstetten

Die Luftreiniger sind recht unauffällig. Bild: Steffen Gahm/Grundschule Kocherstetten

Die Luftreiniger sind recht unauffällig. Bild: Steffen Gahm/Grundschule Kocherstetten




„Meine große Dankbarkeit gilt den Mitarbeiter:innen der Hohenloher Krankenhaus gGmbH“

Am Wochenende hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 32 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet, (Samstag = 9 Fälle, Sonntag = 23 Fälle). Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 132,3 pro 100.000 Einwohner. Erneut betroffen sind Pflegeeinrichtungen im Hohenlohekreis. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 13. Dezember 2020 hervor.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Coronavirus sowie das Dashboard mit den einzelnen Zahlen pro Gemeinde gibt es auf www.corona-im-hok.de

Statement Landrat Dr. Matthias Neth zu den weiteren Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

„Die Entscheidung, die Maßnahmen nochmals deutlich zu verschärfen, ist richtig. Baden-Württemberg hat dies bereits mit Wirkung zum 12.12.2020 mit großer Entschlossenheit getan. Leider blieb angesichts des steigenden Fallzahlen keine andere Wahl“, sagt Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth angesichts des deutschlandweiten Shutdowns ab Mittwoch, den 16. Dezember 2020.

„Erfolgreich können wir nur sein, wenn wir alle dafür kämpfen“

„Die Pandemie stellt uns alle vor noch nie da gewesene Herausforderungen. Gesundheitswesen, Wirtschaft, Bildungssektor und die ganz persönliche Lebensgestaltung ist in einem unvorstellbaren Maße gefordert. Auch wenn dies eine andere Vorweihnachtszeit, ein anderes Weihnachtsfest und einen anderen Jahreswechsel bedeutet – Solidarität und Respekt vor dem Leben des anderen ist das deutlich höherwiegende Gut. Erfolgreich können wir nur sein, wenn wir alle dafür kämpfen, die Pandemie auf schnellsten Weg wieder unter Kontrolle zu bringen. Und jeder Einzelne kann etwas dafür tun.

Meine persönlichen Gedanken und große Dankbarkeit gelten allen Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen und all denjenigen, die für andere da sind, insbesondere den Mitarbeiter:innen der Hohenloher Krankenhaus gGmbH und unserer Pflegeeinrichtungen.“




Kretschmann verkündet Ausgangssperre

In einer Sonderkabinettsitzung der Baden-Württembergischen Landesregierung stellte die Physikerin Viola Priesemann dar, dass das hohe Ansteckungsniveau nicht kontrollierbar sei. Die Dunkelziffer im Sommer war wegen Nachverfolgbarkeit sehr gering, diese Nachverfolgung sei derzeit nicht mehr möglich, nach ihrer Schätzung könnte die Dunkelziffer 4-5mal so  hoch wie die erkannten Infektionen sein.

Ministerpräsident Kretschmann erläuterte, dass bei über 4.000 Infektionen täglich keine Schwerpunkte mehr zu erkennen seien. 516 Intensivpatienten und 374 Todesfälle allein in Baden-Württemberg in der letzten Woche seien eine „wirkliche Krisensituation“.

„Wir hatten gehofft, dass wir die zweite Welle mit vergleichsweise milden Maßnahmen brechen können. Von dieser Hoffnung müssen wir uns jetzt verabschieden. Wir müssen die Zahl der Neuinfektionen schnell und radikal runterdrücken“, sagt Kretschmann und verkündet neue Maßnahmen:

Ganztägig allgemeine Ausgangsbeschränkung ab 12. Dezember

Ab dem 12. Dezember gilt eine allgemeine Ausgangsbeschränkung für ganz Baden-Württemberg. Nur bei triftigem Grund wie zum Beispiel Arbeit, Einkauf, Arztbesuch, privaten Veranstaltungen mit bis zu maximal 5 Personen aus 2 Haushalten, Wahrnehmung des Umgangsrechts oder Sport darf das Haus verlassen werden. Die Einzelhandelsgeschäfte dürfen geöffnet offen bleiben. Über eventuelle Schulschließungen machte der Ministerpräsident vorläufig keine klaren Aussagen.

In der Nacht weitere Verschärfungen

Zwischen 20 und 5 Uhr gilt eine verschärfte Ausgangsbeschränkung: Nur beispielsweise aus beruflichen Gründen, zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, zur Begleitung von Unterstützungsbedürftigen oder zur Versorgung von Tieren darf man während der Nacht unterwegs sein.

Für private Veranstaltungen im privaten Bereich gibt es zwischen 23. und 27. Dezember Ausnahmen, allerdings werden die Regeln mit der Ministerpräsidentenkonferenz nochmals besprochen. Für Silvester wurden keine Ausnahmen genannt.

Dauer der Massnahmen 4 Wochen

Diese Maßnahmen sind für 4 Wochen beschlossen.

Verbot des öffentlichen Alkoholausschanks

Auch der Ausschank von alkoholischen Getränken an öffentlichen Verkaufsstellen wird untersagt.

Ministerpräsident Kretschmann betonte: „Leben und Gesundheit steht an erster Stelle, wir können das nicht hinnehmen, dass Tag für Tag Menschen schwerste Gesundheitsschäden erleiden. Die Menschenwürde gilt für alle gleichermaßen“

Text: Matthias Lauterer




„Allein zum Lagern eines Covid-Patienten sind drei bis vier Pflegekräfte nötig“

Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen steigt. Dementsprechend steigt auch die Anzahl der Corona-Patienten, die in Krankenhäuser müssen. GSCHWÄTZ hat bei den Krankenhäusern in Bad Mergentheim, Öhringen, Schwäbisch Hall sowie Löwenstein nach der aktuellen Anzahl von Corona-Patienten in den jeweiligen Häusern nachgefragt.

Über 90 Covid-Patienten in den SLK-Kliniken Heilbronn

Am Donnerstag, den 10. Dezember 2020 waren in der Klinik Löwenstein insgesamt 18 Patienten mit Covid-19: 14 auf der Normalstation, vier auf der Intensivstation. Diese vier müssen auch alle beatmet werden. „Dies ist aber nicht immer so“, erklärt SLK-Pressesprecher Mathias Burkhardt. Im gesamten Verbund der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH – außer Löwenstein gehören dazu noch die Kliniken am Gesundbrunnen in Heilbronn und am Plattenwald in Bad Friedrichshall – seien es heute 91 Corona-Patienten, davon 16 auf der Intensivstation. Von diesen wiederum müssen zehn beamtet werden.

Regelbetrieb heruntergefahren

Während der ersten Welle hätten die SLK-Kliniken ihren Regelbetrieb heruntergefahren, betreuten fast nur noch Covid-19-Patienten. „Dadurch hatten wir viele Kapazitäten“, so der Sprecher weiter. In der momentanen Situation hingegen werde der Regelbetrieb in „höherem Maße als im Frühjahr“ weitergefahren. Das könne sich aber täglich ändern. Momentan werden beispielsweise am Plattenwald-Krankenhaus gar keine Corona-Patienten behandelt. Aber auch das könne sich täglich ändern, sollte es die Situation erfordern.

Mathias Burkhardt betont allerdings, dass man für die Klinikbetten auch das entsprechende Personal haben müsse. „Allein zum Lagern eines Covid-Patienten sind drei bis vier Pflegekräfte nötig“, nennt er ein Beispiel. Die sind dann für rund eine halbe Stunde gebunden, denn solange dauere diese Prozedur. „Das Personal ist zurzeit an der Belastungsgrenze“, führt der SLK-Mitarbeiter weiter aus. „Alle Patienten können noch so versorgt werden, wie es sein sollte.“ Die SLK-Kliniken stünden zwar noch gut da. Aber: Die Lage sei angespannt.

Infekt-Krankenhaus in Schwäbisch Hall

Auch Manuela Giesel von der Unternehmenskommunikation des Diak in Schwäbisch Hall hat die aktuellen Zahlen der Corona-Patienten in dem Krankenhaus übermittelt. „Stand 10. Dezember 2020 sind im Intensivbereich zwei Covid-19 Patienten“, schreibt sie. „Ein Patient wird invasiv beatmet,  ein anderer nicht-invasiv.“ Im Infekt-Krankenhaus des Diak – dem Waldhaus – werden aktuell elf Covid-19 Patienten und zwei Verdachtsfälle betreut.

Die Antwort von Ute Emig-Lange, Leiterin der Unternehmenskommunikation der bbt-Gruppe, zu der sowohl das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim als auch das Hohenloher Krankenhaus in Öhringen gehören, stehen noch aus.

Viele Corona-Patienten müssen ins Krankenhaus und dort beatmet werden. Foto: SLK-Kliniken
Heilbronn GmbH

 




Höhere Chancen, Corona zu bekommen, wenn man arm ist

In einem aktuellen Artikel der Wochenzeitung Die Zeit analysiert die Autorin Anna Mayr mehrere Studien zum Thema: Corona und Ansteckung. Das Ergebnis: Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten stecken sich im Durchschnitt häufiger mit dem Virus an als reiche. https://www.zeit.de/2020/49/soziale-ungleichheit-corona-ansteckungsgefahr-arm-reich

Hat man zu Hause mehr Platz, ist das während einer Quarantäne entspannter Luxus

Wie aber kommt es zu dieser Ungleichverteilung? Zum einen spielt die soziale Umgebung eine Rolle. Wenn man zu Hause bereits mehr Platz zum Leben und um sich zurückzuziehen hat, wirkt das Virus wohl weit weniger ansteckend wie einer Wohnung, in der vier Menschen auf wesentlich engerem Raum leben. Sich aus dem Weg zu gehen in einer Quarantänesituation ist hier schier unmöglich. Ebenso wenn man auf soziale Brennpunktviertel schaut. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man in einem Haus mit Garten und Platz um sich herum wohnt oder in einer dicht an dicht bebauten Wohnsiedlung. Hier hat das Virus weit mehr Chancen, sich zu verbreiten. Im Juni 2020 ließ die Stadt Göttingen etwa einen ganzen Wohnkomplex einzäunen, weil 120 der 700 Bewohner infiziert gewesen seien (siehe Foto).

Das Nachsehen haben Supermarktkräfte

Aber auch das Arbeitsumfeld kann man sich eher flexibel gestalten, wenn man sein eigener Chef oder zumindest in einer Abteilung ist, in dem home office möglich ist. Das Nachsehen haben Pflegekräfte, Supermarktkräfte, Arbeiter auf dem Bau.

Chronischer Stress schwächt das Immunsystem

Weiterhin ergaben Studien, dass auch der existenzielle Stress eine Rolle spielt, wie schnell man sich das Virus einfangen kann. Die Menschen, die während und auch schon vor der Coronazeit permanent Ängsten ausgesetzt sind hinsichtlich des Bezahlens ihrer Miete oder ob sie ihren Job verlieren, tragen laut dem Artikel ein weit höheres Risiko in sich, an Corona zu erkranken. Denn: Chronischer Stress schwächt das Immunsystem. Und macht es demnach angreifbarer für Corona.

Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Das Virus trifft vermehrt Menschen mit Übergewicht und/oder Herzproblemen. Wer sich gesund ernährt, macht sich weniger angreifbar. Gesündere Ernährung überwiegt aber eher in Familien mit einem höheren Lebensstandard.

Zudem wird in diversen Studien vermutet, dass auch eine gewisse Unkenntnis in bildungsfernen Schichten dazu führt, dass sich ärmere Bevölkerungsgruppen häufiger anstecken: weil sie schlicht nicht wüssten, wie man sich schützen könne.




Hohenlohe Sporthalle Öhringen wird Impfzentrum des Hohenlohekreises

In der Hohenlohe Sporthalle in Öhringen wird für den gesamten Hohenlohekreis ein Impfzentrum entstehen. Die Entscheidung traf das
Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg zusammen mit den Städte-, Landkreis und Gemeindetagen, sowie den Kommunen am 2.
Dezember.

800 Impfungen täglich geplant

Voraussichtlich am Freitag, 15. Januar 2021 soll der Betrieb im Impfzentrum mit bis zu 800 Impfungen pro Tag aufgenommen werden.
„Wir sind uns unserer Verantwortung in der Corona-Pandemie bewusst und haben alle möglichen Standorte in Öhringen geprüft. Die innerstädtisch gelegene Hohenlohe Sporthalle erfüllt alle infrastrukturellen Kriterien für ein effektives Impfzentrum. Wir können damit einen besonders wichtigen Beitrag bei der Bekämpfung der Pandemie leisten“, erläutert Oberbürgermeister Thilo Michler.

Sporthalle erfüllt logistische Anforderungen 

Der Kriterienkatalog für den Standort umfasste neben ausreichend großer und teilbarer Fläche auch Nebenräume, Belüftung, Zugänge und
Rettungswege, Aufstellflächen, die Verkehrsanbindung sowie Parkmöglichkeiten. Im Parkhaus „Alte Turnhalle“ und der Herrenwiese
stehen diese zur Verfügung. Die Veranstaltungshalle KULTURa kam wegen fehlender Zusatzräume nicht in Frage.

Sportbetrieb eingeschränkt, Schulen und Vereine betroffen

„Uns ist bewusst, dass die nächsten Monate unsere Sportvereine und Schulen stark in ihrem Betrieb eingeschränkt werden. Hier suchen wir mit den Betroffenen nach Alternativen. Auf dem Weg zurück zur Normalität führt derzeit kein Weg an der Impfung vorbei“, ergänzt der Öhringer Stadtchef.

Zuerst werden medizinisches Personal und Risikogruppen geimpft

Landesweit gibt es in jedem Landkreis ein bis zwei Impfzentren. Zusätzlich werden mobile Impfteams eingesetzt, die z.B. in Pflegeheime gehen. Die Priorisierung, wer zuerst geimpft werden soll, nimmt der Bund aufgrund von Expertenempfehlungen vor. Klar ist, dass im ersten Schritt neben medizinischem Personal auch Risikogruppen geimpft werden sollen. Die Impfzeiten sind täglich, sieben Tage die Woche, in zwei Schichten von 7 – 21 Uhr. Es sind zwei Impfdosen im Abstand von 21 – 28 Tagen vorgesehen.

Nur nach Anmeldung

Geplant ist, dass die Anmeldung zur Impfung entweder über eine spezielle Weiche der Telefonnummer 116 117, oder direkt im Zentrum erfolgt. Auch die Anmeldung über eine App soll möglich sein. Mögliche Betreibermodelle für die Impfzentren sind derzeit beim Ministerium noch in der finalen Abstimmung. Nach Einführung eines geeigneten Impfstoffs ist das Bundesgesundheitsministerium für die Planung und Verteilung zuständig.


Ärzte und Helfer werden noch gesucht

Die Landesärztekammern, Krankenhaus-Gesellschaften und verschiedene Hilfsorganisationen suchen noch Ärztinnen und Ärzte, medizinische Fachkräfte und freiwillige Helfer. Mittelfristig ist die Impfung für die Gesamtbevölkerung über Haus- und Facharztpraxen vorgesehen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Öhringen

Der Sportbetrieb muß hintenanstehen. Bild: Stadt Öhringen

Hohenlohe Sporthalle. Bild: Stadt Öhringen

Hohenlohe Sporthalle Öhringen wird Impfzentrum des Hohenlohekreises.
Bild: Stadt Öhringen