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Mikrobiologe kritisiert „unwissenschaftliche Vorgehensweise des RKI“: Nur Bluttests geben Aufschluss über wirkliche Infektionen

Der Mikrobiologe Dr. Andreas Bermpohl kritisiert, dass coronapositiv getestete Menschen gleichgesetzt werden mit infizierten Menschen. Das sei nicht der Fall, wie er seit September 2020 immer wieder betont http://www.studiogera.de/001/2020/09/30/taeuschung-der-oeffentlichkeit-mit-infektionszahlen/

„Unwissenschaftliche Vorgehensweise des RKI“

Wenn positiv getestete Menschen als Infizierte gewertet werden, sei das sowohl infektionsepidemiologisch als auch sachlich falsch. Ein entsprechender Artikel erschien bereits am 26. September 2020 in der Druckausgabe der Neuen Westfälischen Zeitung. Der diplomierte Biologe bildet Laborassistenten aus, ist als Krankenhaushygieniker aktiv, betreut Laboratorien in Sicherheitsfragen und hat sich mit der Übertragung viraler Erreger durch raumlufttechnische Anlagen beschäftigt.

Der Öffentlichkeit werde ein starker Anstieg der Corona-Infizierten suggeriert, den es nicht gebe

Die Vorgehensweise des Robert-Koch-Instituts (RKI) bezeichnet er als unwissenschaftlich. Der Öffentlichkeit werde ein starker Anstieg der Corona-Infizierten suggeriert, den es nicht gebe.

Der Coronatest zeige nur einen Verdacht eienr Infektion an

Der Coronatest/PCR-Test könne nur den Verdacht einer Infektion anzeigen, da er auch auf einzelne, nichtinfektiöse Fragmente des Virus reagiere. Eine positiv getestete Person sei also nicht zwangsläufig infiziert, und eine infizierte nicht unbedingt krank. In der öffentlichen Darstellung würden alle diese Dinge nicht unterschieden. Von 1.600 positiv getesteten Beschäftigten der Tönnies-Belegschaft seien nur 20 tatsächlich erkrankt gewesen.

Erst Bluttests könnten Gewissheit schaffen

Bermpohl fordert deshalb Bluttests, doch das sei nicht gewünscht. Er bezeichnet das Verhalten des RKI als grob fahrlässig. Es treibe die Testzahlen in die Höhe, um dann durch einfaches Aufaddieren der positiv getesteten Personen behaupten zu können, dass die Infektionszahlen steigen. Das Verhältnis der Gesamttestzahl zu den positiven Befunden werde dagegen nur im Hintergrund veröffentlicht.

Beipackzettel: „Tests nicht für diagnostische Zwecke bestimmt“

Auf den Beipackzetteln der Test ist ebenfalls vermerkt, dass es sich hierbei nicht um diagnostische Ergebnisse handelt: „Dieses Produkt ist nur für Forschungszwecke und nicht für diagnostische Zwecke bestimmt. Dieses Produkt ist für den Nachweis von 2019-Novel Coronavirus (2019-nCOV) vorgesehen. Das Nachweisergebnis dieses Produkts dient nur als klinische Referenz und sollte nicht als einziger Beweis für die klinische Diagnose und Behandlung verwendet werden.“

 

 




Nach den aktuellen Impfzahlen wären alle Hohenloher Bürger im Jahr 2034 geimpft

Nachdem die ersten Corona-Schutzimpfungen für Bürger des Hohenlohekreises seit Ende Dezember 2020 durch das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) in Rot am See durchgeführt werden, kann nun auch das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen an den Start gehen, meldet das Landratsamt des Hohenlohekreises. Ab Freitag, 22. Januar 2021, können sich Bürger:innen der priorisierten Gruppen https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.htmlauch in der Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen gegen das Coronavirus impfen lassen.

„Wir sind gut vorbereitet“

„Die Infrastruktur des KIZ steht bereits seit 23. Dezember, mittlerweile haben wir auch in einem Probelauf die vom Land gelieferte IT und Software getestet. Wir sind gut vorbereitet und gehen davon aus, dass der Betrieb reibungslos funktioniert“, erklärt der technische Leiter des KIZ, Kreisbrandmeister Torsten Rönisch.

Landratsamt betont die Verantwortung des Landes, was die Impfstoffbeschafffun betrifft

Voraussetzung für den Impfstart ist die Lieferung des Corona-Impfstoffes durch die Firma Biontech. Die Impfstoffbeschaffung liegt in der Verantwortung des Landes Baden-Württemberg, betont das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Nur priorisierte Gruppen können sich derzeit anmelden

Auch im KIZ werden zunächst die priorisierten Gruppen geimpft, also diejenigen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutzbedürftige Gruppen anzustecken. Das bedeutet, dass sich gemäß der Entscheidung des Landes Baden-Württemberg zunächst auch nur diese Gruppen für eine Impfung anmelden können.  Priorisiert geimpft werden Bürger:innen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutz­bedürftige Personen anzustecken.

Terminvorgabe ausschließlich online

Die Terminvergabe funktioniert ausschließlich über das Internet unter https://www.impfterminservice.de/impftermine oder über die Telefonnummer 116117.

Die ersten Termine werden am 19. Januar 2021 freigeschaltet, so das Landratsamt. Die genaue Menge hängt von der Anzahl der Impfdosen ab, die verfügbar sind.

Eine persönliche Terminvergabe im Kreisimpfzentrum ist nicht möglich, auch nicht ausnahmsweise. Wir weisen darauf hin, dass der Zutritt zum Kreisimpfzentrum zudem nur mit einem vorher gebuchten Termin möglich sein wird. Da die Zahl der im KIZ vorhandenen Impfdosen genau auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt sein wird, ergibt es auch keinen Sinn, ohne Termin zum KIZ zu kommen.

Wichtiger Hinweis: Das Landratsamt Hohenlohekreis bittet eindringlich darum, nicht über eine andere Servicenummer oder gar über die Rettungsleitstellen zu versuchen, einen Termin zu buchen. Dies ist definitiv nicht möglich, keine dieser Stellen hat Zugriff auf die Impfterminvergabe. Zudem besteht die Gefahr, dass die Rettungsleitstellen dann für Notfälle nicht mehr erreichbar sind.

Zunächst Einschichtbetrieb wegen der begrenzten Impfstoffkapazitäten

Aufgrund der begrenzten Impfstoffkapazitäten soll das KIZ zu Beginn im Ein-Schicht-Betrieb in einer Drei-Tage-Woche starten. Geplant ist die Öffnung von Freitag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 19 Uhr. Vorteil der Öffnung am Wochenende ist neben der besseren Verfügbarkeit von medizinischem Personal auch die bessere Möglichkeit für die Zielgruppe, das KIZ in Begleitung eines Familienmitgliedes oder Bekannten aufzusuchen. Die KIZ-Leitung begrüßt eine solche Begleitung, bittet aber darum, dass sie ausschließlich bei Personen erfolgt, die aufgrund ihrer Gesamtverfassung (bspw. wegen eingeschränkter Mobilität, Seh-/Hörvermögen, Orientierungsfähigkeit) Unterstützung beim Durchlaufen der Stationen benötigen.

Im Volllast-Betrieb ist ein Zwei-Schicht-Modell von 6 bis 22 Uhr an sieben Tagen die Woche im KIZ möglich.

„Wir sind früh, dass es nun endlich auch mit den Impfungen im KIZ Öhringen losgehen kann“

„Wir sind froh, dass es nun endlich auch mit den Impfungen im KIZ Öhringen losgehen kann. Wir sind seit Dezember bereit, die Logistik steht. Jetzt hängt es davon ab, ob und wann genügend Impfstoff zur Verfügung steht“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth. „Ein großer Erfolg ist, dass es gelungen ist, viele mobile Impfteams aus dem Zentralen Impfzentrum Rot am See in den Hohenlohekreis zu bringen. Dadurch sind wir bei den Pflegeeinrichtungen mit der Gabe der ersten Impfdosis de facto durch und können so die besonders gefährdeten Gruppen besser schützen.“

Mitzuführende Unterlagen:

    • Wenn möglich die ausgefüllten und vom Impfling unterschriebenen Aufklärungsbogen und Anamnesebögen mit QR-Code von impfen-bw.de; sonst werden die Unterlagen vor Ort erstellt, was mehr Zeit in Anspruch nimmt
    • einen Lichtbildausweis, aus dem mindestens Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnanschrift hervorgehen;
    • die Gesundheitskarte/Versichertenkarte, soweit vorhanden; das beschleunigt die Registrierung der Personen.
    • Den Impfausweis/ Impfpass, sofern vorhanden; sonst wird eine Ersatzbescheinigung ausgestellt.
    • Die Bestätigung des Arbeitgebers über die Zugehörigkeit zur Personengruppe, soweit nicht aufgrund des Lebensalters Anspruch besteht
  • Eine Impfung erfolgt nur bei symptomfreien Personen. Eine Begleitung ist nur für symptomfreie Personen möglich.
  • Um Wartezeiten im Freien zu vermeiden empfiehlt es sich, maximal zehn Minuten vor dem Termin zu erscheinen.
  • Fragen rund um die Impfung beantwortet die Hotline 116 117.
  • Standort: Das Kreisimpfzentrum befindet sich in der Hohenlohe-Sporthalle, Pfaffenmühlweg 30, in 74613 Öhringen. Das KIZ ist barrierefrei zugänglich. Die Stadtbahn-Haltestelle Öhringen Hauptbahnhof ist rund 700 Meter (etwa 10 Gehminuten) entfernt. Die Bushaltestellen „Hofgarten“ und „Freibad“ befinden sich in unmittelbarer Nähe des KIZ. Wer mit dem Auto anreist, folgt den Beschilderungen „Sportanlagen“ und kann etwa das Parkhaus „P8 – Alte Turnhalle“ (dort ist auch ein WC vorhanden) oder den Parkplatz „P9 – Alte Turnhalle“ nutzen. Beide liegen in unmittelbarer Nähe zum KIZ. Auch ist der Weg vom Parkhaus zum KIZ ausgeschildert.

Stark mobilitätseingeschränkte Personen können an der Zufahrt zum Sportgelände aussteigen; von dort aus sind es noch ca. 40 Meter bis zum Gebäudeeingang.

Nach den aktuellen Impfzahlen wären alle Hohenloher Bürger im Jahr 2034 geimpft

Laut Informationen der Heilbronner Stimme sollen im Laufe der Woche ersten 1.170 Dosen für zwei Wochen geliefert werden. Das wären 585 pro Woche. Das Sozialministerium empfehle 150 Termine pro Woche und KIZ zu vergeben. Rechnet man diese Zahl hoch, wären alle Bürger:innen des Hohenlohekreis mit seinen rund 112.000 Einwohnern (rund 1.000 davon wurden bereits seit Ende 2020 geimpft, hauptsächlich handelt es sich dabei um Personal in den Pflege- und Senioreneinrichtungen des Kreises), in rund 14 Jahren geimpft. Das wäre im Jahre 2034. Eine Herdenimmunität ist im Bezug auf Corona erreicht, wenn, so diverse Experten, zirka 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft seien https://www1.wdr.de/nachrichten/coronavirus-impfen-herdenimmunitaet-100.html. 60 Prozent wären bei 150 Impfungen pro Woche nach 8,6 Jahren geimpft.

Geht man davon aus, dass es möglich wäre, anstatt 150 auch 500 Impfungen pro Woche vorzunehmen, dann läge eine Herdenimmunität (60 Prozent der Bevölkerung ist geimpft) frühestens in  2,5 Jahren vor. Das wäre dann im Jahr 2023. Noch nicht berücksichtigt bei diesen Hochrechnungen ist, dass zwei Impfungen pro Person notwendig sind.

Unklar ist dabei zudem, wie sich die Mutation des Virus‘ die Impfwirksamkeit beeinflusst.




Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl: „Natürlich geht es nur um wenige Fälle, aber die sind gefährlich“

Personen, die sich weigern, in Corona-Quarantäne zu gehen, sollen in Baden-Württemberg künftig in zwei dafür vorgesehene Kliniken untergebracht werden. Diese Plätze würden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert, teilte das Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Sonntag, den 17. Januar 2021, mit.Das berichtet unter anderem der SWR https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/kliniken-fuer-quarantaene-verweigerer-organisiert-100.html

Gründe für das harte Vorgehen

Das Regierungspräsidium äußerte sich in diesem Zusammenhang nicht dazu, ob es für diese Zwangseinweisungsmaßnahmen Gründe gibt, etwa ob zahlreiche Menschen sich den Quarantänemaßnahmen verweigern.

2 Kliniken stehen wohl fest

Laut dem SWR stehten bereits zwei Kliniken fest, in welche Quarantäneverweigerer dann kämen. Der finale Vertragsabschluss sei diese Woche geplant. Dann wolle das Regierungspräsidium auch die Namen der Kliniken nennen. Eine der beiden Kliniken soll im württembergischen und eine im badischen Landesteil liegen. Zuerst hatte die „Welt am Sonntag“ darüber berichtet. Für eine Zwangseinweisung ist laut dem Behördensprecher ein richterlicher Beschluss nötig. „Die zwangsweise Unterbringung ist kein neues Instrument, sie konnte auch bisher schon angeordnet werden und wurde in Einzelfällen auch bisher schon angeordnet.“ Es handle sich bei der zwangsweisen Unterbringung nicht um eine Strafmaßnahme, sondern um eine Maßnahme des Infektionsschutzes. „Derzeit sind wir in der Abstimmung mit Krankenhäusern im Land, die aus unserer Sicht geeignet sind, um hartnäckige Quarantäneverweigerer für einige Tage gesichert unterzubringen.“

Zwangseinweisung wurde bereits angeordnet

Manfred Lucha und Thomas Stobl im Schulterschluss

Auf dieses Verfahren hatten sich Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) schon Anfang Dezember geeinigt. Das Innenministerium hatte auf eine strikte Zwangseinweisung solcher Personen in eine zentrale Klinik im Land gedrängt. Lucha hatte dafür plädiert, dass sich die Kommunen dezentral darum kümmern, da es sich um Einzelfälle handle.

Strobl fährt harten Coronakurs

Strobl sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend, den 17. Januar 2021: „Natürlich geht es nur um wenige Fälle, aber die sind gefährlich. Es geht um uneinsichtige, bußgeldunempfindliche Personen, die vorsätzlich in Kauf nehmen, andere Menschen mit Corona zu infizieren.“ Für die brauche es eine Lösung und man dürfe die kommunale Ebene damit nicht alleine lassen, so der CDU-Politiker.

Ob bei der Zwangseinweisung unterschieden werden soll zwischen Personen, die coronainfiziert sind und solchen Menschen, die lediglich Kontaktpersonen sind oder aus einem Reiserisikogebiet zurückkehren und dadurch in Quarantäne müssen, ist nicht bekannt.

 




Deutschland droht ab Dienstag der totale Shutdown

Am Dienstag, den 19. Januar 2021, wollen der Bund und die Länder in Deutschland noch härtere Corona-Maßnahmen verabschieden. Das Treffen sollte eigentlich erst eine Woche später stattfinden, doch angesichts der weiterhin zu hohen Coronazahlen wurde der Termin nun vorverlegt.

Ein Blick auf die Divi-Karte mit den Intensivbetten, die in Deutschland mit Coronapatienten belegt sind, zeigt jedoch sinkende Zahlen an, auch im Hohenlohekreis fallen die Werte:

Die Zahlen sinken: Divi-Intensivbettenbelegung durch Covid-Patienten. Stand: 17.01.2020. Quelle: NTV. Screenshot

Divi-Intensivbettenbelegung durch Covid-Patienten. Stand: 17.01.2020. Quelle: NTV. Screenshot

Deutschland: Coronazahlen im Überblick. Quelle: google. Screenshot

Dennoch sollen die Maßnahmen nun noch weiter angezogen werden. Was kommt auf die Bürger in Deutschland zu? Bayern hat bereits die FFP2-Maskenpflicht in Bussen und beim Einkaufen eingeführt. Kritiker bemängeln die Kosten, insbesondere für Geringverdiener und Rentner. Eine Maske koste rund 2 Euro. Hochgerechnet kann das ein Minus von bis zu 60 Euro in die Haushaltskasse reißen, rechnet man eine Maske im Durchschnitt pro Tag. Die Hersteller empfehlen die FFP2-Masken zur einmaligen Verwendung (1 Tag 1 Maske).

Neben Bayern plant auch Österreich mit strengeren Maßnahmen.

Haus nur noch in dringenden Fällen verlassen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte in seiner Rede vergangene Woche schon darauf hingewiesen, was genau nun von den Bürgern erwartet werde: noch mehr homeoffice, noch weniger Kontakte (wir berichteten). Sprich: Es könnte dazu kommen, das Kontakte zu anderen Haushalten gänzlich untersagt werden. Derzeit darf sich ein Haushalt in Baden-Württemberg noch mit einer weiteren Person und ihren Kindern (bis 14 Jahre) treffen.

Kein Kreis in Baden-Württemberg erfüllt derzeit die Vorgaben

Ein weiterer möglicher Ansatzpunkt wäre, dass die Ausgangssperren nicht erst ab 20 Uhr gelten, sondern bereits ab 18 Uhr oder – das Horrorszenario für viele – auch tagsüber. Doch eigentlich gelte schon jetzt, so Kretschmann, dass die Bürger das Haus nur noch in dringenden Fällen verlassen dürfen.

Das Ziel der Coronamaßnahmen sei, dass der Inzidenzwert auf unter 50 zu drücken (das bedeutet, dass sich wöchentlich nur noch 50 oder weniger Menschen mit Corona infizieren – hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Dadurch wäre eine Kontaktverfolgung durch die Gesundheitsämter wieder möglich, um eine weitere Verbreitung einzudämmen). Im Hohenlohekreis liegt er aktuell (Stand 15. Januar 2021) mit 92,3 (20 neue Fälle im Vergleich zum Vortag) fast doppelt so hoch. Irritierend ist in diesem Zusammenhang, dass auf der Seite des Regierungspräsidiums (Stand: 17. Januar 2021) zeitgleich für den Hohenlohekreis ein wesentlich niedriger ein Inzidenzwert von aktuell 78,1 angegeben ist. Aber manchmal werden die Daten zeitverzögert gemeldet und so steht manchmal noch der Inzidenzwert des Vortages auf der Seite. Andere Kreise wie der Stadtkreis Heilbronn haben bereits die 200er Marke durchbrochen. Kein Kreis in Baden-Württemberg hat derzeit einen Inzidenzwert von unter 50. Die Frage ist: Wir realistisch ist es, diesen Wert zu schaffen? Und die zweite Frage: Was macht Deutschland, wenn das nicht zu schaffen ist? Verharrt das Land 2021 im Dauer-Shutdown, bis die Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist?

Der Hohenlohekreit steht auf der Seite des Regierungspräsidiums noch vergleichsweise gut da hinsichtlich des Inzidenzwertes. Allerdings steht zeitgleich ein höherer Inzidenzwert auf der Hohenlohekreis-Seite.

Sinkende Zahlen auch im Hohenlohekreis. Das zumindest geht aus dem Dashboard des Hohenlohekreises hervor auf der Internetseite corona-im-hok.de vom 17. Januar 2021

Am Samstag, den 16. Januar 2021, gab es laut dem Regierungspräsidium in Stuttgart in Baden-Württemberg weitere 1.873 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 273.834, davon sind ungefähr 228.775 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg laut dem Regierungspräsidium um 39 auf insgesamt 6.088 – bei rund 11 Millionen Einwohnern.

Deutschland beklagt seit Ausbruch der Pandemie rund 46.500 Todesfälle – bei rund 83 Millionen Einwohnern.

Text: Dr. Sandra Hartmann

 




Jetzt heißt es, Arschbacken zusammenkneifen, Herr Kretschmann

Wie lange kann ein Shutdown dauern, bis es nicht mehr gesund für die Bürger ist? Selbst der scheinbar immer sehr merkeltreue und baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich diese Frage nun auch öffentlich bei seinem Video-Pressestatement am Donnerstag, den 14. Januar 2021, zu dem verlängerten Shutdown an Grundschulen und Kitas gestellt. Wann überwiegen die negativen Auswirkungen auf die psychische Belastungsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber den Vorteilen einer hoffentlichen Pandemieeindämmung durch den Shutdown? So lautete sinngemäß seine selbst gestellte Frage (im Wortlaut: „die Schäden dürften nicht höher als der Nutzen sein“).

Shutdown: „Schäden dürfen nicht höher als der Nutzen sein“

Kretschmann wisse, dass dieser Shutdown so schnell wie möglich beendet werden müsse und doch konnte er lediglich eine vage Hoffnung in den Raum zeichnen. Man versuche, Kitas und Grundschulen Anfang Februar 2021 wieder zu öffnen. Doch auch dieser Satz wirkt längst nicht mehr als Hoffnungsschimmer bei den Bürgern, wie es vermutlich das Ziel sein sollte. Anstatt den Menschen Sicherheit zu vermitteln, herrscht weitestgehende Unsicherheit über das Ende des Shutdowns. Quo vadis, Kretschmann, quo vadis, Merkel?

Quo vadis, Kretschmann? Die Wahlen kommen

Keiner weiß es und vielleicht wäre das auch gar nicht so schlimm, wenn wir nicht kurz vor den Landtagswahlen und den Bundestagswahlen stünden. Merkel verschwindet im Coronamorgengrauen, während Kretschmann vielleicht abgewählt wird – wie so viele seiner Artgenossen in diesem besonderen Wahljahr 2021. Und genau deshalb müsste es jetzt heißen: Arschbacken zusammenkneifen, Kretschmann. Aber stattdessen hören die Bürger die immergleichen monotonen Phrasen von „wir müssen zusammenhalten“ über „jeder muss sich an die Maßnahmen halten“ bis hin zu: „Ich weiß, dass erfordert jetzt Kraft und zehrt an den Nerven von jedem einzelnen“. Aber an welcher Kraft zehrt es denn am meisten, wenn wir ehrlich sind?

Nach der Pandemie direkt zum Seelenklempner

Doch nicht etwa an den Nerven der vielen  Staatsbediensteten, die nicht selten unkündbar sind. Wenn weniger Arbeit während der Coronapandemie da ist, wird vermutlich auch einfach weniger gearbeitet. Kurzarbeit gibt es nicht. Die Gehälter zahlen die Steuerzahler ja sowieso brav weiter. Diese aber müssen wiederum seit Monaten mit Kurzarbeitergeld leben, mit der Unsicherheit, vielleicht bald ihre Arbeit zu verlieren, mit der Angst vor Corona und mit zusätzlichen Tätigkeiten wie etwa homeschooling, wofür eigentliche Staatsbedienstete angestellt und bezahlt werden.

Das immerselbe Mantra

Darum ist es falsch, ständig und immer wieder das politische Mantra herunterzuleiern: „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten.“ Denn im Grunde haben diese extremen Belastungen eben nicht alle gleichermaßen zu tragen. Und wie weit weg viele Politiker von diesen Mehrfachbelastungen sind, das beweist Kretschmann höchstselbst in seiner Predigt, wenn er sagt:  Man möge doch bitte noch mehr homeoffice und homeschooling pflegen und etwa auf die angebotene Schulnotbetreuung verzichten. Äh, wie bitte?

Wie weltfremd scheinen Sie zu sein, Herr Kretschmann?

Pardon, Herr Kretschmann, aber wie weltfremd sind scheinen Sie zu sein? Denn: Nicht alle haben Jobs, die homeoffice möglich machen, nicht alle sind selbst Chef und können bestimmen, wann sie wo wie viel arbeiten. Wie viel Frauen habe durch diese Betreuung zu Hause ihre Arbeit verloren, werden sie verlieren oder finden viel schwieriger zukünftig Arbeit, obwohl sie gut qualifiziert sind? Wer stellt schon gerne neue Mitarbeiter ein, die sich beim nächsten Shutdown gleich wieder ins homeschooling verabschieden?

Massiven Belastungen einer breiten Bevölkerungsschicht

Pardon, Herr Kretschmann, aber mit ihren 72 Jahren scheinen Sie wirklich keine Ahnung zu haben, wie unmöglich es ist, über Monate homeoffice und homeschooling adäquat unter einen Hut zu bringen, ohne am Ende einen Seelenklempner zu benötigen. Sie leben in ihrer männerzentrierten Politikerblase und es wirkt so, als ob sie jeglichen Bezug zu den massiven Belastungen einer breiten Bevölkerungsschicht verloren haben. Nicht selten seien die Langzeitfolgen bei einer Coronaerkrankung schlimmer, als das eigentliche Covid-19, hat mir jüngst jemand gesagt. Bei einer Pandemie ist das bezogen auf das soziale Gefüge sicher genauso naheliegend. Um mit den Worten von Kretschmann höchstselbst zu enden: „Die gesellschaftlichen Schäden eines Lockdowns dürfen nicht höher sein als der Nutzen.“ Halten wir uns daran.

Text: Dr. Sandra Hartmann

Po. Symbolfoto. Quelle: adobe stock

 




„Familien die großen Pandemieverlierer“

Um 11 Uhr am Donnerstag, den 14. Januar 2021, verkündet Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer Live-Video-Statement, dass die Grundschulen und Kitas nun doch nicht, wie in Aussicht gestellt, am Montag, den 18. Januar 2021 wieder öffnen (wir berichteten). Dabei sprach er von einem „wir“ und „gemeinsam mit der Kultusministerin“. Doch so gemeinsam scheint die Entscheidung dann doch nicht gefallen zu sein.

Was tun, wenn die Zahlen nicht sinken sollten?

Direkt nach Kretschmann trat Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann ans Mikrofon und distanzierte sich deutlich von dieser Entscheidung https://www.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/. Sie hätte sich gewünscht, dass eine Sonderregelung hätte gefunden werden können für die Schulen und fordert, „zügig eine Perspektive für Schüler:innen zu schaffen“, auch wenn die Coronazahlen nicht sinken sollten. Denn: Wie lange sollen die Kitas und Schulen denn geschlossen bleiben?, fragt Eisenmann. Und: Was wenn die Zahlen nicht sinken? Eine Überlastung der Familien drohe.  Denn die psychischen Schäden seien laut Kinderärzten sehr groß, doe die Kultusministerin. Sie möchte in keinem Fall, dass „die Familien die großen Pandemieverlierer“ sind.

Perspekte für Familien fehle

„Ich hätte mir eine differenzierte Vorgehensweise gewünscht“. Eisenmann hat sich dafür eingesetzt, dass ab Montag, den 18, Januar 2021, trotz der Coronazahlen zumindest wieder die Kitas und die ersten und zweiten Klassen der Schulen öffnen. Sie distanziert sich damit klar von dem Kurs des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der eine Öffnung frühestens für Anfang Februar 2021 in Aussicht stellt.

 




Das Land spaltet sich – Lasst uns darüber sprechen

Noch nie hat weltweit ein Thema mehr polarisiert als Corona und die Coronamaßnahmen. Deutschland spaltet sich in zwei Lager. Die Befürworter und die Gegner. Auf welcher Seite stehen Sie? Wie finden Sie die Entwicklung? Gibt es in unserem Land noch eine Diskussionskultur? Wir sagen: Ja. Lasst uns darüber sprechen.

Wir laden Sie, liebe Leser ein, öffentlich mitzudiskutieren in unserer Talkrunde.

Einfach anmelden per E-Mail an: info@gschwaetz.de – unter Angabe Ihres Namens, Wohnorts, Alters und eine kurze Beschreibung Ihrer Meinung zu diesem Thema. Wir melden uns dann bei Ihnen.

Verwaltungsmitarbeiter, Landrat Dr. Neth, Bürgermeister und Lokalpolitiker waren bei Luchas Besuch zugegen. Foto: GSCHWÄTZ

Die Kinder aus Christa Zellers Kindergarten erhalten weiterhin ihre Essensrationen. Foto: Bongai Shamwari e.V.

Bislang gibt es noch keine Maskenpflicht im Unterricht. Foto: Symbolfoto Unterricht in Zeiten von Corona. Quelle: adobe stock

Christiane Bürker thta die Coronasoforthilfe nicht in Anspruch genommen. Foto: GSCHWÄTZ

Corona: Für Pfleger und Bewohner keine einfache Situation. Foto: GSCHWÄTZ

Rainer Mugler bedankt sich schon jetzt für die Einhaltung der Corona-Regeln. Foto: Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises

Corona: Ein junger Arzt liegt auf seiner eigenen Station. Foto: Screenshot aus einem Video der New York Times

Demo Stuttgart gegen die Coronamaßnahmen. Screenshot. Quelle: youtube/Video des SWR

Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles war der erste Proband. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 




„Wir landen irgendwann in einer Coronadiktatur“

„Maskenverweigerer in den Knast“, einsame Kinder sind gesund“, „horcht den Medien“, „impfen iszt Nächstenliebe“, „gehorcht“, „melde deinen Nächsten wie dich selbst“, „Meinungsfreiheit wird überbewertet“ – steht auf den Schildern, die die Demonstranten umhängen haben. Sie sind alle gekleidet in weißen Anzügen mit weißen Masken. Die Gesichter sind nicht zu erkennen. Eine weibliche Stimme ertönt vom Band mit dem immergleichen Soundtrack: „Spahn erhöre uns“ und „erschießt die Maskenverweigerer“. Zum Gleichklang der Stimme laufen die Demonstranten wie Zombies durch die Innenstadt in Bad Mergentheim – aneinandergehalten von einem Seil mit dem Hinweis: 1,5m – was dem derzeit empfohlenen Coronasicherheitsabstand entspricht.

Die Zuschauer applaudierten nach der Vorstellung.

Hochgeladen hat das Video „Afd Archive“. Die Demo war am 08. Januar 2021. Eine Künstlergruppe aus Heidelberg hat diese Darbietung gemacht, um, so eine Sprecherin, „die drastischen Coronamaßnahmen durch Übertreibung zu kritisieren, um zu zeigen, wohin das alles führen kann. Wir landen irgendwann in einer Coronadiktatur.“




Von der ersten Impfung bis zum vollen Schutz vergehen rund 1,5 Monate

So fängt das Jahr 2021 für viele Mitarbeiter in den Pflegeheimen in Künzelsau, Krautheim und in anderen Städten und Gemeinden im Kocher- und Jagsttal mit mehr Sicherheit an. Viele wurden gegen Covid-19 geimpft. Bis es soweit war, gab es teilweise Einlasskontrollen in den Pflegeheimen. Die Mitarbeiter mussten sich vor Dienstantritt mit einem Schnelltest testen lassen, bevor sie die Pflegeeinrichtung betreten durften.

Schnelltests für Mitarbeiter

Das ist nach der ersten Impfung aber erst einmal sicherheitshalber immernoch so. Die zweite Impfung gibt dann rund drei Wochen später. Wiederum drei Wochen später soll die Impfung dann voll wirksam sein.

Nebenwirkungen sollen nach der zweiten Impfung schlimmer sein

Manche Mitarbeiter fühlten sich nach der ersten Impfung extrem müde, schlapp und/oder hatten Schmerzen im Arm. Die zweite Impfung könnte laut der Ärzte mehr Nebenwirkungen auslösen.
Stand 08. Januar 2021: 638 Corona-Schutzimpfungen im Hohenlohekreis durchgeführt

Seit dem Impfstart im Hohenlohekreis am 30. Dezember 2020 haben sich bereits 638 Personen durch mobile Impfteams des Zentralen Impfzentrums (ZIZ) Rot am See gegen das Coronavirus impfen lassen (Stand 07.01.2021). Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Es handele sich dabei um Pflegekräfte sowie um Bewohner:innen von Pflegeheimen im Kreis.

Neth: „Ich freue mich auf den Tag, an dem unser Kreisimpfzentrum in Öhringen in Betrieb geht“

„Die Impfungen sind ein wichtiger Schritt in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ich bin daher sehr froh, dass wir im Hohenlohekreis mit den Impfungen in den Pflegeheimen so gut vorankommen. Dass wir innerhalb kurzer Zeit bereits in über der Hälfte der Heime im Kreis Impfungen durchführen konnten, haben wir insbesondere Frau Dr. Bublitz zu verdanken, die den Ablauf organisiert und gemeinsam mit ihren Kollegen auch an den Feiertagen und über den Jahreswechsel die Impfaufklärung und Impfung übernommen hat“, dankt Landrat Dr. Matthias Neth. „Ich freue mich auf den Tag, an dem unser Kreisimpfzentrum in Öhringen in Betrieb geht und wir dort vielen weiteren Bürger:innen die Impfung ermöglichen können. Wir sind startklar und bereit, es fehlt eben leider der Impfstoff.“

Für das Kreisimpfzentrum fehlt derzeit noch der Impfstoff

Nach Informationen des Sozialministeriums sollen ab dem 22. Januar Impfungen in den Kreisimpfzentren (KIZ) der Landkreise angeboten werden. Zuständig für die Ausstattung mit Impfmaterial und medizinischem Fachpersonal ist das Land Baden-Württemberg. Die Terminvereinbarungen hierfür werden über 116 117 oder www.impfterminservice.de erfolgen, sind aber derzeit noch nicht möglich. Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig und kostenlos.

Corona-Impfungen online buchen

Seit dem 27. Dezember 2020 finden in den neun Zentralen Impfzentren (ZIZ) in Baden-Württemberg Impfungen statt. Impftermine für das Zentrale Impfzentrum können über die Impftermin-Servicehotline des Landes unter der Nummer 116 117 oder unter http://www.impfterminservice.de/impftermine gebucht werden. Ausgehend von den Zentralen Impfzentren sind zudem mobile Impfteams im Einsatz, um Impfungen in Pflegeheimen durchzuführen.

Noch nicht alle können geimpft werden

Zurzeit steht noch nicht ausreichend Impfstoff für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung. Aus diesem Grund ist ein schrittweises Vorgehen erforderlich. Priorisiert geimpft werden die Bürger:innen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutzbedürftige Personen anzustecken. Die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes (PDF) führt diejenigen Personen auf, die zuerst eine Impfung erhalten sollen. In Baden-Württemberg werden diese priorisierten Gruppen nicht über ein individuelles Anschreiben informiert.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums https://www.zusammengegencorona.de/impfen/ erhältlich.

 

 




In Unterhose zur Arbeit kommen? Für diesen Polizisten kein Problem

Ein Videoclip auf youtube erreicht gerade rekordverdächtige Klickzahlen. Ein GSCHWÄTZ-Leser hat ihn der Redaktion weitergeleitet. Es handelt sich dabei um einen Clip mit dem Titel: „Ausgangssperre? Kein Problem! Polizeikontrolle während der Ausgangssperre (Beilngries [in Bayern], 04.01.2021)“. Ins Netz gestellt wurde das Video am 06. Januar 2020 von Martin Gerloff.

Die Polizisten bleiben ruhig

Es zeigt, wie zwei im Auto befindende Personen bewusst filmen (vermutlich ist der Mann im Video Martin Gerloff, zumindest steht in dem Text unter dem Video: „Wir haben unterschrieben…) beim Coronaregeln brechen. Sie sind nach 21 Uhr noch unterwegs und geraten, ob bewusst oder unbewusst, in eine Polizeikontrolle. Dabei weigern sie sich, den Grund für ihr nächtliches Brechen der Ausgangssperre zu nennen und verweisen lediglich darauf, dass sie hierfür einen wichtigen Grund hätten, den sie aber rein rechtlich nicht nennen müssen. Die Polizeibeamten bleiben ruhig.

Autofahrer macht Polizeibeamten Verhaltensvorschläge

Der Fahrer belehrt die Beamten daraufhin, dass sie es doch künftig bitte künftig unterlassen sollen, Bürger, die zu zweit nächtlich noch unterwegs sind, zu belästigen. Es gäbe gute Gesetz, aber auch „Müllgesetze“ und die neuen Ausgangsbeschränkungen (in Bayern muss man wegen Corona bis spätestens 21 Uhr zu Hause sein, in Baden-Württemberg bis 20 Uhr) seien ein solches „Müllgesetz“, da man den ganzen Tag Menschen anstecken könne, aber abends, wenn man alleine oder zu zweit im Auto sitzt, das sei dann verboten. Für den Autofahrer völlig unverständlich: „Ich unterstütze einfach so einen Müll an Gesetzen nicht. Vielleicht werdet ihr dann auch mal aufwachen und das nächste Mal weggucken“, sagt er an die Beamten gerichtet. „Nur weil „ein Penner wie der Söder [Anm. d. Red.: damit ist der bayrische Ministerpräsident Markus Söder gemeint] das sagt…was würden Sie denn tun, wenn der sagt, dass Sie in Unterhose zur Arbeit kommen müssen? Würden Sie das auch tun?“ – „Dann muss ich das auch tun“, lautet die Antwort des Polizisten.

Das Video wurde innerhalb eines Tages bereits über 460.000 geklickt – bei einer Abonnentenzahl von gerade Mal 2.430 (Stand: 07. Januar 2021, 08 Uhr). Am 09. Januar 2021 kratzte das Video bereits an der Ein-Millionen-Grenze.

 

 

https://www.youtube.com/watch?fbclid=IwAR1YBcBg_CH1KHg0-nZ34YBV4SmGYJ0_NrNsfleLozfLGRhZQTWOWQkam6g&v=hfIR0ddNct4&feature=youtu.be