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Corona-Virus: Zentrale Abstrichstelle im Gesundheitsamt Künzelsau

Seit Dienstag, den 10. März 2020, gibt es eine Zentrale Abstrichstelle der niedergelassenen Ärzte aus dem Hohenlohekreis in den Räumen des Gesundheitsamtes in Künzelsau. „Durch die Zentralisierung verhindern wir, dass durch den Gang in eine Arztpraxis unnötig andere Patienten dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. Außerdem führt es ebenfalls zu einer großen Entlastung der niedergelassenen Ärzte“, meint laut einer Pressemitteilung Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes. In der Zentralen Abstrichstelle werden gebündelt Abstriche genommen und im Labor ausgewertet. Ebenfalls kann so die notwendige Schutzausrüstung effektiver genutzt werden, die vom Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt wird. Vorteilhaft ist auch die Nähe zu den Experten im Gesundheitsamt.

Zahl der Verdachtsfälle wird steigen

„Wir gehen davon aus, dass durch die Erweiterung des Risikogebietes vergangener Woche die Zahl der Verdachtsfälle, die wir gemäß den Empfehlungen des RKI abstreichen sollen, erheblich steigen wird“, so Dr. Susanne Bublitz, Vorsitzende der Ärzteschaft Öhringen, in der Mitteilung. „Durch die Zentrale Abstrichstelle werden alle Ressourcen entlastet, damit die Behandlung der erkrankten Personen in unsere Praxen weiterhin wie gewohnt stattfinden kann.“ Die Zentrale Abstrichstelle ist zunächst werktags bis auf weiteres eingerichtet. „Durch die Zusammenarbeit können wir voraussichtlich bis zu 30 Abstriche am Tag vornehmen“, schätzt Dr. Bublitz. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst und werden die weitere Situation in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt im Blick behalten.“

Zunächst telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt

Die Zentrale Abstrichstelle dienst als Anlaufstelle für Patienten, bei denen nach den Definitionen des Robert-Koch-Instituts (RKI) der begründete Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Personen, die befürchten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollten zunächst telefonisch Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten. Am Telefon erfragen Praxispersonal und Ärzte, welche Symptome bei dem Patienten vorliegen, und ob er sich vor kurzem in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat oder mit einer Coronavirus-Erkrankten Person Kontakt hatte.

Keine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Liegt nach Einschätzung der Ärzte ein begründeter Verdachtsfall vor, wird nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ein Termin für die Beprobung vereinbart. Dem Patienten wird vom Hausarzt mitgeteilt, zu welcher Uhrzeit er sich bei der Zentralen Abstrichstelle einfinden soll und wie die weiteren Schritte vor Ort aussehen werden. Der Eingang ist entsprechend ausgeschildert. Verdachtsfälle sollten nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Probe wird per Kurier zum Labor gebracht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden die Betroffenen durch ihren Hausarzt informiert. Bei einem positiven Ergebnis wird auch das Gesundheitsamt bezüglich dem weiteren Vorgehen Kontakt aufnehmen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis