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Zusätzliches Impfangebot ohne Termin in der Stadthalle Künzelsau

Neben der festen Impfstation, die im ehemaligen Krankenhaus eingerichtet ist, wird es an den zwei Dezemberwochenenden ein weiteres Impfangebot in Künzelsau geben, wie die Stadt Künzelsau mitteilt:

Ohne Terminvereinbarung

Das Mobile Impfteam der SLK-Kliniken bietet an sechs Tagen im Dezember Impfen ohne Termin in der Stadthalle Künzelsau, Schulstraße 9, im zweiten Stock an. Das Impfangebot besteht zu den folgenden Zeiten:

  • 04.12.2021, 10–17 Uhr
  • 05.12.2021, 10–17 Uhr
  • 16.12.2021, 13–20 Uhr
  • 17.12.2021, 13–20 Uhr
  • Zwei weitere Impfangebote ohne Termin wird es am 12. und 18. Dezember in Künzelsau geben, Zeit und Ort werden noch bekanntgegeben.

Es werden Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Johnson & Johnson, bei Bedarf auch Moderna angeboten.

„Impfen ist das Gebot der Stunde“

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir zusammen mit dem Mobilen Impfteam der SLK-Kliniken dieses niederschwellige Impfangebot in Künzelsau anbieten können. Dranbleiben – impfen lassen, egal, ob es die Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung ist. Impfen ist das Gebot der Stunde“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Weitere Impfangebote

Seit Montag, 15. November 2021, gibt es in der Nobelgusch in Pfedelbach sowie in der Notfallpraxis im alten Krankenhaus in Künzelsau zwei feste Impfstationen. Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen. Eine Terminvereinbarung bei der zentralen Anmeldestelle unter www.impfterminmanagement.de/praxis/prx60994bfc19101/registrieren  ist zwingend erforderlich. Geimpft wird zu folgenden Zeiten:

  • Montag: Nobelgusch Pfedelbach, 18 – 20 Uhr
  • Dienstag: Notfallambulanz im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau, 18 – 20 Uhr
  • Mittwoch/Donnerstag: Nobelgusch Pfedelbach, 18 – 20 Uhr
  • Freitag: Notfallambulanz im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau, 18 – 20 Uhr
  • Samstag: Nobelgusch Pfedelbach, ab 9 Uhr
  • Sonntag: Notfallambulanz im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau, ab 9 Uhr

Auch das Orthopädisch-Medizinische-Zentrum in der Kirchstrasse 10 in Künzelsau bietet Corona-Impfungen Informationen und ein Anmeldeformular sind unter https://www.omz-ortho.de/aktuelles/corona-impfung-auffrischimpfung.html zu finden.

Text: Matthias Lauterer / Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Jede und jeder Einzelne bringt uns voran!“ – Abschluss der Aktion „Geimpft in die Ferien“ in Künzelsau

Am Mittwoch, 28. Juli 2021, endete die Impfaktion „Geimpft in die Ferien“ im Künzelsauer Ortsteil Taläcker. Seit Dienstag, 27. Juli, konnten sich alle Hohenloherinnen und Hohenloher unkompliziert und ohne Anmeldung in einem Impfbus impfen lassen. Der Impfbus wurde dem Zentralen Impfzentrum in Rot am See kostenfrei von Ziehl-Abegg zur Verfügung gestellt. Verimpft wurde vorrangig der Impfstoff von Johnson&Johnson, bei dem schon eine Impfung für den vollständigen Impfschutz genügt. 14 Tage nach dieser Impfung gilt man somit bereits als „vollständig geimpft“. Auf Wunsch wurden auch andere Impfstoffe verimpft.

Allein auf Taläcker 100 Impfungen durchgeführt

Insgesamt ließen sich bei dieser Aktion in Taläcker rund 100 Personen impfen. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Pandemie-Bewältigung im Hohenlohekreis geleistet.

 

„Ich freue mich sehr, dass die Aktion so gut von den Bürgern angenommen wurde und diese sich damit sich selbst und anderen gegenüber verantwortungsvoll zeigen“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Die seit einigen Tagen wieder steigende Inzidenz und die neuesten Ausbruchsgeschehen machen deutlich, dass die Pandemie noch nicht überstanden und damit eine Erhöhung der Impfquoten immer noch immens wichtig ist. Ich danke allen Geimpften im Hohenlohekreis sehr für ihr Engagement! Jede und jeder Einzelne bringt uns voran!“

Am 29. Juli war der Impfbus in Niedernhall vor Ort, am 30. Juli in Bretzfeld. Weitere Haltestellen des Impfbusses in den Städten und Gemeinden des Hohenlohekreises sind in Planung.

Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




An die falsche Adresse

Nach der Corona-Impfung für Erwachsene wird zurzeit diskutiert, ob nicht auch alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gegen das Virus geimpft werden sollten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt nur eine Impfung für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen, weil diese ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Kinder ohne Vorerkrankung haben dagegen meist einen milden oder sogar asymptomatischen Krankheitsverlauf.

Sorge vor den Auswirkungen

Klar ist: Über Corona-Impfungen bei Kindern muss diskutiert werden, denn daran scheiden sich die Geister. Viele Politiker:innen – beispielsweise Bundesgesundheitsminister Jens Spahn – wünschen sich eine Ausweitung der STIKO-Empfehlung für alle Kinder, weil sie glauben, nur so sei eine Herdenimmunität zu erreichen. Das aber lehnen viele Eltern ab, weil sie darin einen unverhältnismäßigen Eingriff sehen, von dem Kinder nichts bis wenig haben. Sie treibt die Sorge um, welche Auswirkungen die verwendeten Impfstoffe auf ihre Kinder langfristig haben können.

Druck wird aufgebaut

Doch was gar nicht geht: Bereits im Vorfeld wird versucht, per anonymem Schreiben die Hohenloher Schulleiter:innen und Lehrer:innen unter Druck zu setzen, sich gegen Corona-Impfungen bei Kindern einzusetzen (https://www.gschwaetz.de/2021/07/20/sie-machen-sich-moeglicherweise-strafbar/). Das Schreiben wurde der GSCHWÄTZ-Redaktion per Post zugestellt. Es bezieht sich auf dubiose Quellen – beispielsweise die Schweizer Ärzte-Vereinigung Aletheia – und endet mit einer unverhohlenen Drohung: „Die hohe Anzahl von wissenschaftlichen Fakten, die nur noch schwer zu ignorieren sind, wird aber die Gerichte unter Druck setzen, um einen Schuldigen zu benennen. Stellen Sie heute schon sicher, dass Sie nicht dazu zählen.“ Unterzeichnet haben „besorgte Eltern, die leider anonym bleiben möchten“.

Leidtragende wie alle anderen auch

Es ist verständlich, dass die Eltern besorgt um ihren Nachwuchs sind. Jeder will schließlich das Beste für sein Kind. Doch in dem Fall ist der Brief an die falsche Adresse gerichtet. Die Lehrer:innen sind schlicht und ergreifend dafür nicht zuständig. Sie haben die Aufgabe, unseren Kindern Wissen zu vermitteln und ihr soziales Miteinander zu fördern. Schutz vor Krankheiten und das Verhindern staatlicher Maßnahmen gehören nicht dazu. Sie sind nicht schuld an der Pandemie, sondern Leidtragende wie alle anderen auch. Außerdem: Auch viele Lehrer haben Kinder und stehen ebenso vor der Frage, ob sie ihren Nachwuchs impfen lassen oder nicht.

Offen einstehen für Kinderrechte

Wenn es den „besorgten Eltern“ wirklich so ernst ist mit ihrer Sorge, sollten sie aus der Anonymität kommen und für die Rechte ihrer Kinder offen einstehen. Sie könnten sich organisieren und öffentlich auf ihr Anliegen aufmerksam machen – und zwar an den richtigen Stellen, nämlich den Politiker:innen. Demonstrationen und Schreiben an Politiker:innen sind in einer Demokratie legitime Mittel, die jedem zustehen. Druck aufbauen auf eine ganze Berufsgruppe gehört aber nicht dazu.

Kommentar: Sonja Bossert