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Impfstützpunkt Künzelsau bleibt im Juli geöffnet

Das Impfangebot des Hohenlohekreises wird bis 27. Juli 2022 verlängert. Wie bereits im Juni gibt es damit mittwochs und samstags die Möglichkeit, sich ohne Termin gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die Impfungen finden mittwochs von 13-19 Uhr und samstags von 10-17 Uhr im Impfstützpunkt Künzelsau in der ehemaligen Praxis Dr. Köhler, Stettenstraße 30, 74653 Künzelsau statt.

„Die COVID-19-Impfung ist immer noch das effektivste Mittel zur Eindämmung der Pandemie und zur Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe. Angesichts der wieder steigenden Fallzahlen wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern auch weiterhin eine niedrigschwellige Möglichkeit bieten, eine Impfung bzw. eine Auffrischungsimpfung zu erhalten“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth.

Pressemitteilung Hohenlohekreis

 




Impfstationen im Hohenlohekreis jetzt an sieben Tagen die Woche besetzt

Kaum sind die beiden Impfstationen in Pfedelbach und Künzelsau in Betrieb, werden die Öffnungszeiten ausgeweitet. Das Landratsamt Hohenlohekreis teilt mit:

Impfwillige können sich an den neu eingerichteten Impfstationen im Hohenlohekreis an sieben Tagen in der Woche impfen lassen. An Sonntagen wird jeweils ab neun Uhr morgens am Alten Krankenhaus in Künzelsau ein Impfbus stehen, in dem Erst-, Zweit- oder Boosterimpfungen vorgenommen werden können. Organisiert wird das Angebot von Dr. Susanne Bublitz, der Pandemiebeauftragten der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg für den Hohenlohekreis, mit Unterstützung verschiedener Hausärzte aus dem Kreis sowie des Landratsamtes.

Die Öffnungszeiten der Impfstationen im Einzelnen:

Montag: Nobelgusch Pfedelbach, 18 – 20 Uhr
Dienstag: KV-Notfallpraxis Künzelsau am alten Krankenhaus, 18 – 20 Uhr
Mittwoch/Donnerstag: Nobelgusch Pfedelbach, 18 – 20 Uhr
Freitag: KV-Notfallpraxis Künzelsau am alten Krankenhaus, 18 – 20 Uhr
Samstag: Nobelgusch Pfedelbach, ab 9 Uhr
Sonntag: Parkplatz altes Krankenhaus Künzelsau, ab 9 Uhr

Eine Terminvereinbarung bei der zentralen Anmeldestelle unter www.impfterminmanagement.de/praxis/prx60994bfc19101/registrieren ist zwingend erforderlich. Die Impfterminvergabe ist auch auf den Internetseiten www.gemeinschaftspraxis-pfedelbach.de, www.hohenlohekreis.de und www.corona-im-hok.de verlinkt.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Mobiles Impfteam statt Impfzentrum

Das Impfzentrum in Öhringen ist bereits geschlossen, die letzten Impfzentren des Landes Baden-Württemberg schließen am heutigen Freitag, 1. Oktober 2021. Stattdessen werden ab Oktober mobile Corona-Impfteams im Stadt- und Landkreis Heilbronn, im Neckar-Odenwald-Kreis und im Hohenlohekreis im Einsatz sein.

Die SLK-Kliniken teilen mit:

Als Unterstützung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie der Betriebsärzteschaft sind ab Oktober im gesamten Bundesland Mobile Impfteams (MIT) im Einsatz. Die SLK-Kliniken sind einer von zwölf ausgewählten Krankenhausstandorten, an die die MIT angebunden sind, und koordinieren in dieser Funktion die Einsätze für den Stadt- und Landkreis Heilbronn, den Neckar-Odenwald-Kreis und den Hohenlohekreis.

Ziel: Corona-Impfung als Regelversorgung

Bevor die Corona-Schutzimpfung ausschließlich über die Regelversorgung abgedeckt werden wird, sind die MIT für eine Übergangszeit von drei Monaten bis zum Jahresende 2021 Teil der Corona-Impfkampagne. Von den SLK-Kliniken können zwei jeweils vierköpfige MIT starten, um – zunächst an fünf Tagen die Woche – gleichzeitig unterwegs zu sein und vor Ort zu impfen. In erster Linie führen die MIT notwendige Auffrischungsimpfungen von immobilen Personen, beispielsweise in Alten- oder Pflegeheimen, durch. Zudem ist vorgesehen, dass sie beispielsweise bei Impfaktionen in Kommunen oder an Schulen zum Einsatz kommen sollen und so dazu beitragen, die noch immer zu niedrige Impfquote zu steigern.

Kontaktaten

Für interessierten Einrichtungen, Behörden oder Kommunen des Stadt- und Landkreises Heilbronn, des Neckar-Odenwald-Kreises sowie des Hohenlohekreises, die noch nicht kontaktiert wurden, besteht die Möglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme zum MIT:
• E-Mail: MIT-Heilbronn@slk-kliniken.de
• Telefon: 07131 49-33320

Angebot richtet sich nicht direkt an Privatpersonen

Terminanfragen sind momentan für die Zeit ab dem 4. Oktober 2021 für Montag bis Freitag möglich. Ab dem 18. Oktober können auch Termine an den Wochenenden angeboten werden.
Das MIT greift sowohl bei der Durchführung der Impfungen als auch bei der notwendigen Ausstattung (bspw. Kühlung, IT) auf Erfahrungen und vorhandene Strukturen der zum 30. September geschlossen Stadt- und Kreisimpfzentren zurück. Das Angebot der MIT richtet sich nicht direkt an Privatpersonen.

Pressemitteilung der SLK-Kliniken




Offenes Impfen im KIZ Öhringen noch bis 12. September 2021

Bis zur Schließung des Kreisimpfzentrums (KIZ) Öhringen zum 12. September 2021 finden noch mehrere offene Impftage statt. Zu diesen ist keine Anmeldung erforderlich, geimpft wird mit allen verfügbaren Impfstoffen, solange der Vorrat reicht.

Im Rahmen der offenen Impftage sind ab 1. September auch Auffrischimpfungen mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech möglich. Auch hier ist keine vorherige Terminvereinbarung erforderlich.

Öffnungszeiten des KIZ Öhringen

Freitag, 27. August, 8-18 Uhr
Samstag, 28. August, 8-18 Uhr
Sonntag, 29. August, 8-15 Uhr
Mittwoch bis Sonntag, 1.-5. September, jeweils von 8-18 Uhr
Freitag, 10. September, 8-18 Uhr
Samstag, 11. September, 8-18 Uhr
Sonntag, 12. September, 8-15 Uhr

Nach dem 12. September finden Impfungen ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzte, Betriebsärzte und durch das mobile Impfteam Heilbronn statt.

Hintergrund:

Auffrischimpfungen können die folgenden Personengruppen erhalten, sofern die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt:

  • Menschen über 80 Jahre,
  • Personen, die in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort leben,
  • Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden,
  • Personen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Therapie,
  • Personen, die ausschließlich Vektorviren-Impfstoffe von AstraZeneca bzw. die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten haben,
  • Beschäftigte wie etwa Pflegekräfte, die in den genannten Einrichtungen, ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten sowie in medizinischen Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen arbeiten nach individuellem Wunsch und entsprechender ärztlicher Aufklärung.

Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




#dranbleibenÖhringen – Öhringer Gemeiderat appelliert an die Bürger:innen, sich impfen zu lassen

Der Öhringer Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung mit großer Mehrheit einen Appell an die Bürgerschaft verabschiedet, sich impfen zu lassen.
Diesen Appell veröffentlichen wir hier in voller Länge:

 

Liebe Öhringerinnen und Öhringer,

das Impfen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gemeinsam mit Ihrer Hilfe wollen wir es weiter kraftvoll voranbringen. Die Mehrheit des Gemeinderates der Großen Kreisstadt Öhringen wendet sich mit diesem Aufruf an die Bevölkerung, Vereine und Organisationen in unserer Stadt.

Machen Sie sich stark für’s Impfen, indem Sie

    1. …die Impf-Aktionen in Ihrem Freundeskreis, Bekanntenkreis, Netzwerk und bei Ihren Mitgliedern bekannt machen.
    2. …Ihr Netzwerk / Ihre Mitglieder dazu aufrufen ebenfalls aktiv zu werden z.B. dadurch sich impfen zu lassen, oder Menschen in Ihrem Umfeld zum Impfen aufzuklären.
    3. …selbst Aktionen zum Impfen planen und das Angebot erweitern. Informieren Sie die Landeskampagne unter www.dranbleiben-bw.de/impfaktionen zu der geplanten Aktion, sodass diese beworben werden kann.

Das Kreisimpfzentrum in Öhringen ist für diesen Kraftakt gewappnet. Wir bedanken uns bei all den Helferinnen und Helfern, die dort ihren Dienst an der Gesellschaft erbringen. 

Gemeinsam haben wir als Gesellschaft bei der Eindämmung der Corona-Pandemie viel erreicht – dafür bedanken wir uns als Gemeinderat bei den Öhringerinnen und Öhringern. Jetzt heißt es: #dranbleibenÖhringen.

Für die unterstützenden Fraktionen:

CDU-Fraktion, Roland Weissert
FWV-Fraktion: Prof. Dr. Otto Weidmann
LBÖ-Fraktion: Markus Hassler
SPD-Fraktion: Patrick Wegener
UNS/Grüne-Fraktion: Dieter Volkert

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Öhringen




Corona-Impfung für jedermann bei Ziehl-Abegg: Entspanntes Warten in der Schlange

Der Impfsonntag, den Ziehl-Abegg am 30. Mai 2021 veranstaltete, fand bundesweit großes Interesse, wie Rainer Grill, Pressesprecher des Unternehmens mitteilte: Die weitesten Anreisen hatten wohl Impflinge aus Göttingen und Leipzig. Nur auf den ersten Blick weitgereist war Caroline, die auf die Frage, woher sie kommt, mit „Kolumbien“ antwortete. Sie wohnt allerdings in Mulfingen – den Preis für die weiteste Anreise kann sie nicht erhalten. „Ich bin nicht für einen Impftourismus“ meint sie. Ohne dieses Impfangebot hätte sie „warten müssen, bis ich drankomme“. Ein Verwandter, der bei Ziehl-Abegg arbeitet, hat sie informiert, es ist ihr ein Anliegen, nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitmenschen schützen zu können.

„Wußte gar nicht, wie viele Leute meine Handynummer kennen“

Rainer Grill ist zufrieden damit, dass die Menschen das Angebot so begeistert annehmen. Nachdem alle Termine vergeben waren, habe er noch viele Anrufe von Menschen bekommen, die nach Terminen gefragt haben: „Ich wußte gar nicht, wie viele Leute meine Handynummer kennen“, schmunzelt er, um ernst weiterzufahren: „Es war eine clevere Entscheidung, ein externes Buchungstool auszuwählen“, man habe auf diese Weise Gerechtigkeit garantieren könne.

Zweimal 50km mit dem Fahrrad

Sebastian kommt aus der Nähe von Schnelldorf, im Vergleich mit Göttingen ist das keine weite Anreise: Aber er ist die rund 50km mit dem Fahrrad gefahren, zugegeben: mit ein wenig Elektrounterstützung. „Bei dem Wetter war das kein Problem“, sagt er und erklärt dem GSCHWÄTZ-Reporter noch ein paar technische Details seines speziellen Fahrrads.

Lange Schlange

Auf den ersten Blick sieht man eine lange Schlange von Menschen, die sich quer durchs Werksgelände zieht. Bei genauerem Hinsehen sieht man aber, dass die Schlange immer in Bewegung ist. Das ist auch kein Wunder: Die meisten Impfinteressenten haben die notwendigen Unterlagen bereits vorab ausgefüllt und können zügig zur Impfstraße weitergehen. Die anderen müssen ihre Unterlagen vor Ort ausfüllen – und dafür eine kleine Extrarunde drehen. Man sieht keine ungeduldigen Menschen, die ganze Stimmung ist entspannt. Nur manchmal muß die Security jemanden freundlich darauf hinweisen, dass auf dem Betriebsgelände nicht geraucht werden darf. „Alles easy“, bestätigt die Securitymitarbeiterin.

Die Impfung selber geht sehr schnell

Drei Impfkabinen stehen zur Verfügung, in denen die Impfungen verabreicht werden – nach dem Einlesen der Versichertenkarte ist meist keine Wartezeit mehr, die Impflinge werden unmittelbar in eine der Kabinen geführt. Wartezeit ist erst nach der Impfung wieder angesagt: Eine Viertelstunde müssen die Frischgeimpften abwarten, ob sich unmittelbar Reaktionen einstellen, die ein ärztliches Eingreifen erfordern. Danach ist für die Menschen die Impfung abgeschlossen – man sieht nur zufrieden Augen bei den Menschen, die das Impfzentrum verlassen. Der Rest des Gesichts ist von der Maske verdeckt.

Gute Vernetzung im Beruf zahlt sich aus

Aus Kornwestheim angereist sind Jürgen und Marina. Ihr Arbeitgeber ist ein Geschäftspartner von Ziehl-Abegg und sie haben über einen Ansprechpartner von Ziehl-Abegg von der Aktion erfahren. Jürgen spricht von „Glück“ und „Connections“, die man haben müsse. Sie beide seien „zu jung“, hätten „keine Chance gehabt“. Er ist „dankbar, die Chance zu kriegen“. Marina hätte „beim Betriebsarzt demnächst“ ein Impfangebot erhalten, aber sie nimmt jetzt dieses Angebot wahr.

„Vollgas bei den Leuten“

Hinter den Kulissen sind viele Ziehl-Abegg-Mitarbeiter tätig, „unentgeltlich“, wie Grill betont. Die Bereitschaft der Mitarbeiter, zu helfen, sei außerordentlich groß gewesen, selbst ein Rentner habe seine Hilfe angeboten. Und als man kurzfristig mehr Personal gebraucht hätte, sei das Aufstocken problemlos möglich gewesen. Angesprochen auf das enorme Tempo bestätigt Grill anerkennend: „Ja, da ist Vollgas bei den Leuten“. Das kann Jutta Watzke, Betriebsratsvorsitzende bestätigen: Sie hat zwei Stunden lang pausenlos beraten und ist kaum noch bei Stimme – sie benötigt jetzt unbedingt eine Trinkpause.
In einem Hinterzimmer werden die Impfdosen vorbereitet. Auch diese Tätigkeit wird von Mitarbeitern übernommen, die vorher intensiv von medizinischem Personal eingearbeitet wurden und auch immer wieder überprüft werden.

„Nicht dass ichs mitgekriegt hätte“

David ist 19 Jahre alt und kommt aus Backnang, „auch nicht der nächste Weg“. In der Umgebung seiner Heimatstadt kennt er „kein anderes Angebot, nicht dass ichs mitgekriegt hätte“

Scheinbar Unmögliches möglich gemacht

Rainer Grill berichte von einem erfahrenen Arzt, der nicht glauben wollte, dass man 1.500 Menschen an einem Tag impfen könne. Der sei sehr überrascht gewesen, dass die Impfungen so schnell und reibungslos vonstatten gehen. Der Unterschied zwischen Impfarzt und bekanntem Hausarzt sei wohl der, dass die Patienten beim Hausarzt neben der Impfung auch andere medizinische Themen ansprechen würden.

Zwei Stunden Anfahrt – aber dann fühlt man sich sicher

Clemens aus Darmstadt berichtet, dass es ihm bisher nicht möglich war, in seiner Heimatstadt ein Impfangebot zu erhalten. Endlich geimpft zu sein, für diese Sicherheit habe er auch eine rund zweistündige Anfahrt in Kauf genommen. Auch er sei von einem Bekannten auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht worden.

Keine Konkurrenz zum Kreisimpfzentrum

Fast nur positive Rückmeldungen habe er bekommen, sagt Rainer Grill – nur in einer einzigen e-mail sei von „Totspritzen“ die Rede gewesen. Daher habe man auch nicht mit etwaigen Protesten von Impfgegnern gerechnet. Er betont, dass die Impfaktion „dem KIZ nicht den Impfstoff wegnimmt“ – diese Vermutung wurde ihm gegenüber offenbar geäußert – und erklärt: „Die Impfzentren und die Ärzte bestellen aus zwei verschiedenen Töpfen“.

Auch Impflinge aus Künzelsau

Aber auch aus Künzelsau sind Menschen zur Impfung gekommen. Zum Beispiel Mike, der bei Ziehl-Abegg arbeitet und bereits geimpft ist – er begleitet heute seine Frau zu ihrem Impftermin.

Text: Matthias Lauterer

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Carolina hält nichts von Impftourismus. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Sebastian fährt jetzt noch 50km nach Hause. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Entspanntes Warten in der Schlange. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Jürgen und Marina. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Hinter den Kulissen: Roland Burgemeister, Peter Schippert, Nicolas Grill und Holger M.Rößler (v.links) bereiten Impfdosen vor. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: David kennt kein ähnliches Angebot, Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Kurz vor dem Eingang zur Impfung. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Kurt vor dem Eingang zur Impfung. Foto: GSCHWÄTZ




Was tun, wenn der Körper zu wenig Antikörper gegen Corona bildet – trotz Impfung?

Nach dem schleppenden Start kommt die Impfkampagne gegen das Corona-Virus nun auch in Deutschland in Fahrt. Immer mehr Menschen erhalten zumindest den ersten Piks. Laut Robert Koch-Institut hatten am Mittwoch, den 28. April 2021, 24,7 Prozent der Deutschen die erste Impfung erhalten und 7,4 Prozent die zweite Dosis (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html). Mittlerweile haben Diskussionen begonnen, ob vollständig Geimpfte Lockerungen erhalten sollen.

Kaum Antikörper trotz Impfung

Gleichzeitig stellt sich aber auch die Frage, wie wirksam die Impfungen schützen und wie lange der Schutz vor einer Corona-Infektion anhält. Eine GSCHWÄTZ-Leserin aus Niedernhall, die anonym bleiben möchte, war Ende Januar 2021 mit dem Impfstoff von Biontech/Pfitzer geimpft worden. Im April wurde sie auf Antikörper getestet. Dabei zeigte sich, dass sie einen Wert von 7,1 U/ml hat, aber erst bei einem Wert von 15 U/ml kann man von einer wahrscheinlichen Immunisierung ausgehen. (U/ml steht hier für Units pro Milliliter).

Antwort des Immunsystems

Über die Antikörper heißt es auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums: „Die Bildung von Antikörpern gehört zu einem sehr wichtigen Arm des Immunsystems, nämlich dem humoralen Immunsystem. Einen weiteren wichtigen Arm des Immunsystems bildet die zelluläre Immunantwort. Auch dieser Teil des Immunsystems wird durch eine Impfung angeregt. Die zelluläre Immunantwort umfasst so auch Immunzellen, die infizierte Zellen erkennen und zerstören können.“ Mit einer Impfung werden also neben den Antikörpern auch Immunzellen trainiert, die Corona-infizierte Zellen erkennen und zerstören können. Damit könne die schützende Immunisierung erreicht werden, auch wenn der Antikörperspiegel einige Monate nach der Impfung abfalle oder sie nur unzureichend gebildet werden. „Wie lange der Schutz anhält, wird im Rahmen der klinischen Prüfungen auch nach einer Zulassung weiter ermittelt“, heißt es weiter (https://www.zusammengegencorona.de/impfen/impfstoffe/wirksamkeit-und-sicherheit/#faqitem=5dc5e067-5334-5b0f-bfcc-2cf7ce670ded).

Unterschiedliche Wirksamkeit

Im Fall der mRNA-Impfstoffe – das sind beispielsweise die Seren von BioNTech/Pfizer und Moderna – spricht das Robert Koch-Institut (RKI) von einer Wirksamkeit von 95 Prozent (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html). Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass geimpfte Personen an dem Virus erkranken, ist bei ihnen um 95 Prozent geringer als bei ungeimpften Personen. Dafür müsse der Impfstoff zweimal verabreicht werden und spätestens 14 Tage nach der weiten Impfung sei ein ausreichender Schutz vorhanden. Im Fall der Vektor-basierten Impfstoffe wie beispielsweise AstraZeneca geht das RKI von einer 80-prozentigen Wirksamkeit aus. Dafür muss der Impfstoff ebenfalls zweimal, allerdings im Abstand von zwölf Wochen, verimpft werden. Der ebenfalls Vektor-basierte Impfstoff von Johnson&Johnson soll laut RKI nach der empfohlenen einmaligen Impfdosis eine Wirksamkeit von etwa 65 Prozent haben und zu etwa 75 Prozent gegen schwere Verläufe schützen.

Auch vor Mutanten geschützt

Das RKI geht außerdem auch davon aus, „dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neuen Linien wirksam sind“, die geimpften Personen also auch vor den Mutanten geschützt sind. Zwar könne bei manchen Mutanten eine Erkrankung auftreten – beispielsweise bei der Südafrika-Variante B.1.351. Es hätte sich aber auch gezeigt, dass die Impfung vor einem schweren Verlauf der Infektion schütze und dieser eher milde sei.

Geimpfte können trotzdem erkranken

Für beide mögliche Impfstoff-Varianten schreibt das RKI allerdings auch: „Wenn eine mit einem COVID-19-Impfstoff geimpfte Person mit dem Erreger in Kontakt kommt, wird sie also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.“ Es sei zwar wenig wahrscheinlich, dass eine vollständig geimpfte Person positiv wird, aber die Wahrscheinlichkeit sei nicht gleich null. Der Schutz setze „auch nicht sofort nach der Impfung ein und einige geimpfte Personen bleiben ungeschützt“. Trotz der guten Wirksamkeit könne es auch nach einer Impfung zu einer Covid-19-Erkrankung kommen, „da die Impfung keinen 100-prozentigen Schutz bietet“. Das könne laut RKI dann der Fall sein, „wenn die Infektion kurz vor der Impfung stattgefunden hat – wenn also in der Inkubationszeit geimpft wurde – oder wenn eine Infektion in den ersten Tagen nach der Impfung erfolgt ist, bevor der Impfschutz vollständig ausgebildet werden konnte“. Die absolute Sicherheit gibt es also nicht. Außerdem ist auch noch nicht bekannt, wie lange der Schutz anhält.

Gefahr der Übertragung ist nicht aus der Welt

Zudem heißt es auf der RKI-Homepage weiter: „Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass Menschen trotz Impfung symptomatisch oder asymptomatisch infiziert werden können und dabei SARS-CoV-2 ausscheiden.“ Das heißt, die Gefahr, dass zweifach geimpfte Personen das Virus übertragen, ist zwar geringer als bei ungeimpften, aber nicht völlig aus der Welt. Deshalb empfiehlt die Stiko, auch nach „einer Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (Alltag mit Maske, Hygieneregeln, Abstandhalten, Lüften) weiterhin einzuhalten“.

Regelmäßige Auffrischung

Ebenfalls noch ziemlich unklar ist, wie lange die Impfung vor Corona schützt. Im Moment wird von einem sechsmonatigen Schutz ausgegangen. Beim RKI heißt es dazu: „Für die COVID-19-Impfstoffe liegen aktuell noch keine Daten vor, ob und ggf. in welchem Zeitabstand eine Auffrischimpfung notwendig sein wird.“ Das hänge von verschiedenen Faktoren ab: Dauer des Impfschutzes nach primärer Impfserie, Wirkweise des Impfstoffs, mögliche Immunitätsentwicklung gegen Impfstoffkomponenten oder Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen. „Bei vielen Standard- oder Indikationsimpfungen ist empfohlen, nach einem bestimmten Zeitintervall eine Auffrischimpfung zum Erhalt des Impfschutzes durchzuführen.“ Möglicherweise muss also auch die Impfung gegen Covid-19 regelmäßig aufgefrischt und zusätzlich die Impfstoffe an die Mutationen angepasst werden.

 

 




YouTube-Video zeigt Abläufe im Kreisimpfzentrum

Seit Montag, den 01. März 2021, gibt es auf dem YouTube-Kanal des Landratsamtes Hohenlohekreis ein Video zum Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Film, der in Zusammenarbeit mit der Firma Dawici aus Öhringen entstanden ist, veranschauliche exemplarisch den Ablauf einer Impfung in der Hohenlohe-Halle und soll damit einen Beitrag zur bundesweiten Impfkampagne gegen das Coronavirus leisten.

Der Film ist unter https://www.youtube.com/watch?v=2p4XVCT5bgY sowie über die beiden Internetseiten http://www.hohenlohekreis.de/kiz sowie www.corona-im-hok.de abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis