Messerwerfer, Höhenakrobatik und die Könige des Dschungels
Weithin sichtbar steht es in Künzelsau auf den Wertwiesen, das Zelt des Familienzirkus Quaiser. Um das Zelt herum die Fahrzeuge, in denen die Zirkusfamilie wohnt und mit denen sie auf Tournee gehen wird und die Tierkäfige, in denen sich neben zwei Löwen auch Kamele, Pferde, und ein Esel aufhalten.
Die ganze Familie ist hier m Einsatz, fast alle Mitwirkenden tragen den Namen Quaiser. Auch der Nachwuchs steht bereits in der Manege, sei es als kleiner Clown Spaghetti oder als Schlangenmensch.
Aber zuerst kommt das, worauf die Kinder im Zuschauerraum schon gespannt sind. Zwei Löwen kommen herein – und sind gar nicht so furchterregend, wie sich Kinder Löwen vorstellen, eher wie große Katzen. Juniorchef Manolito spielt denn auch mit seinen Löwen wie mit Katzen. Und wie große Katzen wollen auch die Löwen nicht immer, wie ihr Dompteur, sie haben ihren eigenen Kopf und manchmal keine Lust.
Das Schöne an so einem Familienzirkus ist die Nähe zur Manege. Wenn ein Kamel einen Meter vor einem Kind steht und ihm tief in die Augen schaut, oder wenn ein Wassereimer … nein, wir wollen nicht zuviel verraten …, dann sind die Löwen schnell vergessen.
Es sind die ruhigen akrobatischen Nummern, die überzeugen und die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Akrobatische Übungenin einem Ring in schwindelerregender Höhe ohne Netz oder doppeltem Boden oder der Kraftmensch, der nicht nur einfache Handstände präsentiert, sondern diese auf einem Turm von sieben aufeinandergetürmten Stühlen zeigt.
Und wenn die Kinder schon überlegen, welche Nummer die beeindruckendste war, kommt der Feuerspucker und bringt die Reihenfolge wieder durcheinander.
Das erste Vorstellungswochenende ist vorbei, der Zirkus wird noch ein weiteres Wochenende in Künzelsau gastieren, bevor er weiterziehen wird. Vorstellungen gibt es noch bis Sonntag, 03. Juli 2022. Karten kosten 20 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder und können direkt bei Zirkus Quaiser jeden Tag zwischen 10 und 16 Uhr gekauft werden.
Text und Fotos: Matthias Lauterer
















