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Landratsamt bemängelt: „Unzureichende Umleitungsbeschilderung“

Seit Montag, 02. August 2021, ist die B19 in Künzelsau wegen Straßenausbesserungsarbeiten gesperrt. Obwohl dies vom Landratsamt angekündigt war (GSCHWÄTZ berichtete), herrschte am Montagmorgen, den 02. August 2021, ein regelrechtes Verkehrschaos in Künzelsau. Der Rückstau ging bis Ingelfingen, selbst auf den Schleichwegen war kein Durchkommen: Am Zollstock standen die Fahrzeuge bis zum Kinderhaus, wegen der Ampelschaltung war auch dort nur stop&go-Verkehr möglich.

Beschilderung unzureichend

Das Landratsamt teilt auf GSCHWÄTZ-Anfrage mit: „Die angespannte Verkehrslage rund um die Baustelle an der B19 in Künzelsau am frühen Vormittag des 02.08.2021 war auf die unzureichende Umleitungsbeschilderung zurückzuführen. Die Verkehrssicherungsfirma hatte die drei im beigefügten Plan eingezeichneten Schilder nicht aufgestellt. Das hat dazu geführt, dass die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Gaisbach / Künzelsau, anstatt der Umleitung über die Würzburger Straße zu folgen, weiter auf der Bahnhofstraße geradeaus unterwegs waren und aufgrund der Baustelle an der B19 dann an der Mainzer Straße wenden mussten. Für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Belsenberg bzw. Ingelfingen war es durch das starke Verkehrsaufkommen auf der Bahnhofstraße schwierig, von der Würzburger Straße aus links abzubiegen.“

Polizei mußte den Verkehr regeln

Laut Auskunft des Landratsamts wurde der Verkehr vorübergehend von der Polizei geregelt, bevor die Straßenmeisterei Künzelsau eine entsprechende provisorische Beschilderung anbringen konnte.

Am Dienstagmorgen war die Situation schon bedeutend entspannter.

 

 




Hohenlohe im Schneechaos

Der Dezember hat für so manchen Autofahrer gleich mit einer weißen Überraschung begonnen: Hohenlohe versank am Dienstag, den 01. Dezember 2020, im Schneechaos, nachdem es in der Nacht zuvor kräftig geschneit hatte. „Seit sechs Uhr hatten wir bereits acht Einsätze: drei in Öhringen, je einen in Waldenburg, Krautheim und Mulfingen“, sagt Manuel Bär, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Heilbronn. „Es gab Blechschaden und Verkehrsbehinderungen, aber nichts Gravierenderes.“ Zur Situation der Schulbusse konnte der Polizeisprecher nichts sagen.

Allerdings wartete so manches Schulkind vergebens auf die Fahrtgelegenheit zur Schule: Auf der Linie 13 kam es zu massiven Verspätungen. Weil die Schulbusse von Dörrenzimmern nicht über die Steige Richtung Künzelsau fahren konnten, suchten sie ihren Weg über Stachenhausen nach Künzelsau. Allerdings ist es in der Zwischenzeit auf der B 19 zwischen Stachenhausen und Künzelsau zu einem Lkw-Unfall gekommen, sodass sich nun dort auf der Verkehr staut.

 

Für die Kinder eine Freude, für Berufstätige ein Graus: Schnee in Hohenlohe. Foto: GSCHWÄTZ




Leserbrief zum Verkehrschaos in Künzelsau

Ich finde euer Magazin wirklich super und lese das immer online. Die Themen sind sehr informativ und regional, das ist klasse. Außerdem seid ihr immer sehr schnell mit euren Berichten zu aktuellen Vorkommnissen. Glückwunsch hierzu. Ich hätte nun ein Thema, das eventuell auch für euch interessant sein könnte. Mich nervt seit Jahren der Verkehrsfluss durch Künzelsau. Am Montag, den 15. Oktober 2018, war etwa die komplette Stadt ab 18.20 in alle Richtungen absolut dicht. Es ging einfach gar nichts mehr. An normalen Tagen, wenn man am Feierabend von Gaisbach durch die Stadt möchte, dauert es oft zehn bis 15 Minuten, bis man durch ist. Das Gleiche passiert jeden Morgen von Amrichshausen her kommend, sobald man nach 7.15 Uhr an die Ampel Langenburgerstraße/Mergentheimerstraße kommt.

Die Ampelstellungen sind so schlecht, dass zum Beispiel an der Alleekreuzung die Fahrzeuge von Gaisbach kommend, die links in die Konsul-Uebele-Straße einbiegen möchten, bei Grün nicht fahren können, weil auf der Gegenseite die Ampel an der Kreuzung Schillerstraße/Stuttgarter Straße rot ist und der Rückstau der wartenden Fahrzeuge die ganze Alleekreuzung blockiert. Ist man dann hier durch, findet das gleiche Spiel vor der Kocherbrücke statt. Ich habe schon mehrmals beim Landratsamt diese Situation geschildert, die Aussage war, dass die Busfahrer sehr zufrieden sind und man deshalb nichts ändern müsste. Es wäre echt super, wenn ihr euch diesem Thema einmal annehmen würdet. Die Situation ist einfach unerträglich und könnte relativ einfach behoben werden. Jede Ampel besitzt eine Kamera für die Verkehrsüberwachung.

Vor Jahren waren die Kameras mit den Ampeln gekoppelt und die Kameras so geschaltet, dass sich die Grünphasen nach der Anzahl der Fahrzeuge, die vor der jeweiligen Ampel standen, gerichtet hat. Zu diesem Zeitpunkt lief alles wirklich absolut problemlos. Irgendwann hat man das aber wieder eingestellt – warum, weiß ich nicht. Auch die Umweltbelastung könnte man durch diese Regelung deutlich reduzieren. Warum man das nicht wieder ändert, ist mir unverständlich.

Werner Hügel