Erster bestätigter Coronavirus-Fall im Hohenlohekreis.
Am Donnerstag, den 05. März 2020, wurde erstmals ein Coronavirus-Fall im Hohenlohekreis bestätigt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Weiter heißt es darin: „Es handelt sich um eine Frau aus der Raumschaft Bretzfeld, ihr Gesundheitszustand ist gut. Sie befindet sich in häuslicher Isolation und steht in gutem Kontakt zum Gesundheitsamt des Hohenlohekreises. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird das Landratsamt Hohenlohekreis in Fällen von Coronavirus-Infektionen keine weiteren Informationen zu persönlichen Daten Betroffener bekanntgeben.“
Bürgertelefon auch am Wochenende erreichbar
Während der Isolation beziehungsweise der häuslichen Quarantäne stehe das Gesundheitsamt stets in Kontakt mit den Personen. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises gehe nach wie vor jedem Verdachtsfall nach.
„Seit in Baden-Württemberg Fälle von infizierten Personen bekannt wurden, haben wir uns auf einen möglichen Ausbruch im Hohenlohekreis vorbereitet. Wir waren deshalb gut auf diesen Fall vorbereitet und konnten schnell und besonnen reagieren“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth. „Durch das vorbildliche Handeln der Betroffenen und die hervorragende Arbeit des Gesundheitsamtes war der Ablauf in diesem Fall so, wie er sein soll. Das Wichtigste ist, eine Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzudämmen. Daran arbeiten wir in enger Abstimmung mit den Landesbehörden“, so Neth weiter.
Neth: „Wir konnten schnell und besonnen reagieren“
Für alle Fragen zum Coronavirus ist das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises werktags von 8 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07940/18-888 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die dann zuständigen Stellen verweist. Das Gesundheitsamt steht mit seinen Experten beratend zur Verfügung.
In den vergangenen Tagen konnten bereits viele Nachfragen beantwortet werden, insbesondere zum Umgang mit geplanten Veranstaltungen, bei Kontakt mit möglichen Infizierten oder Wissenswertes für Reiserückkehrer aus Risikogebieten oder angrenzenden Risikogebieten.
Des Weiteren können sich Bürger täglich zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0711/904-39555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.
Außerdem bietet das Landratsamt Hohenlohekreis fortlaufend aktualisierte Informationen und Links unter www.hohenlohekreis.de an.
Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus nach wie vor höchste Priorität
„Wir arbeiten weiterhin mit aller Kraft daran, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen und Kontaktpersonen zu identifizieren. Umso früher wir diese erkennen, können wir auch eine Ausbreitung verhindern oder verlangsamen“, so Landrat Dr. Matthias Neth in der heutigen Besprechung des Koordinierungsstabs, der weiterhin täglich zusammenkommt. „Wir im Hohenlohekreis arbeiten gemeinsam an dem bundesweiten Ziel der Eindämmungsstrategie. Dafür möchte ich mich bereits heute bei allen Akteuren und Betroffenen für das hervorragende Zusammenspiel bedanken, dass wir hier im Kreis erfahren.“
„Mögliche Folgen einer unkontrollierten Verbreitung wäre enorm“
„Ich habe großes Verständnis, dass Bürger unterschiedlich reagieren, auch persönliche Emotionen spielen in der aktuellen Situation eine Rolle. Wir werden weiterhin transparent über unser Vorgehen und unsere Schutzmaßnahmen informieren, denn die möglichen Folgen einer unkontrollierten Verbreitung wären enorm“, ruft Landrat Dr. Neth die Bevölkerung zum besonnenen Handeln auf. So rät das Landratsamt dringend dazu, Ruhe zu bewahren und auch keine unnötigen Hamsterkäufe von Lebensmittel, Desinfektionsmitteln oder Atemmasken zu tätigen. Insbesondere sollten die empfohlenen Schutzmaßnahmen vom Robert Koch-Institut eingehalten werden – gute Handhygiene, die übliche Huste-und Nieß-Etikette sowie einen ausreichenden Abstand von ca. 1-2 Meter zu Erkrankten. Wichtig ist auch, überfüllte Räume und Menschenansammlungen zu vermeiden.
„Wir haben auch die Veranstaltungen im Blick“, ergänzt Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamts. „Für jede Veranstaltung bedarf es einer Einzelfallprüfung durch den Veranstalter. Hierzu orientieren wir uns an den Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts, welche wir auf unserer Homepage eingestellt haben, aber auch jedem Veranstalter auf Nachfrage zuschicken. Ergibt sich nach den Kriterien ein höheres Risiko, halten wir es für sachgerecht, eine geplante Veranstaltung zu verschieben.“ Für jede Veranstaltung werden individuelle Hygienemaßnahmen empfohlen, so das Landratsamt.
Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 05. März 2020