1

Kommunen bräuchten mehr Kompetenzen, um die Energiewende durchzubringen“

Zu einem Austausch besuchte der Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser (SPD) jüngst den Bürgermeister der Gemeinde Braunsbach, Frank Harsch.
Herr Harsch und die Gemeinde Braunsbach haben nach der Flutkatastrophe Beeindruckendes geleistet. Ich möchte erfahren, was bei kommenden Katastrophen seitens des Staates besser
gemacht werden kann“, so Leiser.

60 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen und für den Wiederaufbau investiert

Sechs Jahre nach der Flutkatastrophe seien in Braunsbach rund 60 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen und für den Wiederaufbau investiert worden, erläuterte Bürgermeister Frank
Harsch. Mit den Erfahrungen vergangener Katastrophen sollten gerade die Warnsysteme ausgebaut werden. Dazu gehöre für ihn auch, dass der Bund flächendeckend neue Sirenen finanziere, so Harsch.

„Die Energiewende wird durch planungsrechtliche Vorgaben erschwert“

Ein Schwerpunkt der Arbeit in Braunsbach sei der Klimaschutz. Als erste Gemeinde im Landkreis habe man einen Klimaschutzmanager angestellt. Die für den Klimaschutz notwendige Energiewende, wie zum Beispiel der Ausbau von Windkraft, wird durch planungsrechtliche Vorgaben erschwert“, erklärte Harsch. Die Kommunen bräuchten mehr Kompetenzen, um die Energiewende durchzubringen, forderte der Bürgermeister.

Interkommunale Zusammenarbeit

Zur Weiterentwicklung der Gemeinde sei für Braunsbach die interkommunale Zusammenarbeit von
zunehmender Bedeutung, wie bereits beim Gewerbegebiet mit Untermünkheim geschehen, skizzierte Frank Harsch.

Strategien für die Auswirkungen der Klimakrise entwickeln.

Bundestagsabgeordneter Kevin Leiser nahm, gerade auch vor dem Hintergrund seiner Erfahrung als Gemeinderat und Kreisrat, die Anregung auf: Wir brauchen ein besseres Frühwarnsystem und sollten die Kompetenzen von Bund und Ländern beim Katastrophenschutz bündeln. Den Ausbau erneuerbarer Energien gilt es zu forcieren. Im Genehmigungsprozess sollten erneuerbare Energien privilegiert werden, um Vorrang vor anderen abzuwägenden Interessen zu erhalten. Gleichzeitig gilt es Strategien zu entwickeln, wie wir uns an die Auswirkungen der menschengemachten Klimakrise anpassen können. Für ihn sei ebenso eine gute Infrastruktur die Grundlage für einen zukunftsfähigen und attraktiven ländlichen Raum. Dazu gehörten nicht zuletzt die flächendeckende Breitbandversorgung sowie der zwingend notwendige Ausbau der Autobahn A6.

Pressemitteilung Kevin Leiser




Autofahrer prallt gegen Brückenpfeiler und stirbt

Tödliche Verletzungen zog sich ein Autofahrer bei einem Unfall am Donnerstag, den 11. November 2021, auf der Landesstraße 1045 bei Braunsbach zu, wie die Polizei am frühen Abend mitteilte. Der Mann, dessen Alter zunächst nicht bekannt war, fuhr gegen 15.30 Uhr von Geislingen am Kocher in Richtung Braunsbach. Bei geradem Streckenverlauf kam er aus bislang noch ungeklärter Ursache und ohne fremde Beteiligung von der Fahrbahn ab. Nach rund 70 Metern fuhr er frontal gegen einen Pfeiler der Kochertalbrücke.  Das Auto sei dabei stark deformiert worden und habe Feuer gefangen.

Die Feuerwehr aus Braunsbach löschte den Brand. Für den Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot aus dem Auto geborgen werden. Der Sachschaden wird auf 8.000 Euro geschätzt.

Während der Unfallaufnahme und Bergung blieb die Straße einspurig passierbar. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Aalen




A6: Lkw-Fahrer will verunglückter Frau helfen – und wird selbst auf Fahrbahn erfasst

Am frühen Freitagmorgen, den 05. November 2021, gegen 5:15 kam es auf der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen der Anschlussstelle Schwäbisch Hall und der Kochertalbrücke zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein bislang unbekannter Lkw-Fahrer fuhr auf eine 46-jährige VW-Fahrerin auf. Der VW geriet dabei ins Schleudern, prallte gegen die Mittelleitplanke und kam im Anschluss quer auf der Fahrbahn zum Stehen.

Ein dahinter fahrender 45-Jähriger Lkw-Fahrer stoppte sein Fahrzeug in einer Nothaltebucht und wollte der VW-Fahrerin helfen. Während der 45-Jährige zu dem auf der Fahrbahn stehenden VW lief, konnte ein 46-jähriger Mercedes-Fahrer nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf den querstehenden Pkw der Frau auf.

Während der Mercedes nach rechts abgewiesen wurde, prallte er gegen den BMW eines 27-Jährigen, welcher den rechten Fahrstreifen befuhr. Durch die Kollision wurde der 45-Jährige Lkw-Fahrer auf der Fahrbahn erfasst und mittelschwer verletzt. Die VW-Fahrerin erlitt ebenfalls mittelschwere Verletzungen und wurde sofort in eine Klinik gebracht.

Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 25.000 Euro. Die Fahrbahn musste während der Unfallaufnahme gesperrt werden, weshalb sich zwischenzeitlich ein Rückstau bildete. Die Verkehrspolizeidirektion Kirchberg an der Jagst hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter der Telefonnummer 07904/94260 um Hinweise zum bislang unbekannten unfallverursachenden Lkw-Fahrer

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Heilbronn




Braunsbach: Waffendepot bei Hausdurchsuchung gefunden

Wie der SWR heute Morgen unter https://swr-aktuell-app.swr.de/news/84117/Waffen+und+Granaten++in+Braunsbach+sichergestellt/20200623050636 berichtete, stellte die Polizei bei der Durchsuchung eines Hauses in Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall mehrere Kurz- und Langwaffen sicher. In dem Waffendepot seien unter anderem zwei Kalaschnikows gefunden worden, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. Außerdem hätte der 64-jährige Hausbewohner, der in Untersuchungshaft genommen wurde, tausende Schuss Munition und mehrere Handgranaten im Keller gehortet. Laut SWR bestehe der Verdacht, dass die Waffen aus dem Ausland eingeführt wurden.

Eingeleitet wurden die Ermittlungen laut SWR durch einen anonymen Hinweis. Wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn mitteilte, sei der Mann bisher unbescholten. Woher er die Waffen hat, sei aber noch nicht geklärt. Weiter hieß es, dass es keinen Zusammenhang zur Reichsbürgerszene sowie zu rechts- oder linksextremistischen Kreisen gebe.

Quelle: SWR aktuell