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„Mal wieder einen Neuen probieren“

Nach 16 Jahren im Amt wurde Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel abgewählt. Am kommenden Sonntag sind die Bürger zum zweiten Urnengang gerufen. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat sich unter den Bürgern umgehört, was sie von der Arbeit des Noch-Amtsinhabers halten und was sie von seinem Nachfolger erwarten. Die Meinungen sind durchaus gespalten. Nicht alle finden, dass Markus Knobel in den Jahren seiner Amtszeit eine schlechte Arbeit geleistet hat. Dennoch blickt die Bevölkerung nach vorne und freut sich auf den neuen Rathauschef, der  – so hoffen sie – frischen Wind in den Ort bringt.

„Mehrere Sachen sind vorgekommen, die sich summiert haben“

„Der Wahlausgang war in der Richtung zu erwarten, aber dass er so einfährt, hat der Knobel nicht verdient“, findet Reiner aus Waldenburg und auch der Waldenburger Hartmut sagt: „Wenn man die ganzen 16 Jahre zurückblickt, hat er eigentlich für Waldenburg schon was getan“. Dennoch denke er, dass der Wechsel gut sei: „In letzter Zeit – aber was heißt in letzter Zeit – die letzten zwei, drei Jahre sind mehrere Sachen vorgekommen, die sich einfach summiert haben“. Auch Jens Peter aus Waldenburg findet: „Es war ja nicht schlecht, was er gemacht hat. Es war auch viel Gutes dabei, aber vielleicht muss man mal wieder einen Neuen probieren“. Dorothea aus Waldenburg dagegen ist froh über die Wahl und ihren Ausgang: „Für Waldenburg selber hat er nichts gemacht. In meinen Augen“. Knobel sei „auch immer sehr arrogant rübergekommen“ und viele hätten „vor ihm auch gekuscht“.

„A bissle betriebswirtschaftliches Denken soll im Rathaus einziehen“

Nahverkehr und der Zustand der Straßen sehen die Befragten als die drängendsten Aufgaben, die auf den Neuen im Chefsessel warten.“Unsere Straßen sind nicht mehr so der Hit“, bemängelt Jens Peter. „Grad die Hohenlohestraße ist nicht gut. Da sollten sie sich vielleicht ein bisschen mehr drauf versteifen.“ Hartmut hofft nun, dass mit dem Nachfolger von Markus Knobel „a bissle betriebswirtschaftliches Denken im Rathaus“ einzieht.  Auch Reiner ist der Meinung, dass Nahverkehr und die Versorgung der Bevölkerung zu den drängendsten Themen gehören: „Wir haben nur einen Laden und sonst nichts mehr“. So denkt auch Dorothea: „Wenn man keinen Führerschein hat, hängt man hier fest“. Außerdem gebe es im Ort nur noch den Kirchersbäck, aber der sei sonntags immer gerammelt voll. Und sonst könne man nirgendwo hingehen.

Umfrage: Dr. Felix Kribus

 

Die Waldenburgerin Dorothea ist froh über den Wahlausgang in ihrem Ort. Foto: GSCHWÄTZ




Hauptsach‘ koi Badelatsche

Die alde Fraa von drobbe de Höh‘ verfolgt die Bürgermeisterwahl in Künzelsau mit Argusaugen. Frei Schnauze, gerade so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, erzählt sie in Ihrem Kommentar, warum Badelatschen und Föhnfrisuren als Bürgermeischter gar nicht gehen.

Ein Kommentar.

Meht zum Thema Bürgermeisterwahl in Künzelsau 2018 gibt es hier: