Mikrobiologe kritisiert „unwissenschaftliche Vorgehensweise des RKI“: Nur Bluttests geben Aufschluss über wirkliche Infektionen
Der Mikrobiologe Dr. Andreas Bermpohl kritisiert, dass coronapositiv getestete Menschen gleichgesetzt werden mit infizierten Menschen. Das sei nicht der Fall, wie er seit September 2020 immer wieder betont http://www.studiogera.de/001/2020/09/30/taeuschung-der-oeffentlichkeit-mit-infektionszahlen/
„Unwissenschaftliche Vorgehensweise des RKI“
Wenn positiv getestete Menschen als Infizierte gewertet werden, sei das sowohl infektionsepidemiologisch als auch sachlich falsch. Ein entsprechender Artikel erschien bereits am 26. September 2020 in der Druckausgabe der Neuen Westfälischen Zeitung. Der diplomierte Biologe bildet Laborassistenten aus, ist als Krankenhaushygieniker aktiv, betreut Laboratorien in Sicherheitsfragen und hat sich mit der Übertragung viraler Erreger durch raumlufttechnische Anlagen beschäftigt.
Der Öffentlichkeit werde ein starker Anstieg der Corona-Infizierten suggeriert, den es nicht gebe
Die Vorgehensweise des Robert-Koch-Instituts (RKI) bezeichnet er als unwissenschaftlich. Der Öffentlichkeit werde ein starker Anstieg der Corona-Infizierten suggeriert, den es nicht gebe.
Der Coronatest zeige nur einen Verdacht eienr Infektion an
Der Coronatest/PCR-Test könne nur den Verdacht einer Infektion anzeigen, da er auch auf einzelne, nichtinfektiöse Fragmente des Virus reagiere. Eine positiv getestete Person sei also nicht zwangsläufig infiziert, und eine infizierte nicht unbedingt krank. In der öffentlichen Darstellung würden alle diese Dinge nicht unterschieden. Von 1.600 positiv getesteten Beschäftigten der Tönnies-Belegschaft seien nur 20 tatsächlich erkrankt gewesen.
Erst Bluttests könnten Gewissheit schaffen
Bermpohl fordert deshalb Bluttests, doch das sei nicht gewünscht. Er bezeichnet das Verhalten des RKI als grob fahrlässig. Es treibe die Testzahlen in die Höhe, um dann durch einfaches Aufaddieren der positiv getesteten Personen behaupten zu können, dass die Infektionszahlen steigen. Das Verhältnis der Gesamttestzahl zu den positiven Befunden werde dagegen nur im Hintergrund veröffentlicht.
Beipackzettel: „Tests nicht für diagnostische Zwecke bestimmt“
Auf den Beipackzetteln der Test ist ebenfalls vermerkt, dass es sich hierbei nicht um diagnostische Ergebnisse handelt: „Dieses Produkt ist nur für Forschungszwecke und nicht für diagnostische Zwecke bestimmt. Dieses Produkt ist für den Nachweis von 2019-Novel Coronavirus (2019-nCOV) vorgesehen. Das Nachweisergebnis dieses Produkts dient nur als klinische Referenz und sollte nicht als einziger Beweis für die klinische Diagnose und Behandlung verwendet werden.“
