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Öhringen: Bienenzuchtverein sucht Paten für Blühwiese

Nicht nur Öhringen soll weiterblühen, sondern ganz Hohenlohe soll sich auch im Bereich des Natur- und Umweltschutzes weiterhin positiv entwickeln. Daher legen laut einer Pressemitteilung der Öhringer Bienenzuchtverein und der Hohenloher Landwirt Thomas Karle auf einer Fläche von 1,5 Hektar am Ortseingang von Großhirschbach eine Blühwiese zum Schutz der Insekten und der Artenvielfalt an.

Dabei können sich Blühpaten aktiv einbringen und für die Dauer von zwei Jahren eine Blühpatenschaft erwerben. Mit einem Beitrag von 2,50 Euro pro Monat (60 Euro für zwei Jahre) können einzelne Personen, Familien oder Unternehmen jeweils eine Fläche von rund 240 Quadratmetern zum Blühen bringen. Kleine Schilder weisen darauf hin, wer die jeweilige Blühfläche ermöglicht hat. Jeder Pate trägt dazu bei, die Hohenloher Natur farbenfroher und abwechslungsreicher zu gestalten und einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen den Lebensraum zu erhalten.

Thomas Karle legt die Blühwiese an und betreut sie. Die Blühpaten werden von ihm und dem Bienenzuchtverein Öhringen regelmäßig über die Entwicklung der Blühwiese informiert. Imker stellen Bienenvölker am Rande der Wiese auf und überreichen jedem Blühpaten pro Jahr ein 500 Gramm-Glas leckeren Blühwiesen-Honig als Dankeschön für das Engagement. Wer zusätzlich noch selbst mit anpacken möchte, kann für zehn Euro Aufpreis auf seiner Blühpatenfläche einen Randstreifen von rund 25 Quadratmetern selbst bewirtschaften, um eigene Kräuter, Blumen oder Gemüse anzubauen.

„Gerne unterstützen wir die Initiative des Öhringer Bienenzuchtvereins bei der Bewerbung der Blühpaten, denn gerade in der aktuellen Corona-Zeit ist ein solches Zukunftsprojekt ein ganz wichtiges und positives Signal“, freut sich Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler in der Mitteilung. Ansprechpartnerin für das Projekt ist Susanne Schweizer vom Bienenzuchtverein Hohenlohe-Öhringen. Sie ist per E-Mail susanne@schweizer-cappel.de oder unter Telefon 0176/210 68 366 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es unter  http://www.imker-oehringen.de. Bewerbungen für Patenschaften sind bei Susanne Schweizer bis Freitag, den 15. Mai 2020, möglich, da nach diesem Datum die Einsaat erfolgen sollte.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen und des Bienenzuchtvereins Hohenlohe-Öhringen




Familie Franz möchte rund 5.000qm-Fläche zum Schlaraffenland für Bienen, Hummeln & Schmetterlinge umwandeln

In Ochsental soll es laut einer Pressemitteilung ab Juni summen und brummen. Ein 4.700 Quadratmeter großes Feld wird zum Schlaraffenland für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Dafür sorgt die Landwirtsfamilie Franz vom Hoflädle Ochsental in Mulfingen mit ihrem Blühpaten-Projekt. Kunden des Hofladens fördern die Bienenweide. „Es war uns schon immer ein Anliegen, Qualität statt Masse zu produzieren“, erklärt Simone Franz in der Mitteilung, „deshalb setzen wir uns ein für gute Böden, für Nachhaltigkeit und Artenvielfalt.“ Mit dem Blühpaten-Projekt will Familie Franz die Verbraucher nun mit ins Boot holen, denn viele möchten etwas für die Bienen tun. Insekten sind ein wichtiger Faktor für das Gleichgewicht des Ökosystems. Dass die Bestände von Fluginsekten und Vögeln in den vergangenen 30 Jahren um drei Viertel zurückgegangen sind, macht den Menschen Sorge, denn wir sind darauf angewiesen, dass sie unsere Nutz- und Nahrungspflanzen bestäuben.

„Wir wollen kein Wachstum um jeden Preis.“

Familie Franz züchtet als Mitglied der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall in Ochsental das Schwäbisch-Hällische Landschwein und vermarktet Fleisch und Wurst im eigenen Hofladen. Das Futter für ihre Tiere bauen sie weitestgehend selbst an und achten darauf, die Böden nicht auszulaugen, sondern vital und humusreich zu halten. „Wir denken in Kreisläufen, vom gesunden Boden über gesunde Pflanzen zu hochwertigen Lebensmitteln. Deshalb arbeiten wir schon lange ohne Fungizide auf unseren Feldern“, versichert Rainer Franz. „Dass wir unseren Hof jetzt auf Bio-Anbau umgestellt haben, war für uns die logische Konsequenz. Wir wollen kein Wachstum um jeden Preis, sondern ein Wirtschaften, das unsere Lebensgrundlage erhält.“

Blühpaten gesucht

Noch im April sät der Landwirtschaftsmeister eine Bio-Blühmischung mit Klatschmohn, Sonnenblume, Kornblume, Inkarnatklee und verschiedenen Kräutern auf der Bienenweide aus. Von Juni bis September wird der Tisch für die Insekten dort reich gedeckt sein. Das Blühpaten-Feld befindet sich am Ortsausgang Richtung Mulfingen, die Sponsoren werden dort und auf der Hoflädle-Website auf Wunsch namentlich genannt. Den finanziellen Aufwand für die Bienenweide tragen die Blühpaten. Auch Unternehmen können sich als Sponsoren beteiligen. Kurzentschlossene, die das Projekt in Ochsental noch unterstützen oder eine Blühpatenschaft an Freunde verschenken möchten, können sich bis Ende April bei Familie Franz melden unter Telefon 07938/72 25, per Mail an info@hoflaedle-ochsental.de oder über http://www.hoflaedle-ochsental.de.

Quelle: Pressemitteilung des Hoflädle Ochsental

Die Bienen sind vom Aussterben bedroht. Foto: unsplash/Aaron Burden