Bei zu vielen Störstoffen in der Betty: Gebührenpflichtige Sonderleerung
Wie die Abfallwirtschaft Hohenlohe mitteilt, hat sie in den sechs Wochen der Testphase der zweiten Runde der Qualitätsoffensive 360 Sonderleerungen wegen Störstoffen bei der Betty und 760 Sonderleerungen wegen Überfüllung bei der Restmülltonne registriert.
Betty mit zu vielen Störstoffen wird nicht mehr geleert
Enthält die Bioenergietonne Betty zu viele Störstoffe, so teilt die Abfallwirtschaft Hohenlohe mit, bleibt sie in Zukunft stehen. Die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis lässt die Bürgerinnen und Bürger damit aber nicht im Stich, eine landesweit einzigartige Programmierung bietet die Lösung: Die verschmutzte Betty wird für die Bioleerung gesperrt. Mittels ihrem verbauten Chip wird sie zur Restmülltonne umprogrammiert und muss deshalb bei der nächsten Restmüllleerung bereitgestellt werden. Erst dann wird die Betty wieder für die Bioleerungen freigeschaltet.
Gebührenpflichtige Sonderleerung: Die falsche befüllte BETty wird für die Biomülabfuhr gesperrt und muss mit dem Restmüll entleert werden
Für diese sogenannte Sonderleerung wird eine Gebühr fällig, die im Folgejahr im Gebührenbescheid ausgewiesen ist. Während der coronabedingten Testphase im Jahr 2020 wird noch keine Gebühr berechnet, versichert die Abfallwirtschaft.
Laut der Abfallwirtschaft positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung
Die Abfallwirtschaft berichtet von positiven Rückmeldungen zur Qualitätsoffensive aus der Bürgerschaft, wie „Endlich folgen Sanktionen“ oder „Rainer Mugler hat schon geholfen, kann aber leider auch nicht alles richten“. Diese bestärken die Abfallwirtschaft, den richtigen Weg gegangen zu sein. „Eine händische Nachsortierung des Bioabfalls können und möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern nicht zumuten“, erklärt Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft. Im Bioabfall können sich Keime, Bakterien und Viren befinden, weshalb eine fachgerechte Verwertung umso wichtiger ist. Nicht jeder habe die Möglichkeit zu Hause seine BETty auszuleeren und den Bioabfall sicher und fachgerecht nachzusortieren. Aus diesen Gründen habe sich die Abfallwirtschaft für die Lösung, die fehlbefüllte BETty zur Restmüllabfuhr bereitzustellen, entschieden.
Auch Restmülltonnen werden verstärkt überwacht
Auch offenstehende Deckel bei Restmülltonnen wolle die Abfallwirtschaft nicht länger tolerieren: „In jedem Haushalt muss eine ausreichend große Restmülltonne vorhanden sein. Steht der Deckel immer offen, ist die Tonnengröße falsch gewählt. Das ist gegenüber denen, die richtigerweise eine größere Restmülltonne haben und auch bezahlen, nicht fair“, erklärt Betriebsleiterin Silvia Fritsch. Für Restmülltonnen, bei denen der Deckel offen steht, werde ebenfalls eine Sonderleerung registriert, die auf dem nächsten Gebührenbescheid ausgewiesen ist, in 2020 jedoch noch nicht berechnet wird.

