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Untergang der Titanik?

Es rumort schon lange in Garnberg, seitdem Christian Berner vor einigen Jahren beschlossen hat, mit der Konzernspitze nach Köln abzuwandern. Das Mutterschiff in dem kleinen Künzelsauer Teilort Garnberg trudelt seitdem vermeintlich etwas führungslos durch die Jahre.

Wohin geht’s mit de Standort Garnberg in den kommenden Jahren?

Immer wieder in den vergangenen Jahren gab es ähnliche Äusserungen von unterschiedlichen Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Bereichen, unter anderem dahingehend, dass sie nicht wissen, wohin die Reise für den Konzern am Standort Garnberg gehen soll, mit einem dicken Verweis auf Kündigungen des Konzerns oder durch Mitarbeiter:innen, die freiwillig gehen, deren Stellen aber teilweise nicht wieder voll besetzt würden, so dass die offenen Aufgaben auf den Rest der Belegschaft aufgeteilt werden würden. Auch die vergangenen Monate soll es wieder diverse (Eigen-)Kündigungen gegeben haben.

Angst und Unsicherheit

„Man kommt sich ein wenig wie beim Untergang der Titanik vor und wir sind das Orchester, das bis zum Schluss spielt“, hat ein Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, unlängst zur Zukunft in Garnberg geäussert. Von „den Standort ausbluten lassen“ ist die Rede. Diverse Mitarbeiter:innen vermissen eine offene Kommunikation, wohin die Reise für den Standort Garnberg gehen soll und welche Strategie das Unternehmen verfolge. Es herrsche Angst und Unsicherheit vor der Zukunft.

Das Unternehmen selbst verweist auf Umsatzwachstum in diversen Bereichen, aber Umsatz ist nicht gleich Gewinn

Bringt man die Sorgen und Nöte von Teilen der Belegschaft bei Berner direkt vor und konfrontiert den Konzern mit den Äusserungen, antwortet Pressesprecher Stefan Suska unter anderem mit einem Verweis auf eine relativ aktuelle Pressemitteilung des Unternehmens, die den Titel trägt: „BERNER Group wächst im ersten Halbjahr um mehr als 10% und stellt zwei neue Umsatzrekorde auf.“ .

Suska: „Wer beim Umsatz wächst und wer dies zudem nachhaltig und profitabel schafft, der benötigt natürlich langfristig mehr Mitarbeiter. Daher plant die Gruppe europaweit und auch in Deutschland die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Und damit haben wir schon angefangen.“ Momentan seien 103 offene Stellen im Berner System:
https://recruitingapp-5178.de.umantis.com/Jobs/1?lang=ger&tc66856=p2&amp=&_search_token66856=2002393214#connectortable_66856

Christian Berner warnt schon mal für schlechte Zeiten vor

Die Pressemitteilung kann mittlerweile allerdings nicht mehr direkt auf der Internetseite von Berner selbst abgerufen werden (Diese trug den markigen Titel: „Höchster Umsatz in der Unternehmensgeschichte“, Stand: 16.12.2021), auf diversen Medienportalen wie rp-online ist sie jedoch nach wie vor öffentlich einsehbar. Jeder Betriebswirtschaftler weiß natürlich, dass in Zeiten von Corona vermutlich viele Unternehmen bahnbrechende Umsatzrekorde bei Online-Bestellungen aufweisen (bei Berner immerhin 40 Prozent laut Berner) und dass ein Unternehmen, dass den „höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte“ eingefahren hat, nicht automatisch gesund sein muss und / oder gleichzeitig einen guten Gewinn hat. Ebenso kann man, selbst wenn dem so wäre, nicht automatisch daraus schließen, was aus dem Standort Garnberg letztendlich wird.

Über den Gewinn sagt das Unternehmen nichts. Christian Berner allerdings warnt schon mal für schlechte Zeiten vor, wenn er sagt: „Zeiten wie diese haben wir alle selten erlebt. Nach Corona sehen wir nun eine globale Handelskrise, was einen verlässlichen Ausblick auf die Umsatzentwicklung unmöglich macht.“

Es grassieren Gerüchte um einen Investor

Im Unternehmen selbst grassieren Gerüchte, dass die Personalkosten heruntergefahren werden sollen, um den Weg frei für einen Investor zu machen. Unter anderem auch das Jeansunternehmen Mustang in Künzelsau wurde so aufgekauft.

Stefan Suskas Antwort auf die GSCHWÄTZ-Presseanfrage zum Standort Garnberg zielt fast völlig an allen Fragen bezüglich des Standorts Garnberg vorbei. Unsere Fragen:

  1. Wie viele Menschen arbeiten am Standort Garnberg?
  2. Wie viele Menschen haben am Standort Garnberg 2011 gearbeitet?
  3. Welche Abteilungen sind gewachsen von der Mitarbeiterzahl, welche sind kleiner geworden bezogen auf die Mitarbeiterzahl (in den vergangenen 2 Jahren, bezogen auf den Standort Garnberg)?
  4. Wie viele Menschen haben in den vergangenen 6 Monaten am Standort Garnberg gekündigt, wie viele wurden in diesem Zeitraum von Berner entlassen? Sind diese Zahlen höher als üblich oder üblich?
  5. Gibt es durch Weggänge eine Zusammlegung von Arbeitsbereichen? Konkret haben Mitarbeiter:innen bemängelt, dass bei einem Weggang eines Mitarbeiters die Stelle nicht neu besetzt werden würde, sondern teilweise die Bestandsmitarbeiter:innen dauerhaft die unbesetzten Arbeitsbereiche langfristig mit übernehmen müssten. Ist das korrekt?
  6. Wie viele Menschen arbeiten in Köln 2021 und wie viele Menschen haben 2011 am Standort Köln gearbeitet?
  7. Mitarbeiter:innen vermissen eine gewisse Wertschätzung den (langjährigen) Mitarbeiter:innen in Garnberg gegenüber. Kann Christian Berner das nachvollziehen? Wie oft ist Christian Berner am Standort Garnberg vor Ort bei den Mitarbeiter:innen?

Auf nochmalige Nachfrage und der Bitte, die Fragen zum Standort Garnberg zu beantworten, teilt Suska lediglich lapidar mit: „Die Zahl der Mitarbeiter am Standort Garnberg schwankt seit Jahren in den marktüblichen Entwicklungen unverändert rund um die Marke 1.000.“

In einer weiteren Mail betont Suska wiederum: Die Behauptung „vermissen …transparente Kommunikation“ ist falsch:
Einmal im Monat stehen Betriebsrat und Geschäftsführung allen Mitarbeitern in einer Mitarbeiterversammlung Rede und Antwort.
Fragen können auch gern im Vorfeld eingesandt oder im Nachgang eingereicht werden. Es gibt da keine Restriktionen.
Jede Frage wird beantwortet.“ Bleibt zu hoffen, dass Berner die Fragen der Belegschaft besser beantwortet als die der Presse.

Personalveränderungen

Nicht zum ersten Mal hat Christian Berner, seitdem er von seinem Vater den Chefsessel übernommen hat, das Personalkarussell in den Führungsetagen gedreht, nun, an Nikolaus (06. Dezember 2021) gab Berner weitere Änderungen bekannt: „Ab dem 1. Januar 2022 wird Dr. Wolfgang Zahner (Foto, links) die Geschäftsführung der Unternehmen Albert Berner: Deutschland und der BTI übernehmen. Er folgt auf Joachim Kürten (rechts), der seit Juli als Regional Senior Vice President die Region Zentral/Nord führt. Wolfgang Zahner berichtet direkt an Joachim Kürten. Als Geschäftsführer an den Standorten am Garnberg und in Ingelfingen wird der promovierte Diplom-Kaufmann
Wolfgang Zahner die unternehmerische, operative, umsatz- und ergebnisverantwortliche Steuerung der beiden
Unternehmen verantworten und beide Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln. Dr. Wolfgang Zahner kommt direkt von der Hilti Deutschland AG, wo er mehr als 13 Jahre verschiedene Führungsaufgaben in den Bereichen Produktmanagement, Marketing und Vertrieb erfolgreich gelöst hat. Zuletzt war Wolfgang Zahner als Head of Marketing bei Hilti Deutschland Süd für rund 800 Mitarbeiter im Vertrieb und Marketing verantwortlich.“

Berner

Berner selbst beschreibt sich auf seiner Internetseite folgendermaßen: „Die Berner Group ist ein familiengeführtes europäisches Handelsunternehmen. Unsere Vision lautet: „We keep the world together and moving“. Das heißt, wir sind der zentrale B2B-Handelspartner für alle Materialien im Bereich Wartung, Reparatur und Produktion für unsere Kunden im Bau-, Mobilitäts- und Industriesektor. Mit über vier Kanälen schaffen wir für unsere Kunden ein integriertes Omnichannel-Einkaufserlebnis. Im Bereich von Stahl und CTeilen sowie im Bereich der Chemie sind wir gleichzeitig innovativer Hersteller. Wir sind mit über 200.000 Artikeln
und 8.200 Mitarbeitern in über 23 Ländern für unsere Kunden vertreten.“

Text: Dr. Sandra Hartmann




„Man merkt, dass die Leute für ihr Projekt brennen“

Am Montag, den 21. Juni 2021, hat Bürgermeister Stefan Neumann mit der Ehrenbürgerin Ursula Berner und weiteren Projektbeteiligten vier Projekte besichtigt, die die Albert Berner-Stiftung im Rahmen des Künzelsauer Bürgerbudgets unterstützt hat. In Nitzenhausen gab es für den Jugendtreff „Schuppen“ unter anderem eine neue Einrichtung, die Dorfgemeinschaft Mäusdorf freut sich über eine neue Schutzhütte auf dem Spielplatz – auf dem Wartberg hat der Seniorenverein Künzelsau den Grillplatz und die Schutzhütte nebenan mitsaniert.

Zu guter Letzt ging es auf die erneuerte Bocciabahn neben dem Künzelsauer Tennisplatz, wo Mäzenin Ursula Berner und Bürgermeister Neumann die etwa 700 Gramm schweren Metallkugeln ins Rollen brachten. Beide zeigten sich mit der Umsetzung aller Projekte sehr zufrieden. „Ich finde es großartig, wie sich die Bevölkerung an den gegebenen Orten einbringt, selber dafür sorgt, dass etwas bewegt wird, Jung und Alt“, lobte Ursula Berner. „Alle sind begeistert von ihren Projekten und werden die auch gebrauchen.“

„Wir sind sehr zufrieden mit der Umsetzung dieser Projekte, weil man merkt, dass die Leute für ihre Idee, für ihr Projekt brennen“, zeigte sich Bürgermeister Neumann ebenso begeistert. „Sie haben unglaublich viele Stunden eingebracht.“ Er erläuterte den Grundgedanken des Bürgerbudgets: „Das ist so gedacht, dass ich selbst mit Hand anlege, ich guck, dass ich mir Unterstützer, Partner an die Seite hole und mit dem Anteil des Bürgerbudgets ist es das dann finanziert.“ Man merke auch, wie vielfältig die Ideen sind.

Text: Dr. Felix Kribus

Bürgermeister Neumann und Ursula Berner wagten ein kleines Spiel. Foto: GSCHWÄTZ




„Kein coronabedingter Stellenabbau bei Berner“

„Im Verlauf der Pandemie ist es zu keinem coronabedingten Stellenabbau bei der Berner Group oder bei Berner Deutschland gekommen“, schreibt Lydia-Kathrin Hilpert von der Pressestelle des Unternehmens auf GSCHWÄTZ-Anfrage. „Wir befinden uns im letzten Quartal unseres Geschäftsjahrs und kommen bisher sehr gut durch die Corona-Krise.“ Das Unternehmen habe auch haben keinen Zweifel daran, die Aufholjagd zum vergangenen Geschäftsjahr weiter erfolgreich fortzusetzen.

„In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger“

„Die Mitarbeiterzahl von Berner Deutschland schwankte in den vergangenen Jahren im unteren einstelligen Prozentbereich“, so die Hilpert weiter. „In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger.“ Das habe auch etwas mit der Digitalisierung zu tun – diese Entwicklung werde Berner und viele andere Unternehmen auch zukünftig begleiten. Als ein Unternehmensziel von Berner nannte die Pressesprecherin langfristig Wachstum, wofür eher mehr als weniger Personal benötigt werde: „Im Januar und Februar 2021 wurden knapp 30 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt.“ Wie viel Mitarbeiter Berner im vergangenen Jahr entlassen hat, dazu äußerte sich das Unternehmen nicht.

Pandemie-Lücke fast vollständig wieder aufgefüllt

Laut Presseveröffentlichung auf der Unternehmenshomepage, auf die die Pressesprecherin verweist, habe die Berner Group im September 2021 mit mehr als 105 Millionen Euro den höchsten Monatsumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. Im April und Mai vergangenen Jahres seien die Umsätze wegen der Corona-Pandemie um annähernd 30 Prozent eingebrochen. Diese Lücke konnte die Gruppe innerhalb von vier Monaten jedoch fast vollständig wieder auffüllen. So habe sich bei der Caramba Gruppe die frühzeitige Produktionsumstellung auf Desinfektionsmittel bezahlt gemacht – der Unternehmenszweig erreichte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von rund 15 Prozent (76 Mio. EUR) ab. Mit rund 517 Millionen Euro Umsatz liege Berner jetzt nur noch etwa zwei Prozent hinter den Vergleichswerten auf dem Vorjahres-Halbjahr. Der Online-Umsatz sei sogar um 21 Prozent gewachsen.

 

 

 

 




„In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger“

Viele große und kleine Unternehmen geraten durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Vielerorts wissen Chefs und Mitarbeiter nicht, wie es in Zukunft weitergehen soll. Nicht nur Daimler will Personal abbauen. Wie GSCHWÄTZ erfahren hat, soll auch die Berner Group am Stammsitz in Künzelsau zum Teil langjährige Mitarbeiter entlassen haben. Eine ganze Abteilung sei demnach geschlossen worden, gefühlt „von heute auf morgen“, wie gegenüber GSCHWÄTZ berichtet wurde. Teilweise waren die Mitarbeiter mehrere Jahrzehnte bei Berner beschäftigt gewesen.

„Die Mitarbeiterzahl von Berner Deutschland schwankt im unteren einstelligen Bereich“

Wir haben bei der Pressestelle in Köln nach und baten um eine Stellungnahme. Unter anderem wollten wir wissen, ob es stimmt, dass am Stammsitz Arbeitsplätze abgebaut werden, welche betrieblichen Bereiche davon betroffen sind und welche Gründe es dafür geben könnte. Wir fragten nach der Anzahl der betroffenen Arbeitnehmer, ihrem Alter und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Was uns ebenfalls interessierte, war die Frage, ob es einen Sozialplan gibt und ob auch an anderen Berner-Standorten Stellen abgebaut werden sollen oder ob die Arbeitsplätze in Künzelsau lediglich woanders hinverlegt werden.

Knappe, vage Antwort

Lydia-Kathrin Hilpert von der Pressestelle hat uns daraufhin geantwortet. Ihre Antwort fiel mehr als knapp und sehr vage aus. Einen Ausblick auf die Zukunft gab sie gar nicht.

Die Berner-Mitarbeiterin schrieb in ihrer Antwort-Mail: „Die  Mitarbeiterzahl von Berner Deutschland schwankt in den vergangenen Jahren im unteren einstelligen Prozentbereich. In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen wiederum weniger.“ Aber das sei ein normaler Vorgang.

Grund laut Berner: Digitalisierung

Als Grund dafür nannte Hilpert die Digitalisierung: „Diese Entwicklung wird uns wie alle anderen Unternehmen auch in Zukunft begleiten.“ Es sei aber eine Tatsache, dass Berner Deutschland auch „langfristig wachsen“ wolle, wofür eher mehr als weniger Personal benötigt werden würde.

Zu weiteren personenbezogenen Daten sowie Interna wollte die Unternehmensmitarbeiterin keine Angaben machen.

Text: Sonja Bossert. Die Fragen an Berner stelle: Matthias Lauterer




„Mein Mann hat eine schwere Kindheit gehabt“

Das Bürgerbudget für Bürgerprojekte in und um Künzelsau kann nun doch in die zweite Runde gehen. Ermöglicht hat das die Albert Berner-Stiftung, die das Bürgerbudget im Rahmen ihres 25. Jubiläumsjahrs als neues Leuchtturmprojekt ausgelobt hat und die Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro übernimmt. Aufgrund der Corona-Pandemie und einer Haushaltssperre der Stadt lag die aktuelle Ausschreibung für das Bürgerbudget auf Eis.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus war bei der feierlichen Scheckübergabe im Rathaus mit dabei.

„Das ist ein sehr, sehr glücklicher Tag“

„Es gibt ganz viele Leute, die Ideen haben und mit anpacken wollen, aber denen noch etwas fehlt zum Glück“, so Bürgermeister Neumann. „Dieses Etwas ist der Teil, den das Bürgerbudget beitragen kann.“ Die Grundidee des Bürgerbudgets sei, die Leute, die eine Idee haben, anzuregen, zu schauen, dass diese umsetzbar ist, und sich dann Partner zu suchen. „Insofern ist das ein sehr, sehr glücklicher Tag heute.“

„Mein Mann ist ein echter Hohenloher“

„Es ist der Wunsch meines Mannes, der ein echter Hohenloher ist, der hier aufgewachsen ist unter schwierigen Verhältnissen – er hat eine sehr schwere Kindheit gehabt – und hat dann doch den Schwung bekommen, dass er sich selbstständig gemacht hat. Er ist der Bevölkerung und dem Land hier sehr dankbar, dass er die Möglichkeit gehabt hat und deswegen wollte er etwas zurückgeben“, sagte Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert-Berner-Stiftung und Ehrenbürgerin von Künzelsau zur Motivation von Albert Berner. „Und dieses Zurückgeben sieht er speziell im Hohenlohekreis, weil wir entdeckt haben, dass es viele kleine Felder gibt, die nicht so in den Vordergrund rücken, aber die eigentlich auch bedient sein müssen.“

Projektideen können bis Mittwoch, 26. August 2020, eingereicht werden

In einem ersten Schritt können bis Mittwoch, den 26. August 2020, Projektideen bei der Stadtverwaltung eingereicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau. Wichtig ist, dass die Projekte der breiten Öffentlichkeit dienen und durch sie ein Mehrwert für Künzelsau und die Künzelsauer Bevölkerung geschaffen wird. Anfang September wird über die Zulassung der Projekte entschieden und der Öffentlichkeit zur Abstimmung in Form eines Online-Votings bekannt gegeben. Anschließend kann die Künzelsauer Bevölkerung bis Ende September abstimmen, welche Projekte mit den Mitteln aus dem Bürgerbudget gefördert werden sollen. Nach der Online-Abstimmung steht voraussichtlich Ende September die endgültige Entscheidung.

Projekte für die Allgemeinheit

Vorschlagsberechtigt sind alle Künzelsauer Vereine, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen sowie städtische Einrichtungen. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein: Das Projekt muss der Allgemeinheit dienen, gemeinnützige Zwecke nach §52 AO erfüllen und in Eigenregie umsetzbar sein. Eine Förderung ist möglich für Projekte aus den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Sport. Es wird eine angemessene Eigenleistung der Antragsteller erwartet. Die Finanzierung muss mit dem Beitrag durch das Bürgerbudget gesichert sein.

Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Neumann

Bei Bewerbungen zum Künzelsauer Bürgerbudget tauchen immer wieder Fragen auf: Welche Projekte sind zugelassen? Was muss ich bei der Finanzierung beachten? Wie kann ich mich bewerben? Um alle offenen Fragen zu klären und Projektideen gemeinsam zu besprechen, gibt es am Montag, den 06. Juli, den 20. und 27. Juli 2020, jeweils zwischen 11 und 12 Uhr die Möglichkeit für eine Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann. Eine vorherige Anmeldung über buergerbudget@kuenzelsau.de ist erforderlich. Weitere Informationen und Dokumente rund um das Künzelsauer Bürgerbudget sowie das Antragsformular gibt es auf http://www.kuenzelsau.de/buergerbudget. Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Künzelsau ist Rafaela van Dorp, erreichbar unter Telefon 07940/129 102 oder per E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de. Ansprechpartner bei der Albert Berner-Stiftung ist Renate Wolpert, erreichbar unter Telefon 07940/121 701 oder per E-Mail renate.wolpert@berner-group.com.

Quellen: GSCHWÄTZ vor Ort/Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Berner spendet Schutzausrüstung im Wert von 10.000 Euro an Hohenloher Kreisverwaltung – „Persönliche Schutzausrüstung derzeit Mangelware“

Berner Deutschland ist der Bitte der Hohenloher Kreisverwaltung um Spenden von Schutzausrüstung gefolgt. Ware im Wert von 10.000 Euro konnte am Freitag, 17. April, stellvertretend an Landrat Dr. Matthias Neth übergeben werden. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Albert Berner Deutschland GmbH hervor.

Beschäftigte vor Ansteckung schützen

Kliniken, Arztpraxen, ambulante und stationäre Pflegedienste, Seniorenheime oder Bestatter – sie alle stehen momentan vor der Frage, wie sie ihre Beschäftigten vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus bestmöglich schützen können. Das allein ist schon Herausforderung genug.

Extreme Verknappung

In diesen Tagen kommt jedoch noch eine weitere hinzu: Die persönliche Schutzausrüstung ist seit Wochen Mangelware – auch im Hohenlohekreis.
Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, Thomas Philippiak, Vorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe, und Dr. Werner Reinosch, Ärztlicher Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, hatten sich deshalb in einem gemeinsamen Brief an Hohenloher Unternehmen gewandt und um Spenden von Schutzkleidung gebeten.

„Es war vor dem Hintergrund der extremen Verknappung gar nicht so einfach, noch ein passendes Paket zu schnüren“, berichtet Joachim Kürten, Geschäftsführer der Albert Berner Deutschland GmbH. Auf dem Markt herrsche ein riesiger Wettbewerb. Der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung sei größer denn je. „Auch wir verzeichnen seit Wochen eine immer stärkere Nachfrage. Sobald die Regale aufgefüllt sind, sind sie praktisch schon wieder leer“, so Kürten.

Neth: „Langjährige Partnerschaft mit Berner“

Als internationales Handelsunternehmen verfüge die Berner Group über ein breites und gut aufgestelltes Partnernetzwerk. Berner Deutschland, Tochterunternehmen der Berner Group, sei es deshalb gelungen, ein Paket im Wert von 10.000 Euro zu schnüren – bestehend aus Atemschutzmasken, Einweghandschuhen, Schutzanzügen und anderen Produkten der persönlichen Schutzausrüstung.

Am 17. April 2020 wurde die Spende an das Landratsamt des Hohenlohekreises übergeben werden. Landrat Dr. Matthias Neth hat es stellvertretend in Empfang genommen: „Mit Berner verbindet uns eine langjährige und sehr gute Partnerschaft, auf die wir uns auch in Krisenzeiten stets verlassen können. Wir sind extrem dankbar für dieses außerordentliche Engagement unserer Gesellschaft und unserem Landkreis gegenüber. Das ist keinesfalls selbstverständlich.“

„Soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, gehört zur DNA unserer Unternehmensgruppe – b.responsible, lautet einer unseren zentralen Werte“, betont Kürten und ergänzt: „Wir sind in der Region zu Hause. Viele unserer Mitarbeiter kommen aus Hohenlohe. Sie, ihre Familien und Freunde sind nicht nur hier beschäftigt, sondern wohnen und leben hier. Aus diesem Grund war es uns ein großes Anliegen, die Kreisverwaltung bestmöglich zu unterstützen. Gerade in schwierigen Zeiten gilt es, zusammenzustehen und Solidarität zu zeigen.“

Quelle: Pressemitteilung der Albert Berner Deutschland GmbH vom 17. April 2020




Über 180 Unternehmen morgen auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse in Künzelsau

Wer wissen will, was in der Region bei den Unternehmen und Handwerkern läuft und sich einen Überblick über die Unternehmenslandschaft verschaffen möchte, sollte von Freitag, den 20. September bis Sonntag, den 22. September die Hohenloher Wirtschaftsmesse in den Wertwiesen in Künzelsau besuchen. Unter dem Motto „Vom Local Hero bis zum Global Player – die starke Wirtschaft unserer Region präsentiert sich“ haben vom Ein-Mann-Unternehmen bis hin zum internationalen Großkonzern die unterschiedlichsten Unternehmen sowie die Stadtverwaltung Künzelsau und das Landratsamt des Hohenlohekreises ihren Auftritt. Unter den über 180 Akteuren sind große Unternehmen wie Würth, Berner oder Bürkert ebenso dabei wie auch kleinere Firmen wie der Künzelsauer Einrichter C. Fenchel und der Raumgestalter Frank aus Ingelfingen, das Ofenhaus Künzelsau, Breuninger Lieblingsdinge aus Künzelsau oder Chalupa Solartechnik aus Schöntal. In den sechs Messehallen wird ein Programm gezeigt, das für alle interessant ist – für Schüler, Job-Suchende, Unternehmensvertreter, Handwerker, Verbraucher. Dazu gibt es mit dem neuen Vortragszelt, der Job-Wall und weiteren attraktiven Aktionen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Ab 18 Uhr Mitternachtsshopping

Eröffnet wird die Messe am Freitag um 10 Uhr im Gastro-Zelt von Bürgermeister Stefan Neumann, Landrat Dr. Matthias Neth und Prof. Dr. Harald Unkelbach, Präsident der IHK Heilbronn-Franken. Parallel zum normalen Messebetrieb gibt es am ersten Messetag einen großen Berufsinfotag. Dann informieren die Aussteller über ihr Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot. Es gibt Standaktionen, ein Vortragsprogramm rund um Ausbildung und Studium sowie einen Bewerbungsmappen-Check der Wirtschaftsjunioren. Auch an den weiteren Tagen gibt es für Ausbildungsinteressenten noch interessante Vorträge und Gesprächspartner. Außerdem gibt es am ersten Messetag ab 18 Uhr ein Mitternachtsshopping in der Künzelsauer Innenstadt.

Die Messe ist geöffnet am Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10.30 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Neben vielen Parkmöglichkeiten in der Stadt und angrenzend an das Messegelände wird am Sonntag ein Pendelbus-Verkehr eingerichtet. Den Fahrplan, alle beteiligten Firmen und weitere Informationen gibt es unter http://www.kuenzelsau.de/wirtschaftsmesse.

 

 




Nachwuchs bei Berner

Christian Berner, der seit 2012 CEO der Berner Group ist, hat Nachwuchs bekommen.

„Mutter und Sohn geht es prächtig. Die Großeltern Albert und Ulla Berner sind wie die Eltern sehr stolz. Der neue Erdenbürger heißt Louis Albert“, so Stefan Suska, Pressesprecher der Berner Group auf GSCHWÄTZ-Nachfrage. Am 22. November 2018 wurde Louis Albert Berner geboren.

Christian Berner übernahm 2012 das Zepter der Berner Group von seinem Vater Albert Berner. Somit gehörte Christian Berner mit 28 Jahren zu den jüngsten CEOs Deutschlands. Zu diesem Zeitpunkt knackt die Berner Group die Umsatzmilliarde in Euro. 2015 entschied sich Christian Berner für die Teilverlagerung der strategischen Holding nach Köln.




Die alte Fraa kommentiert den Wegzug von Mustang und was das Ganze mit Berner und Würth zu tun hat

Die alte Fraa von drobbe de Höh‘ kommentiert den Wegzug von Mustang von Künzelsau nach Schwäbisch Hall und kann sich auch einen Seitenhieb auf Berner nicht verkneifen, die mit ihrer Führungselite von Garnberg nach Köln gewandert sind…was das Ganze mit Würth zu tun hat, erfahren Sie im Video.

GSCHWÄTZ – Das Magazin – Wir lieben unser Ländle – auch als Abo direkt in den Briefkasten – www.gschwaetz.de

 




Das „Wir-Gefühl stärken“ – Regiotag in Künzelsau

Einmal kam ein ordentlicher Schauer auf Künzelsau nieder, aber auch das tat dem großen Besucherandrang am 21. Regiotag in Künzelsau am 15. Juli 2018, keinen Abbruch.

Mit Festtagstracht der Hohenloher Bauern

„Wir wollen das „Wir-Gefühl in der Region stärken“, erklärt Ralph Wachter, Geschäftsführer der Bürgerinitiative Pro Region Heilbronn-Franken. „Wir wollen zeigen, was die Region zu bieten hat. Und die Region hat einiges zu bieten, schaut man sich in der Künzelsauer Innenstadt an dem Tag um. Städte und Schulen, etwa aus Mulfingen und Niedernhall, präsentieren sich ebenso wie die Hohenloher Highlanders Pipes & Drums.  Am Stand der Stadt Öhringen gibt es die Festtagstracht zu bestaunen, die die Hohenloher Bauern im 18. Jahrhundert getragen haben.

Hermann am Regiotag in der Festtagstracht der Hohenloher Bauern im 18. Jahrhundert

 

Historische Sonntagskleidung der Öhringer Bauern im 18. Jhd am Stand der Stadt Öhringen bzw. Hohenloher Perlen. Quelle: GSCHWÄTZ

Ralph Wachter Geschäftsführer pro Region Franken. Quelle: GSCHWÄTZ

Gsälz, Stutenmilch und fränkische Bratwurst

Heidrun-Hohl aus Obersulm-Willsbach ist begeistert von den „freundlichen Menschen an den Ständen“, bei denen es etwa Zwetschgengsälz, Holundersirup, Stutenmilchseife oder fränkische Bratwurst zu kaufen gibt. Sie findet den „persönlichen Dialog und Austausch“ gerade in Bezug auf regionale Produkte sehr wichtig.
Martin Ott aus Schwäbisch Hall interessiert sich für die „Kultur, für das Land und die Leute. Ich komme gerne ins Kocher- und Jagsttal.“

Musik kam unter anderem von dem Uwe-Saußele-Trio feat. Maria Elena Valencia mit Uwe und Valentin.

Regionale Firmen wie Würth und Berner informieren über Ausbildungsangebote

Rene Georg Immler aus Künzelsau findet es gut, dass sich regionale Firmen wie Würth und Berner hier präsentieren und auch Informationen zum Thema Ausbildung geben, damit Schüler „wissen, was sie nach der Schule machen können und wollen“.

Für Wachter von der BI Pro Region ist klar, wohin der Weg gehen muss: „Wir sind landsmannschaftlich ein sehr heterogenes Gebiet. Wir sollten in allen Bereichen deutlich stärker zusammenarbeiten.“

 

Alle Fotos: GSCHWÄTZ

Video: Dr. Felix Kribus