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Neuer Vorstand beim TSV Ingelfingen

Zum 38. Mal eröffnete der 1. Vorsitzende Bernd Bauer die Mitgliederversammlung des TSV. Sein Bericht umfasste die letzten zwei „Corona-Jahre“. In 2020 standen die Sportstättensuche für die Step Aerobic Gruppe in Eberstal, die abschließende Bearbeitung des Brandschadens vom Friedhofschuppen, die Kooperation Schule-Verein und die Vorbereitung der Klausursitzung, sowie die Erstellung der Festschrift „100 Jahre TSV“ im Mittelpunkt. Erfreulich war, dass die Basketballer aufgrund eines eigenen Hygienekonzepts den Trainingsbetrieb in der Halle aufrecht halten konnten. Das Jahr 2021 begann mit der Entscheidung den geplanten Festakt zum 100-jährigen Jubiläum und den Ehrungsabend im Mai abzusagen. Die Corona-Lage liess eine Veranstaltung in dem gewünschten Umfang leider nicht zu. Umso erfreulicher war es, die gelungene Festschrift im kleinen Rahmen und bei schönstem Wetter auf der Ruine Lichteneck präsentieren zu können. Auch die anschließende Ausstellung in der Sparkasse fand großen Anklang. Für die geplante Satzungsänderung und Umstrukturierung der Vereinsführung wurden zahlreiche Gespräche mit Fachpersonen geführt. In der Klausursitzung im Herbst wurden die Punkte ausgearbeitet. Im Dezember konnte der Vorstand im Rahmen eines Sektempfangs der Jazztanzgruppe „Out of Control“ zur Vizemeisterschaft im Deutschland Cup DTB Dance gratulieren. Seit Februar 2022 bietet der TSV wieder Tischtennistraining für Kinder- und Jugendliche an. Zur Zeit sind ca. 13 Spieler dabei. Am 20. Mai 2022 fand der Ehrungsabend statt. Eine gelungene Veranstaltung. Mit einer kurzen Vorstellung der Änderungen in der Satzung schloss Bernd Bauer seinen Bericht ab.

Der Kasssier Benjamin Krepp trug im Anschluss den Kassenbericht vor. Volker Zinsler, zusammen mit Gerhard Abel Kassenprüfer, bestätigte eine ordentlich geführte Kasse und empfahl die Entlastung des Kassiers. Die Entlastung der Vorstandes, des Gesamtausschuss und der Kassiers erfolgte jeweils einstimmig.

Turnusgemäße Neuwahlen

Turnusgemäß standen dieses Jahr Wahlen auf dem Programm. Der 1. Vorsitzende Bernd Bauer stand nach 38 Jahren als 1. Vorsitzender nicht mehr zu Wahl bereit. Aufgrund der Satzungsänderung besteht der Vorstand nun aus drei Vorständen. Hierzu stellten sich Damir Martis, Konrad Schmetzer und Benjamin Krepp zur Wahl. Alle wurden einstimmig gewählt. Als Pressewart und Schriftführer wurden Ulrike Zeller-Michel und Sabrina Gärtner gewählt. Ebenfalls neu durch die Satzungsänderung sind die Wahlen der Leiter Wettkampfsport und Leiter Breiten-/Freizeitsport. Hier wurden Renée Weigel und Manuela Eberle einstimmig gewählt. Als Kassenprüfer wurden Gerhard Abel und Volker Zinsler gewählt.

Aufgrund der steigenden Kosten im Verein, u.a. durch die Finanzierung von Mitarbeitern, welche die Arbeit leisten, die nicht mehr durch ehrenamtliche Helfer abgedeckt werden können und verringerter Einnahmen, schlägt die Vorstandschaft eine Beitragserhöhung von ca. 10% ab 2023 vor. Nach der Beantwortung einiger Fragen wurde die Beitragserhöhung mit 38 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen beschlossen.

Im Anschluss bedankten sich die neuen Vorsitzenden bei Bernd Bauer für sein unermüdliches Engagement für den TSV und wünschten ihm für den „TSV Ruhestand“ alle Gute. Sie freuen sich auf die vielfältigen Aufgaben und die Zusammenarbeit im Verein.

Pressemitteilung TSV Ingelfingen

 




Versammlung des TSV Ingelfingen: Harsche Kritik an Bürgermeister

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Dach. So lautet ein bekanntes Sprichwort. Während Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer mit ein paar Gemeinderäten übers Wochenende Ingelfingens Partnergemeinde Saint-Héand in Südfrankreich besucht hat, traf sich der TSV Ingelfingen am Freitagabend, den 15. März 2019, im Christian-Bürkert-Saal im Schwarzen Hof zur Jahreshauptversammlung. Es war eine Versammlung, bei der das alles entscheidende Thema derjenige war, der an diesem Abend rund 770 Kilometer weit weg weilte: der Bürgermeister.

Michael Bauer. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Wer hat bei wem übernachtet?

„Es war die interessanteste Mitgliederversammlung aller Zeiten“, erzählte ein Vereinsmitglied gegenüber GSCHWÄTZ am nächsten Tag. Auch in Ingelfingens Nachbarstadt Künzelsau ist die Jahreshauptversammlung unter den Einwohnern am Wochenende Thema.  Wortführer bei der TSV-Versammlung war TSV-Vereinsvorstand und gleichzeitiges Gemeinderatsmitglied Bernd Bauer. Sein Verhältnis zu seinem Namensvetter Michael Bauer ist seit geraumer Zeit angespannt (wir berichteten). An der Versammlung war unter anderem der Besuch in der französischen Partnergemeinde Saint-Héand Thema. Genauer: die Unterbringung der Reise-Entourage. Während die Ingelfinger Gemeinderäte bei anderen Gemeinderäten nächtigen, schlafe der Bürgermeister in einem Hotel etwas ausserhalb der Stadt, hieß es. Vorausgegangen war vor vielen Jahren ein Besuch der französischen Reisedelegation nach Ingelfingen, wo es ähnlich abgelaufen sein soll: Während die französischen Gemeinderäte bei den Ingelfinger Gemeinderäten übernachteten, sei der Bürgermeister von Saint-Héand im Hotel Niklass in Ingelfingen einquartiert worden. Manch ein Ingelfinger sagt, das sei damals ein Affront gegen den französischen Bürgermeister hinsichtlich deutsch-französischer Gastfreundschaft gewesen. Wie der französische Bürgermeister die Hotel-Unterbringung gesehen hat, ist nicht bekannt. Bernd Bauer sagt, er habe das Nicklass-Thema damals in einer Gemeinderatssitzung angesprochen. Seitdem sei sein Verhältnis zu Bürgermeister Michael Bauer nicht mehr das beste.

Fußballer fühlen sich heimatlos

Ein weiteres großes Thema der Mitgliederversammlung war die noch relativ neue Heinrich-Ehrmann-Halle in Ingelfingen und die Nutzung derer. Hierzu muss man wissen: Vor dem Neubau befand sich an dieser Stelle die alte Turnhalle mit dem Vereinsheim der Fußballer von Ingelfingen, des damaligen SC Ingelfingen (mittlerweile sind die Fußballer wieder ein Bestandteil des TSV, wir berichteten). Seit dem Neubau haben die Fußballer noch keinen wirklichen Ersatz für ihr verloren gegangenes Vereinsheim gefunden. Im ehemaligen Spazz in Criesbach, der nun wieder saniert und renoviert wird, fanden sie eine Zeitlang Unterschlupf. Nun ist auch das vorbei. Während des Trainings im Sommer stehen sie weitgehend ohne Räume da, damit sich etwa die Kinder umziehen können, da sie die Halle laut Anordnung der Stadt nur im Winter benutzen dürfen, so ein Fußballmitglied gegenüber GSCHWÄTZ. Aber selbst diese Nutzung gestalte sich schwierig (wir berichteten): „Wenn das so weitergeht, geht der Fußball in den nächsten Jahren kaputt.“ Es gäbe unterschiedliche Regelungen seitens der Stadt, was die Halle beträfe, moniert auch Bernd Bauer.

TSV-Vorstand Bernd Bauer. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Wer darf in die Halle und wer muss draußen bleiben

An der Mitgliederversammlung ein Beispiel zweier Jazztanzgruppen. Während eine Jazztanzgruppe die Halle in den Sommerferien zum Üben auf Wettkämpfe nutzen durfte, sei es der anderen Gruppe untersagt worden. Die Stadt verwies laut Bernd Bauer auf eine „häusliche Sonderregelung“. Hinter vorgehaltener Hand wird aber gemunkelt, dass der Grund für diese unterschiedliche Behandlung darin begründet liege, dass die Freundin des Sohnes von Michael Bauers Lebensgefährtin Monika Chef in der Jazztanzgruppe tanzt, die in die Halle gelassen wurde.

Vereinsnachrichten veröffentlichen koste Geld

Bernd Bauer moniert, dass die Stadt sich auch in anderer Hinsicht wenig vereinsfreundlich zeige. Seien im städtischen Amtsboten früher Vereinsanzeigen kostenlos erschienen, verlange die Stadt seit geraumer Zeit Geld dafür, wenn der Umfang der Veröffentlichung länger als eine halbe Seite sei, sagt Bauer. So zahle der Verein eine gewisse Summe an die Stadt, damit unter anderem die Stadt die Vereinserfolge in den städtischen Nachrichten veröffentliche.

In Ingelfingen wird darüber gesprochen, dass wohl einige Gemeinderäte nicht mehr als Gemeinderat kandidieren möchten. Inwieweit diese Gerüchte stimmen, ist GSCHWÄTZ nicht bekannt.

Wir haben Michael Bauer in einer Presseanfrage gefragt, inwieweit die in der Mitgliederversammlung genannten Themen die Stadt Ingelfingen betreffend der Richtigkeit entsprechen. Eine Antwort steht noch aus.

 




„Mei grünes, grünes Sportheim ist super, supergut“

Kommentar – Die alte Fraa von drobbe de Höh‘ über die Gewitterwolken, die derzeit über Ingelfingen hängen – Der Haussegen hängt schief zwischen Bürgermeister Michael Bauer und dem TSV-Vorstand Bernd Bauer. Auslöser ist ein Sporthäusle, das der eine für zu klein für so einen großen Verein hält, während der andere auf Ebbe in der Haushaltskasse verweist.

Sportplatz am Kocher in Ingelfingen – direkt daneben befindet sich das kleine Vereinsheim

 

 

Durch die Fusion von SCI und TSV zum 01. Juli 2018 könnte es enger zugehen im Vereinsheim

Es ging heiß her in der Gemeinderatssitzung im Mai 2018:

https://www.gschwaetz.de/2018/05/24/angedrohter-rausschmiss-bei-gemeinderatssitzung-ingelfingen/

 

Auch beim Thema Hilfsamtsboten gerieten Bauer & Bauer erst kürzlich aneinander: