The summer I turned zurück zur wahren Liebe
The summer I turned pretty (TSITP) – Eine Teenie-Serie auf Amazon Prime zieht Millionen von Millenials weltweit in den Bann. Am vergangenen Mittwoch endete die dritte und letzte Staffel mit einem großen Finale. Nun soll es auch noch einen Film dazu geben.
Trio infernale
Warum aber fiebern Millionen Menschen in den 30er und 40ern einem Teenie-Trio mit, bei welchem es eigentlich nur um eine Frage geht: Wer wird am Ende das Herz der Hauptdarstellerin Belly gewinnen? Conrad oder Jeremiah? (Conrad hat „gewonnen“, das ist seit vergangenen Mittwoch bekannt).

Wir kennen diese Dreier-Liebes-Konstellation bereits aus zahlreichen Serien und Filmen wie etwa The Vampire Diaries, Twilight oder auch, lange, lange ist es her, Filmen wie „Sabrina“ aus den 1960er Jahren mit Audrey Hepburn (1954). Sabrina, gespielt von Audrey Hepburn, steht zwischen den Brüdern Linus und David – also ähnlich wie die Brüder Conrad und Jeremiah.
Versteckte „Easter eggs“ in den einzelnen Episoden
Die Autorin Jenny Han hat bei TSITP zahlreiche bekannt Elemente aus eben diesen bekannten Vorgänger-Filmen und Serien eingebaut – das Plakat zur aktuellen Staffel sieht etwa dem damaligen Poster von „Sabrina“ erstaunlich ähnlich. Das ist beabsichtigt von Jenny Han, die sich jedes Mal freut, wenn die Fans ihre so genannten „Easter Eggs“ auch in den einzelnen Episoden entdecken.

Taylor Swift als leitende Musik-Inszenierung im Hintergrund
Damit sind nicht nur filmische Allegorationen gemeint, sondern auch vorausschauende Elemente, Wegweiser, die Signale senden, welcher Mann es am Ende sein wird, etwa den steigenden Herzschlag im Hintergrund, der immer dann erklingt, wenn wieder eine intime Nähe zwischen Belly Conrad entsteht. Oder die Taylor Swift Songs, inhaltlich passend zur jeweiligen Szene gewählt. Taylor Swift, die erfolgreich wurde, in dem sie so authentisch über die Liebe, Liebeskummer und darüber, wie man von anderen Menschen behandelt werden möchte, in so lyrisch-treffenden Worten singt, wie kaum eine andere Sängerin.

Jedes Details, jedes Bild an der Wand, ist bewusst gewählt und hat einen symbolischen Aussage-Charakter
Die Serie ist eine Liebes-Komposition an alle Fans, jedes Detail sitzt. Jedes Bild an den Wänden in den schmucken Häusern und Wohnungen hat eine bewusste Bedeutung. Man spürt wie sehr Jenny Han und der Cast diese Serie zum Besten generieren wollten. Bis zum Schluss gab es ein großes Verwirrspiel, wer am Ende mit Belly ein Happy End in Paris hat. Hierzu wurden sogar Filmszenen im vergangenen Jahr gefaked, die Fans im Internet verbreiteten. Man sieht darin Belly und Jeremiah mit einem Filmteam in Paris bei den Dreharbeiten, nur in der Serie kommt Jeremiah nicht nach Paris, nur Conrad. Eine bewusste Inszenierung, um eine falsche Fährte zu legen – oder aber vielleicht schon die Dreharbeiten für den Film, der noch released wird? Der gesamte Cast hält sich bedeckt.
Der Glaube an die einzig wahre, große Liebe
Das Finale aber war dadurch nicht vorhersehbar, was das Ganze umso interessanter machte. Aber warum zieht diese Serie nicht nur Teens vor die Streamingplattform Amazon Prime, sondern auch 20er, 30er und 40er? Wir erinnern uns an die erfolgreichsten Serien der 90er – etwa Dawson’s Creek – ebenfalls mit einem derzeit unglaublichen Serien-Comeback der Hauptdarsteller Joey und Pacey, gespielt von Katie Holmes und Joshua Jackson, die das erste Mal seit damals wieder gemeinsam vor der Kamera stehen und derzeit HAPPY HOURS drehen, ebenfalls eien Streaming-Serie. Die Fans können ihr Glück kaum fassen, da die Joey-Pacey-Liebes-Geschichte der beiden aus Dawsons Creek von vor über 20 Jahren damit gefühlt weitergesponnen wird. Was für ein Revival.
Ewige Verbundenheit
Diese Serien erinnern uns daher an das, worum es eigentlich immer bei allem geht. Um die Liebe. Um den Wunsch nach Seelenverwandtschaft in einer Welt, die sich immer mehr aufzulösen scheint. Um echte Menschen und echte Gefühle, um bedingungslose Loyalität und ewige Verbundenheit. Um den Glauben an die einzig wahre, große Liebe, die niemals endet und an welche wir einst in unserer Kindheit auch wirklich geglaubt haben.