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„Mehr Freiheit geht nicht. So was ist ein Traum und wir haben vieles selber in der Hand.“

„Wissen Sie eigentlich, wie traumhaft Sie wohnen?“ fragen Besucher des Uhlbachhofes nahe dem Altenbergturm von Sulzbach-Laufen die Hoffamilie Jäger oft. „Ja das wissen wir“, sagen diese dann. Fritz Jäger, Landwirtschaftsmeister und erfahrener Hofbetreiber, baut das Bild noch weiter aus. Er erklärt, dass die eine – zum Hof führende – Straße extra, um denselben herum gebaut wurde. Das ist nicht nur für die Besucher des Hofcafés und der Gäste größerer Feste ein großer Vorteil, sondern auch für seine 45 Milchkühe samt deren Nachkommen. „Hier ist wieder so ein Kindergarten“, zeigt Fritz Jäger beim Hofrundgang auf eine Ansammlung von Bäumen und Hecken auf einer Weide nahe dem Stall. Diese Flächen können als Ganztagesweiden genutzt werden und die Tiere – einer Kreuzung aus den Rassen ‚Schwarzbunte‘ und ‚Limburger‘ – stören niemanden dabei. Ganz wie sie wollen, gehen sie aus dem Stall und legen sich in den Schatten unter die Bäume. „Wenn die Kühe schmutzig sind, freut sich der Opa“, verrät Enkelin Ronja. Die Tiere genießen den kühlenden Schlamm am nahen Bachlauf.

In den Jahren 2014 und 2015 haben wir den Hof auf die Produktion von Demeter-Heumilch umgestellt.

Fritz Jäger. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Jäger erinnert sich: „Wir sind mit Vollgas aus dem bestehenden System ausgestiegen – in einem regelrechten Kraftakt. Das haben wir uns gut überlegt und mussten viel aushalten. Für uns war es ein zeitliches ‚Schlüsselloch‘, welches wir betriebswirtschaftlich genutzt haben.“ Er erklärt, dass sie früher sehr viel mehr Milch produziert haben, als heute. Aber auch, dass es von der Familiensituation her ein idealer Punkt war für die dreijährige Umstellung und dass die ganze Familie nach wie vor dahintersteht. Warum ein guter Zeitpunkt? Sein Sohn Ricardo war 2011 fertig mit der Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister und stieg auf dem Hofbetrieb ein. „Ich habe es gut gefunden, dass er seinen zukünftigen Betrieb neu mit aufstellen kann“, sagt der Vater mit Blick auf den Hofnachfolger. Die drei Enkeltöchter wurden nach und nach geboren, die Schwiegertochter Eva-Maria stieg mit ein. Da stand bei Jäger‘s ganz klar die Frage: Was machen wir? Wie kann es weitergehen auf dem Hof? Konventionelle oder biologische Landwirtschaft? „Wir haben uns zusammen dafür entschieden, so natürlich wie möglich zu produzieren“, sagt Senior Fritz Jäger stellvertretend.

Abnehmer ist die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall

Er liefert die Milch seiner Kühe nach Geifertshofen, also an die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall BESH. In seinen Augen hat sich die Ernährung – zumindest die der Städter – vom Wissen um die Entstehung der Lebensmittel entfernt. Er hat seinen Hof diesbezüglich umgestellt, um davon wegzukommen. Er war sehr früh auf sich allein gestellt, hat sich über Stallbau und Fütterung immer weiter informiert und belesen. Und das schon zu Zeiten, wo man nicht einfach ‚googeln‘ konnte. Wie er sagt, hat er geübt, geübt und nochmals geübt, um die vielen feinen Kniffe herauszubekommen. Die Tierhaltung hat ihn schon immer fasziniert. Den offenen und hellen Stall für die Milchkühe hat er im Jahr 2000 geplant und dann vieles daran selbst gebaut. Alles sollte so einfach wie möglich sein. 2001 schon war ‚Einzug‘, was sich dann auch viele Landwirtskollegen gern angesehen haben. Denn es war vor 20 Jahren noch etwas Besonderes, so offene Ställe zu bauen.

Jeder Quadratmeter Land ist hier Demeter – wir machen keine halben Sachen.

Das Hofcafé, die Milchkühe und Hühner, die Veranstaltungshalle, der Landschafts- und Gartenbau, der Winterdienst und Tourismus ergeben das Hofeinkommen für zwei Familien, mehrere Angestellte und einen Azubi. Diese Kombination gibt nach eigenen Aussagen die Stabilität für den Hof und macht unabhängig. „Die Milchviehhaltung allein wäre zu wenig für uns“, sagt Fritz Jäger. Ihm ist wichtig, dass es für jeden einen Weg gibt, sich zu entwickeln. So haben sie es immer gehalten, sagt er. Und weiter: „Wenn es nicht funktioniert, sind wir draußen oder auf neuem Weg. Das Allerwichtigste ist, dass wir uns als Familie haben auf diesem Stück Erde.“ Das ist für die Gäste, die ins Hofcafé, zu Familienfeiern und besonders für Hochzeiten auf den Hof kommen, die Message, die sie alle spüren lassen. Er fordert die Besucher auf, dass sie zu den jeweiligen Bauern in ihrer Nachbarschaft gehen, und denen sagen: Es ist schön, dass es Euch gibt. „Wir sagen ihnen auch, dass sie zum Beispiel im Supermarkt deutlich anbringen können, dass es gut ist, wenn es dort regionale Produkte gibt“, meint Fritz Jäger. Und seine Frau ergänzt: „Das ist Fritz, der mit Gutem die Menschen verbinden möchte.“

Info:

Der Uhlbachhof der Familie Jäger wird als GBR geführt und beschäftigt neben der Familie insgesamt neun Mitarbeiter in Vollzeit und mehrere Helfer in Teilzeit. 500 Hühner liefern die täglich frischen Eier und 45 Kühe gute Heumilch. 45 Hektar des Hofes sind Eigentum, ca. 20 weitere Hektar sind gepachtet. Drei Viertel davon sind Wiesen, der Rest ist Acker ist für Luzerne, Dinkel, Einkorn, Gerste und auch Kartoffeln. Desweiteren bietet das Familienunternehmen Dienstleistungen im Gartenbau an. Fritz Jäger hat 2014 zusätzlich den Abschluss zum Naturparkführer gemacht und betreibt mit seiner Familie die Draisinenstation und eine Kanustation in Sulzbach-Laufen. Bis zu 100 Gäste können jeweils im Hofcafé oder in dem zur Festhalle umgebauten rustikalen Stall feiern, auch auf den gepflegten Wiesen ringsum. Allen Gästen hat er immer wieder viel aus der Region zu erzählen. Fritz Jäger ist Mitglied im Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems und Mitglied im Gemeinderat in Sulzbach-Laufen.

Pressemitteilung Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 




„Wir Landwirte wären ja dumm, wenn wir die Böden nicht nachhaltig bewirtschaften“

Die Familie von Johannes Graf Zeppelin lebt seit rund 200 Jahren in Hohenlohe auf dem klösterlichen Schloss im Schöntaler Teilort Aschhausen. Sie bewirtschaften Ackerland und Wald in direkter Umgebung, haben einen großen Veranstaltungssaal zur Vermietung und sind Mitglied im Bauernverband. Die heimische Kulturlandschaft zu erhalten, ist ihnen wichtig.         

„Jeder normal denkende Landwirt wirtschaftet nachhaltig“

„Auch früher gab der Boden nicht unendlich viel her. Die Kelten, zum Beispiel, sind dann einfach weitergezogen“, erklärt Landwirt und Waldbauer Johannes Graf Zeppelin aus Aschhausen seine Haltung in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V. Er ergänzt, dass jeder normal denkende Landwirt nachhaltig wirtschaften wird, wenn er sein Land erhalten und eben nicht weiterziehen will. Er wünscht sich, dass sich die landwirtschaftlichen Betriebe für die Verbraucher und einen Dialog noch mehr öffnen. Für ihn ist es von Bedeutung, stärker aufzuklären, warum Landwirt:innen etwas tun. Dass das funktioniert, zeigen ihm Besuche von und bei Lehrern oder Schulen, die dann schon mal feststellen: „So hat es uns noch keiner erklärt!“ Ihm ist wichtig, dass dieses Bild an Kinder und Jugendliche durch Lehrkräfte richtig weitergegeben wird.

„Alle sollten an einem Strang ziehen“

Weiter wichtig ist Johannes Graf Zeppelin, dass die oft polarisierende Meinung der Öffentlichkeit, ‚guter Landwirt – schlechter Landwirt‘, nicht weiter bedient wird. „Es sollte von allen Seiten an einem Strang gezogen werden. Wir Landwirte wären ja dumm, wenn wir die Böden nicht nachhaltig bewirtschaften. Warum sollten wir mehr Dünger – ob biologisch oder chemisch – auf unsere Böden bringen, als nötig? Das schadet auch unserem Geldbeutel“, erklärt er. Er ist seit 2014 Mitgesellschafter der BG Neuhof. Hier arbeiten Landwirte eng zusammen, die Betriebsabläufe werden von den Geschäftsführern koordiniert.

„Bei den Veranstaltungen stehen wir bei null“

Graf Zeppelin hat seine 145 Hektar Ackerland in und um Aschhausen eingebracht und fühlt sich als Landwirt, auch wenn er nicht mehr in die täglichen landwirtschaftlichen Arbeiten involviert ist. Seine Aufgaben sind die Verwaltung und die Vermietung von Flächen und Gebäuden, zum Beispiel auf dem Schlossgelände. Ein großer historischer Veranstaltungsraum, ideal für Hochzeiten und normalerweise ganzjährig gut gebucht, beschäftigt hauptsächlich seine Frau im Eventmanagement. „Einer von uns ist immer vor Ort, es ist alles da für 150 Personen“, sagt von Zeppelin mit Blick auf den Wehrturm und den romantischen Außenbereich. „Was die Veranstaltungen angeht, stehen wir wie viele an der gleichen Stelle wie letztes Jahr: Bei null“, erklärt er die Situation, da Veranstaltungen aktuell nicht durchführbar sind – trotz bestehender Buchungen.        

 140 Hektar Wald

Gut, dass es den Waldfriedhof Schöntal auf dem Grundbesitz der Familie gibt. Hier kann man sehen, was Landschaftspflege heißt. Der Plan von 1938, hier die Autobahn A 81 entlangzuführen, kam zum Glück nicht mehr zur Realisierung. Gleichwohl: Der ursprüngliche Wald war zu der Zeit schon gerodet. Nach 1948 wurde er mit Laubbäumen aufgeforstet. Zu sehen sind heute heimische Eichen, aber auch Amerikanische Roteichen, Buchen, Elsbeeren und Kirschen. Insgesamt sind vom Schloss aus 140 Hektar Wald zu bewirtschaften. „Am meisten Freude macht es mir, wenn ich rausgehe und sehe, wie alles wächst, wie die Natur erwacht“, erklärt der Wald- und Landwirt. Und weiter: „Die Kühle des Frühjahrs tut dem Wald gut. Es bremst den Borkenkäfer etwas aus.“

Letzte Ruhestätte

Das naturbelassene und doch gepflegte Waldstück ist gut geeignet als letzte Ruhestätte für die, die hier bestattet werden möchten. Zu Lebzeiten schon kann man sich den Baum und damit den Platz aussuchen und reservieren, wo man – entweder allein oder zusammen mit anderen – begraben werden möchte. Für immer mehr Menschen ist das attraktiv, denn die ‚Grabpflege‘ übernimmt die Natur, wie der Besitzer des Bodens erklärt. Die versenkten Urnen können 60, statt wie sonst üblich 20 Jahre in der Erde bleiben. Ein kleines Schild am Baum zeigt, wer dort seine letzte, wirkliche Ruhe gefunden hat. Es ist ein fast magischer Ort.

 Drei Kinder im Teenageralter

Die Vorfahren des jetzigen Grafen Zeppelin kommen aus dem Norden Deutschlands, aus Mecklenburg. Der damalige Herzog und spätere König Friedrich I. holte im 18. Jahrhundert zwei Brüder des sehr alten Adelsgeschlechtes erfolgreich hierher. Er stellte sie in seine Dienste, den einen in Friedrichshafen zur späteren Erfindung des gleichnamigen Zeppelins, den anderen nach Aschhausen zur Bewirtschaftung des Schlosses. Die heutige Familie von Zeppelin steht mit drei Kindern im Teenageralter im Hier und Jetzt. Johannes Graf Zeppelin bekleidet viele Ehrenämter: vom Gemeinderat über den Kreistag bis zum Ortschaftsrat. Mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb ist er Mitglied im Bauernverband und politisch aktiv. Seine heimische Kulturlandschaft zu erhalten, ist ihm sehr wichtig. Ganz in dem Sinne, dass Kulturlandschaften vom Menschen gestaltete Landschaften darstellen, die langfristig geeignet sind, den Menschen als Heimat zu dienen.

Quelle: Pressemittel des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 

In der BG Neuhof arbeiten Landwirte eng zusammen. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Auf dem Waldfriedhof Schöntal können Urnen 60 Jahre im Boden bleiben. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Das kühle Frühjahr tut dem Wald gut, denn es bremst den Borkenkäfer etwas aus. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




„Wir Bauern können nicht heute Millionen in tierwohlgerechte Ställe investieren, wenn diese durch einen gefühlt willkürlich entstandenen Gesetzesbeschluss morgen schon veraltet sind“

Erst Ende Mai 2020 haben Maike und Markus Wilhelm ein neues Deckzentrum auf Ihrem Schweinehof in Mulfingen in Betrieb genommen. Wie der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems  mitteilt, wurde das Projekt mit wissenschaftlicher Beratung und als besonders tierwohlgerechter Stall geplant. Trotzdem sei es aufgrund des zeitgleich verabschiedeten Bundesratsbeschluss zur Tierhaltung heute schon „veraltet“, denn im Juli 2020 hat der Bundesrat die siebte Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung beschlossen. Dies war nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes des Landes Sachsen-Anhalt vom November 2015 („Magdeburger Urteil“) nötig geworden.

Typisch Hohenloher Betrieb

Markus Wilhelm beschreibt seinen Familienbetrieb als einen typischen Hohenloher Betrieb. Seine Frau Meike und er hätten sich bewusst für die Sauen-Haltung entschieden und deshalb auch das neue und tierwohlgerechte Deckzentrum mit 140 Plätzen errichtet. Durch die späte Klarheit habe der Betrieb das Problem, dass sie den neuen, bis vor 6 Monaten weit über die damals geltenden Vorschriften hinaus, für 800 000 Euro erbauten Stall, in acht Jahren so nicht mehr betreiben zu dürfen. Denn die darin lebenden Tiere haben hier „nur“ 3,8 von den nun gesetzlich geforderten 5 Quadratmetern Platz.

Viele tausend Euro notwendig

Viele tausend Euro wären für die Familie Wilhelm notwendig, um den Stall auf den aktuellen Stand der Vorschriften zu bringen. Als Alternative bliebe nur  die Reduzierung des Viehbestands, mit der Folge, dass weniger Einkommen erzielt wird. Dieses Dilemma der unkalkulierbaren politischen Beschlüsse ist für die Landwirte existenziell.

Dilemma der unkalkulierbaren politischen Beschlüsse ist für die Landwirte existenziell

Der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems möchte von Vertretern der Politik wissen, wie man sich dort die Landwirtschaft der Zukunft vorstellt. „Wir wollen wissen, wo die Reise hingeht“, betont der Geschäftsführer Helmut Bleher. „Wir Bauern können nicht heute Millionen in tierwohlgerechte Ställe investieren, wenn diese durch einen gefühlt willkürlich entstandenen Gesetzesbeschluss morgen schon veraltet sind“, so Maurer weiter.

Aus diesem Grund tauschten sich Vertreter des Bauernverbandes und der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner vom BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN auf dem Hof von Maike und Markus Wilhelm in Mulfingen über die vom Bundesrat beschlossenen Regelungen in der Tierhaltung und entsprechende Auswirkungen der Neuerungen vor Ort in Hohenlohe aus.

Ebner: „Warum wurden die Landwirtinnen und Landwirte vom zuständigen Ministerium so lange in Unsicherheit gelassen?“

Abgeordneter Ebner bekennt sich bei seinem Besuch zu einer, für landwirtschaftliche Betriebe existentiell notwendigen, Planungssicherheit. „Das Magdeburger Urteil gab es bereits 2015. Warum wurden die Landwirtinnen und Landwirte vom zuständigen Ministerium so lange in Unsicherheit gelassen?“ Auch auf die Trendumkehr in der Gesellschaft, den Wunsch und die Notwendigkeit nach mehr Tierwohl und einer höheren Umweltverträglichkeit, müssen sich die landwirtschaftlichen Betriebe sicher einstellen können. „Deshalb fordern wir seit langem, dass Leistungen für die Umwelt und die Gesellschaft besonders honoriert werden“, so der Abgeordnete.

„Landwirte dürfen dabei nicht bis an die Schwelle ihrer Existenzsicherheit gefordert werden“

Das beschreibt auch Jürgen Maurer als Vorsitzender des Verbandes und als Landwirt ähnlich. Er weiß, dass sich viele Bäuerinnen und Bauern fragen, wie es weiter gehen soll. Er kündigt an, für die Existenz der Höfe in der Region zu kämpfen. Dabei verkennt er nicht, dass die Bedürfnisse der Menschen unserer Gesellschaft von der Landwirtschaft aufgenommen werden müssen. „Tierwohl ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Landwirte dürfen dabei nicht bis an die Schwelle ihrer Existenzsicherheit gefordert werden. Zudem brauchen sie, mit dem Blick auf immer neu entstehende Auflagen, mehr Planungssicherheit“, betont Maurer.

Schweinezüchter Markus Wilhelm: „Wir können weiter existieren, wenn man uns mitnimmt“

Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen und kontroversen Diskussionen, wie es funktionieren könnte, ist sich die Gruppe einig, dass Landwirtschaft auskömmlich und zukunftsfähig sein muss. „Wir können weiter existieren, wenn man uns mitnimmt“, sagt Markus Wilhelm.

Markus Wilhelm, Landwirt aus Mulfingen
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Markus Wilhelm erläutert seinen Besuchern die politische Problematik
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 




Bittersüße Neuigkeiten

Jürgen Maurer, Vorsitzender des „Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.“ informiert über die zu erwartende Zuckerrübenernte und die Lage der Zuckerrübenanbauer:

“Die Bedingungen für die Ernte der Zuckerrüben, welche hier in Schwäbisch Hall und Hohenlohe am 3. und 4. Oktober 2020 begann, sind generell gut. Es hat rechtzeitig geregnet, was den Boden für die Rodetechnik entsprechend gut vorbereitet hat”, erklärt Maurer.

Gute Erntebedingungen, aber geringer Ertrag: Nur etwa 80% des Duchschnittsertrags

Die Erträge bei der Zuckerrübenernte in der Region lägen jedoch weit unter den durchschnittlichen Werten der letzten fünf Jahre und  schwanken in diesem Jahr zwischen nur 45 und 75 Tonnen pro Hektar. Normale, durchschnittliche Erträge wären 65 bis 90 Tonnen. Maurer nennt dafür 2 Gründe: einmal die Trockenheit der letzten Monate, die einen direkten Einfluß auf die Ertragsmenge hat. Zum anderen Blattkrankheiten wie SBR (Syndrome Basses Richesses). Das ist eine neue, durch Zikaden übertragbare Krankheit, die sich von Frankreich aus in deutsche Rübenanbaugebiete ausbreitet. Diese Krankheit reduziere die Fotosynthese und schmälere den Zuckergehalt der Rüben.

Trockenheit und eine neue Pflanzenkrankheit setzen den Zuckerrüben zu

Damit sinke, so Maurer, der Wert der Rüben und schlussendlich der erzielbare Preis für die Landwirte.

Die bisher zum Pflanzenschutz eingesetzten Neonicotinoide seien in Deutschland seit zwei Jahren nicht mehr erlaubt. Die Alternative, Flächenspritzungen mit Insektiziden, erforderten höhere Wirkstoffmengen, seien weniger effektiv und sehr abhängig vom Wetter und seien deshalb in Summe weniger wirksam, beklagt Maurer.

Ernte genau getaktet

Gut organisiert seien Zuckerrübenernte und -vermarktung, teilt Maurer mit: „Die jährliche Ernte der Zuckerrüben, von den Landwirten “Kampagne” genannt, geht diese Jahr über genau 84 Tage und endet regulär kurz vor der Weihnachtszeit. Sie wird für die Anbauer von Zuckerrüben von der LMZ (Landwirtschaftliche Maschinengemeinschaft Zuckerrübenanbauer) in Schönenberg / Untermünkheim für das regionale Gesamteinzugsgebiet genau getaktet. Über Proberodungen vom Frühsommer bis Mitte September wird alles exakt berechnet. Jeder landwirtschaftliche Zuckerrübenanbauer weiß dadurch, wann er welche Menge von seiner Rübenernte liefern kann. Darüber gibt es Verträge mit der Firma “Südzucker” in Offenau bei Heilbronn. Dadurch kann der Anbau und die Ernte von allen Seiten – Landwirt, LMZ, Lohnunternehmen und verarbeitende Industrie, wie der Zuckerfabrik – in enger Zusammenarbeit genau geplant und organisiert werden. Die Ernte der Bio-Zuckerrüber wurde bereits vor dem Start der konventionellen Rüben-Kampagne abgeschlossen, damit es keine Vermischungen gibt.“

Weltweiter Wettbewerb im Zuckermarkt durch Europäische Zuckermarktordnung

Seit 2017 gibt es eine europäische Zuckermarktordnung. “Diese bewirkt für uns Landwirte, dass wir zusätzlich zu den hiesigen starken Anbaueinschränkungen nun im weltweiten Wettbewerb, zum Beispiel mit Ländern Südamerikas oder Asiens, stehen”, erläutert Maurer. “Abnahmemengen und Anbauquoten waren bis vor drei Jahren festgelegt”, so der Landwirt weiter. Neue Anbieter und Produkte, wie Rohrzucker, drängen seither auf den Markt. Dass die Abnahmepreise für Rüben anbauende Landwirte dadurch nicht steigen, liege auf der Hand, meiunt  Maurer. Zu den Anbaueinschränkungen in Deutschland gehört auch, dass sich die Erträge durch erweiterte Fruchtfolgen reduzieren. Was heisst das? “Zuckerrüben sollten nur alle drei, besser alle vier bis fünf, Jahre in Folge auf der gleichen Fläche angebaut werden. Denn sie vertragen sich quasi nicht mit sich selbst”, so Jürgen Maurer. “Wir gestalten deshalb die Fruchtfolge weiter, um Krankheiten einzudämmen. Wir werden zukünftig aber weniger Zuckerrüben ernten, da unsere Erträge und die Attraktivität des regionalen Zuckerrübenanbau für landwirtschaftliche Betriebe weiter sinken”, erklärt der Vorsitzende des Bauernverbandes.

“Süßes Statement”

Jürgen Maurer verweist auf die Rolle der Zuckerrüben für die Produktion von Zucker als Lebensmittel: Der Anbau mache 15 bis 20% der Ackerfrüchte im Verbandsgebiet aus. “Zucker ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Stellen Sie sich ein Leben ohne Zucker, also beispielsweise ohne Schokolade und Kuchen vor“, sagt er stellvertretend für viele Naschkatzen.

Zuckerrübe.                
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Vollernter bei der Arbeit.
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Vollernter bei der Arbeit.
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Jürgen Maurer, Vorsitzender des Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.                 
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




„Links-grüne Träumereien schnüren unserer Landwirtschaft die Luft ab“

Der Bezirksfachausschuss Landwirtschaft und ländlicher Raum der CDU Nordwürttemberg war laut einer Pressemitteilung zusammen mit den CDU-Kreisagrarausschüssen Hohenlohe und Schwäbisch Hall zu Gast beim Bauernverband Schwäbisch Hall. Auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk war vor Ort. In der Diskussionsrunde ging es um die agrarpolitischen Rahmenbedingungen und deren zukünftige Gestaltung für die regionale Landwirtschaft. Im Fokus standen die Möglichkeiten der Unterstützung durch die Landesregierung und durch das Landwirtschaftsministerium. Sehr deutlich wird dabei der Wunsch aus der Landwirtschaft an die CDU gerichtet, sich in der politischen Arbeit in Baden-Württemberg, Berlin und Brüssel noch stärker für die landwirtschaftlichen Familienbetriebe zu positionieren. Es geht allen darum, die Problem der Bauern genauer zur erkennen und zu benennen.

„Fachfremde und links-grüne Träumereien, die unserer Landwirtschaft die Luft abschnüren.“

Gleich zu Beginn erinnert der Geschäftsführer des Bauernverbandes und, gemeinsam mit dem  Landtagsabgeordnetem Arnulf von Eyb, Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Landwirtschaft und Ländlicher Raum der CDU Nordwürttemberg, Helmut Bleher, an sieben Forderungen. Er hat sie bereits beim Treffen der CDU-Agrarausschüsse im Januar formuliert. Darunter sind die Forderung nach mehr Selbstbewusstsein und Durchsetzungswillen der CDU, insbesondere gegenüber „fachfremden und links-grüne Träumereien, die unserer Landwirtschaft die Luft abschnüren. Ich freue mich deshalb auf eine lebhafte Diskussion und bitte die CDU, dass sie als Partei im Land und in Berlin die bäuerlichen Interessen ganz klar benennt und vertritt“, so Bleher laut der Pressemitteilung. Nach wie vor gehe es ihm darum, dass die Arbeit der Landwirte nicht durch scheinbar trendgerechte Ideologien oder fachfremd zustande gekommene Gesetze bis zur Unmöglichkeit beschränkt wird. Es gehe auch um die Wertschätzung der Arbeit der Bauern vor Ort, hier in der Region.

„Das war das Bitterste, was ich in meiner Legislaturperiode erleben musste.“

Minister Peter Hauk stellte klar, dass der Erhalt der heimischen Landwirtschaft für ihn an oberster Stelle steht. Das wolle er mit aller Kraft in den nationalen Strategieplan einbringen. Er nannte drei Schwerpunkte: die Ausgestaltung des Eckpunktepapieres für mehr Biodiversität und Artenschutz, den beschlossenen Green Deal für eine gemeinsame Agrarpolitik in der EU und die Umsetzung der neuen Rahmenbedingungen für die Tierhaltung, insbesondere in der Schweinezucht. Der Minister dazu ganz offen: „Das war das Bitterste, was ich in meiner Legislaturperiode erleben musste. Über Nacht wurde hier ein Vorschlag erarbeitet und am nächsten Morgen verabschiedet, bei dem sich das Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg nicht mehr positiv einbringen konnte und die Vernunft keine Rolle spielte! Das Resultat ist, dass alle Schweinehalter umbauen müssen, weil Platzvorgaben jenseits aller bisher diskutierten Bereiche beschlossen wurden. Das gilt ebenso für Ställe, die nach neuesten tierwohlrelevanten Erkenntnissen erbaut und gerade erst eingeweiht wurden, übrigens auch für alle Bioställe.

„Aus den Augen – aus dem Sinn.“

Minister Hauk weiter: „Ein Problem ist für die Öffentlichkeit scheinbar gelöst – aus den Augen aus dem Sinn. In Wirklichkeit aber wurde es ins Ausland verlagert. Wenn aufgrund der nicht umsetzbaren Vorschriften keine Schweine mehr in Deutschland gehalten werden können, werden diese dann halt in Russland, Brasilien, China und Spanien erzeugt – unter nicht nachvollziehbaren Bedingungen“.

„Förderung statt Forderung heißt die Devise.“

„Wir haben das Glück, einen Minister zu haben, der weiß, wovon er spricht“, honorierte nicht nur ein Teilnehmer in der Diskussion. Ein gutes Ergebnis, schlussendlich auch für die Landwirtschaft, ist für Hauk das sogenannte Eckpunktepapier der Landesregierung. „Hier saßen dann doch alle zusammen an einem Tisch, um den besten Kompromiss zu gestalten. Damit haben wir erreicht, dass der Markt und nicht die politischen Kräfte die Entwicklung regeln. Förderung statt Forderung heißt die Devise.“ In den Zielen nach mehr Biolandwirtschaft und weniger Pflanzenschutzmitteln bestehe große Einigkeit. Es sei nun Sache des Landes, die Anreize so zu setzen, dass diese auch erreicht werden. Aus den Reihen der anwesenden landwirtschaftlichen Experten wird der Arbeit des Ministers und seiner Ausschüsse hohe Fachkenntnis und viel Engagement bescheinigt.

 Den jungen Landwirten mehr Verantwortung geben

Die Runde diskutierte auch über den Ansatz der Eigenvermarktung für Produkte aus der Region und fragte sich, ob man dies noch besser kennzeichnen kann. Aktuelle Kampagnen wie „Von daheim“, „Wir versorgen unser Land“ und „Die deutschen Bauern“ wurden als positive Ideen angeführt. Ein weiterer Ansatz sei, den jungen Landwirten mehr Verantwortung zu geben und diese auch einzufordern. In den Gemeinden, in den Berufsverbänden und in der Politik, das wissen die agrarpolitischen Fachleute, kann man mitgestalten und stärkende Themen für die Arbeit der Landwirtsfamilien einbringen.      

„Wir brauchen eine Generation, bis das Thema Landwirtschaft wieder positiv besetzt ist.“

 Jürgen Maurer, als Gastgeber und Vorsitzender des Bauernverbands, formulierte seine Forderung an die CDU dahingehend: „Es ist wichtig, dem Volk klar zu sagen, worum es geht und dafür die richtigen Worte und Emotionen zu finden. Wir beim Bauernverband haben erkannt, dass es wichtig ist, die Leute mitzunehmen und nicht zu belehren.“ Er verwies beispielsweise auf die praxisorientierte Arbeit von „Klassenzimmer Bauernhof“ für frühkindliche Bildung oder auf die Zusammenarbeit mit der Akademie Kupferzell und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, um gemeinsame Lehrplanelemente zu erstellen. Sein Ansatz sei, die Menschen von klein an für die Landwirtschaft neu zu gewinnen. „Ich bin überzeugt, dass wir wahrscheinlich eine Generation brauchen, bis das Thema Landwirtschaft wieder positiv besetzt ist. Wir brauchen einen langen Atem.“

„Wir überzeugen die Menschen nur über Information und Kommunikation.“

Auch die Bewerberin für das CDU-Landtagsmandat Isabel Rathgeb aus Stimpfach, setzte pointiert beim Thema Bildung an. Sie fragte: „Wie sieht das aktuelle Bild in der Schule aus? Was sind die Ansätze der CDU dazu?“ Dem Fokus stimmt Minister Peter Hauk zu, „denn wir überzeugen die Menschen nur über Information und Kommunikation.“ Er beglückwünschte den Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems zu seinem Beschluss, auf mehr Transparenz und Kommunikation in der Öffentlichkeit zu setzen und erheblich dafür zu investieren.

 „Die Bauern haben bei der CDU nach wie ihre politische Heimat.“

CDU-Abgeordneter Arnulf von Eyb und Helmut Bleher schlossen die Diskussionsrunde mit den Worten: „Die Bauern haben bei der CDU nach wie vor ihre politische Heimat. Die CDU ist gut beraten, für die kommende Wahl auch auf die Unterstützung der Bauern zu setzen.“         

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 




Hohenloher Schweinehalter befürchten das Ende ihrer Zunft

Der Bundesrat hatte am Freitag, dem 3. Juli beschlossen, dass alle Sauenhalter in Übergangszeiträumen von 8 Jahren für den Deckbereich und 15 Jahren im Abferkelbereich weitreichende Umbaumaßnahmen treffen müssen. Der Bundesrat reagiert damit auf den Fleischskandal um den Fall Tönnies, der bundesweit für Entsetzen gesorgt hat https://www.spiegel.de/panorama/toennies-soll-produktion-erhoeht-haben-trotz-corona-a-00000000-0002-0001-0000-000171875083

Der Beschluss sei ein „unverständlicher Fehlbeschluss“, urteilte der Bauernverband Schwäbisch Hall Hohenlohe Rems e.V. in einer Pressemitteilung. Der Verband befürchtet das Ende der Sauenhaltung in Hohenlohe: „Nicht der Kastenstand für Sauen wurde abgeschafft, sondern die Sauenhaltung in Hohenlohe.“

„Sauenhaltung in Hohenlohe wurde abgeschafft“

Insbesondere das Platzangebot und die Vorschrift Sauen nur noch fünf Tage im Abferkelbereich und allein für den Deckvorgang fixieren zu dürfen, löst Kopfschütteln aus. Schwere Verletzungen der Sauen durch Rangkämpfe während der Rausche und totgelegene Ferkel nach dem Abferkeln sind für die Landwirte ein unkalkulierbares Betriebs- und für die Tiere ein Gesundheits- und Todesrisiko. Hinzu kommt, dass vorhandene Ställe komplett vergrößert werden müssen. Hierfür fehlt in den meisten Fällen der Platz, von den Kosten ganz zu schweigen. Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass fast keine Baugenehmigungen erteilt werden können. Jetzt Neubauten zu fordern, ist nach Ansicht der Bauernvertreter purer Hohn. Vergrößerungen zur Refinanzierung der immensen Kosten sind undenkbar.

Auslandsimport von Schweinen werde weiter zunehmen

Geschäftsführer Helmut Bleher: „Bereits heute kommen 12 Millionen Ferkel von Dänemark und Holland nach Deutschland, auch nach Hohenlohe. Dies wird sich steigern, solange bis auch der letzte Schweinemäster das Handtuch geworfen hat. Denn warum sollen in Deutschland Schweine gemästet werden, wenn es keine deutschen Ferkel mehr gibt ?“  Bleher verweist auf die zutiefst fachfremden Äußerungen von maßgeblichen grünen Politikern, die „… die Wildschweinrotte als Vorbild für die bäuerliche Schweinehaltung“ sehen wollen. „Wenn unter solchen irrationalen Traumvorstellungen Landwirtschaftspolitik gemacht wird,  dann gute Nacht Bauerntum in Hohenlohe“ , so der Geschäftsführer des hiesigen Bauernverbands. „Dieser Beschluss widerspricht sämtlichen politischen Beteuerungen zur regionalen Landwirtschaft“ ergänzt der Vorsitzende Jürgen Maurer. „Die aktuelle politische Haltung aller Regierungsparteien zur Landwirtschaft ist unsäglich“.




„Preiscrash durch Corona“

Der Begriff Tierwohl ist in aller Munde. Gerade die Schweinehalter werden immer wieder angegriffen. Bilder von eng beieinander lebenden Tieren kursieren durch die sozialen Netzwerke und werden angeprangert. Aber was heißt Tierwohl konkret? Wer weiß, was richtig und falsch für die Tiere ist? „Es geht immer darum, die Lebensqualität und das Wohlergehen unserer Tiere zu verbessern“, sagt die konventionell arbeitende Landwirtin Susanne Karle aus Kupferzell in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Drei Punkte fürs Tierwohl

Mit falsch verklärter Landwirtschafts-Romantik habe das nichts zu tun, schreibt der Bauernverband weiter. Man geht von drei wesentlichen Punkten aus, die für das Tierwohl entscheidend sind: die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere, sowie die Möglichkeit, ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen. Grundlage vieler Bewertungssysteme für das Tierwohl ist das Konzept der „Fünf Freiheiten“: Die Tiere müssen unter anderem frei von Hunger und Durst, von Schmerz, Verletzungen und Krankheiten sowie von Angst und Stress sein. „Als Landwirtin oder Landwirt achten wir beispielsweise darauf, dass das Stallklima und die Betriebshygiene optimal sind. Wir achten weiter darauf, dass der gesetzliche vorgeschriebene Platzbedarf eingehalten wird, dass die Tiere ihr altersgerecht passendes Futter erhalten und sich wohl fühlen.“  

Schwierige Planbarkeit

Schweinezucht hat in Hohenlohe eine lange Tradition. Aber heute ist es nicht mehr leicht, das aufrecht zu erhalten und viele Landwirte hier in der Region geben diesen Zweig auf. Immer neue Gesetze und Vorschriften erschweren die wirtschaftliche Planbarkeit für die Betriebe, zum Beispiel für Investitionen. Investitionen sind für die, auch von den Verbrauchern geforderten Tierwohlkriterien, aber nötig. „Früher waren die Ställe eben klein und dunkel. Heute gehören Tageslicht, mindestens zehn Prozent mehr Platz, Kühl-und Klimaanlagen für heiße Sommer, Beckentränken und Spielzeug für die Tiere dazu“, erklärt Landwirtin Susanne Karle. Da muss ganz oft komplett neu gebaut werden.

Millionen investiert

„Aufgeben ist nicht. Wir müssen weiter machen, um das bezahlen zu können“. Für den neuen Mast- und Ferkelstall und den Umbau der Abferkelställe investierte der Familienbetrieb in den vergangenen Jahren über eine Million Euro. Den Hof bewirtschaften sie seit drei Generationen und aktuell mit drei Arbeitskräften. Einen Acht-Stunden-Tag gibt es nicht. „Da muss man auch mit leichtem Fieber und Unwohlsein arbeiten, so ist das in der Landwirtschaft.“ Die Karles waren als Landwirtsfamilie gleich Anfang März von dem Erreger Covid-19 betroffen, sie wissen wovon sie reden. Aber sie haben es geschafft, ihre insgesamt 1800 Tiere auch in dieser Zeit gut zu versorgen. Das ist nicht selbstverständlich, „denn es hören viele auf in meinem Alter“, weiß die Diplomagraringenieurin. Sie hat in Triesdorf studiert und seit 2005 ihren Abschluss. Und weil sie viel davon versteht, arbeitet sie zusätzlich in der Firma Objektplan des Bauernverbandes. 

Kurze Transportwege

350 neue Ferkel – alle drei Wochen. Auf dem Hof Karle kommen bei rund 30 von 200 Muttersauen im Drei-Wochen-Rhythmus je zwölf bis 14 Ferkel zur Welt. Zuvor sind die Sauen für drei Monate, drei Wochen und drei Tage tragend. Statistisch gesehen sind das pro Muttersau 2,4 bis 2,5 Würfe im Jahr und in ihrem Leben insgesamt sieben bis acht Würfe. Vier Wochen bleiben die Ferkel bei der Muttersau und werden gesäugt. Circa zehn von ihnen werden später selbst als Muttersauen aufgezogen und sichern die eigene Nachzucht zur Erhaltung des Bestandes. Das wird in der Landwirtschaft Eigenremontierung genannt. Die anderen Tiere werden als Mastschweine herangezogen und schlussendlich zum Schlachter gebracht, wobei auf kurze Transportwege geachtet wird. Das begehrte Fleisch geht an einen großen Lebensmittelkonzern für regionale Einkäufe. Das Futtergetreide und der Mais für die Tiere werden selber angebaut und ergänzen den Arbeitskreislauf auf dem Hof Karle am Rande von Kupferzell.

Neugierige Jungtiere

Von der Wochenstation bis zum Jugendtreff: Für jede Phase im Leben, sprich nach Alter, Kondition und Größe, werden die Tiere in unterschiedlichen Ställen gehalten. Generell unterteilt man dabei in Abferkel-, Ferkel- und Maststall. Diese wiederum sind immer in Kammern geteilt, um regelmäßige Reinigung und Desinfektion zu erleichtern. Da sind die „Mütter“ allein mit ihren „Kindern“, die schon etwas größeren Ferkel toben quasi im „Kindergarten“ miteinander, „Teenager“ sind zu dreizehnt in ihrer Gruppe. Beim vorsichtigen Rundgang durch einen Ferkelstall wird dann auch schnell klar: Die Jungtiere sind schreckhaft und reagieren auf fremde Stimmen unvertrauter Personen mit Vorsicht und Rückzug. Neugierig wie sie sind, gibt sich das schnell wieder und sie schnuppern an der gereichten Hand.  

Konsumenten sollten mehr regional kaufen

Wir machen es gern, weil es so vielseitig ist. Vom Ackerbauer, über den Schweinhalter bis zum Manager und zur Bürokraft ist alles dabei. „Besonders das Arbeiten mit den Schweinen, zu sehen wie sie auf die Welt kommen und wachsen…“, treibt Susanne Karle als junge Landwirtin an. Sie engagiert sich zusätzlich im Vorstand des Bauernverbandes für ihren Berufsstand und wünscht sich, dass die Konsumenten noch mehr darauf achten, regional zu kaufen. Denn gern möchte sie noch lange und zusammen mit Ihrer Familie die Hof-Tradition der Schweinezucht hier in Hohenlohe weiterführen.

 Preiscrash durch Corona

Die fehlende Nachfrage in der Gastronomie und aus den wichtigen Exportmärkten, wie zum Beispiel für Schweinefüße, Schwänze, Rüssel und Innereien in China, hätten zu einem regelrechten Crash der Preise geführt. Wie vor diesem Hintergrund gesellschaftliche Sonderwünsche zu finanzieren sind, ist dem Geschäftsführer des Bauernverbandes Helmut Bleher unklar: „Unsere Hohenloher Bauern sind die ersten, wenn es darum geht, mit Innovation und auch Investition im Stall noch bessere Verhältnisse zu schaffen. Überdrehen darf man die Forderungen aber nicht. Wir brauchen gerade jetzt, wenn das Geld hinten und vorne fehlt, viel mehr Zeit, um notwendige Anpassungen zu finanzieren“. Helmut Bleher appelliert an die Vernunft der Politiker im Bundesrat, wo in den letzten Wochen ein sprichwörtliches Tauziehen um Verschärfungen in der Schweinehaltung stattgefunden hat. Die neue Verordnung zur Nutztierhaltung soll mehr Platz für die Tiere schaffen. Sie ist aber mehrfach gescheitert, weil noch schärfere Fristen für die Umsetzung gefordert worden wurden. „Die Bauern brauchen sprichwörtlich die Luft zum Atmen und zum Arbeiten“, so Bleher.

Quelle: Pressemitteilung vom Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Die Tiere kennen und vertrauen Landwirtin Susanne Karle aus Kupferzell. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall –  Hohenlohe – Rems e.V.

 




Schwäbisch Hall: Putenmast startet – „Gemeinsame Mittagessen mit den Mitarbeitern gibt es aber nicht mehr“

Bei den vielen Feldarbeiten im Frühjahr ist man in der Fahrerkabine auf dem Schlepper gut vor möglichen Ansteckungen wie beispielsweise dem Corona-Virus geschützt. Gemeinsame Mittagessen mit den Mitarbeitern gibt es aber nicht mehr. So beschreiben Martin und Daniel Maurer aus Erlach bei Schwäbisch Hall ihre Arbeit unter den aktuell erschwerten Bedingungen, welche die verstärkten Hygienvorschriften durch die Infektionswelle mit Covid-19 mit sich bringen. Gerade hat der Kreislauf in der Putenmast vor den Toren von Schwäbisch Hall neu begonnen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V. hervor.

60 Gramm schwer und neugierig wie Kinder – 12.000 neue Putenküken

„Unsere Tiere können bei schönem Wetter bis nach Waldenburg schauen. Sie leben in sogenannten Offenställen und sind ganz neugierig”, führt Landwirt Martin Maurer seinen Bericht über die Eingewöhnung der 12.000 neuen Putenküken in einem seiner Ställe in Erlach weiter. Das sogenannte Einstallen macht die ersten ein bis zwei Wochen viel Arbeit. Die erst einen Tag alten Küken sind von der Brüterei aus im klimatisierten LKW angekommen und werden umsichtig in den auf 35 Grad vorgewärmten Stall gesetzt. Sie sind zu dieser Zeit 60 Gramm schwer und so neugierig wie Kinder. Ihr neues Zuhause für die ersten vier Wochen ist 1.500 Quadratmeter groß und in der Mitte durch ein bewegliches Gitter geteilt. Denn die Putenhennen und Truthähne werden getrennt aufgezogen. Die Hähne kommen dann in einen anderen und größeren Stall. Der ist aber gerade noch belegt.      

“Deshalb ist aktuell unser wichtigster Wunsch, dass alle gesund bleiben”

Von der Brut bis zur Schlachtung ist alles gut geplant. “Deshalb ist aktuell unser wichtigster Wunsch, dass alle gesund bleiben”, sagt Martin Maurer. “Aber wir überlegen schon, wie wir das schaffen”. Die Verladung von 5.000 Putenhähnen zum Beispiel, die normalerweise mit zehn Helfern geschafft wird, findet mit weniger Helfern dafür mit Schutzmasken und ohne anschließendes traditionelles Essen und Beisammensein statt. “Alle 19 Wochen wird neu eingestallt, da muss man sich schon dranhalten.” Die Aufzucht von Puten ist ein Kreislauf, der über mindestens ein Kalenderjahr genau geplant wird. Das System integriert die Brütereien, die Aufzucht mit den Stallkapazitäten genauso wie die der Schlachtereien. Immerhin kommen vom Hof Maurer jeweils 7.000 lebende Hennen und 5.000 Hähne bei letzteren an. Nötige Umbaumaßnahmen wie der Einbau neuer Lüftungs- und Kühlanlagen oder gründliche Desinfektionen werden genau dazwischen gelegt. 

Alle Tiere werden aufgezogen – Mädels wie Jungs

In Süddeutschland ist Hohenlohe traditionell eine Hochburg für Putenmast. Der Ursprung der Ansiedlungen war eine der größten europäischen Schlachtereien in Rot am See, die es seit einigen Jahren nicht mehr gibt. “Unsere Schlachterei befindet sich im nahen Bayern und liefert diese an große Ketten im Lebensmitteleinzelhandel. Schon immer hat sich unsere Branche dazu verpflichtet, alle Tiere aufzuziehen – Mädels und Jungs.“ Die Hennen werden nur halb so schwer wie die Hähne. Sie sind aber nach Meinung der Maurers im Fleisch einfach etwas zarter.    

„Dann geht mein Herz auf und die Welt ist in Ordnung.“

Der Familienbetrieb ist ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen mit drei Betriebsleitern und Aushilfskräften, wie die Inhaber betonen. Senior Martin Maurer und seine Frau Adelheid leiten die Tierhaltung. Sohn Daniel ist staatlich geprüfter Techniker für Landbau und leitet den Bereich Ackerbau und Biogas, denn beides ergänzt den landwirtschaftlichen Kreislauf des Hofes. Zum einen werden Mais und Weizen für die Fütterung selbst angebaut und zum anderen geht der Putenmist in die eigene Bioganlage. Das dann verbleibende Substrat wird zur Düngung auf den Feldern genutzt. Der produzierte Strom wird in das Stromnetz eingespeist. Die Wärme wird zur Trocknung der eigenen Biomasse und zur Heizung der Ställe und Wohngebäude genutzt. Der Anbau von Rüben lockert die Fruchtfolge zur Verbesserung des Bodens auf. Die Abwechslung machts. „Man sieht den Erfolg bei der Arbeit und wie die Tiere und die Ackerfrüchte wachsen. Dann geht mein Herz auf und die Welt ist in Ordnung – auch jetzt“, erklärt Martin Maurer stellvertretend für seine Familie die Freude an der Arbeit in der regionalen Landwirtschaft. 

 

 Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




Bauernverband Hohenlohe gibt Entwarnung trotz Hamsterkäufe: Gute Versorgung gewährleistet, dank regionaler Erzeugung: „Dank an die Bevölkerung, die unsere Produkte kauft“

In Zeiten der Corona-Krise kommt es vermehrt zur Hamsterkäufen. Die Menschen sind besorgt, dass irgendwann die Supermarkt-Regale leer sind und ihre tägliche Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. Hier setzt eine neue PR-Offensive des Bauernverbands Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V. an, mit der laut einer Pressemitteilung darüber informiert werden soll, was die Bauernschaft als systemrelevante Infrastruktur und wichtiges Glied einer leistungsfähigen Ernährungsindustrie in Deutschland aktuell leistet. Die heimische Landwirtschaft sei stark und unabhängig und die Bevölkerung werde mit Nahrungsmitteln gut versorgt, auch weil viele Lebensmittel regional produziert werden. Mit Kurzberichten und Porträts sollen Höfe und Landwirte aus der Region und was sie tun, um die tägliche Versorgung zu sichern, transparent gemacht werden

Viel Unterstützung für die landwirtschaftliche Arbeit

„Zuerst einmal möchte ich mich bedanken”, sagt Jürgen Maurer als Vorsitzender des Verbandes in der Mitteilung zur aktuellen Situation. “Ich bedanke mich bei allen, die es uns Landwirten ermöglichen, auch in diesen Tagen unsere Arbeit zu machen. Angefangen bei den Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaften (BAG`s), die zum Beispiel Schichtbetriebe eingerichtet haben, um uns für die Feldarbeiten mit den notwendigen Betriebsmitteln, beispielsweise Diesel, versorgen zu können. Weiter bei den Molkereien hier in der Region, die unsere Milch zuverlässig entgegennehmen, bis hin zu den Metzgereien, den Bäckern und den Werkstätten. Sie alle gehören dazu, wenn wir von einer systemrelevanten Struktur zur Versorgung der Bevölkerung sprechen.”

„Dank auch an die Bevölkerung, die unsere Produkte kauft“

Jürgen Maurer versichert in der Mitteilung weiter, dass die regionale Bauernschaft sich ihrer Pflicht bewusst und gern bereit sei, maßgeblich dazu beizutragen, dass sich die Deutschen selbst ernähren könnten. Jetzt beweise sich die Stärke und Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft in Deutschland. Das komplexe “System Landwirtschaft” funktioniere so: einmal im Jahr säen, einmal im Jahr ernten. Tiere müssten täglich versorgt werden. Hier greift, für den Normalverbraucher unsichtbar, alles ineinander. Deshalb geht der Dank des Vorsitzenden des Bauernverbandes für die sehr gute Zusammenarbeit auch an die Behörden, die Direktvermarkter, den Landhandel und die Mühlen. „Nicht zuletzt auch an die Bevölkerung, die unsere Produkte kauft: Fleisch, Produkte aus Getreide, Gemüse und Äpfel, Wein, Milch und Käse, Eier und Nudeln, um nur einige Beispiele aus dem Verbandsgebiet zu nennen“, so Landwirt Maurer.

„Ich sehe gute Chancen für ein neues Miteinander“

Die Aufgabe des Bauernverbandes ist es nach seinen Worten, wichtige und realistische Informationen zur Versorgungssicherheit zu geben und mit positiven Nachrichten vorangehen. Er woll Sicherheit vermitteln und beispielsweise Hamsterkäufen der Verbraucher entgegen wirken. „Ich sehe darin auch gute Chancen für ein neues Miteinander. Für Respekt und Wertschätzung gegenüber der oft kleinstrukturierten regionalen Landwirtschaft hier in Süddeutschland. Vielleicht können wir diese Zeit nutzen, in einer zukünftig ganz sicher veränderten Welt anders miteinander umzugehen. Das jedenfalls wünsche ich mir und ich bin sehr froh, dass wir unsere Landwirtschaft hier haben,“ macht Jürgen Maurer deutlich. „Ebenso wichtig ist mir, allen systemrelevanten Fachkräften und Helfern Danke zu sagen. Sie leisten schon jetzt sehr, sehr viel, dass es täglich weitergeht“, weitet er seinen Dank aus.

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V.

 

Die Frühjahrsaussaat hat begonnen. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V.

Landwirt Thomas Wenzel aus Neufels zeigt seine tägliche Arbeit und was er zurzeit tut, damit spätestens im Herbst geerntet werden kann. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V.

  




Hohenlohe: Bauernverband verschiebt Apfelverteilaktion

Aufgrund der aktuellen Probleme um die Corona-Virusinfektionen haben die Verantwortlichen sich entschieden, die für Samstag, den 07. März 2020, geplante Apfelverteilaktion in den Innenstädten und auf den Marktplätzen zu verschieben. Auch wenn die Gefahr einer Infektion zwischen Obstbauern und Passanten tatsächlich wohl zu vernachlässigen ist, besteht für die eigentlich gewollte Kontaktaufnahme eine gewisse Hemmschwelle. 

Doch verschoben heißt nicht aufgehoben. Über einen neuen geeigneten Termin wird der Vorstand der Bundesfachgruppe Obstbau im Bundesausschuss Obst & Gemüse am Mittwoch, den 18. März 2020, beraten und schnellstmöglich informieren.  

Mit der bundesweiten Aktion soll die Arbeit der Erwerbsobstbauern auch in der Region unterstützt werden. Wer Äpfel aus regionalem Anbau kauft, erwirbt nicht nur schmackhafte Früchte, sondern leistet auch ganz nebenbei einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Über einen Apfel als Kostprobe wollen die Obstbauern mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen.

Quelle: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.