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Game over – Das Würfel-Battle zwischen Brendon Müller und Nadja Fischer

Elf-Jähriger aus Künzelsau baut Zauberwürfel in 38 Sekunden zusammen

Man kennt ihn. Man hat ihn verflucht. Er staubt in einer Schublade ein. Der Zauberwürfel.

Erst die weiße Seite lösen

Der elfjährige Künzelsauer Brendon Müller schafft es, einen drei mal drei Zauberwürfel innerhalb von 38 Sekunden zu lösen. Nadja Fischer wurmt es bis heute, wieso sie es nie geschafft hat, den Zauberwürfel zu lösen und traf sich mit dem Fünftklässler. „Du musst erst die weiße Seite lösen“, erklärt Brendon. „Ja aber, wenn ich die habe und die andere Farbe lösen will, zerstöre ich wieder die weiße Seite“, kontert Fischer. „Du darfst den Würfel nicht nach Farben lösen, sondern nach Ebenen. Jetzt musst du die Ebene nach rechts drehen, die nach unten und dann nach links…“, so Brendon und schon ist Fischer überfordert.

28 verschiedene Würfel

Erst seit einem halben Jahr, seit Dezember 2017, beschäftigt sich der Elfjährige mit dem Zauberwürfel. „Ich war krank und mir war langweilig. Im Drogeriemarkt Müller habe ich den Würfel gesehen und gekauft“, erzählt der Kunstturner. Aber auch er hat es nicht auf Anhieb geschafft, den Würfel zu lösen. Also recherchierte der Schüler im Internet, sah sich YouTube-Videos an und fing an, sich die Algorithmen aufzuschreiben und auswendigzulernen. „Nach drei Wochen hat er alles auswendig gekonnt. Er kann auch nicht schlafen gehen, wenn nicht alle seine Würfel gelöst sind“, berichtet Nadja Müller, Brendons Mutter. Alle Würfel? Brendon besitzt 28 verschiedene Würfel, aber es fehlen noch welche in seiner Sammlung.

Brendon und seine Sammlung.
Foto: GSCHWÄTZ

Turniere mit verbundenen Augen

Am 03. Juni 2018 nahm Brendon an seinem ersten Turnier teil. Ein Turnier bei dem man schnellstmöglich einen Zauberwürfel lösen muss. Der Elfjährige berichtet: „Die Hände liegen flach auf einer speziellen Matte. Sobald man die Hände anhebt, zählt die Uhr. Man bekommt aber 15 Sekunden Zeit, um sich den Würfel anzusehen. Man bekommt fünf Versuche und dann wird die beste und die schlechteste Zeit gezählt.“ Es tritt jeder gegen jeden an – egal ob man sieben Jahre oder 40 Jahre alt ist. Die Disziplinen des Turniers sind nicht nur die Würfelart, sondern auch einen Würfel mit verbunden Augen lösen zu müssen.

Bei der Disziplin drei mal drei (der Zauberwürfel hat drei mal drei Steine), hat es Brendon auf Platz 66 von 73 geschafft. Bald steht sein zweites Turnier an, die Franconia Open 2018 bei Nürnberg. Der Fünftklässler freut sich schon auf das Turnier, aber auch darauf, dass er sich dort vielleicht einen neuen Zauberwürfel kaufen kann. „Ich wünsche mir einen Würfel mit einem Motiv. Aber der kostet 60 Euro“, so Brendon. „De schwerste Würfel ist der ohne Farben. Der funktioniert nach den Formen. Zu dem Würfel gibt es auch kein Video. Aber ich schaffe ihn trotzdem“, sagt er. Bevor Fischer sich auf den Heimweg macht, weist der Junge sie darauf hin, dass es auch Apps gibt, die den Lösungsweg erklären, damit Fischer den nicht gelösten Zauberwürfel nicht jedes Mal auseinander bauen muss, um alle Farben dort zu platzieren, wo sie hingehören.




GSCHWÄTZ-Battle: Wer knackt den Zauberwürfel?

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Bei diesem GSCHWÄTZ-Battle will Nadja Fischer wissen: Wer knackt als erstes den Zauberwürfel – und fordert einen Elfjährigen aus Künzelsau zum Duell. Hier seht ihr die Vorankündung und die Vorbereitung auf das Battle.