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Hohe Inflationsrate „ist auch für viele Berater neu“

„Wir haben eine Inflationsrate, wie wir sie seit vielen Jahren nicht erlebt haben. Das ist für viele Kunden und auch für viele Berater neu.“ Das sagt Andreas Siebert, Vorstand der Raiffeisenbank Hohenloher Land eG. Aus diesem Grund haben Matthias Lauterer und Markus Neugebauer über Sieberts ganz eigene Sicht als Bankier auf inflationsbedingte Veränderungen auf das Bankgeschäft und das Kundenverhalten gesprochen.

Inflation trifft alle – aber einkommensschwache Menschen besonders stark

Wenn Siebert sagt „Ich merke, dass sich viele überlegen, ob sie eine Ausgabe tätigen. Die Liquidität wird für die Menschen stets im Mittelpunkt stehen“, wird ein erster Inflationseffekt deutlich: Die Nachfrage nach gewissen Produkten, insbesondere im hochpreisigen Bereich wird nachlassen, weil die Menschen zuallererst ihre Grundbedürfnisse befriedigen. Und die Grundbedürfnisse, Lebensmittel und Energie sind von besonders hohen Preissteigerungen betroffen. Die Inflationsrate für Energie und Lebensmittel liegt deutlich über der „offiziellen“ Inflationsrate des DESTATIS, die sich aus 645 Produkten zusammensetzt. DESTATIS meldet um 7,5 Prozent, Lebensmittel sind dagegen um rund 15 Prozent teurer geworden, Energie noch viel mehr. „Es trifft Menschen, die bisher schon sparen mussten, deutlich stärker“, stellt daher auch Siebert fest.

Es trifft auch die Unternehmen

Im Unternehmensgeschäft sieht Siebert: „Es trifft fast jeden. Unternehmenskunden mit hohen Energiekosten triffts deutlich härter“, aber alle Unternehmen hätten mit höheren Energie- und Rohstoffkosten zu kämpfen. Noch seien, insbesondere im Handwerk, die Auftragsbücher voll, weiß er. Die Unternehmen reagieren damit, dass sie versuchen, Lagerbestände aufzubauen: „Es besteht eine gewisse Angst, dass Produkte nicht mehr erhältlich sind. Die Unternehmen sind interessiert, dass die Produktionsmittel vorhanden sind.“ Diese Strategie beeinflußt natürlich ebenfalls die Liquidität. Noch bestünden in vielen Fällen laufende Kontrakte, kann Siebert berichten. Die Auswirkungen der Inflation zeigen sich für diese Unternehmen erst richtig, wenn die Kontrakte auslaufen und die Preise neu verhandelt werden müssen.

Wie reagieren die Privatkunden

Ihm seien Fälle bekannt, in denen Menschen Sparverträge bereits aussetzen. Bei Sparverträgen sei es kein Problem, wenn die monatlichen Zahlungen nicht geleistet würden. „Die Frage ist, ob das sinnvoll ist, wenn man sich eine Altersvorsorge aufbauen will.“ Andererseits ist ihm auch klar: „Aber manche können gar nicht anders.“ In diesen Fällen stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit nicht.

„Wir sind da auch in einer Verpflichtung“

Anders liegt der Fall, wenn ein laufender Kreditvertrag, etwa für ein Auto oder ein Haus, nicht mehr bedient werden kann. „Das wurde noch nicht stark angesprochen“, berichtet Siebert, verspricht aber möglicherweise betroffenen Kreditnehmern: „Wenn es Sorgen gibt, werden wir kulant sein. Wir sind da auch in einer Verpflichtung“.  Bei Neukrediten sei die Ablehnungsquote bereits gestiegen. Insbesondere bei Immobilienkrediten werden die laufenden Kosten analysiert: „Wir rechnen inzwischen deutlich höhere Lebenshaltungskosten ein. Auch die Kosten fürs Auto setzen wir deutlich höher an.“ Und so würden die Berater auch vom ein oder anderen Wohnprojekt derzeit abraten, das vor einiger Zeit möglicherweise noch finanzierbar gewesen wäre.

Besondere Probleme beim Wohnungsbau

Der Wohnungsbau habe derzeit mit vielen Problemen zu kämpfen: Der Zinsanstieg, die Kapazität der Baufirmen, Lieferengpässe und höhere Preise für Baustoffe. „Das führt dazu, dass das Thema Bauen schwieriger geworden ist.“ Siebert kann ein Lied davon singen, denn die Raiffeisenbank Hohenloher Land ist selbst Bauherr: „Da müssen Sie manchmal froh sein, wenn sie bei einer Ausschreibung überhaupt Angebote kriegen“, hat er seine Erfahrungen gemacht.

Im Moment würden manche Bauwillige ihre Vorhaben zurückstellen, selbst Bauplätze seien schon zurückgegeben worden [in manchen Gemeinden ist die Vergabe von Bauplätzen daran gebunden, dass der Bau innerhalb einer bestimmten Frist begonnen wird, Red.]. Auch Baufirmen haben bereits Angebote gemacht, unterschriebene Verträge mit fixem Preis abzulösen, weil sie diese Verträge nur mit Verlust bearbeiten könnten. Siebert ist überzeugt, dass es im Hohenlohischen nicht zu „Übertreibungen beim Preis“ gekommen sei. Und er sagt auch: „Der Bedarf ist da. Wohnbaubedarf ist immer.“ Was er allerdings sieht: „Bei Bürogebäuden ist der Bedarf geringer geworden“.

Siebert sieht Veränderungen auf den Markt zukommen: „Die Bauherren werden vorsichtig, können die Situation nicht einschätzen. Die Stimmung bei den Investoren ist momentan schlechter als bei den Mietern. Da ist außergewöhnlich“, findet er.

Lohn-Preis-Spirale

Für die nächsten Monate rechnet Siebert mit einer anhaltend hohen Inflationsrate. Längerfristig geht er von einer Preis-Lohn-Spirale aus. Gerade für Gewerbebetriebe wird das ein großes Thema werden, rechnet er.

Kein pauschaler Pessimismus

Siebert wäre kein Bank-Ökonom, wäre er in dieser Situation ausschließlich pessimistisch. Für einen Beispielkunden, der in Zeiten steigender Preise regelmäßig Geld für einen Horizont von sechs bis acht Jahren anlegen will, rät er allerdings eher zu Sachwerten oder zumindest zu Fonds, die durch Sachwerte gedeckt sind. Allerdings, so sein Rat, sollte man nicht alles auf eine Karte setzen, sondern sich breiter aufstellen, diversifizieren. Als Genossenschaftler wirbt er selbstverständlich dafür, zuerst einmal Genossenschaftsanteile der Raiffeisenbank zu erwerben oder eine bestehende Einlage zu erhöhen – nachdem die RB Hohenloher Land seit einigen Jahren die Maximaleinlage gedeckelt hatte, hat sie nun ein Aktionsprogramm zur Erhöhung des Genossenschaftskapitals aufgelegt.
Zur Risikostreuung empfiehlt Siebert, regelmäßig in 2 oder drei unterschiedlich engagierte Fonds zu investieren. „Das wichtige: Bei fallenden Kursen sollte man nicht gleich aussteigen, sondern das niedrige Niveau nutzen“. Bei der Frage nach Edelmetallen antwortet er ein wenig reserviert: „Fünf oder zehn Prozent Edelmetall als Diversifikation, das kann man machen“.

Text: Matthias Lauterer

 

 

 

 

 

 




„Viele meiner Kunden wird es im März nicht mehr geben“

„Viele meiner Kunden wird es bis März nicht mehr geben, wenn das so weitergeht“, sagt ein Banker aus dem Hohenlohekreis, der anonym bleiben möchte. Es drohen reihenweise Insolvenzen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig.

Staatliche Hilfen noch nicht ausgeschüttet

Zum einen warten diverse Kunden noch auf die Ausschüttung der Novemberhilfen, zum anderen seien auch diese Staatsgelder nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die deckten oft gerade mal einen Teil der Betriebskosten wie etwa Mieten. Das reiche aber nicht, um nicht in den roten Zahlen zu versinken während des Lockdown. Ein anderer Banker berichtet davon, dass er derzeit genau so viel zu tun habe wie vor Corona, nur handele es sich dabei weniger um Investitionen wie vor Corona, sondern viele bräuchten Überbrückungshilfen, um ihre Liquiditätsengpässe zu lösen, die durch die Coronamaßnahmen entstanden seien.

Amazon ist der große Gewinner

Zum anderen gewöhnen sich gerade im derzeit geschlossenen Einzelhandel viele Kunden daran, ihre Waren immer mehr online zu bestellen, auch etwa Dinge, die vorher bei dem Geschäft um die Ecke gekauft wurden, wie etwa Schreibutensilien. Ob nach der Wiederöffnung die Kunden wieder wie vor Corona den Gang in die Ladengeschäfte tätigen, ist mehr als fraglich. Die Gewinner sind in der Coronakrise die großen Online-Player, die mehr Gewinn erwirtschaften als je zuvor. Besonders Amazon sticht hier hervor. Derweil galoppieren die Preise für Dinge, die derzeit online nur noch begrenzt verfügbar sind, von einem Rekordpreis zum nächsten. So kosteten beispielsweise dieselben Schneebobs vor Corona 49 Euro, derzeit werden sie für 89 Euro angeboten. Bei Winterstiefeln sieht es ähnlich aus. Noch nie wurden diese Dinge fast nur noch übers Netz gekauft. Aber wen wundert es? Die Schuhgeschäfte und Sportartikelläden dürfen zwar Bestellungen entgegennehmen und die Kunden können die Waren dann abholen. Aber einfacher, bequemer und weniger risikobehafteter ist dann doch der Klick bei Amazon oder Zalando.

Die Ungewissheit macht vielen zu schaffen

Die Ungewissheit, wie lange die Schließungen dauern, macht vielen zu schaffen. Und: Der Wegbruch der Frauen beziehungsweise Mütter, die entweder gänzlich wieder ins homeschooling entschwunden sind oder den Spagat mehr schlecht als recht mit homeoffice und homeschooling versuchen zu meistern. Immerhin ein Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland ist weiblich und hierbei handelt es sich neben Putzkräften und Verkäuferinnen auch um hochrangige Managerinnnen. Auch durch diesen Wegbruch können Firmen ins Straucheln kommen.

Bei Homeoffice bleibt das Miteinander und die Effizienz auf der Strecke

Bei den Industrieunternehmen sieht es nicht besser aus. Über die Homeoffice-Pflicht, die Angela Merkel und Winfried Kretschmann fordern, können viele Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen nur schmunzeln. Schon allein um für neue Aufträge weiterhin ständig adäquat und seriös erreichbar zu sein, reicht es eben nicht, eine Rufumleitung einzurichten, damit die Mitarbeiter von zu Hause die Anrufe entgegennehmen. Briefe müssen bearbeitet werden, Jahresabschlüsse anhand von Akten vor Ort gemacht werden. Auch diese kann man schlecht den Mitarbeitern ins homeoffice schicken lassen. Arbeitgeber wollen in der Regel eher nicht, dass Mitarbeiter auf sensible Firmendaten von zu Hause aus zugreifen können. Homeoffice ist zwar zunächst kostensparender, aber die Effizienz beleibt langfristig auf der Strecke und die Motivation auch.

Der Wirtschaft Deutschlands geht es nicht gut.

Der Mensch ist ein soziales Wesen, er braucht den direkten Austausch und die Kommunikation, um langfristig erfolgreich zu arbeiten. Und der Mensch braucht Sicherheit. Viele sind schon in Kurzarbeit, manche haben bereits ihre Jobs verloren. Und damit wird es weitergehen, je länger der Shutdown andauert. Der Wirtschaft Deutschlands geht es nicht gut.

 

 




Das Mitfahrbänkle: „Wollen Sie mitfahren?“

Es ist Montagmorgen, halb neun. Nach den heißen Tagen der vergangenen Wochen weht ein kühler Wind durch Mulfingen. Ich sitze auf der Mitfahrerbank in der Ortsmitte und warte darauf, dass eines der zahlreichen Autos, die vorbeifahren, mich mitnimmt. Als Zielort weist der Pfeil über mir Ailringen aus. Doch erstmal geschieht – nichts. Die Autofahrer schauen freundlich-neugierig, aber keiner hält an. Vielleicht liegt es am Ziel? Fährt niemand nach Ailringen?

Sonja Bossert hat die Mitfahrbank ausprobiert. Fazit: Von Mulmigen in die Teilorte zu kommen, ist kein Problem – nur zurück nach Mulfingen. Entsprechende Bänke sollen erst im Herbst aufgestellt werden.
Foto: GSCHWÄTZ

„Es kommt wohl auf das Erscheinungsbild an.“

Also ändere ich die Richtung. Nun will ich nach Buchenbach. Ich sitze kaum wieder, höre ich es schon rufen: „Wollen Sie mitfahren?“ Die nette Fahrerin, Carla Müller aus Buchenbach, hat noch nie jemanden auf der Bank sitzen sehen und deshalb ist es heute auch für sie das erste Mal, dass sie jemanden mitnimmt. Hätte sie auch für einen Mann angehalten? „Bei einem Fremden hätte ich mir das schon überlegt“, sagt sie. „Es kommt wohl auf das Erscheinungsbild an.“ Die Idee der Mitfahrerbank findet sie gut, „besonders für ältere Menschen ist das doch geschickt“. Allerdings hat sie das Gefühl, dass die Bank noch nicht so frequentiert wird. Das könnte aber auch an der Uhrzeit liegen.

Carla Müller aus Buchenbach nimmt Sonja Bossert mit.
Foto: GSCHWÄTZ

Wer eine Fahrgelegenheit sucht, dreht die Anzeigentafel mit dem Zielort nach oben und setzt sich dann auf die Bank.

Die Bank – die ihr leuchtendes Rot einer Farbe im Gemeindelogo verdankt – steht seit etwa einem Jahr in Mulfingens Ortsmitte an der Theresienwiese. Das Konzept dahinter: Wer von Mulfingen in einen der Teilorte möchte und weder Auto noch eine sonstige Fahrgelegenheit hat, dreht die Anzeigentafel mit dem Zielort nach oben und setzt sich dann auf die Bank. Sobald ein Autofahrer vorbeikommt, der in die gleiche Richtung will, kann er den Wartenden mitnehmen.

Es sollen weitere Bänke aufgestellt werden

Ideengeber war Dr. Horst Geiger, der ursprünglich aus Rheinland-Pfalz stammt und solche Bänke dort das erste Mal gesehen hatte. Als Mitglied vom Verein ProMu Gemeinsam Zukunft Mulfingen Gestalten e.V. fand er schnell Mitstreiter. „Wir haben die Bank mit Anzeigenpfosten und den Richtungstafeln selbst konstruiert und gebaut“, erzählt Vereinsmitglied und langjähriger erster Vorsitzender Fritz Korn. Auch die Finanzierung hat der Verein übernommen, die Volksbank beteiligte sich mit Spenden. „Die Stadt hat unsere Initiative positiv aufgenommen, die Kommune steht hinter uns“, so Korn weiter. Der Standort wurde mit dem Bürgermeister abgesprochen und gemeinsam mit Mitarbeitern vom Bauhof wurde die Bank aufgestellt. Um diese kümmert sich weiterhin der Verein, den Platz drumherum pflegt der Bauhof. Im Herbst sollen weitere Bänke in den Teilorten auf der Höhe aufgestellt werden, damit man von dort auch wieder zurückfahren kann.

Friedrich Korn auf der Mitfahrbank in Mulfingen.
Foto: GSCHWÄTZ

„Der Standort direkt in der Kurve ist nicht ideal.“

Natürlich hat Fritz Korn die Bank selbst ausprobiert. „Eine Viertelstunde war nötig, dann hat jemand angehalten“, erzählt er. Oft werde die Bank auch einfach als Sitzgelegenheit genutzt. Er habe beobachtet, dass Autofahrer genau im Blick hätten, ob sich an der Bank etwas tue.

Ein Manko gibt es: „Der Standort direkt in der Kurve ist nicht ideal.“ Autofahrer aus dem oberen Jagsttal sehen Mitfahrwillige erst im letzten Moment. Auch Anhalten ist hier schlecht. Deshalb gibt es Überlegungen, die Bank für Mitfahrer ins untere Jagsttal an den Brunnen in der Hauptstraße zu verlegen. Für jene, die ins obere Jagsttal wollen, soll es dann eine zweite Bank gegenüber vom jetzigen Standort geben.

Doch wie sieht es aus, wenn ein Unfall passiert? „Das Angebot setzt auf den Freiwilligkeitscharakter bei beiden Seiten“, sagt Fritz Korn. Das Ganze geschehe auf privater Basis, im Fall der Fälle springt die Fahrzeughaftpflichtversicherung ein. Außerdem sollen Mitfahrende mindestens 16 Jahre alt sein.

Auch in Künzelsau sollen noch in diesem Jahr Mitfahrerbänke aufgestellt werden. Und zwar in Zusammenarbeit mit der Hochschule im Bereich der oberen Hauptstraße und des Reinhold-Würth-Hochschul-Campus. Einen genauen Termin gibt es allerdings noch nicht.

Mitfahrbänkle in Niedernhall. Bürgermeister Achim Beck: „Es gibt keine Zahlen, wie oft die Bänke genutzt werden. Wir gehen aber davon aus, dass diese durchaus ihren Nutzen haben.“
Foto: GSCHWÄTZ

Erstes Mitfahrbänkle in Niedernhall

Die erste Mitfahrerbank in der Region steht seit Frühjahr 2016 in Niedernhall. Mittlerweile gibt es dort vier Standorte: am Jugendhaus Giebelheide, an der Ecke Hohenloher/Schöntaler Straße auf der Giebelheide sowie an der Lindenkreuzung im Städtle und vor dem Edeka in der Criesbacher Straße. Finanziert wurden sie aus Mitteln der Bürgerstiftung, für die ein Projekt gesucht wurde, welches innovativ und zugleich auch von Bürgern für Bürger ist. Aufgestellt wurden die Bänke vom Bauhof der Stadt, der auch für die Pflege zuständig ist. Die Beschilderung hat die Firma Graf gespendet. „Mit den Mitfahrerbänken sollen die Bürger sich gegenseitig bei Fahrten unterstützen und die Anbindung für junge und alte Menschen deutlich verbessert werden“, so Bürgermeister Achim Beck. „Es gibt keine Zahlen, wie oft die Bänke genutzt werden. Wir gehen aber davon aus, dass diese durchaus ihre Nutzer haben.“