„Es ist ein Zeichen des Respekts und nicht der Abwertung“
Das Video ging viral, wie die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in Syrien von der aktuellen Regierung keinen Handschlag bekommt. Im Westen wurde dies als Affront gesehen und als Ausdruck der Unterdrückung der Frau.
„In unserem Land werden Frauen besonders geschützt“
Eine Syrerin aus Künzelsau erklärt nun, dass dies nicht der Fall sei. „Männer geben einer Frau nicht die Hand oder berühren sie nicht, weil sich das nicht gehört. Das hat etwas mit Respekt zu tun“, erklärt sie gegenüber GSCHWÄTZ. Es habe nichts mit Abwertung zu tun oder dass die Frau als schlechter angesehen werde als der Mann. „Im Gegenteil“, betont sie.
„In unserem Land werden Frauen nur besonders geschützt und respektiert.“
Die Außenministerium wusste das sicher vor dieser Szene, vermutet die Syrerin. Denn: Sie hat in dem Video nicht die Hand hingestreckt, in Erwartung eines Handschlages, sondern wusste, dass sie keinen Handschlag bekommt. „Sicher wurde sie informiert, warum das so gemacht wird in unserem Land.“
Nur wenige Tage später jedoch sagt ein RTL-Video etwas anderes. Baerbock erklärt darin, dass man an diesem Nicht-die-Hand-geben sehen könne, welchen Rang die Frau in Syrien habe. Fazit: Baerbock hat sich nicht und wurde wohl nicht informiert, was es mit dem Nicht-Berühren einer Frau in Syrien auf sich hat und deutet es als frauenfeindliches Verhalten.