Polizei soll Bäckereien an Ostersonntag geschlossen haben
Bäckereien durften trotz der Coronapandemie bislang geöffnet bleiben – auch an den Osterfeiertagen. Rund eine Woche vor Ostern änderte die baden-württembergische Landesregierung nach heftiger Kritik – unter anderem von der Gewerkschaft Verdi Baden-Württemberg und dem Deutschen Gewerkschaftsbund – ihre Pläne und änderte die Landesverordnung dementsprechen. An Karfreitag und Ostersonntag sollten die Bäckereien geschlossen bleiben, lediglich am Ostermontag durften sie öffnen und ihre Waren verkaufen.
Doch nicht bei jedem Bäcker im Hohenlohekreis und im Haller Kreis kam diese Änderung an und so gab es Bäckereien, die trotz des neuen Beschlusses am Ostersonntag offen hatten. Daraufhin sei es laut einer Pressemitteilung des Hohenloher Landtagsabgeordneten Anton Baron (AfD) zu Schließungen einzelner Filialen gekommen. Ob darüber hinaus ein Bussgeld verhängt wurde und welche Bäckereien geschlossen worden sind, ist bislang nicht bekannt, soll aber derzeit in einer kleinen Anfrage an den Landtag Baden-Württembergs geklärt werden. Baron hierzu : „Gemeinsam mit meinem Haller Fraktionskollegen Udo Stein erfrage ich daher nun die Einschätzung der Landesregierung zu ihrer eigenen Kommunikation und zu dem Schaden, den diese mutmaßlich für die Betriebe in der Region und landesweit angerichtet hat. Falls ein Fehler eingestanden wird, muss dies auch eine Übernahme der dadurch verursachten Mehrkosten bedeuten.“
Unter anderem geht es in der kleinen Anfrage auch darum, wie viele Lebensmittel durch die Schließung vernichtet werden mussten.
GSCHWÄTZ hat die Polizeidirektion Heilbronn gefragt, welche Bäckereien im Hohenlohekreis am Ostersonntag von der Polizei geschlossen wurden. Laut der Polizeidirektion Heilbronn wurden zwei Bäckereien im Hohenlohekreis geschlossen. Die Verhängung von Bußgeldern ist laut der Polizei Sache des Landratsamtes. Eine Antwort des Landratsamtes, ob hier Bußgelder verhängt wurden, steht noch aus.

Bäckerei. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv