Gezüchtet und gehalten, um gegessen zu werden
Das digitale Kampagnennetzwerk Avaaz mit weltweit laut eigenen Angaben 70 Millionen Mitglieder, ruft zu einer Unterschriftenaktion gegen die weltweit erste, kommerziell betriebene Oktopusfarm in Spanien auf.
Der Grund: „Dort würde jedes Jahr eine Million dieser hochintelligenten Geschöpfe in winzige Becken gepfercht und anschließend qualvoll durch Einfrieren bei lebendigem Leib getötet werden, um den Lebensmittelmarkt zu versorgen.
Das ist industriell organisierte Folter“, heißt es in der Petition.
Die Pläne für diese gigantische Oktopus-Folterkammer wurden den lokalen Behörden in Spanien vorgelegt.
Kraken sind ausgesprochen kluge Tiere. Sie können Werkzeuge benutzen, komplexe Probleme lösen und sogar Schmerz, Genuss, Freude und Angst empfinden.
Tintenfische wurden bisher noch nie kommerziell gezüchtet und laut Expertinnen und Experten ist dies auch nicht möglich, ohne diesen Tieren, die zu den erstaunlichsten Lebewesen der Erde gehören, unsägliches Leid zuzufügen.
Das hat ein spanisches Unternehmen jedoch nicht davon abgehalten, auf den Kanarischen Inseln eine Anlage zu planen, die einer gigantischen Oktopus-Folterkammer gleichkommt. Doch es gibt Hoffnung: Großbritannien hat Kraken und andere aquatische Arten bereits als fühlende Wesen anerkannt und die EU prüft nun eine ähnliche Gesetzgebung.
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