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Der Wald als C02-Senker

In der Kundenhalle der Sparkasse Hohenlohekreis in Künzelsau ist vom 11. Januar bis 8. Februar 2023 die Ausstellung Rotbuche zu sehen. Die Ausstellung ist Teil des Hohenloher Waldprogramms 2022/2023, welches das Forstamt initiiert hat, um
unsere vorherrschende und prägende Laubbaumart in den Blickpunkt zu rücken. In Exponaten und Stationen zum Anfassen und Ausprobieren wird die Rotbuche in all ihren Facetten für Jung und Alt erlebbar und wird in größtmöglicher Bandbreite und
dem täglichen Nutzen für jedermann präsentiert.

Die Ausstellung ist in drei Bereiche gegliedert:

– Ökologie der Baumart und Wald als CO2 Senke
– Portrait der Buche
– die Holzverwendung (vom Furnierstamm, über Möbel zum Brennholz)

Klimawandel

Mit einem Blick ins Jahr 2100 wagt die Ausstellung einen Ausblick in die Zukunft und beleuchtet die wahrscheinliche Entwicklung der Rotbuche im Hohenlohekreis im Klimawandel. Die Sparkasse Hohenlohekreis stellt dem Forstamt des Hohenlohekreises sehr gerne ihre Räumlichkeiten für die Wanderausstellung zur Verfügung.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für die Sparkassen wichtige Themen. Sie engagieren sich für das Gelingen der Energiewende, die Erreichung der Klimaziele und den Erhalt einer intakten Umwelt. Dabei ist es den Sparkassen ein besonderes Anliegen, auch Kund:innen und Kunden, Unternehmen und Institutionen vor Ort bei der ökologischen Weiterentwicklung der Region zu begleiten.

Die Ausstellung ist auch gut für Kindergärten ab Vorschulalter, sowie Schulklassen geeignet. In einem Mitmachheft sind die Inhalte der Ausstellung für Kinder pädagogisch aufbereitet. Bei Interesse eines Besuchs mit Schulklassen und Kindergartengruppen kann man per Email einen Termin in der Sparkasse vereinbaren (Email: unternehmenskommunikation@spk-hohenlohekreis.de).
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse Hohenlohekreis zu besichtigen.

Quelle: Sparkasse Hohenlohekreis

Werner Siller, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Hohenlohekreis und Christine Neuweiler vom
Forstamt des Hohenlohekreises bei der Übergabe eines Rotbuchensprößlings




Ochse, Esel, Elefant und Känguru

Die klassische Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium von der Ankündigung des Messias durch Jesaja, über die Herbergssuche, die Geburt Christ bis zur Huldigung durch die Weisen aus dem Morgenland erzählen die Krippendarstellungen aus aller Welt, die vom ersten Advent bis zum 29. Januar 2023 im Museum Würth (Verwaltungsgebäude) gezeigt werden, in bildhafter Sprache, mit der traditionellen Figürlichkeit und den Materialien der jeweiligen Region.

Herbergssuche. Eine Darstellung aus Deutschland. Foto: GSCHWÄTZ

Dr. Christoph Becker, Vorsitzender des Kunstbeirats der Würth-Gruppe, führt in die Entwicklung der weihnachtlichen Krippenkultur ein: Entstanden in katholischer Tradition in Italien fanden die Krippen seit dem 13. Jahrhundert ihren Weg in die katholische Welt Europas, wo sich jeweils eine lokale Tradition entwickelt hat.

Typische neapolitanische Darstellung. Foto: GSCHWÄTZ

Krippen als Produktwerbung für die Kirche

Während der Reformation fanden die Krippen ihren Weg in die Wohnstuben von Menschen –  für die Protestanten der damaligen Zeit waren die bildhaften Darstellungen, wie sie in katholischen Kirchen bis dahin gezeigt wurden, nicht mehr erwünscht. Und in der Gegenreformation ab dem Ende es 16. Jahrhunderts sollten, so drückt es Becker aus, die Krippen „Werbung machen für Menschen, die sich von der trockenen Art der Verkündung abwenden“ – das scheint gelungen, viele Krippen strahlen, vor allem in den Nebenfiguren, eine wahre Lebensfreude aus: Da wird musiziert und getanzt, es werden aus dem Volk alle Gaben, die die Landwirtschaft hergibt, zum Stall gebracht. Traurige Menschen sieht man im Umkreis der Krippe nicht.

Figuren aus Portugal. Foto: GSCHWÄTZ

„Das sind ja wir“

Die zeitgenössische und regionale Kleidung der Krippenfiguren zeigt den Gläubigen: „Das sind ja wir“, erklärt Becker.  „Es ist schon eine Art kirchliche Propaganda“, die den Menschen das Dogma der Jungfrauengeburt nahebringen sollte.

Alle Materialien, die zur Verfügung stehen

Kuratorin Carla Mannschedel betont die Materialvielfalt. Es wurden alle Materialien benutzt, die zur Verfügung standen: Nicht nur Krippen aus Holz, Stein und Ton, sondern auch aus Salzteig, Metall, ja sogar Krippen aus einem Straußenei und einem Walzahn sind zu sehen.

Ein peruanischer Krippenschrein, ein „Retablo“. Foto: GSCHWÄTZ

Auch die dargestellten Figuren unterscheiden sich regional: So gibt es eine arktische Krippe, in der nicht Ochs und Esel, sondern Eisbär, Robbe und sogar ein offenbar weitgereister Pinguin zu erkennen sind. Elefanten, Känguruhs sind dabei – eine wahre Mammutaufgabe für Kinder, all die Tiere zu finden, die in unseren Breiten nicht traditionell zur Krippe gehören. Sie werden allerdings von einem eigens für Kinder geschaffenen Audio-Guide bei ihren Entdeckungen unterstützt.

Krippe von K.Limpke mit grönländischem Motiv und einem weitgereisten Pinguin. Foto: GSCHWÄTZ

Von großer Kunst über Kunsthandwerk bis hin zu dem, was in unseren Augen kitschig wirken mag, ist alles vertreten. Die Interpretation der Geburtsgeschichte ist vielfältig: mal opulent ausgeschmückt, mal eher karg. Realistische Figuren wechseln sich mit künstlerisch verfremdeten Darstellungen ab. Krippen zeigen unterschiedlichste Umgebungen, mal mit gesellschaftlichem Leben rundherum, mal völlig losgelöst.

Rund um diese Geburtsszene aus Togo geht das Leben seinen üblichen Gang. Foto: GSCHWÄTZ

Ulfert-Buchholz-Sammlung

Die Direktorin der Sammlung Würth, C. Sylvia Weber, erklärt, dass die Krippen nicht ursprünglich von Würth gesammelt wurden: Die Präsentation beruht auf der Ulfert-Buchholz-Sammlung, der Krippen-Sammlung von Edwin und Wilma Buchholz, benannt nach dem Sohn des Ehepaars. Die private Sammlung von rund 700 Krippen aus mehr als 130 Ländern von fünf Kontinenten fand 2002 Eingang in die Sammlung Würth. 150 Krippen dieser Sammlung sind in Gaisbach ausgestellt, viele andere sind während der Adventszeit an andere Museen ausgeliehen.

Vom 25. Dezember 2022 bis 29. Januar 2023

Die Ausstellung „Ochse, Esel, Elefant und Känguru – Weihnachtskrippen von Neapel bis Sydney in der Sammlung Würth“ ist bis 29. Januar täglich von 11 bis 18 Uhr im Museum Würth in Künzelsau zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Moderne Interpretation der Krippenszene von Marc Fromm. Foto: GSCHWÄTZ

 

Ein katalanischer Caganer darf nicht fehlen. Foto: GSCHWÄTZ

Begleitprogramm zur Ausstellung im Alma Würth Saal, Museum Würth

  • Krawall im Stall: Lesung für Kinder mit Veronika Fischer, Sonntag, 4. Dezember 2022, 11 Uhr
  • Charles Dickens Weihnachtsgeschichte: Live-Hörspiel für die ganze Familie mit Max Urlacher, Sonntag, 11. Dezember 2022, 14 Uhr
  • Pendel-Marionettentheater, Mittwoch, 28. Dezember und Donnerstag, 29. Dezember 2022, jeweils 11 Uhr
  • Mein Lieblingstier heißt Winter? Lesung mit Ferdinand Schmalz, Sonntag, 22. Januar 2023, 17 Uhr

Eintritt frei. Begrenzte Platzzahl.

  • Öffentliche Führungen, Dauer: 60 Minuten, 6 Euro pro Person, jeden Sonntag, jeweils 15 Uhr

Um Anmeldung per E-Mail an museum@wuerth.com wird gebeten.

Text: Matthias Lauterer




„Kunst sollte sich mehr einmischen“

Wie lange muss eine Banane reisen, um in einem deutschen Supermarkt zu landen? Warum sind wir mitverantwortlich für die Flüchtlingswellen? Was kann jeder einzelne von uns tun, um die Erde wieder grüner zu machen? Hochpolitisch, kritisch, aber auch mit vielen Denkanstößen sind die Gemälde und Skulpturen von Klaus Hub aus Morsbach, die bis vor kurzem noch in der Sparkasse in Künzelsau unter dem Titel: „Kunst trifft Klima“ – Grüne Architektur“ ausgestellt waren. Der Künstler und Restaurator möchte weitermachen mit diesem wichtigen Thema und nun einen Teil der Kunstwerke auf Wanderausstellung schicken.

Inspiriert durch den Jakobsweg

Durch den Jakobsweg, den der 58-Jährige und seine Frau Andrea Engelhardt-Hub mit Freunden seit 2013 immer wieder  etappenweise gegangen sind, habe der Restaurator wieder das Malen angefangen. 100 Bilder und Skulpturen habe er so in einem guten halben Jahr geschaffen. „Diese Reise war so beeindruckend, dass ich das ausdrücken wollte“, erinnert sich Hub.

Durch die vielen anderen Krise gehe das Thema Klimawandel etwas unter, bedauert Hub

Das Thema Klimawandel habe schon eine Weile in ihm geschlummert. Er bedauert, dass das Thema „durch die vielen anderen Krisen“ derzeit etwas untergehe und er bedaure, dass sich nicht mehr Künstler dahingehend ausdrücken. Denn: „Kunst sollte sich mehr einmischen“, findet der Morsbacher. „Man kann auch auf diesem Weg aufmerksam machen.“

Grüner leben

So ist denn auch seine Ausstellung in der Sparkasse, die am Donnerstag, den 20. Oktober sein Ende fand, kritisch, politisch, aber auch lösungsorientiert. So abstrakt seine Gemälde auf den ersten Blick wirken, so konkret ist die Botschaft, die er vermitteln will. Der gelernte Restaurator wirft in seinen Kunstwerken einen Blick auch auf die Symptome des Klimawandels, unter anderem in Form von Flüchtlingsbewegungen, und benennt die Verantwortung des Westens dabei, weil „wir die Dritte Welt ausgebeutet haben“.

„Wir machen unsere Erde selbst kaputt“

Aber auch sich selbst nimmt Hub nicht raus aus seiner Kritik. „Wir machen unsere Erde kaputt. Es fängt bei uns allen an“, sagt er. Jeder könne etwas tun, um den Planeten grüner zu gestalten. Aber, betont der Künstler, „ich möchte keinen anklagen, sondern zum Nachdenken anregen“. Photovoltaik, grüner bauen, wohnen, einkaufen – es gäbe genügend Ansätze, um grüner zu leben, findet der Künstler.

Sparkasse fördert grünes bauen und wohnen

Sparkassenvorstandsmitglied Werner Siller freut sich über die gelungene Ausstellung: „Klimawandel, das ist auch eine Thema, das unsere Sparkasse beschäftigt. Mit unserer Arbeit zum Klimaschutz, mit Finanzierungen von energiesparenden Bau- und Investitionsvorhaben, möchten auch wir zum Klimaschutz beitragen.“

Zur Person Klaus Hub

Klaus Hub wurde am 11. Februar 1964 in Künzelsau geboren, in Morsbach ist er aufgewachsen und hat dort eine Familie gegründet. Als Kind hatte er nur sehr wenig Spielzeug. Vieles hat er selbst gebastelt und gebaut. Von Beruf ist er Restaurator. So hat er schon in diversen Kirchen, Schlössern, Villen und Privathäusern gearbeitet. Mit 55 Jahren hat er seine 80-Stundenwoche reduziert auf eine 40-Stundenwoche und widmet sich seitdem noch mehr seiner künstlerischen Schaffenskraft.

Weiterführende Links über Klaus Hub und seine Arbeit:

Restaurator Hub Konservierung und Restaurierung (restaurator-hub.de)

Ölgemälde reinigen oder Firnisabnahme? Wie Sie teure Fehler vermeiden. – YouTube

Kunst trifft Klima – Grüne Architektur – YouTube

Ausstellungsflächen für Wanderausstellung gesucht

Für seine Wanderausstellung sucht Klaus Hub noch geeignete Räume, um seine Kunstwerke auszugsweise zu präsentieren. Vorstellbar wären Schaufenster von Gewerberäumen, Foyers in Rathäusern oder weitere Unternehmen und Banken, die gerne grün denken.

Kontakt über info@gschwaetz.de. Telefon: 07940/93 555 7. Oder bequem per WhatsApp: 0172/68 78 474. Wir leiten den Kontakt dann weiter.

Text: Dr. Sandra Hartmann

 

Was kann ich selbst tun, um grüner zu leben?, fragt sich auch Klaus Hub. Foto: GSCHWÄTZ

Sparkassenvorstandsmitglied Werner Siller ist begeistert von der Ausstellung. Foto: GSCHWÄTZ

Das Lieblingsbild von Sparkassenvorstand Werner Siller – in der passenden Sparkassenfarbe Rot. Foto: GSCHWÄTZ

Klaus Hub mit seiner Frau Andrea Engelhardt-Hub. Foto: GSCHWÄTZ

Auch mit den Flüchtlingsbewegungen und der Verantwortung des Westens beschäftigt sich Klaus Hub. Foto: GSCHWÄTZ

Immer wieder gibt es von politischer Seite kleine Infusionen, sprich, kleinere Eingriffe, um die Symptome des Klimawandels etwas abzumildern. Aber ob das ausreicht? Foto: GSCHWÄTZ




Bewegende Geschichte der Landfrauen

Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe feiern in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Verbandsjubiläums wurde eine Wanderausstellung, die die Geschichte der LandFrauen erzählt, auf die Reise durch die 24 Kreisverbände geschickt.

Wanderausstellung im Landratsamt

Seit dem 30. Juni macht die Wanderausstellung Halt im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis. Feierlich eröffnet wurde sie bereits einen Tag davor mit Vertretern der LandFrauen, der Kreisverwaltung sowie des Kreistages. Landrat Dr. Matthias Neth bedankte sich bei den KreisLandFrauen für ihr unermüdliches Engagement. „Ich bin stolz darauf, dass wir im Hohenlohekreis 43 Ortsvereine mit über 2.500 Mitgliedern haben. Seit 75 Jahren sind Sie wahrhaftig eine tragende Säule in unserem Landkreis und in ganz Baden-Württemberg. Sie setzen sich für die Frauen auf dem Land ein und verbinden mit Projekten, Aktionen und Bildungsprogrammen Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Sie sind unsere Managerinnen, Antreiberinnen für Veränderung und Fortschritt und Bewahrerinnen von Wissen und Traditionen“, so Landrat Dr. Neth zu Beginn der Eröffnungsfeier. In ihrer Begrüßung schloss sich Kreisvorsitzenden Regina Müller dem an: „Es freut mich, dass wir auf solch eine lange Verbandsgeschichte zurückblicken können. Und umso mehr freue ich mich, dass wir hier heute alle zusammengekommen sind, um die Wanderausstellung anlässlich des 75-jährigen Bestehens des LandFrauenverbands Württemberg-Baden e. V. im Hohenlohekreis feierlich zu eröffnen.“

Auf 12 beleuchteten Displays erhalten Besucherinnen und Besucher grundsätzliche Informationen zu Geschichte und Bedeutung der LandFrauen in Württemberg-Baden. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Frauen auf dem Land waren in der Nachkriegszeit besonders betroffen und begierig darauf, ihre Bildung und Lebensbedingungen zu verbessern. Was die Landfrauen seither bewegt haben, erfahren die Besucherinnen und Besucher dieser Ausstellung. Noch bis zum 8. Juli 2022 können Interessierte die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis besuchen. Bereits am ersten Tag zählte die Ausstellung bereits mehr als 150 Besucher. Am Eröffnungsabend wurde auch die 6.000ste Besucherin der Jubiläums-Wanderausstellung, Heidrun Fleisch aus dem Ortsverein Bretzfeld-Rappach, beglückwünscht.

Hintergrund

Die Geschichte der LandFrauen beginnt 1898 mit dem ersten „Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein“ in Ostpreußen. In Württemberg entstand durch Fürstin Therese zu Hohenlohe Waldenburg 1916 ein landwirtschaftlicher Hausfrauenverein. In der NS-Zeit wurden die Vereine aufgelöst. Nach dem Krieg im Jahr 1947 folgte die Neuorganisation der LandFrauen-Bewegung. In dieser Zeit wurden auch der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe gegründet.

Beate Krieg, Landesgeschäftsführerin des LandFrauenverbands gratuliert Heidrun Fleisch, der 6.000sten Besucherin der Ausstellung. Foto: LRA Hohenlohekreis

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 17.00 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 18.00 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12.00 Uhr.
Zu den Öffnungszeiten ist immer eine Ansprechperson vor Ort, die Auskunft über die LandFrauen geben kann.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Diese Leichenschau ist nichts für schwache Nerven

Die Ausstellung „Echte Körper – Von den Toten lernen“ ist vom 04. Juni bis 05. Juni 2022 in der Stadthalle in Niedernhall, Brückenwiesenweg 2, zu sehen. Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Veranstalters:

Früher Vorrecht von Medizinern

Bis vor wenigen Jahren war der Blick auf tote Körper und das Erforschen der anatomischen
Beschaffenheit ausschließlich das Vorrecht von Medizinern in den Sektionssälen der
Universitäten.

Rund 200 anatomische Exponate

Die Erfindung der Plastination und Präsentation der Exponate in öffentlichen Ausstellungen
ermöglicht es nun der Allgemeinheit Einblicke in den menschlichen Körper zu bekommen.
Die Ausstellung Echte Körper- VON DEN TOTEN LERNEN
vermittelt anhand einer umfangreichen wissenschaftlichen Sammlung von ca. 200 didaktisch
wertvollen anatomischen Exponaten, bestehend aus konservierten menschlichen Körpern,
Skeletten, Gliedmaßen, Organen, Organblöcken, Funktionssimulatoren, Tastmodellen und
Moulagen medizinisches Wissen an interessierte Besucher.

Ausführliche Erklärungen, Multimediavorführungen und Lehrtafeln zu allgemeinen und
spezifischen Themen des menschlichen Körpers dienen neben den Exponaten der
Wissensvermittlung.

Die Ausstellung bietet Schülern und Lehrern ein umfangreiches Bildungsangebot und
befasst sich mit sämtlichen lehrplanrelevanten Themen der Klassenstufen 6 – 12.
Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterbildung in medizinischen Berufen.

Themenschwerpunkte sind:

– Skelett Bewegungsapparat
– Gehirn und Nervensystem Geschlechtsorgane
– Herz und Blutkreislauf Nieren und Harnwege
– Verdauungssystem Sinnesorgane
– Atemwege und Lunge
Darüber hinaus wird die Gelegenheit geboten, sich ausführlich mit den Themen
Organspende, Krebs, Aids, Alkohol und Nikotin auseinander zu setzen.

Öffnungszeiten
Samstag 12:00-18:00 Uhr

Sonntag  11:00-18:00 Uhr
Es werden keine Führungen angeboten.
Eintrittspreise / Tickets nur an der Ausstellungskasse vor Ort erhältlich

Schüler* 10,00 Euro

Auszubildende* 10,00 Euro

Studenten* 10,00 Euro

Erwachsene* 15,00 Euro

Kinder bis 6 Jahre * 5,00 Euro

https://echtekoerperausstellung.de/

Email: mobile-ausstellung@gmx.de
Mobil. Info 0173/6126553

 




Hohenloher Waldprogramm macht den Wald erlebbar

Mit dem Hohenloher Waldprogramm 2022 kehrt eine beliebte Veranstaltungsreihe nach sieben Jahren Pause zurück. Die Försterinnen und Förster des Hohenlohekreises laden zu mehr als 30 Veranstaltungen ein, um den Wald in seinen vielen Facetten neu zu entdecken. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei einerseits beim „Baum des Jahres“, der Rotbuche, und andererseits bei der Sorge um die Zukunft des Waldes im Zuge des Klimawandels. Auf dem Programm stehen dazu Diskussionsrunden, kreative Angebote für Groß und Klein sowie Möglichkeiten, den Wald als Entspannungsort sinnlich zu erleben. Dazu gehören auch Schnitzkurse für Kinder, geführte Wander- und Radtouren mit Försterinnen und Förstern, eine Pilzlehrführung, Yoga und Waldbaden sowie Themenspaziergänge zur Waldnutzung und Waldveränderung. Das vielfältige Programm wurde vom Forstamt des Hohenlohekreises zusammengestellt.

Auftakt im Herrenbaus Buchenbach

Auf Waldspaziergängen mit Försterinnen und Förstern gibt es viel zu entdecken – etwa besondere Bäume wie diesen umgekehrten Zwiesel auf dem Endberg bei Ingelfingen. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Der offizielle Auftakt des Hohenloher Waldprogramms findet am Montag, 25. April, um 11 Uhr im Herrenhaus Buchenbach statt. Dort wird die Wanderausstellung „Die Rotbuche – Charakterbaum im Hohenlohekreis“ eröffnet. „Die Rotbuche ist im Hohelohekreis eine wichtige Baumart. Sie ist notwendiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere, ihr Holz ist vielseitig verwendbar und im Wald gestaltet sie Erholungsraum für die Hohenloherinnen und Hohenloher“, sagt Thomas Maier, Leiter des Forstamts des Hohenlohekreises. „Mit der Ausstellung bekommt die Rotbuche die Bühne, die sie verdient.“ Das Forstamt freut sich, mit den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung zum „Baum des Jahres 2022“ ins Gespräch zu kommen. „Neben Klimawandel, Trockenschäden, ungewisser Zukunft, Vielfalt, Beständigkeit möchten wir vor allem auf einen Aspekt hinweisen: Ein bunt gemischter Buchenwald ist zu jeder Jahreszeit einfach nur schön“, erklärt Maier. Die Ausstellung wird im Verlauf des Jahres und in 2023 durch alle Städte und Gemeinden des Hohenlohekreises wandern.

Der Wald als Fitness-Studio

Ein weiterer Höhepunkt folgt am 26. Juni: Gemeinsam mit der Sport- und Physioschule Waldenburg wird der Wald als Sport- und Fitnessstudio erlebbar gemacht. An Geräten auf dem Panofitparcours, an Baumstämmen oder Stufen zeigen Expertinnen und Experten Übungen für Einsteiger und Fortgeschrittene, die einen Waldspaziergang zur Gesundheitsrunde werden lassen.

Klimawandel

Am 20. Oktober 2022 lädt das Forstamt gemeinsam mit der Adolf Würth GmbH & Co. KG zum Themenabend ins Carmen-Würth-Forum. Vortrag und Diskussion widmen sich dem Wald im Klimawandel: Wie müssen sich unsere Wälder und unsere Waldnutzung den sich verändernden Bedingungen anpassen?

Der komplette Veranstaltungskalender für das Hohenloher Waldprogramm wird in Kürze veröffentlicht.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis

 




Kunstausstellung von und für Menschen in Simbabwe

Ab dem 26. April 2022 bis zum 31. Juli 2022 ist in den GSCHWÄTZ- Redaktionsräumen Kunst aus Simbabwe zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung um 18:00 lädt die Initiatorin der Ausstellung, Christa Zeller aus Ingelfingen, herzlich ein. Die Gäste der Eröffnung werden mit einem Getränk und afrikanischer Trommelmusik willkommen geheißen.

Unterstützung eines Kindergartens und eines Frauenprojekts

Christa Zeller, die Veranstalterin, erklärt, dass der Verkaufserlös komplett dem Verein Bongai-Shamwari e.V. zugute kommt, der in Simbabwe einen Kindergarten und ein Frauenprojekt betreibt: „Wir wollten den Frauen Handwerkszeug an die Hand geben, damit sie selbstständig werden können, damit sie auch selbstbewusst werden können, und haben dieses Frauenprojekt gegründet.“ Die Frauen erzeugen und verkaufen verschiedene Landwirtschaftsprodukte, beispielsweise Erdnußbutter oder Austernpilze.

Bildung ist wichtig – gerade für die Ärmsten

Der Kindergarten wurde kürzlich um eine Primarschule erweitert, die derzeit die ersten zwei Klassen abdeckt. Christa Zeller: „Die Simbabwer sind unheimlich bildungshungrig. Als Mugabe damals das Land aufgebaut hat, war sein Bildungshaushalt größer als sein Militärhaushalt. Das sagt sehr viel, er hat viele Schulen aus dem Boden gestampft.“ Inzwischen sei das Bildungssystem allerdings desaströs. „Und deswegen hat unser Kindergarten auch so einen hohen Stellenwert und ist sehr anerkannt. Wir haben ein System, dass wir 2/3 bedürftige Kinder haben, die wir nach einem bestimmten Prinzip aussuchen. Entweder sind es Waisenkinder oder die Eltern sind einfach bitterarm.  Und das andere Drittel sind zahlende Eltern, wir wollen das mischen.“

Erlös der Ausstellung geht komplett an den Verein Bongai Shamwari e.V.

Der Verein Bongai Shamwari e.V. wurde zur Unterstützung der Projekte in Afrika gegründet, Geld erhält der Verein durch Spenden oder auch durch den Verkauf von Kunstgegenständen, die Christa Zeller in Afrika direkt bei den Künstlern kauft – einer der Künstler, Eddy Hladwajo, ist sogar eines „ihrer“ Kindergartenkinder.

Zu den folgenden Zeiten ist die Ausstellung geöffnet:

GSCHWÄTZ berichtete detailliert über die Arbeit von Christa Zeller und dem Verein Bongai-Shamwari e.V.:

Kindern Bildung bieten & Frauen in die finanzielle Unabhängigkeit führen

Kleines Ostergeschenk mit positivem Effekt

Zwischen Holzskulpturen, bunten Bildern und Tee zum Wohlfühlen

Bongai Shamwari e.V. – Kindergartenprojekt in Simabwe

 

 




Große Modellbahnausstellung in der Kultura

Am 23.  und 24. April 2022 zeigt der Eisenbahnclub Öhringen eine Ausstellung mit Anlagen in vier Spurweiten, unter anderem dabei: ein Modell der Jagsttalbahn. Geflüchtete Kinder und ihre Begleitpersonen erhalten freien Eintritt, unabhängig von ihrer Herkunft.

 




Kindern Bildung bieten & Frauen in die finanzielle Unabhängigkeit führen

94 Prozent der Männer arbeiten nicht oder wenn dann schwarz, schildert Christa Zeller in einem GSCHWÄTZ-Videointerview mit GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer die prekäre Situation vieler Familien in dem afrikanischen Staat Zimbabwe. Seit Jahren baut die Ingelfingerin dort Hilfsprojekte auf. Was angefangen hat mit einem Kindergarten, umfasst mittlerweile eine Grundschule sowie ein Frauenprojekt.

Nun gibt es in den GSCHWÄTZ-Redaktionsräumen eine Ausstellung mit Führungen und Verkauf in den GSCHWÄTZ-Redaktionsräumen. Der Erlös fließt zu 100 Prozent in Kinder- und Frauenprojekte von der Ingelfingerin Christa Zeller und ihrem Team aus dem Hohenlohekreis.

Christa Zeller: Das Frauenprojekt hat sich entwickelt, weil die Mütter unserer Kinder, also gerade diese bitterarmen Frauen, erst mal in diesem Patriarchat zu kämpfen haben und meistens von ihren Männern kaum unterstützt werden. Viele unserer Frauen sind auch alleinstehend und kämpfen sich halt mehr schlecht als recht durch das Leben.

Den Frauen „Handwerkszeug an die Hand geben, damit sie selbstständig werden können“

Wir wollten ihnen Handwerkszeug an die Hand geben, damit sie selbstständig werden können, damit sie auch selbstbewusst werden können, und haben dieses Frauenprojekt gegründet. Und das ist inzwischen so dermaßen erfolgreich geworden, weil wir mit den Frauen verschiedene Produkte herstellen, die sie auf dem hiesigen Markt dort, also auf dem lokalen Markt verkaufen können. Das ist einmal Erdnussbutter, die Frauen stellen Erdnußbutter her und verkaufen sie.

Auf dem Weg zur Erdnußbutter. Foto: privat

Wir haben inzwischen eigentlich alles vor Ort. Wir haben eine Roestmaschine, die wir selbst gebaut haben. Wir haben eine Presse und dann wird die Erdnussbutter hergestellt und verkauft.

Austernpilze – vielseitg verwendbar

Dann haben wir, und das ist eigentlich das größte Projekt und unser ganzer Stolz ist eine Mushroom-, also Pilzzucht. Wir züchten Austernpilze. Wir haben dazu jetzt auch ein richtiges Haus gebaut mit zwei großen dunklen Räumen mit Beregnungssystem.

Frauenprojekt: Austernpilzzucht. Foto: privat

Da haben wir Geld von der deutschen Botschaft bekommen und wird jetzt in großem Stile gemacht und der Markt ist groß, ist billiger wie Fleisch. Man kann es aber auch ein bisschen wie Fleischersatz kochen, man kann es trocknen und dementsprechend auch lange halten. Die schmecken auch getrocknet unheimlich gut. Man kann es pulverisieren, sodass es dann Pilzsuppe gibt. Also da gibt es ganz viele Möglichkeiten und wir arbeiten mit der Universität dort zusammen, die das als Forschungsprojekt und uns da mit Rat und Tat zur Seite steht.

Unterstützung von der Hochschule Künzelsau

Und wir arbeiten – das ist das Tolle – auch mit der deutschen Universität hier in Künzelsau zusammen. Schon lange, weil ich hier ja gearbeitet habe. Und da kommt jetzt im September eine Professorin nach Simbabwe, die für soziales Management in Deutschland zuständig ist, also in Künzelsau internationales Sozialmanagement unterrichtet, und die möchte zusammen mit Studierenden dieses Frauenprojekt auch noch mal begleiten, also wissenschaftlich begleiten. Genau das ist der Hintergrund. Genau.

GSCHWÄTZ: Es geht im Wesentlichen darum, den Frauen eine eigene Perspektive zu geben, auch wirtschaftlicher Art?

Christa Zeller: Genau. Und die bekommen auch Kurse. Also die bekommen Kurse in Marketing, in Finanzierung, in ganz unterschiedlichen Bereichen, um sie dort auch fit zu machen.

Einheimische Frauen bilden einheimische Frauen aus

Und vor allen Dingen, sie bekommen die Kurse und das alles von einheimischen Frauen. Wir sind da sehr vernetzt in der Stärkung des Selbstbewusstseins. Was habe ich eigentlich als Frau für Rechte? Wo muss ich meinem Mann sagen: Stopp, bis hierher und nicht weiter? Und wie mache ich das in so einem Patriarchat? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen? Also, wie kann dieses Frauenprojekt einfach auch uns Stütze und Hilfe in unserem Lebensalltag sein? Das sind alles Dinge, die wir da in in so einer Art von Workshops mit den Frauen zusammen machen.

GSCHWÄTZ: Was arbeiten denn die Männer dieser Frauen?

Männer arbeiten meist nichts – die Arbeitslosigkeit liegt bei 94%

Christa Zeller: Meistens nichts. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 94 %. Und die wenigen, die arbeiten, die arbeiten irgendwo schwarz und schürfen nach Diamanten oder nach Gold. In der Schwarzarbeit, ja, ein paar auch in dieser Industrie. Dann sind einige natürlich im Government angestellt, die sind aber alle korrupt. Es gibt Lehrer, aber die müssen schauen, dass sie nebenher Geld verdienen, weil sie mit den 70, 80 US-Dollar im Monat praktisch nichts kaufen können und nicht mal den Transport bezahlen können zu ihrer Schule. Und das ist auch jetzt noch ein ganz großes Problem. Wir haben gerade im Moment finanziell eine große Herausforderung, weil unsere Spenden schon allein durch Corona eingebrochen sind.

Spendeneinbruch durch Corona

Christa Zeller mit „ihren“ Kindergartenkindern. Foto: privat

Wir konnten also unsere Spenden, Akquise, die ganzen Veranstaltungen, die wir geplant haben, nicht durchführen wegen Covid. Und jetzt kommt noch der Ukraine-Krieg hinzu, der in Simbabwe extreme Auswirkungen hat. Das Benzin ist dort auch hochgeschossen und dementsprechend natürlich alle anderen Preise, was kein Mensch mehr bezahlen kann. Und wir müssten eigentlich unsere Gehälter von unseren Mitarbeitern, wir haben neun Mitarbeiter vor Ort, die müssen wir eigentlich angleichen und wir können es aber nicht. Und da sind wir gerade dabei, eine Spenden Akquise zu machen – deswegen auch die Ausstellung im Geschwätz -, um da Gelder reinzubekommen, damit wir diese finanzielle Herausforderung, der wir im Moment gerade uns gegenübergestellt sind, dass wir die meistern können.

GSCHWÄTZ: Das heißt, es gibt keinen Tourismus mehr dort? Wahrscheinlich gab es vorher auch nicht sehr viel Tourismus?

Christa Zeller: Doch, der Tourismus war gut. Zimbabwe war ein sehr gut vernetztes und sehr attraktives Land, weil es ein wunderschönes Land ist. Der einzige Mangel ist, dass es keinen Zugang zu einem Meer hat.

Traumhafte Landschaften, Tiere – eigentlich ein Touristenparadies

Die Farben von Mutare. Foto: privat

Aber ansonsten hat es wirklich alles, was man sich vorstellen kann: wunderschöne Berge, traumhafte Landschaft, traumhafte Wasserfälle. Dann natürlich das Lowveld mit den ganzen Tieren. Da gibt es … man findet in Simbabwe alles, was man will und alle fünf Big Fives. Simbabwe hat auch … von der Flora her ist es einfach traumhaft schön. Und deswegen gab es viele Touristen, die aber wie gesagt, im Moment auch wegen der politischen Lage nicht kommen.

GSCHWÄTZ: Du hast gerade das Wort von der Ausstellung im Geschwätz genannt. Da ist mir ein Bild aufgefallen. Und zwar zeigt es eine Szene, wo ein Überlandbus an einer Bushaltestelle ist. Und deswegen jetzt die Frage. Wie sieht es denn generell mit der Infrastruktur aus in Simbabwe? Also Verkehr, Elektrizität bis hin zu Internet.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Christa Zeller: Also das Internet ist eigentlich – wenn man Geld hat, wenn man es bezahlen kann – eigentlich ganz gut aufgestellt. Es ist ja in allen afrikanischen Ländern so, aber wie gesagt ist es teuer. Die Infrastruktur mit Bussen war eigentlich gegeben, aber inzwischen ist es so, dass die Busse dermaßen überaltert sind, dass sie also halt leider unheimlich oft liegen bleiben und es extrem viele Unfälle gibt. Und zwar … die sind dann aber alle immer gleich ganz furchtbar, also oft mit vielen, vielen Toten. Dann ist es auch so, dass natürlich die Busse jetzt extrem teuer geworden sind. Also von A nach B zu fahren ist einfach schwierig. Und dann? Und es gibt natürlich den Individualverkehr, klar. Aber auch da müssen die Leute erst mal Geld haben, um das Benzin zu kaufen. Ja, so sieht das im Moment aus. Also wie gesagt, die Zukunft ist, wir haben letztes Jahr schon gedacht, die ist düster, aber jetzt wirds noch düsterer, auch durch diese Kriegsauswirkungen auch.

Ukrainekrieg wirkt sich bis Simbabwe aus

Mehl zum Beispiel gibt es kaum noch, weil die das auch viel von der Ukraine importieren. Das, was nicht selber anbauen konnten, wird, wurde von der Ukraine reingebracht oder viel von der Ukraine. Und im Moment gibt es auch wieder eine Mehl-shortage. .

GSCHWÄTZ: Das ist ja auch interessant, wie weit sich das dieser Krieg vor unserer Haustür dann doch weltweit bemerkbar macht.

Mensch? Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Christa Zeller: Und das ist auch der Grund, warum ich jetzt eigentlich auch so die Werbetrommel rühre. Wir dürfen nicht vergessen in dem ganzen Leid, das in der Ukraine herrscht … Ich will das auch absolut nicht schmälern, aber im Moment geht doch unser ganzes Geld, unser ganzer Fokus, das geht alles in die Ukraine und wir vergessen dabei, dass das es extreme Auswirkungen weltweit hat.

„Wenn wir nicht weiterhin unsere Leute unterstützen, dann überlegen die sich, auch ins Ausland zu gehen.“

Und wenn wir jetzt auch vergessen, dass wir andere Projekte, die wir eigentlich bisher unterstützt haben, nicht mehr unterstützen, dann hat es einen Effekt, der uns später auch mal ganz extrem wieder zurückschlagen kann. Also, wenn wir nicht weiterhin unsere Leute unterstützen, dann überlegen die sich, auch ins Ausland zu gehen. Und genau das wollen wir eigentlich mit unserer Arbeit verhindern. Wir möchten den Menschen in ihrem Land eine Perspektive geben. Und dass sie dort bleiben können und dort einfach auch glücklich sein können. Und das wollen sie auch. Die, die lieben alle Simbabwe, die wollen nicht gehen. Aber die finanzielle Lage ist leider so, dass viele dazu gezwungen werden oder die wirtschaftliche Lage. Und das hat der Krieg eben dann noch mal verstärkt.

43.000 Euro jährlich benötigt

GSCHWÄTZ: Jetzt hast du das Wort Zukunft benutzt. Was plant der Verein? Was planst du? Was plant ihr an zukünftigen Projekten in oder für Simbabwe?

Christa Zeller: Wir müssen im Moment gerade schauen müssen, dass wir unseren Kindergarten und unsere Schule und das Frauenprojekt soweit weiterlaufen lassen können, dass wir alle Leute bezahlen können. Wir brauchen ungefähr zwischen 42.000 und 43.000 € im Jahr, um das Ganze zu finanzieren. Und das ist erst mal unser größtes Ziel, dass wir das dieses Jahr hinbekommen. Dann haben wir letztes Jahr eine kleinere Solaranlage gebaut, weil die Elektrizität sehr, sehr unzuverlässig ist. Die möchten wir gerne ausbauen. Das ist ein weiteres. Da brauchen wir also noch mal ein paar Tausend Euro, damit wir frei von der staatlichen Elektrizität sind. Das ist eine Sache. Dann haben wir vor zwei Jahren auch einen Wassertank gebaut, wo wir Regenwasser sammeln. Das möchten wir auch noch einmal ein bisschen ausbauen, weil wir einen großen Garten haben. Und unser großes Ziel ist es eigentlich, autark zu werden, dass wir auch mit dem Garten unsere Leute und unsere Kinder versorgen können. Und dazu brauchen wir auch das Wasser und das muss dann auch noch mal ausgebaut werden. Wir müssen auch zur Sicherheit, das ist ein anderes Projekt, eine eigene Wall, also einen nicht Zaun, sondern eine Art … ja, doch: eine Umzäunung um das Gebäude machen. Das ist auch noch mal ein größerer Zukunftsbrocken. Und dann haben wir natürlich auch noch andere Dinge, nämlich Kultur und Kunst, die wir ganz stark unterstützen. Und gerade, weil die jungen Künstler einfach wenig Chancen haben, auf dem jetzigen Markt Fuß zu fassen, geht auch da immer wieder Geld hin. Wir hatten vor zwei Jahren vier Künstler hier in Deutschland und hatten eigentlich ein riesiges Programm geplant, hatten eine große Ausstellung in der Sparkasse in Künzelsau und da kam Corona und hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.GSCHWÄTZ: Du  hast du von Finanzierung gesprochen und wie wichtig das ist, da auch Geld zu akquirieren. Eine der Möglichkeiten ist es, Produkte aus dem Land hier zu verkaufen. Und genau das hast du vor und deswegen hast du im Moment eine Ausstellung in den Räumen der GSCHWÄTZ-Redaktion. Vielleicht erzählst du zuallererst Male bissle, was dahinter steckt, wer die Künstler sind und und wie die sich finanzieren in Simbabwe.

Ausstellung: „Ich kenne alle Künstler persönlich“

Christa Zeller: Ja, ich kenne die Künstler alle persönlich. Und das ist eigentlich das Schöne an der Sache, dass ich einfach auch die diese persönliche Beziehung zu ihnen habe. Wie finanzieren sich die Künstler? Gute Frage. Im Moment gibt es ja keine Touristen dort, die Kunst kaufen könnten. Und die wenigen, die jetzt die Kunst kaufen, ja, die sind natürlich hart umworben. Unterm Strich: den Künstlern geht’s ziemlich dreckig und ich bin im Moment mit ein paar anderen Deutschen, die das auch machen .. wir sind die Einzigen, denen sie ihre Kunst auch verkaufen können. Und mein Credo ist auch, dass ich sie da jetzt nicht absolut runter handel, sondern dass ich faire Preise bezahle und dann schaue, wie wir die Sachen nach Deutschland bekommen. Die Kunst selber ist in Simbabwe ganz stark verankert. Das Land ist, also die Menschen dort, die sind unheimlich künstlerisch und sehr kreativ veranlagt. Die Shona Skulpturen kommen aus Simbabwe, su 1820 1830 hat das angefangen, eigentlich auch mit Missionaren, dass sie Steine bearbeitet haben und dann auch ihren ganzen Ausdruck und auch ihre Religion in diese Steine hineingearbeitet haben.

GSCHWÄTZ: Was bedeutet „Shona-Skulpturen“?

Christa Zeller: Shona ist der Name des Volkes dort unten, also etwa 80 oder 85% der Simbabwer sind Shona, die andere sind Ndebele. Die Ndebele sind die, die eigentlich aus Südafrika kommen, die wie die Miriam Makeba diesem Klick laut in ihrem in ihrer Sprache haben. Aber die Shona ist eigentlich die größte Kultur dort und deswegen heißt es Shona Art oder Shona Sculpture. Und wenn mal jemand Shona googelt, dann findet er auch in Deutschland ganz viele Galerien, die das verkaufen, zu horrenden Preisen übrigens und dort für einen Appel und ein Ei kaufen. Die Steine sind alles lokale Steine, keine Soap Stones, keine weichen Steine. Also ich kaufe keine weichen Steine mehr. Gibt’s eigentlich auch ganz wenig nur noch in Simbabwe. Die meisten arbeiten wirklich mit guten Hard Stones, da gibt es natürlich auch Abstufungen. Und da gibt es welche, die viel härter sind wie die anderen, wie beim Holz auch. Also das ist so der eine Bereich, diese Shona Skulptur.

Tatenda Gwarada, „dead wood sculptor“. Foto: privat

Dann habe ich ganz besonders, weil ich diesen Künstler sehr schätze, das ist Tatenda Gwarada, der auch in Deutschland war. Der ist ein Dead Wood Sculptor, also ein Holz Künstler, der mit totem Holz arbeitet. Der verschwindet das immer für ein, zwei Wochen in den Busch und zieht dann da das tote Holz raus, was zum Teil einfach auch schon unheimlich gut abgelagert ist. Er arbeitet ganz ganz viel mit Ebenholz. Da hat ihm leider Idai, also dieser Sturm, ihm sehr zugetragen – der hat sehr viel Holz umgemacht. Das holt er jetzt raus und bearbeitet es, macht traumhaft schöne Sachen. Was bekannt ist in Künzelsau und Ingelfingen, sind seine Vögel, die verkaufe ich ja schon seit vielen Jahren von ihm. Und dann macht er aber auch ganz viele Möbel. Er hat im Kindergarten eine Riesengiraffe gemacht, wo die Kinder zwischen den Beinen schaukeln. Er hat uns ein Klettergerüst gemacht. Das ist ein Büffel, ein Kletterhaus mit lauter Tieren dran und ganz ganz toll. Das ist also einer, der mit dem Holz arbeitet. Dann haben wir natürlich auch malende Künstler.

Eddy Hladwajo. Foto: privat

Da ist Eddy Hladwayo zu nennen, der auch sehr eng mit uns verbunden ist, er ist auch ein ehemaliges Kindergartenkind von mir. Sein Vater hat mit meinem Mann damals unterrichtet an der Schule, also auch ein ganz alter Freund von mir, der sehr stark auf die Frauen fokussiert, also die schwere Last der Frauen in Simbabwe.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Er ist ein sogenannter Frauenfan und malt hauptsächlich Frauen, die einfach seine Bilder sind, zum Teil sehr traurig auch. Die haben auch alle eine Geschichte, weil er auch ein Poet ist und meistens ein Gedicht dazu schreibt.

William Zuze. Foto: privat

Christa Zeller: Dann haben wir ganz viel in der Ausstellung von William Zuze. Das sind diese wahnsinnig farbenfrohen und starken Farben, die einfach so das tägliche Leben einfangen. In Simbabwe also die Baumwollernte, die Orangenernte, dann am der Busstation, wo ein mordsmäßig Gewimmel ist … Da gibt es ein Bild – ich weiß gar nicht, ob es eine Ausstellung hängt, wo mindestens 20 Leute drauf sind, und der eine greift zu dem anderen in die Tasche rein und klaut ihm sein Portemonnaie. Das finde ich absolut witzig. Er beschreibt einfach diese fröhliche, bunte Art, die die Menschen trotz ihrer schweren Arbeit  ausstrahlen. Das ist William Zuze. Dann haben wir natürlich ganz viel von unserem Frauenprojekt, was wir verkaufen. Wir verkaufen da getrocknete Pilze. Wobei, da ist nicht mehr so viel da. Wir verkaufen Tee, also einen Einheimischen Zumbani-Tee. Das ist ein Tee, der gegen Erkältung unheimlich gut ist. Wir verkaufen Papayakerne, das ist der afrikanische Pfeffer, schmeckt also wie Pfeffer. Das sind diese kleinen schwarzen Kerne, die werden getrocknet, sonnengetrocknet und haben ein unheimlich gutes Aroma und sind sehr, sehr gesund. Wenn man sie im Reformhaus kauft. sind sie saumäßig teuer.

GSCHWÄTZ: Ja, und man kann sie verwenden, um Fleisch zart zu machen.

Christa Zeller: Genau. Ein Fleischzartmacher. Genau das verkaufen wir also. Dann haben wir natürlich auch ganz viele Skulpturen. So Frauenskulpturen, Frauenköpfe, Frauenfiguren, die von Boet Nvariri. Boet ist ein Künstler, der mehrfach in Deutschland war und in Deutschland auch immer wieder Ausstellungen hat. Der hat eine sehr eigenwillige Art, die Frauen darzustellen. Und die sind unheimlich schön, diese Figuren, die sind aus dem härtesten Stein, in dem Black Serpentine, der ist wahnsinnig hart. Die Figuren, die kann man auf den Boden schmeißen, die gehen nicht kaputt.

GSCHWÄTZ: Sind das diese stilisierten Gesichter aus diesem schwarzen Stein?

Christa Zeller: Aus dem schwarzen Stein? Ja, genau die. Von ihm haben wir auch größere Sachen. Und von ihm habe ich auch im Container jetzt noch mal recht viel. Und viele ganz  ganz kleine Figuren, diese kleinen Schona Skulpturen, die sind vom Prince Michael, der die extra für mich angefertigt hat, weil viele Menschen gesagt haben, sie möchten ganz gerne eine kleine Geschenke haben. Und dann hat er mir  100 Stück von denen gemacht, die er normalerweise eigentlich in größer macht.

Christa Zeller:  Wenn man durch die Ausstellung durchgeht, da findet man ganz viele verschiedene Dinge. Wir haben auch Stoffe, Tischdecken, die von Frauen gedruckt sind, die wir verkaufen. Wir haben eine Vogeltränke zum Beispiel, da habe ich noch zwei, eine ist noch in der Ausstellung in Ingelfingen, die man dann wunderschön auch draußen hinstellen kann, die sind von einer Frau gemacht. einer sculptorin, sehr ungewöhnlich. Meistens sind es Männer, die das machen. Ich überleg gerade, was noch alles da ist. Also einfach mal durchlaufen lohnt sich und man findet eigentlich immer ein schönes Geschenk. Und man hilft mit seinem Geschenk auch noch weiter.

GSCHWÄTZ: Sogar an  zwie Ecken: nämlich einmal beim Künstler und einmal über den Verein Bongai Shamwari, der dann auch den Kindergarten betreibt.

Christa Zeller: Ganz genau. Wir haben auch eine Vernissage am 26.April 2022, da möchte ich ganz herzlich dazu einladen. Wir hoffen, dass da s Wetter mitmacht, sodass wir einfach auch draußen, bei einem kleinen Sektempfang anstoßen können. Und ich habe Trommler aus Afrika, die das Ganze auch ein bisschen mit Trommelwirbel begleiten und so das afrikanische Flair an diesem Abend rüberbringen.

GSCHWÄTZ: Dann hoffen wir doch, dass wir am 26. viele Leute begrüßen können.

Christa Zeller: Es gibt auch großes Programm dazu. Ich habe jetzt einen Flyer fertig. Da stehen  die Tage drauf, wann immer jemand von uns dort ist und wann Führungen durch die Ausstellung sind und dann vielleicht auch ein bisschen was über das Land und das Projekt erzählt wird. Also da werde ich dann oder die Anna vor Ort sein oder eben Leute aus dem Verein. Das ist ein ganz gutes Programm. Bis Ende Juli soll die Ausstellung laufen.

GSCHWÄTZ: Ein Vierteljahr wird das GSCHWÄTZ im Zeichen von Simbabwe stehen?

Christa Zeller: Ganz genau!

GSCHWÄTZ: Dann freuen wir uns darauf. Ich bedanke mich bei dir für die vielen Informationen und alles Gute.

Christa Zeller: Bongai Shamwari. Danke, Freund. Das heißt nämlich Bongai Shamwari. Danke, Matthias.




Zwischen Holzskulpturen, bunten Bildern und Tee zum Wohlfühlen

Wenn man genau hinschaut, sieht man beim Betreten der GSCHWÄTZ-Redaktion einen Vogel, der vorwitzig um die Ecke schaut. Es handelt sich dabei nicht um einen lebendigen Vogel, sondern um eine Vogelskulptur, die die typische Haltung der Stelzvögel wiedergibt, Der Vogel ist Teil einer Ausstellung afrikanischer Kunst, die derzeit in den Räumen der GSCHWÄTZ-Redaktion gezeigt wird.

Ausgestellt sind Gemälde, die meist leicht abstrahiert alltägliche Lebenssituationen zeigen, beispielsweise die Ernte oder das Einsteigen in einen Überlandbus.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Dazu kommen Skulpturen, sowohl nahezu lebensechte Tierdarstellungen als auch abstraktere Gebilde, meist sind es verfremdete menschliche Gestalten oder Gesichter. Die Materialien sind unterschiedlich: gewachsenes Holz, Metall und Stein sind vertreten.

Ein Mensch? Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Diese Kunst hat Christa Zeller aus Ingelfingen, die mit dem Verein Bongai Shamwari e.V. einen Kindergarten mit Schule sowie ein Frauenprojekt in Simbabwe betreibt, nach Künzelsau gebracht. Die Erlöse aus dem Verkauf der Kunstgegenstände werden für den Verein und seine Arbeit in Simbabwe verwendet.

Grille. Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Christa Zeller kennt alle Künstler persönlich. William Zuse, der die großen Bilder gemalt hat, sei überregional bekannt und habe auch schon Ausstellungen in Deutschland gehabt. Zu Katenda Kwarada, dem Schöpfer der Vogelskultpuren, hat sie eine besondere Beziehung: Er hat eine Zeitlang in „ihrem“ Kindergarten gearbeitet. Kwarada nennt sich selbst „Dead Wood Artist“ – seine Skulpturen sind alle aus totem Holz, teils aus Ebenholz, gearbeitet.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

„Ich will erreichen, dass eine Brücke gebaut wird zwischen Afrika und Europa“, erklärt Christa Zeller ihre Motivation. Ihr Anliegen ist: „Die Menschen in Simbabwe sollen von ihrer Kunst, von ihrer Arbeit, in ihrer Heimat leben können, dann müssen sie auch nicht nach Europa fliehen“, und natürlich will sie „vom Erlös unseren Kindergarten und unsere Schule unterstützen.“

Da es derzeit praktisch keinen Tourismus in Simbabwe gibt, sind Aktionen wie die von Christa Zeller eine der wenigen verbliebenen Einkommensquellen für die Künstler.

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ

Christa Marks ist eine der ersten Besucherinnen der Ausstellung. Für afrikanische Kunst ist sie sehr empfänglich, sie engagiert sich auch im Verein African Lives e.V. Überrascht haben sie die kräftigen und lebensfrohen Farben der Bilder: „Ich kenne vor allem Kunst aus Ghana, die Bilder von dort sind viel weniger farbig und düsterer.“ Die Lebensfreude, die aus den ausgestellten Bildern spricht, hat sie beeindruckt.

Alle ausgestellten Kunstwerke sind verkäuflich. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Redaktion (Gaisbacher Straße 6 in 74653 Künzelsau) zugänglich – oder nach Vereinbarung, am einfachsten direkt über Christa Zeller: bongaishamwari@gmail.com

Afrikanische Kunst im GSCHWÄTZ. Foto: GSCHWÄTZ