Große Containeranlage für Geflüchtete
Die Stadt Ingelfingen plant eine große Containeranlage für Geflüchtete. Das geht aus einer Mitteilung im städtischen Amtsbooten hervor.
Die Containeranlage soll zwischen der Mariannenstraße und dem Kelterweg errichtet werden. Hierkönnten bis zu 128 Personen eine Zuflucht finden.
Im Zuge des Ukrainekrieges haben sich in Deutschland die Länder und Kommunen darauf verständigt, dass jeder Landkreis ein gewisses Kontingent an Flüchtlingen aufzunehmen hat. In Öhringen gelingt dies derzeit nur, indem die Sporthalle dafür freigeräumt wurde. Die Stadtverwaltung in Ingelfingen möchte ihre Sporthalle, die Heinrich-Ehrmann-Halle, dafür eher nicht zur Verfügung stellen, sondern bevorzugt eine Containeranlage ähnlich der Anlage im Nachbarstädtchen Niedernhall.
Zweigeschossige Containeranlage
Die Containeranlage soll zweigeschossig gebaut werden. Es wird mi einem Flächenbedarf von mindestens 4 und maximal 7 Quadratmeter pro Person gerechnet. Je nach Zuweisungslage kann ein Wohncontainer mit maximal vier Personen belegt werden.
6 Monate bis zu mehreren Jahren
Es werden damit bis zu 80 Plätze für den Hohenlohekreis geschaffen hinsichtlich der vorläufigen Erstunterbringung von Flüchtlingen (VU), sprich, ähnlich wie im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau bedeute dies eine Erstunterbringung für die ersten sechs Monate, für die der Hohenlohekreis sorgen muss. Zudem werden damit zugleich bis zu 48 Plätze für die Anschlussunterbringung (AU) geschaffen, für die sich die Stadt Ingelfingen verpflichtet hat.
Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis
Der Hohenlohekreis pachtet hierfür einen Teil des Grundstücks von der Stadt für vorerst drei Jahre, mit einer einmaligen Verlängerungsoption auf zwei weitere Jahre. Die Stadt Ingelfingen wiederum mietet die Container für die Flüchtlinge bezüglich der AU. Die Anlage soll 2024 bezugsfertig sein.
Zuständig für die Unterhaltung der Anlage als auch für die Betreuung der Personen ist der Hohenlohekreis und die Stadt jeweils getrennt für ihren Anteil, der Hohenlohekreis für die Flüchtlinge der VU, die Stadt Ingelfingen für die Flüchtlinge der AU.
Als Integrationsmanagerin des Deutschen Roten Kreuzes ist für Ingelfingen Gerda Müller zuständige, die ihr Büro im Rathaus hat.
Die Planunterlagen für die Containeranlage kann noch bis Freitag, den 03. November 2023, im Rathaus im 2. Stock, Vorzimmer Bürgermeister, zu den üblichen Öffnungszeiten eingesehen werden.