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Zwischen dicht gedrängt und aussen vor der Tür wartend – so unterschiedlich gehen Hohenloher Praxen mit Corona um

Unser GSCHWÄTZ-Team konnte in den vergangenen Wochen einen Blick in die Wartezimmer so manch einer Arztpraxis und ins Krankenhaus werfen und stellte dabei fest: Es gibt erhebliche unterschiedliche, welche Maßnahmen ergriffen werden, um Patienten vor einer Ansteckung zu schützen. Wir haben zwei Beispiele von Arztpraxen herausgegriffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Bei der einen Praxis eines Kinderarztes in Künzelsau werden Termine nicht mehr dicht an dicht gelegt, sondern es werden die Patienten nur noch in einem zeitliche gebührenden Abstand einbestellt. Dadurch warten nicht mehr viele Patienten zur gleichen Zeit. Als wir vor Ort waren, warteten drei Erwachsene mit dem jeweiligen Kind vor der Praxistür, in einem gebührenden Kontaktabstand voneinander. Im Wartezimmer in der Praxis selbst warteten zu diesem Zeitpunkt parallel zwei Erwachsene mit dem jeweiligen Kind in dem Wartezimmer, ebenfalls in gebührendem Kontaktabstand. Die Ärzte und die Mitarbeiter trugen Mund-Nase-Schutzmasken. Die Zeitschriften und die Kinderbücher wurden aus dem Wartezimmer entfernt.

Bei einer anderen Praxis, einer Hausarztpraxis im Hohenlohekreis, die wir an dieser Stelle nicht mit Namen nennen möchten, saßen die Patienten im Wartezimmer dicht gedrängt nebeneinander und mussten teilweise zwei Stunden warten, bis sie an die Reihe kamen.Trotz Atemwegsinfekt gab es keine Coronatestung.

Muss man mit einem Notfall direkt ins Krankenhaus, zeigt sich hier ein vorbildliches Vorgehen im Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim. Am Notfalleingang sitzt eine Mitarbeiterin hinter einer Glasscheibe, die direkt fragt, ob man Covid-Symptome wie Fieber hat. Dann darf man hier nicht rein. Daneben ein großes Schild, dass dies kein Eingang für Covid-Patienten ist. Des Weiteren darf man nur allein in die Notfallambulanz, bei einem Kind darf eine Begleiterson mit. Man hat die Möglichkeit, nicht im Warteraum zu sitzen, bis man an die Reihe kommt, sondern draussen vor dem Eingang, wo die Rettungsfahrzeuge parken. Dann wird man abgeholt, wenn man dran ist und wird direkt in den jeweiligen Raum, etwa in den OP-Saal, geführt, und behandelt.