Zeitlos und mit Stil – Würth bleibt seiner Linie auch bei den geplanten Neubauten treu
„Architektur sollte immer Ausdruck ihrer Zeit und Umwelt sein, jedoch nach Zeitlosigkeit streben.“ Dieses Zitat des Architekten Frank Gehry kennzeichnet möglicherweise die Ziele, die die Adolf Würth GmbH & Co. KG beim Architektenwettbewerb für ein neues, prägendes Gebäude auf dem Werksgelände in Gaisbach im Hinterkopf hatte. GSCHWÄTZ berichtete, dass die Entscheidung, welches Architekturbüro den Zuschlag für ein “ visionäres und zukunftsfähiges Büro- und Verwaltungsgebäude mit Hochhaus“ erhält, gefallen ist. Den Zuschlag erhielt die „ORANGE BLU building solutions“ aus Stuttgart, deren Entwurf sich bei der Jury gegen renommierte Büros durchsetzen konnte.
Namhafte Konkurrenz
Selbst wer sich nicht mit Architektur befasst, wird einige der Wettbewerbsteilnehmer kennen, zum Beispiel David Chipperfield: Sein Büro hat unter anderem das Literaturmuseum der Moderne in Marbach, das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel, das Essener Folkwang-Museum oder das Justizgebäude in Barcelona gestaltet. Auch das Büro Pfrommer und Röder, das für den Neckarbogen in Heilbronn verantwortlich zeichnet, hat sich in der Region einen Namen gemacht.
Keine „Mauer“, wenn man von der B19 kommt
Allen zwölf Entwürfen ist gemeinsam, dass der maximale vom Gemeinderat genehmigte Raum bei Weitem nicht ausgenutzt wurde, jeweils ein Hochhaus wird umrahmt von weiteren, flacheren Gebäuden und freien Flächen, die in den meisten Entwürfen begrünt sind. Damit bleibt der Blick, von der Autobahn kommend, frei. Die Gestaltung des Hochhauses selbst unterscheidet sich von Entwurf zu Entwurf allerdings stark – vom klassischen Quader, durchbrochen von gebogenen Linien, über ein unregelmäßiges Fünfeck und ein gleichseitiges Sechseck bis hin zu einer auf den Kopf gestellten Stufenpyramide waren die Büros meist sehr fantasievoll. Nur ein Entwurf fällt ab: Sechs kleine und ein großer, aufgelockerter Quader – das erinnert doch stark an die 70er – diesen Entwurf hat die Jury denn auch nicht in den TOP 3 gesehen.
Modelle sind ausgestellt
Eine Ausstellung im roten Foyer im Carmen Würth Forum in Künzelsau-Gaisbach stellt nun alle zwölf Beiträge der Öffentlichkeit vor, die bei dem von Würth ausgelobten Architekturwettbewerb um die Realisierung des Gebäudes ins Rennen gegangen waren. Alle zwölf eingereichten Arbeiten können vom 14. Dezember 2021 bis zum 10. Januar 2022 täglich von 11 bis18 Uhr besichtigt werden. Über die Feiertage ist am 25. und 26. Dezember und 1. Januar von 12 bis 17 Uhr geöffnet, nur am 24. und 31. Dezember geschlossen. Der Eintritt ist frei.
Hinweis
Es gilt die 2G-plus-Regel. Besucher:innen müssen einen Nachweis mitbringen. Geboosterte Personen und alle, deren zweite Impfung oder Genesung nicht länger als sechs Monate zurückliegt, sind von der Testpflicht ausgenommen.
Text: Matthias Lauterer / Pressemeldung Adolf Würth GmbH & Co. KG


