Jeder möchte sich gesund ernähren. Aber das ist gar nicht so einfach. Denn: Ein schöner Apfel ist nicht gleich ein gesunder Apfel. Was keiner sieht: Die Gentechnik hat sich tief in unser Essen gefressen. Und wir konsumieren genmanipulierte Nahrung, ohne es zu wissen. Der aus Künzelsau stammende Wissenschaftler Jürgen Binder warnt in seinen Büchern „Sicherheitsrisiko Gentechnik“ und „Genfood“ vor den gesundheitsschädlichen Folgen von genetisch verändertem Essen.
„Die Ratten hatten Magenbluten.“
Binder kritisiert vor allem eine mächtige profitorientierte Nahrungslobby und die in seinen Augen wenigen unzulänglichen Studien, die es mit diesen so genannten GM-Pflanzen [Anm. d. Red.: genveränderte Pflanzen] gibt. Im Grunde gebe es nur eine Studie, die so genannte Flavr-Savr-Tomate-Studie, aus der man damals, so Binder, schlussfolgerte, dass die GM-Pflanzen für Tiere nicht schädlich sei. Die FDA (Food and Drug Administration) habe daraufhin entschieden, aus GM-Pflanzen hergestellte Nahrungsmittel auch ohne biologische Untersuchung zu genehmigen. Aber selbst bei dieser Starterstudie sei nicht alles glatt gelaufen, wie die Autoren feststellten: „Bei Gewebeuntersuchungen an den zwanzig weiblichen Ratten, die mit GM-Tomaten gefüttert worden waren, hatten Pathologen im Magen von über zehn Tieren erosionshafte negrotische Veränderungen entdeckt. „Die Ratten hatten Magenbluten.“ Während des Versuchs seien sieben der vierzig Ratten, die GM-Tomaten bekommen hatten, gestorben. Weiterhin beklagen die Professoren, dass es bislang keine humane klinische Untersuchung gegeben habe. Sprich: Welche Auswirkung
GM-Pflanzen auf den Menschen haben, sei nie getestet worden.
„Die Produktion gentechnisch veränderter Pflanzen ist ein gigantischer, unkontrollierbarer und misslungener Versuch mit völlig unberechenbarem Ausgang.“
Binders Fazit: „Es wachsen mehrere Milliarden transgenhaltiger Pflanzen in der Natur, von denen wir kaum etwas wissen.“ Der US-amerikanische Professor Barry Commoner kritisierte schon früh: „Wenn man berücksichtigt, dass sich unerwartete Auswirkungen wahrscheinlich nur langsam entfalten, müssten diese Pflanzen über Generationen hinweg beobachtet werden. Mangels ständiger Beobachtung und Analyse nehmen wir es jedoch nicht wahr, wenn sich irgendein Problem andeutet.“ Sein Fazit: „Die Produktion gentechnisch veränderter Pflanzen ist ein gigantischer, unkontrollierbarer und misslungener Versuch mit völlig unberechenbarem Ausgang.“ Auch das Argument, dass ja nur ein bestimmer Teil der Pflanzen genverändert ist, lassen die Autoren nicht zählen. Denn: „Gefährlich ist der neue Zweig der GM-Technologie, weil die GM-Pflanzen (hauptsächlich Mais, Tabak und Bananen), im Freien angebaut werden“ und daher über die Kreuzbestäubung die reale Gefahr bestehe eine „unvermeidbare Vermischung“ mit herkömmlichen Pflanzen. Damit wandern die GM-Pflanzen direkt auf unseren Teller, ohne dass es jemand merkt.
Der Einfluss auf die Umwelt sei radikal
Das Argument der Anbieter: Die Transgene würden im Darm zerfallen und seien daher unschädlich für den Menschen. Das sei jedoch nicht korrekt, sagen Professor Dr. Árpád Pusztai und Professor Dr. Susan Bardóz in dem Buch „Sicherheitsrisiko Gentechnik“. Es sei noch nicht bekannt, wie Transgene den Körper verändern werden und können, bemängeln die beiden Autoren. Aber auch der Einfluss auf die Umwelt sei radikal. „In GM-Pflanzen kommen „Transgene sowohl als Baktieren als auch als Viren vor, und zwar in Kombinationen, die es in der Natur so noch nie gegeben hat“.
„Die neue Volkskrankheit heißt Allergie.“
Was aber bedeutet das? „Wenn in der Natur ein Transgen freigesetzt wird, dann lässt es sich nie wieder einschränken, ausschalten oder zurückrufen. Die GM-Technologie ist bei Pflanzen unumkehrbar“, sagen die beiden Autoren. Und was bedeutet das für den Menschen? Die Professoren stellen fest: „Anscheinend ist die allergisierende Wirkung die Achillesferse der GM-Technologie.“
Sprich: „Die neue Volkskrankheit heißt Allergie.“