In der Warteschleife
Nicht nur die regulären Schulen waren wegen der Corona-Pandemie über Monate geschlossen. Auch die Fahrlehrer durften ihre Schüler in der Zeit nicht mehr unterrichten. Unzählige junge Menschen, die einen Führerschein machen wollen, drehten sich in der Warteschleife – ein Stau, der jetzt erst mal abgebaut werden muss.
50 bis 75 Anträge pro Woche
Die Führerscheinstelle im Heilbronner Landratsamt wird seither von Anträgen für eine Fahrerlaubnis regelrecht überschwemmt. Teilweise müssen die Antragsteller mit zehn bis zwölf Wochen Wartezeit rechnen. GSCHWÄTZ hat deshalb beim Landratsamt Hohenlohekreis nachgefragt, wie hier die Situation ist. „Vor Corona gingen bei uns pro Woche circa 40 Anträge auf Ersterteilung einer Fahrerlaubnis und rund 20 BF17-Anträge ein“, schreibt Pressesprecher Sascha Sprenger. BF-17-Anträge sind die für das begleitete Fahren ab 17 Jahren. „Seit die Fahrschulen wieder unterrichten dürfen, ist die Anzahl der Anträge auf Ersterteilung der Fahrerlaubnis angestiegen auf etwa 50 bis 75 Anträge pro Woche.“ Die Anzahl der BF17-Anträge sei dagegen nicht auffällig angestiegen.
„Mit einem Anstieg wurde gerechnet“
Im Vergleich zum Landratsamt Heilbronn geht es in Künzelsau flott voran: „Die Bearbeitung dauert derzeit bei den Ersterteilungsanträgen etwa eineinhalb bis zwei Wochen, bei den BF17-Anträgen rund sechs Wochen“, so Sprenger weiter. „Mit einem Anstieg wurde gerechnet. Das Personal wurde aber auch bereits vor Corona aufgestockt.“
Text: Sonja Bossert