Angst vor weiteren Angriffen
Das Landratsamt rüstet auf. Nachdem unlängst eine vermutlich verhaltensauffälliger Mann mit Steinwürfen Scheiben des Landratsamtes beschädigt hat (wir berichteten), stockte das Landratsamt nun die Zahl ihrer Security-Mitarbeiter von einem auf drei auf, von denen einer permanent den Außenbereich, insbesondere an der Zulassungsstelle, überwacht. Ein weiterer Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ist im Bereich der Ausländerbehörde platziert. Das geht aus einer schriftlichen Antwort des Landratsamtes auf GSCHWÄTZ-Anfrage hervor.
Überdies traf das Landratsamt weitere Sicherheitsvorkehrungen, um künftigen Steinwürfen von Bürger:innen entgegenzuwirken:
„Als Sicherheitsmaßnahmen wurden zunächst die Steine im Innen- und Außenbereich entfernt und die Fenster in der Zulassungsstelle provisorisch mit Holz verbarrikadiert. Alle Fenster im Erdgeschoss werden zeitnah mit Panzerschutzglasfolie ausgestattet. Bis dies umgesetzt ist, werden Bauzäune im Erdgeschoss vor die Bereiche gestellt, in denen sich Fenster befinden. Des Weiteren werden die Arbeitsplätze in der Zulassungsstelle mit Alarmknöpfen ausgestattet.“
Zur Höhe der Kosten können noch keine Aussagen getroffen werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Landratsamt ins Visier von Bürger:innen geraten ist. In den vergangenen Monaten gab es insgesamt zehn Anschläge, so die Polizei auf GSCHWÄTZ-Nachfrage, neun auf verschiedene Gebäude des Landratsamtes und einen auf ein Fahrzeug. Für alle „Anschläge“ konnte jedoch ein und derselbe Verursacher festgestellt werden. Diese Person befindet sich nun im Gewahrsam der Behörden.
Das Landratsamt befürchtet möglicherweise Nachahmungstäter. Dennoch muss man sagen, dass löchrige, mannshohe Bauzäune nicht wirklich Steinewerfer abhalten können, auch wenn sie dafür Steine vom Nachbargrundstück nehmen müssen.
Text: Dr. Sandra Hartmann

Das LAndratsamt hat mannshohe Bauzäune gemietet und um das Gebäude herum aufstellen lassen. Foto: GSCHWÄTZ

Die Scheiben der Zulassungsstelle wurden vorübergehend mit Holz verbarrikadiert. Mittelfristig kommt Panzerglasschutzfolie darauf. Foto: GSCHWÄTZ





