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Ein Name, an dem sich die Geister scheiden

Dr. Andor Toth ist seit 01. Mai 2020 Geschäftsführer der SRH-Klinik in Oberndorf. Das vermeldet der Schwarwälder Bote. https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-srh-klinik-vermeldet-wechsel-in-der-geschaeftsfuehrung.d5d623d4-928c-4aa9-af3d-4d813444abb3.html

„Wir freuen uns, mit Andor Toth einen versierten Experten der Krankenhauslandschaft gewonnen zu haben, der die Rahmenbedingungen des Geundheitsmarktes aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennt und mit dem SRH Konzern aus seiner früheren Geschäftsführertätigkeit für zwei SRH Einrichtungen bestens vertraut ist“, äußert Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH, heißt es in einer  Pressemitteilung.

Toth war bis 2017 Geschäftsführer des Hohenloher Krankenhauses. Doch nicht jeder der Mitarbeiter verbindet gute Erinnerungen an diesen Namen. Damals warfen ihm manche Mitarbeiter vor, das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet zu haben https://www.gschwaetz.de/2017/03/14/kuenzelsau-hinweise-dass-das-krankenhaus-bewusst-heruntergewirtschaftet-wurde/

Ein Name, bei dem sich die Geister scheiden

Toth wurde damals mitverantwortlich gemacht für die immer schlechter werdenden Zahlen des Krankenhausstandortes Künzelsau, das am 15. November 2019 geschlossen wurde.  Von 2013 bis 2017 war er tätig in der regionalen Gesundheitsholding Heilbronn-Franken GmbH mit dem Schwerpunkt medizinische Leistungs- und Unternehmensentwicklung sowie als Geschäftsführer und Gesellschafter in der Hohenloher Krankenhaus GmbH und Hohenloher Seniorenbetreuung gGmbH. GSCHWÄTZ berichtete damals: „Andor Toth. Auch ein Name, bei dem sich die Geister scheiden. Dr. Andor Toth übernahm im Januar 2013  von Bopp die Stelle als Geschäftsführer. Bopp ging in den Ruhestand. Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter berichten, dass Toth anfangs einen sehr guten Job gemacht habe. Unter seiner Leitung gelang eine Einigung im Tarifstreit, so eine Pressemitteilung des Marburger Bundes vom 18. November 2015. man einigte sich auf 2,2 und weitere 1,9 Prozent „lineare Gehaltssteigerung“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Mitarbeiter wurden damit weiterhin (seit 2009) im Haustarif beschäftigt.

Nach der Einigung habe sich Toths Verhalten geändert, berichten Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter. Eckle: „Ich war anfänglich begeistert von Dr. Toth. Aber dann hat er eine Kehrtwende gemacht.“ Man hatte den Eindruck, dass Toth damals einen Auftrag bekommen hatte, und zwar: das Krankenhaus „abzuwickeln“, ist Eckle nach wie vor überzeugt. Unter anderem sei wenig später die Zusammenarbeit mit der Belegarztpraxis Tischler/Mutschler/Zugelder nicht weiter forciert worden. Von Andor Toth  trennte dich das HK im Dezember 2016. Nun sollte Jürgen Schopf richten, was noch zu richten ging beim HK. Allerdings blieb auch dieses Intermezzo nicht von langer Dauer. Schopf verließ das Krankenhaus bereits ein knappes Jahr später wieder, da die BBT-Gruppe die Mehrheitsanteile des HK gekauft hatte und demensprechend auch die Geschäftsführung anders aufgestellt wurde.“ https://www.gschwaetz.de/2018/08/08/kuenzelsauer-krankenhaus-ausgetauschte-schloesser-kuendigungen-und-ein-penis-der-keiner-war/

Nach seinem Weggang vom Hohenloher Krankenhaus leitete Andor Toth ab 2017 für den Deutschen Rentenversicherung Bund als kaufmännischer Direktor die Klinik Taubertal in Bad Mergentheim. Nach drei Jahren nun geht es weiter zur SRK-Klinik als Geschäftsführer. „Ich freue mich darauf, das medizinische Profil des SRH Krankenhauses Oberndorf in dem dynamischen Gesundheitsmarkt weiterzuentwickeln und es auch weiterhin wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen“, erklärt der 55-jährige Mediziner in dem Artikel im Schwarzwälder Boten. 

 




Dr. Krist entlastet BI-Sprecher Andreas Eckle

An der  37. Mittwochsdemo der Bürgerinitiative Pro Krankenhaus Künzelsau (BI) am 20. Dezember 2017 vor dem Krankenhauseingang in Künzelsau gab es einige Menschen, die sich zu Wort gemeldet  und Dr. Andreas Eckle, den Sprecher der BI, verteidigt haben. Vorausgegangen waren in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Angriffe gegen den BI-Sprecher von Seiten des Kreistags und der hiesigen Tagespresse, der Heilbronner Stimme, die Eckle vorwarfen, eine Hetzkampagne gegen den ehemaligen Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Andor Toth zu betreiben, so dass dieser letzten Endes eine Stelle am Zollernalb-Klinikum nicht bekam. Nachdem Eckle in den vergangenen Wochen dadurch immer mehr unter Druck geraten war, haben sich nun mehrere Bürger wie Ärzte öffentlich geäussert, Eckle verteidigt und entlastet.

Besonders das kurze Statement von Dr. Matthias Krist lies die zirka 200 anwesenden Demonstranten aufhorchen. Der HNO-Arzt aus Künzelsau wollte eigentlich nichts sagen, wie er betonte. Aber „nachdem ich gesehen habe, wie auf intrigante Weise mit Herrn Eckle in der Öffentlichkeit umgegangen wird, möchte ich eine Aussage machen“. Und das, was er zu sagen hatte, hatte Gewicht: „Ich bin persönlich von verschiedenen Leuten, Ärzten und Nicht-Ärzten, aus dem Zollernalbkreis in meiner Praxis angerufen worden. Diese Leute waren bereits informiert über Herr Toth, inklusive der Prozesse, die er verloren hatte.“ Krist wurde von den Anrufern gefragt, ob das alles stimme, was man von Toth gehört habe. Krist entgegnete: „Ja, das stimmt. Das heißt“, so Krist weiter, „wir sind angerufen worden. Wir haben niemanden angerufen.“

Kreisräte und die hiesige Tagespresse, die Heilbronner Stimme, warfen der BI und Eckle in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder vor, Schuld an der Nicht-Einstellung Toths im Zollernalbkreis zu sein und unter anderem im Zollernalbkreis angerufen und Stimmung gegen Toth gemacht zu haben. Dr. Andor Toth war bis Anfang des Jahres 2017 Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhauses gGmbH (HK), bevor der Kreisrat beschlossen hat, einen anderen Geschäftsführer hierzu einzustellen. Kritiker werfen Toth Missmanagement vor.

Auch einige Bürger haben sich zu Wort gemeldet, unter anderem Robert Beck. Er kritisierte die Abwertung der Demonstranten in der regionalen Tagespresse: „Hier demonstrieren nur normale Bürger. Für uns ist die Schließung des Krankenhauses Künzelsau ein Verbrechen am Bürger und der Gesundheitsversorgung vor Ort im ländlichen Raum.“

Auch der AfD-Landtagsabgeordnete Anton Baron war vor Ort an der Demo ebenso wie der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Saknus und der Hohenlohe-unzensiert-Blogger Matthias Lauterer. Man wolle das Bieterverfahren, das demnächst abgeschlossen sein müsste, abwarten und verfolgen, wer nun der neue Mehrheitseigener der HK werde, so die BI zum weiteren Vorgehen. Interesse bekundet hatten unter anderem das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim sowie das Diak in Schwäbisch Hall. Der private Investor Ameos war interessiert an beiden Standorten, sowohl an Künzelsau als auch an Öhringen.