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Warnung der Ärzteschaft: „COVID-Impfstoffe haben relevante Nebenwirkungen“

Paukenschlag im Bundestag in Berlin. Die Stellungnahme der Ärzt:innen vom 12. Oktober 2022, gegossen in ein 34-Seiten-starkes Thesenpapier mit allerlei Verweisen auf diverse Studien hätte kaum eindeutiger ausfallen können.

COVID-Impfstoffe verlieren rasant an Wirkung

So sei eine einrichtungsbezogene Impfpflicht  aus wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht nicht haltbar, denn sie biete:

• keinen relevanten „Fremdschutz“

Die COVID-Impfstoffe vermitteln keinen relevanten Schutz vor der Ansteckung anderer.

• keinen nachhaltigen Selbstschutz:

Die COVID-Impfstoffe vermitteln keinen nachhaltigen Schutz vor der eigenen Ansteckung mit
SARS-CoV-2.

• aber relevante Nebenwirkungen:

Die Ärzt:innen sind sich einig: „Die COVID-19-Impfstoffe haben relevante Nebenwirkungen – diese werden zunehmend bekannter. Betroffene suchen verzweifelt nach Anlaufstellen und professioneller Hilfe. Hierfür sind dringend eine systematische Erfassung und evidenzbasierte Studien erforderlich.“

„Betroffene suchen verzweifelt nach professioneller Hilfe“

Das alles haben bereits diverse „Querdenker:innen“ auf Deutschlands Straßen bei ihren Demos vermutet. Nun ist es fast amtlich und die vergangenen Coronajahre wirken fast zynisch. Ein Scheitern der Bundesregierung in fast allen gesundheitlichen Belangen. Und auch ein Scheitern der Pharmaindustrie. Peinlicher geht es nicht mehr.

Die Ärztinnen verweisen in ihren Auswertungen auf diverse internationale Studien, alle mit ähnlichen Ergebnissen.

„Mehrmalige Impfungen reduzieren Ansteckungen gar nicht“

So heißt es etwa in einer dänischen Studie zur Ansteckung trotz Impfung: „Die zweimalige Impfung (die bis vor Kurzem noch
als „vollständige Immunisierung“ galt) und selbst die Booster-Impfung reduzierten unter Omikron die SAR
und damit das Ansteckungsrisiko auch enger Kontaktpersonen somit gar nicht.“

Das Fazit zum Schutz vor Übertragung: „Die mittlerweile zahlreichen Studien zur tatsächlichen Übertragung von COVID-19 zeigen unter Delta konsistent, dass die aktuellen Impfstoffe das Übertragungsrisiko entweder gar nicht oder zumindest
nicht in klinisch und epidemiologisch relevantem Maße verringern.“

Geimpfte fast so ansteckend wie Ungeimpfte“

Dies bestätige sich auch in den Studien unter Omikron – auch hier sind Geimpfte fast genauso ansteckend wie Ungeimpfte.
Somit gilt das Resümee, das die Direktorin der US-amerikanischen CDC, Rochelle Walensky, im August
2021 zur Delta-Variante zog, nach aktuellem Kenntnisstand auch und vor allem für Omikron50: „Unsere Impfstoffe funktionieren außergewöhnlich gut. Sie funktionieren weiterhin gut bei Delta im Hinblick auf schwere Erkrankungen und Tod – sie verhindern das. Aber was sie nicht mehr können, ist die Übertragung zu verhindern.“

Erhöhung einer Ansteckung mit Omikron, wenn man mehrmals mit den normalen COVID-Impfstoffen geimpft wurde“

Auch eine Ansteckung mit der Omikron-Variante können die normalen COVID-19-Impfstoffe wohl nicht minimieren: „Die zweimalige Impfung (die vor Kurzem noch als „vollständiger Impfschutz“ galt) scheint im Gegenteil dieses Risiko mittelfristig sogar zu erhöhen, ein in dieser Form völlig unvorhergesehenes Phänomen, das seine Erklärung im Konzept der sogenannten „original antigenic sin“ finden könnte. Und wie wir aktuell wissen, kann durch die dritte Impfung der Eigenschutz gegen eine Infektion nur dürftig für kurze Zeit unsicher hergestellt werden. Das werden auch die Impfstoffe gegen die Virusvariante BA.5 nicht wesentlich ändern.“

Das Gute ist: Das Virus schwächt sich immer mehr ab in seinen neuen Varianten

Das Gute: Die durchschnittliche Schwere der Krankheitsverläufe nehme ab, je länger die Pandemie andauert. Die leichter verlaufende Omikron-Variante ist also kein Zufall, sondern die logische Konsequenz der viralen Evolution.“
Auch Shabir Madhi, Impfexperte an der Universität in Witwatersrand (Südafrika) hält eine neue Welle mit
höherer Hospitalisations- oder Sterblichkeitsrate nach Omikron für „extrem unwahrscheinlich“.

Das Problem: Man müsste sich im Grund fast ständig mit angepassten Impfstoffen schützen

Das Problem der begrenzten Impfstoff-Wirkdauer und -Wiederholbarkeit: Die COVID-19-Impfsttoffe haben laut der Ärzteschaft zeitlich nur eine sehr begrenzte Wirksamkeit. So gäbe es keine „Evidenz für eine z. B. zum Jahresende 2022 noch bestehende Wirksamkeit einer z. B. im Herbst 2022 durchgeführten COVID-19-Impfung, nicht einmal gegen die bisher schon bekannten Virusvarianten.“ Das bedeute, „dass wir uns alle vier Monate impfen lassen müssten, und das ist nicht das Ziel“, so Prof. Gili Regev-Yochay, die Leiterin der israelischen Studie zur vierten Impfdosis.

Auch die EMA weist auf die Problematik mehrfach wiederholter Auffrischimpfungen bei ihrem Press Briefing am 11.01.2022 ausdrücklich hin: Man könne nicht ernsthaft alle drei bis vier Monate einen Booster
wiederholen, dies sei keine nachhaltige Strategie und brächte die Gefahr der Überlastung des Immunsystems („overloading the immune system“) mit sich.

Zusammenfassende Beurteilung

Die aktuellen Impfstoffe vermitteln laut der Ärzteschaft einen immer schwächer werdenden Eigenschutz vor Infektion und noch einen respektablen Schutz vor schwerer Erkrankung, aber keinerlei relevanten Fremdschutz. Die aktuell dominierende Virusvariante BA.5 führt nicht zu einer außergewöhnlichen Belastung des Gesundheitssystems.
Somit fehle einer verpflichtenden Impfung jegliche Grundlage.




Stadt Künzelsau möchte eventuell Krankenhausgebäude kaufen

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat am 06. Mai 2020 ein Schreiben an hiesige Ärzte verschickt. In dem Schreiben, das der GSCHWÄTZ-Redaktion vorliegt, schreibt die Stadtverwaltung, dass sie sich derzeit „intensiv mit der zukünftigen gesundheitlichen Versorgung sowie einer möglichen Folgenutzung für das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau“ beschäftige. Sie sei in Gesprächen zum Erwerb des Hauses. Um diese „ganzheitlich positiv beeinflussen zu können“, wird die Mithilfe der angeschriebenen Ärzte erbeten.

Um die Planungen weiterführen zu können, möchte die Stadtverwaltung von den angeschriebenen Ärzten unter anderem wissen, ob diese zufrieden mit dem derzeitigen Praxisstandort sind und ob es Pläne für eine Praxiserweiterung oder Nachfolgeregungen für die Praxis gibt, falls der jeweilige Arzt plant, seine Tätigkeit in der Praxis niederzulegen oder in naher Zukunft in Ruhestand zu gehen. Auch für den Flächenbedarf bei einer möglichen Erweiterung interessiert sich die Stadtverwaltung und dafür, „welcher medizinische Bereich aus Sicht des Arztes wichtig für Künzelsau ist“.

Laut dem Schreiben bittet die Stadtverwaltung um eine Antwort der Ärzte bis spätestens 21. Mai 2020. Danach werden laut der Stadtverwaltung die gesammelten Informationen zusammengetragen und mit der Feinplanung begonnen.

Text: Sonja Bossert




Ärztemangel // Übervolle Wartezimmer & Aufnahmestopps

// Jagsttal muss längere Wege in Kauf nehmen //

 

Das hat dem Jagsttal gerade noch gefehlt. Seit einigen Monaten hat die Hausarztpraxis von Dr. Rainer Freyburger in Dörzbach krankheitsbedingt geschlossen. Ob und wenn ja, wie lange der bereits im fortgeschrittenen Alter praktizierende Arzt überhaupt noch weitermachen kann, ist nicht sicher. „Das Jagsttal ist sowieso schon chronisch unterversorgt“, klagt Dr. Andreas Kühn, Vorsitzender der Ärzteschaft Künzelsau und verweist auf zahlreiche Praxen, die in den vergangenen Jahren geschlossen haben: angefangen bei Praxis Dr. Ganz, der 2011 aus persönlichen Gründen seine Praxis geschlossen hat. Einen Nachfolger für die Praxis hat er nicht gefunden.

Freyburgers Patienten versorgen derweil die umliegenden Ärzte, unter anderem Dr. Arno Hofmann. Aber auch er ist an seiner Leistungsgrenze angekommen. Wenn er Glück habe, beginne sein Arbeitsstag um sieben und ende zwischen 20 und 22 Uhr.

 

// Kinderärzte sind ungleich im Hohenlohekreis verteilt //

Bei Kinderarzt Dr. Marcel Monn in Künzelsau sieht es ähnlich aus. Seit Beginn seiner Tätigkeit 2003 bis heute hat er 80 Prozent mehr Patienten. Monn: „Nicht, dass ich nicht alle Kinder gerne auch medizinisch versorgen wollte. Jedoch kann ich es leider nicht leisten.“ Fragt man in der Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Baumann, Wagner und Hauser in Öhringen nach, bekommt man eine andere Antwort. Baumann: „Organisation ist alles. Wir haben drei Telefonleitungen, über die unsere erfahrenen Helferinnen Termine vergeben. Natürlich muss man auch Verständnis haben, dass wenn ein Kind erst seit einer Stunde Halsschmerzen hat, man vielleicht noch einen Tag warten sollte.“
In seiner Praxis werden pro Tag laut eigenen Aussagen zirka 130 Patienten behandelt. „Akute Fälle, sei es Fieber oder Schmerzen, erhalten noch am selben Tag einen Termin zur Behandlung. Bei chronischen Krankheiten kann es zu einer Wartezeit von 14 Tagen kommen.“ In der Praxis haben Patienten jedoch andere Erfahrungen gemacht. Als eine Mutter bei Dr. Baumann angerufen hat wegen Verdachts auf Scharlach bei ihrem Sohn und ihr eigentlicher Kinderarzt Dr. Monn über die Faschingsferien geschlossen hatte, wurde sie mit den Worten abgewiesen, dass die Praxis voll sei und sie zu einem anderen Arzt gehen müsse.

Seit zwei Jahren nimmt Dr. Hofmann keine zusätzlichen Patienten mehr an, nur noch in Notfällen. Die Praxis von Dr. Monn nimmt momentan nur noch Neugeborene aus Künzelsau neu auf, jedoch keine anderweitig versorgten Geschwisterkinder. Das Arbeitspensum senken konnten beide dadurch nicht. Denn: Immer mehr Bürokratie sei hinzugekommen. So gelte es etwa beim Ausstellen eines einfaches Rezeptes diverse Dinge zu beachten. Hofmann: „Wir müssen unter anderem das preisgünstigste Medikament heraussuchen.“ Beim Ausstellen eines Rezeptes für Krankengymnastik gebe es einen über 30 Seiten starken Katalog zur Vorgehensweise.

 

// zu viel Bürokratie lähmt die Praxen //

 

„Die Politik hat nicht verstanden, dass junges Blut fehlt. Das wurde bereits vor zehn Jahren bemängelt“, kritisiert Hofmann.
Heute gehen ausgelernte Mediziner lieber in eine Klinik mit geregelten Arbeitszeiten, als in eine eigene Praxis. Besonders für Frauen sei der Alltag in einer Praxis schwierig mit einer eigenen Familie zu vereinbaren, gibt Hofmann zu bedenken. „Der Beruf ist attraktiv, aber heute möchte keiner mehr 50 bis 60 Wochenstunden arbeiten, sondern jeder Familie und Beruf besser kombinieren können“, so auch die Einschätzung von Swantje Middeldorff, stellvertretende Sprecherin der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (kV). Wobei die Brisanz nicht nur im ländlichen Raum liege. „In Baden-Württemberg ist es mittlerweile nahezu überall möglich, eine Praxis aufzumachen, da überall Ärzte gesucht werden, auch in Stuttgart.“ Hofmann fordert, den Arztberuf zu entbürokratisieren und den Numerus Clausus herunterzusetzen, um wieder mehr Menschen in das Medizinstudium zu bringen. Middeldorff von der kV betont allerdings: „Wir haben mehr als genug Bewerber auf die Medienstudienplätze. Es müsste einfach generell mehr Plätze geben.“ Das Problem: Das kostet die einzelnen Universtitäten und damit Bundesländer mehr Geld. Aber nun sei dieses Mehr an Medizinplätzen wohl in derm derzeit vorliegenden vorläufigen Koalitionspapier von CDU/CSU und SPD endlich verankert.
Im Hinblick einer immer älter werdenden Gesellschaft werden langfristig generell wesentlich mehr Ärzte benötigt. Hinzu kommt eine steigende Zahl an psychosomatischen Erkrankungen. „Die Krankheitslast der Kinder verlagert sich zunehmend in den deutlich zeitaufwändigeren Bereich der Psychosomatik und Sozialmedizin, bei der man nicht in fünf Minuten eine Lösung aus dem Hut zaubern kann“, so Dr. Monn.

 

// Mehr Medizinstudienplätze muss es geben //

 

Bis das Mehr an Medizinern mit dem Studium fertig ist, vergehen allerdings zehn bis 15 Jahre. Bis dahin „müssen die Menschen bereit sein, längere Wege in Kauf zu nehmen und 30 Kilometer bis zum nächsten Arzt zu fahren“, so Hofmann. Seit 24 Jahren praktiziert er am Standort Dörzbach. Seine Tochter studiert Lehramt.

 

// Wo fehlen Ärzte besonders? Hier geht’s zur Landkarte //

Die Landkarte der Hausärzte der kassenärztlichen Vereinigung in Baden Württemberg ist bis auf ein paar wenige rote Flecken grün. Das heißt: Überall dort, wo es grün ist, gibt es freie Sitze, wo sich Ärzte niederlassen können: In Öhringen, Heilbronn oder Bad Mergentheim etwa. Künzelsau und Schwäbisch Hall sind dagegen rot markiert. Das heißt: Hier darf man derzeit keine neue Hausarztpraxis eröffnen, da es bereits genügend Ärzte dort gibt. Wie rechnet die kV? Ein Arzt auf 1.670 Einwohner ist der Verteilerschlüssel, so Swantje Middeldorff. Bei den Kinderärzten ist alles bis auf Biberach rot. Sprich: Eine weitere Kinderarztpraxis zu eröffnen, ist derzeit fast nirgends zulässig. Die Landkarte gibt es auf: http://www.kvbawue.de

Fotos // GSCHWÄTZ; adobe stock