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„Wir bewerben uns sicher bei einer nächsten Bürgerbudget-Runde wieder.“

Neben dem neu aufgebauten Lügenbrückle (GSCHWÄTZ berichtete) gibt es weitere erfolgreiche Initiativen, die mit Mitteln des Bürgerbudgets gefördert wurden. Gerhard Rudolph, Ortsvorsteher von Amrichshausen, präsentiert stolz den neuen Pavillion zwischen Dorfplatz und Kirche. „Es hat sich gezeigt, dass die Menschen nach Hochzeiten gerne einen Platz für einen Sektempfang haben – das ist jetzt ein idealer Ort für so einen Sektempfang, eine kleine Hocketse oder eine kleine Feier“, meint er. Aber alles soll im Rahmen sein, „wilde Feste wollen wir an dieser Stelle nicht“. Deshalb gibt es auch keine fest installierten Sitzgelegenheiten.

„Wilde Feste wollen wir an dieser Stelle nicht“

Gerhard Rudolph ist stolz auf den neuen Pavillion. Foto: GSCHWÄTZ

Neben 8.000 Euro aus dem Bürgerbudget haben etwa 15 – 20 die Bürger:innen aus Amrichshausen rund 400 – 500 Stunden Eigenleistung eingebracht. Auf dieses Engagement ist Rudolph stolz. Und obwohl der Pavillion noch nicht ganz fertig – einige spezielle Materialien konnten nicht rechtzeitig angeliefert werden – ist der Pavillion bereits eingeweiht: Das erste Hochzeitspaar mit seinen Gästen hat den Pavillion bereits eingeweiht.

Nicht zum Feiern, sondern zum Verweilen

Ernst Gruber, Rafaela van Dorp, Stefan Neumann und Prof. Dr. Wofgang Freiherr von Stetten präsentieren eine der neuen Bänke. Foto: GSCHWÄTZ

Schon aus der vorletzten Runde des Bürgerbudgets stammen 12 Bänke an den Wanderwegen zwischen Kocherstetten, Nitzenhausen und Lassbach. Wegen der damaligen Budgetsperre ist die Albert-Berner-Stiftung eingesprungen und hat die von der Stadt zugesagten 7.500 Euro übernommen. Die Bänke stehen jetzt an gut frequentierten Wander- und Fußwegen, meist an Orten mit guter Aussicht und laden zum Verweilen und Ausruhen ein. „Die Bänke werden gerne angenommen“, hat Prof. Dr. Wolfgang von Stetten, Vorsitzender des Projektpartners Stauder-Stiftung, beobachtet. Ernst Gruber weist darauf hin, dass die Bänke nicht im Gras sondern auf Platten stehen: „Damit haben wir dort keine Zeckengefahr“.

Ein Feucht-Fröhliches Projekt

Nicht nur für die KInder: Werner Hannemann demonstriert die neuen Spielgeräte. Foto: Stadt Künzelsau

Ebenfalls aus der Runde 2020/21 und damit ebenfalls von der Berner-Stiftung unterstützt, ist die neue Spielstrasse der Jugendfeuerwehr. Mit Geschicklichkeitsübungen sollen Kinder an die Feuerwehr herangeführt werden. Beispielsweise soll ein Ball mit einem Wasserstrahl durch ein Labyrinth ins Ziel geleitet werden. Diese Spiel- und Spaßgeräte wurden im Projekt neu gebaut – und damit sie möglichst lange erhalten bleiben wurden speziell angepaßte Lager- uns Transportwägen angefertigt. Zum Einsatz kommen die Spiele bei diversen Festen in der Umgebung, zum erstenmal bereiteten sie den Kindern während des Schulaktionstags des Landeskinderturnfests Spaß – und natürlich Erfrischung bei der Hitze, denn manch ein Kind blieb nicht trocken.

32 Kinder und Jugendliche seien derzeit bei der Jugendfeuerwehr tätig, berichtet Werner Hanneman, verantwortlich für die Jugendfeuerwehr.

„Wir bewerben uns sicher bei einer nächsten Bürgerbudget-Runde wieder.“

Alexander Gunnesch (li.) und Bürgermeister Stefan Neumann auf dem neuen Boden des Kokolores. Foto: GSCHWÄTZ

Für 8.000 Euro und ebenfalls mit viel Eigenleistung wurde der Boden im Jugendverein KOKOLORES erneuert. Ein attraktiver und robuster Holzboden wurde verlegt, dazu wurde die Bühne abgeschliffen. Aus Vereinsmitteln und mit Eigenleistung wurden im Rahmen des Projekts auch die Wände neu gestrichen. „„Wir sind sehr zufrieden und dankbar für die Unterstützung aus dem Bürgerbudget“, sagt Alexander Gunnesch. Der Verein hat schon einmal vom Bürgerbudget profitieren können und hat damals die Bühnentechnik erneuert. Erneuerungsbedarf gibt es immer wieder, weiß Gunnesch. Im nächsten Schritt müssen man im Obergeschoß angreifen. Und er hofft darauf, dass die Bürger den Verein KOKOLORES wieder unterstützen: „Wir bewerben uns sicher bei einer nächsten Bürgerbudget-Runde wieder.“

Text: Matthias Lauterer

 

 

 




Stadtradeln 2021: Hohenlohekreis ist dabei

Zwischen Bretzfeld und Mulfingen, Krautheim und Pfedelbach heißt es im Juni: Ab aufs Rad! Der Hohenlohekreis hat sich für die Aktion „Stadtradeln“ angemeldet. Vom 14. Juni bis 4. Juli sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, das Auto stehen zu lassen und stattdessen in die Pedale von Fahrrad, e-Bike oder Lastenrad zu treten. Alle können mitmachen: ob täglich auf dem Weg zur Arbeit, am Wochenende beim Ausflug oder zwischendurch. Die Anmeldung erfolgt über www.stadtradeln.de/hohenlohekreis. Firmen, Vereine, Parteien, Schulen und andere Gruppen können eigene Teams gründen. Für Mitglieder des Kreistags und der Gemeinderäte gibt es zudem den eigenen Wettbewerb „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“.

Hohenlohische Landschaft ganz neu entdecken

„Wir freuen uns, wenn viele Bürgerinnen und Bürger des Hohenlohekreises dabei sind und wir gemeinsam drei Wochen lang Kilometer für Kilometer sammeln“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Neben den Vorteilen, die das Radeln für Gesundheit und Klima bereithält, lässt sich dabei auch noch die schöne hohenlohische Landschaft ganz neu entdecken.“

Alternativen zum motorisierten Individualverkehr

Mit dabei sind zudem zahlreiche Städte und Gemeinden des Kreises. Gemeinsam mit dem Landratsamt unterstützen sie mit der Teilnahme beim „Stadtradeln“ das gesamtgesellschaftliche Anliegen, die Mobilität breiter aufzustellen. „Auch im ländlichen Raum gibt es Alternativen zum motorisierten Individualverkehr“, sagen Yvonne Hoffmann, Radbeauftragte, und Martin Hellemann, Mobilitätsmanager des Landkreises. „Und dazu gehört zwischen Kocher und Jagst das Fahrrad, als stressfreie und klimaschonende Alternative zum Auto.“

Hintergrund

„Stadtradeln“ ist ein seit 2008 stattfindender Wettbewerb des Klimabündnisses, dem Netzwerk europäischer Kommunen, das auf lokaler Ebene Antworten auf den Klimawandel entwickelt. Im Rahmen der Aktion sollen 21 Tage lang möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ihre Alltagswege mit dem Rad zurücklegen und dies via App dokumentieren. Teilnehmende und Kommunen mit den meisten gefahrenen Kilometern werden prämiert. Ziel des „Stadtradelns“ ist, die Vorteile des Radfahrens erfahrbar zu machen und die kommunale Radverkehrsplanung zu unterstützen. Dazu wertet die Technische Universität Dresden anonymisierte Daten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus, die dann den Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen unter www.stadtradeln.de

Pressemitteilung des Hohenlohekreises




Kann das weg oder bleibt das jetzt so?

Wer an 2020 denkt, der denkt, jetzt hab ich ein ganzes Jahr verschenkt.

Kaum im Urlaub, nur Zuhaus, was ist das für ein Leben – ei der daus.

Corona war’s, das Ungetier, dass uns hatte im Visier.

Auch jetzt ist es noch nicht vorbei, mit der darwinistischen Meuterei.

 

Frisöre zu, wie sehn wir aus?

Überdis: Kein Fitnesscenter mehr im Haus.

Kein Theater, keine Kultur. Was man früher nur bewunderte, aber nie brauchte,

fehlt einem jetzt um so doller nur.

 

Und wo sind all die Spekulanten hin? Sind die etwa wieder frei?

Die Politiker, B-Promis und Lehrer fristen ihr Dasein auf den Malediven oder auf ihrer heimischen Terrasse, bis der Spuk ist hoffentlich bald vorbei.

Rathäuser verbarrikadiert, Schulen runterramponiert,

nichts funktionierte mehr richtig in diesem Jahr,

ob das wohl so bleibt immerdar?

 

Aber nein, ihr lieben Leut‘ von gestern.

Erst gibt’s die Spritze, dann gehts direkt über zu Ostern.

Dazwischen noch ein wenig Applaus für die Krankenschwestern.

 

Gott wird uns schon führen in diesem Land,

an Weihnachten haben’s die Gottesdienstler, etwa in Niedernhall, vorgemacht, als sie standen öffentlich auf dem Kirchplatz zueinand.

AHA. Der Abstand wurde dabei stets eingehalten, versichern die rund 180 Besucher vehement,

unter vorgehaltener Maske, damit auch keine Bazille davonrennt.

 

Welche‘ irre Zeit das nur ist, mit Notstandsregeln, die ziehen uns in den Bann,

werden unsere Enkel uns bescheinigen, wenn sie Fotos von 2020 schauen an,

vermummt, verhüllt, auf Abstand getrimmt,

geschlossen die Läden, die Märkte, die Kinos fürs Kind.

Mama, was war da los?, werden sie fragen,

während wir die Masken als Souveniere in Kartons aufbewahrt haben.

 

Eine Zeit, in der jeder für sich und doch alle vereint,

das war das Jahr 2020 gefühlt und gemeint.

Noch nie hat man so wenig zusammen gemacht,

noch nie hat man aber auch mehr an die Mitmenschen gedacht.

 

Ein kurzer, gereimter Jahresrückblick von Dr. Sandra Hartmann

 

Befinden wir uns in Star Wars oder in dem Film Die Maske? Wir wissen es nicht, aber in jedem Fall war dieses Jahr das außergewöhnlichste Jahr, das viele je erlebt haben.

Kundin Sabine findet, dass „einem nichts abfällt“, wenn man eine Maske trägt. Foto: GSCHWÄTZ

Masken in allen Variationen gab es an Tanja Fankhausers Stand auf dem Künzelsauer Simon-Judä-Markt. Foto: GSCHWÄTZ

Bußgelder mussten nicht verhängt werden. Foto: GSCHWÄTZ

Winfried Kretschmann vorbildlich mit Maske, ein Foto ohne Maske nur wenige Zeit später löste einen Shitstorm aus. Foto: GSCHWÄTZ/Kupferzell am 19. Juni 2020

Evelyne Mitar beim Einkaufen heute mit Schutzmaske in einem Pfedelbacher Supermarkt. Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) bedankte sich für das Engagement der beiden Spender Fabian Köhler (links) und Alex Voth. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Mund-Nase-Schutz mit Notenmuster. Diese goldigen Masken haben bis in den hohen Norden begeistert. Foto: privat

Betreuungskräfte nähten Masken für die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule und der Erich-Kästner-Schule. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Bislang gibt es noch keine Maskenpflicht im Unterricht. Foto: Symbolfoto Unterricht in Zeiten von Corona. Quelle: adobe stock

Manche Demonstranten kritisieren die Maskenpflicht. An der Demo selbst gab es keine Maskenpflicht. Foto: GSCHWÄTZ

Rund 100 Mund-Nase-Masken hat Marina Reisacher bereits genäht. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehr mit Schutzmaske. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Landrat Dr. Matthias Neth (links) nimmt die genähten Schutzmasken der Kreislandfrauen Hohenlohe dankbar von Tanja (Mitte) und Laura Maurer entgegen. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Landrat Dr. Matthias Neth beim Tragen einer Maske. Foto: Ziehl-Abegg

Dieses Paar war mit Mundschutzmasken und Handschuhen im Kaufland in Künzelsau unterwegs. Zum Zeitpunkt der Aufnahme noch aussergewöhnlich, mittlerweile Pflicht. Foto: privat

 

Professor Wystup zieht die Atemschutzhaube an. Foto: GSCHWÄTZ

Weg zur Drive-In-Abstrichstelle in Belzhag im März 2020. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Darüber hinaus gab es aber auch noch vereinzelt andere Themen, wie folgende Fotos beweisen:

 

Die Besucher freut es, dass das Kocherfreibad wieder geöffnet hat. Foto: GSCHWÄTZ

Geheimtipp Freibad Langenburg.

 

Ingelfingens Gemeinderat sagt Nein zur Einbahnstraße:

 

Die Kupferzeller wollen gemeinsam gegen den geplanten Netzbooster kämpfen. Foto: GSCHWÄTZ

Birgit Kühnle und Peter Hamann von der Interessengemeinschaft „Ein Herz für Hohenlohe“ lehnen die Riesenbatterie ab. Foto: GSCHWÄTZ

Gefährliche Sztaßensituationen am Ortseingang Gaisbach von Haag kommend. Foto: GSCHWÄTZ

Interessengemeinschaft Raserstrecke Gaisbach Haag. Foto: GSCHWÄTZ

Waldenburgs damaliger Bürgermeister Markus Knobel (links) mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann auf Hohenloher Stippvisite.