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Die Hohenloher Streuobstwiese als Ökosystem mit Start Up Potenzial

Sie gehören im ländlichen Raum zum Landschaftsbild – Streuobstwiesen mit den unterschiedlichsten Obstbaumsorten.
Im aktuellen Podcast begrüßt Hohenlohe Plus einen Mann, dem viel daran gelegen ist, diese Streuobstwiesenkultur in Hohenlohe zu erhalten. Mit seinem kleinen Familienunternehmen der Böhm Ciderwerkstatt in Hollenbach, stellt er mit eigenen Äpfeln und Birnen Cider, Streuobstweine und Perries her. Im aktuellen Podcast geht es darum, warum es so wichtig ist, Streuobstwiesen zu erhalten, wie Cider hergestellt wird und welche Zukunftspläne Manfred Böhm für sein kleines Familienunternehmen hat.

Der Hohenlohe Plus Podcast steht auf der Webseite des Vereins und auf den gängigen Podcast-Kanälen wie Amazon, Apple und Spotify zum Hören bereit.
Für mehr Informationen besuchen Sie gerne die Website https://www.hohenlohe.plus oder schreiben eine e-mail an: info@hohenlohe.plus

Über Hohenlohe Plus
Seit Jahren kämpfen nicht nur Unternehmen, sondern auch viele andere Arbeitgeber wie Kommunen, Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas und weitere Einrichtungen darum, Fachkräfte zu gewinnen. Mit Hohenlohe Plus hat sich ein Netzwerk gebildet, das genau diesen Bedarf für die Region adressiert und konkrete Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel ergreift. Im Jahr 2018 haben sich dazu die fünf größten Städte Hohenlohes – Bad Mergentheim, Crailsheim, Künzelsau, Öhringen und Schwäbisch Hall – im Verein Hohenlohe Plus z
usammengeschlossen.
Gemeinsam mit Unternehmen, Institutionen, Organisationen und vielen engagierten Menschen werden Arbeitgeber dabei unterstützt, mehr Fachkräfte zu gewinnen und so die erfolgreiche Weiterentwicklung ihres Unternehmens zu sichern. Indem Kräfte gebündelt werden und Hohenlohe als das in der Öffentlichkeit präsentieren, was es ist: eine der attraktivsten Regionen Deutschlands mit herausragender Lebensqualität und besten Karriereperspektiven. Mehr Infos unter www.hohenlohe.plus

Pressemitteilung Hohenlohe Plus




Mal etwas ganz Neues: Eine Kunstverlosung für den wohltätigen Zweck

Hoffest Schleierhof 2022. (Klick zum Vergrößern)

Mit einem ganz besonderen Höhepunkt wirbt das Hoffest auf dem Forchtenberger Schleierhof, das am Sonntag, 18. September 2022 um 10:00 beginnt: Neben Oldtimern, Kindervergnügen, Musik von Kurt Klawitter und Michael Breitschopf, und natürlich regionaler Verpflegung wird ein Gemälde von Michele Roccotelli, einem zeitgenössischen italienischen Maler, verlost. Möglich gemacht haben das die Galerie Reichert aus Kupferzell, die das Bild gestiftet hat, und das Unternehmer Netzwerk Hohenlohe.

„Mit der Verlosung dieses Gemäldes möchte das Unternehmer Netzwerk Hohenlohe diesmal ganz gezielt ein sehr schönes Hilfs-Projekt des gemeinnützigen Vereins Galana River School Project e.V. in Kenia unterstützen: Die Erweiterung des Schulgebäudes für afrikanische Kinder und Jugendliche und die Ausbildung medizinischen Personals für die Dorfgemeinschaft Mwanza“, so die Initiatoren der Verlosung.

Lose bereits jetzt online erhältlich

Lose zum Betrag von je 10 Euro können bereits jetzt schon online erworben werden: https://galanariverschool.com/2022/08/20/roccotelli-gemalde-wird-fur-guten-zweck-verlost/

Die Auslosung findet um 16:00 im Rahmen des Hoffestes statt.

Detail aus dem Roccotelli-Gemälde. Foto: Simone Weis-Heigold.

 

Informationen zum Maler Michele Roccotelli:

Im südlichsten Teil Italiens, in der Stadt Minervino Murge, nicht weit weg von Bari, wurde Roccotelli 1946 geboren. Nach seinem Studium hatte er zunächst in Rom gearbeitet, kehrte dann aber in seine Heimat zurück. Zwischen 1974 und 1995 war er in Bari als Dozent an der Kunstakademie tätig.

Seine Bilder, Grafiken und Keramiken sind sowohl in öffentlichen wie privaten Galerien und Sammlungen weltweit vertreten.

Bekannte Kritiker haben seine Werke in Katalogen vorgestellt und besprochen. Es ist eine Entwicklung der Abstraktion des naturalistischen und impressionistischen Malens und der Reinheit der Farbe.

Kräftig leuchtende Farben beherrschen die Bilder. Roccotelli bezieht die natürlichen Vorgänge, die sich in der Landschaft abspielen (Wachsen, Blühen, Vergehen…) in seine Malerei mit ein. Dadurch kommt es zu einer Symbiose aus Gesehenem, Erfahrung, Ahnung, Erlebbarem und Gefühltem.

Roccotelli hat sich an internationalen Kunstmessen über namhafte Galerien beteiligt.

Seine Arbeiten fanden unter anderem auch in Miami Beach, Hamburg, Brüssel, Ottawa, Dresden, Wien, Cottbus und München lebhaftes Interesse.

Text: Matthias Lauterer




Äpfel, Kirschen, Birnen oder Zwetschgen

Es ist wieder soweit: die Stadt Öhringen verteilt kostenlos 300 hochstämmige Obstbäume inklusive Pflanzmaterial. Um an dieser Aktion teilnehmen zu können, müssen Sie in Besitz eines Grundstücks auf Öhringer Gemarkung sein. Bitte melden Sie sich telefonisch am Montag den 12.09.2022 von 8:30 Uhr bis 16 Uhr im Öhringer Rathaus bei Frau Herzog unter der Nummer 07941/68-168. Nennen Sie dabei bitte das Flurstück, auf welchem die Bäume gepflanzt werden sollen, sowie die gewünschte Anzahl. Sie können auch Sortenwünsche äußern, aufgrund der begrenzten Menge pro Sorte kann jedoch nicht garantiert werden, dass Sie jeden Baum Ihrer Wahl erhalten. Pro Bürgerin oder Bürger können maximal fünf Bäume ausgegeben werden.

Mehrere Sorten im Angebot

Die Sortenaufstellung für dieses Jahr sieht folgendermaßen aus:

Apfelsorten: Gehrers Rambour, Glockenapfel, Gravensteiner, Kardinal Bea, Rote Sternrenette und Zabergäurenette.
Süßkirschen: Hedelfinger.
Tafelbirnen: Pastorenbirne.
Zwetschgen/Pflaumen: Reneklode. Quitte.

Informationen zu den Sorten

Die Pastorenbirne wurde angeblich vor langer Zeit von einem französischen Pfarrer in einem Wald aufgefunden. Der Baum der Pastorenbirne ist in der Jugend starkwüchsig und insgesamt stellt er keine zu großen Ansprüche an Boden und Lage. Das Fruchtfleisch ist weißgelb und saftig. Der Geschmack wird durch ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis mit schwachem Aroma beeinflusst.

Glockenäpfel werden im Oktober geerntet. Ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden und ein sonniger bis halbschattiger Standort sind gute Bedingungen für den Wuchs des Baums. Der Geschmack ist säuerlich-erfrischend mit einem wenig saftigen Fruchtfleisch. Der Baum weißt eine gute Frosthärte auf.

Die Rote Sternrenette ist ein dunkelrot gefärbter Apfel und galt früher als „der klassische Weihnachtsapfel“. Sie war sehr weit verbreitet. Der Baum bevorzugt tiefgründige und feuchte Böden. Zudem ist er ist widerstandsfähig gegen Krankheiten und Frost. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, mittelfest, nur mäßig saftig und süßsäuerlich.

Abholung im Baubetriebshof

Die bestellten Bäume können am Mittwoch, den 26.10.2022 von 17 bis 18 Uhr im Baubetriebshof abgeholt werden. Da die Pflanzungen der Biotopvernetzung dienen, müssen die Bäume im Außenbereich auf Streuobstwiesen gepflanzt werden. Die Umsetzung wird stichprobenhaft kontrolliert.

„Seit dem Jahr 2014 findet die beliebte Aktion bereits statt. Mit einer Pflanzung können Sie die Biotopvernetzungsaktion unterstützen und helfen, einen der artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas, die Streuobstwiesen, zu erhalten“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler.

Die Pflanzung der Bäume sollte im November bei frostfreiem Wetter erfolgen. Zu beachten ist, dass junge Bäume einen Erziehungsschnitt benötigen. Für interessierte Bürger veranstalten das Landwirtschaftsamt, der Obst- und Gartenbauverein und der Landschaftserhaltungsverband verschiedene Baumschnittkurse. Einer dieser Kurse findet am 02.12.2022 und am 03.12.2022 statt. Änderungen dieser Termine können eintreten. Mitte Februar gibt es zusätzlich Kurse zur Streuobstpflege.

Beitrag zu neuen Lebensräumen und der Biotopvernetzung

Mithilfe der Verwaltungsgemeinschaft Öhringen – Pfedelbach – Zweiflingen wurden in den vergangenen Jahren ca. 5700 hochstämmige Bäume gepflanzt. Dadurch entstanden bereits 52 ha (520.000 m2) neue Streuobstflächen und damit Lebensräume, welche die Bildung der Biotopvernetzung unterstützen.

Die Biotopvernetzung ist von großer Bedeutung für Tier- und Pflanzenarten, weil sie wichtige Verbindungen zwischen verschiedenen Lebensräumen schafft. Durch diese Vernetzungen ist es Arten möglich, von einem Lebensraum in den nächsten zu wandern. Tiere machen dies unter anderem bei der Nahrungssuche oder auf der Suche nach geeigneten Überwinterungsquartieren. Auch bei Wanderungen zu Paarungsorten hilft die Biotopvernetzung.

Beeinflussung des Kleinklimas

Auch in Bezug auf den immer schneller voranschreitenden Klimawandel hilft diese Aktion. Bäume filtern die Luft und kühlen diese kleinklimatisch ab, was auch Vorteile für den Menschen hat.

Der geschaffene Lebensraum an sich hilft vielen Arten weiter, wie zum Beispiel dem Gartenrotschwanz, einer Vogelart, die sich in lichten Wäldern, Parks und auch im Streuobst findet. Durch die wärmeren Temperaturen bleiben mehr Vogelarten den Winter über in der Region, die dem Gartenrotschwanz Konkurrenz um geeignete Brutreviere machen. Durch die Schaffung neuer Lebensräume kann diesem Problem etwas entgegengewirkt werden.

Wenn Sie die Artenvielfalt Ihrer Grundstücke weiter erhöhen möchten, sollte eine extensive Grünlandbewirtschaftung mit späterem Schnittzeitpunkt (ab Mitte Juni) erfolgen. Auch ein Verzicht auf Stickstoffdüngung erhöht die Artenvielfalt.

Pressemitteilung Große Kreisstadt Öhringen




„Mehr Freiheit geht nicht. So was ist ein Traum und wir haben vieles selber in der Hand.“

„Wissen Sie eigentlich, wie traumhaft Sie wohnen?“ fragen Besucher des Uhlbachhofes nahe dem Altenbergturm von Sulzbach-Laufen die Hoffamilie Jäger oft. „Ja das wissen wir“, sagen diese dann. Fritz Jäger, Landwirtschaftsmeister und erfahrener Hofbetreiber, baut das Bild noch weiter aus. Er erklärt, dass die eine – zum Hof führende – Straße extra, um denselben herum gebaut wurde. Das ist nicht nur für die Besucher des Hofcafés und der Gäste größerer Feste ein großer Vorteil, sondern auch für seine 45 Milchkühe samt deren Nachkommen. „Hier ist wieder so ein Kindergarten“, zeigt Fritz Jäger beim Hofrundgang auf eine Ansammlung von Bäumen und Hecken auf einer Weide nahe dem Stall. Diese Flächen können als Ganztagesweiden genutzt werden und die Tiere – einer Kreuzung aus den Rassen ‚Schwarzbunte‘ und ‚Limburger‘ – stören niemanden dabei. Ganz wie sie wollen, gehen sie aus dem Stall und legen sich in den Schatten unter die Bäume. „Wenn die Kühe schmutzig sind, freut sich der Opa“, verrät Enkelin Ronja. Die Tiere genießen den kühlenden Schlamm am nahen Bachlauf.

In den Jahren 2014 und 2015 haben wir den Hof auf die Produktion von Demeter-Heumilch umgestellt.

Fritz Jäger. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Jäger erinnert sich: „Wir sind mit Vollgas aus dem bestehenden System ausgestiegen – in einem regelrechten Kraftakt. Das haben wir uns gut überlegt und mussten viel aushalten. Für uns war es ein zeitliches ‚Schlüsselloch‘, welches wir betriebswirtschaftlich genutzt haben.“ Er erklärt, dass sie früher sehr viel mehr Milch produziert haben, als heute. Aber auch, dass es von der Familiensituation her ein idealer Punkt war für die dreijährige Umstellung und dass die ganze Familie nach wie vor dahintersteht. Warum ein guter Zeitpunkt? Sein Sohn Ricardo war 2011 fertig mit der Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister und stieg auf dem Hofbetrieb ein. „Ich habe es gut gefunden, dass er seinen zukünftigen Betrieb neu mit aufstellen kann“, sagt der Vater mit Blick auf den Hofnachfolger. Die drei Enkeltöchter wurden nach und nach geboren, die Schwiegertochter Eva-Maria stieg mit ein. Da stand bei Jäger‘s ganz klar die Frage: Was machen wir? Wie kann es weitergehen auf dem Hof? Konventionelle oder biologische Landwirtschaft? „Wir haben uns zusammen dafür entschieden, so natürlich wie möglich zu produzieren“, sagt Senior Fritz Jäger stellvertretend.

Abnehmer ist die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall

Er liefert die Milch seiner Kühe nach Geifertshofen, also an die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall BESH. In seinen Augen hat sich die Ernährung – zumindest die der Städter – vom Wissen um die Entstehung der Lebensmittel entfernt. Er hat seinen Hof diesbezüglich umgestellt, um davon wegzukommen. Er war sehr früh auf sich allein gestellt, hat sich über Stallbau und Fütterung immer weiter informiert und belesen. Und das schon zu Zeiten, wo man nicht einfach ‚googeln‘ konnte. Wie er sagt, hat er geübt, geübt und nochmals geübt, um die vielen feinen Kniffe herauszubekommen. Die Tierhaltung hat ihn schon immer fasziniert. Den offenen und hellen Stall für die Milchkühe hat er im Jahr 2000 geplant und dann vieles daran selbst gebaut. Alles sollte so einfach wie möglich sein. 2001 schon war ‚Einzug‘, was sich dann auch viele Landwirtskollegen gern angesehen haben. Denn es war vor 20 Jahren noch etwas Besonderes, so offene Ställe zu bauen.

Jeder Quadratmeter Land ist hier Demeter – wir machen keine halben Sachen.

Das Hofcafé, die Milchkühe und Hühner, die Veranstaltungshalle, der Landschafts- und Gartenbau, der Winterdienst und Tourismus ergeben das Hofeinkommen für zwei Familien, mehrere Angestellte und einen Azubi. Diese Kombination gibt nach eigenen Aussagen die Stabilität für den Hof und macht unabhängig. „Die Milchviehhaltung allein wäre zu wenig für uns“, sagt Fritz Jäger. Ihm ist wichtig, dass es für jeden einen Weg gibt, sich zu entwickeln. So haben sie es immer gehalten, sagt er. Und weiter: „Wenn es nicht funktioniert, sind wir draußen oder auf neuem Weg. Das Allerwichtigste ist, dass wir uns als Familie haben auf diesem Stück Erde.“ Das ist für die Gäste, die ins Hofcafé, zu Familienfeiern und besonders für Hochzeiten auf den Hof kommen, die Message, die sie alle spüren lassen. Er fordert die Besucher auf, dass sie zu den jeweiligen Bauern in ihrer Nachbarschaft gehen, und denen sagen: Es ist schön, dass es Euch gibt. „Wir sagen ihnen auch, dass sie zum Beispiel im Supermarkt deutlich anbringen können, dass es gut ist, wenn es dort regionale Produkte gibt“, meint Fritz Jäger. Und seine Frau ergänzt: „Das ist Fritz, der mit Gutem die Menschen verbinden möchte.“

Info:

Der Uhlbachhof der Familie Jäger wird als GBR geführt und beschäftigt neben der Familie insgesamt neun Mitarbeiter in Vollzeit und mehrere Helfer in Teilzeit. 500 Hühner liefern die täglich frischen Eier und 45 Kühe gute Heumilch. 45 Hektar des Hofes sind Eigentum, ca. 20 weitere Hektar sind gepachtet. Drei Viertel davon sind Wiesen, der Rest ist Acker ist für Luzerne, Dinkel, Einkorn, Gerste und auch Kartoffeln. Desweiteren bietet das Familienunternehmen Dienstleistungen im Gartenbau an. Fritz Jäger hat 2014 zusätzlich den Abschluss zum Naturparkführer gemacht und betreibt mit seiner Familie die Draisinenstation und eine Kanustation in Sulzbach-Laufen. Bis zu 100 Gäste können jeweils im Hofcafé oder in dem zur Festhalle umgebauten rustikalen Stall feiern, auch auf den gepflegten Wiesen ringsum. Allen Gästen hat er immer wieder viel aus der Region zu erzählen. Fritz Jäger ist Mitglied im Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems und Mitglied im Gemeinderat in Sulzbach-Laufen.

Pressemitteilung Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 




„Die Eidechsen sind gelaufen“

Im Ingelfinger Bürgermeisterwahlkampf kam bei Gesprächen das Thema des Öfteren auf die Umsiedlung der Eidechsen bei der Rebflurneuordnung am Hohen Berg. Obwohl die Flurneuordnung längst beendet ist (GSCHWÄTZ berichtete), scheinen sich die Ingelfinger Bürger:innen noch immer mit dem Thema zu beschäftigen. Interessante Geschichten waren zu hören, beispielsweise von Hubschrauberflügen für die Eidechsen. GSCHWÄTZ hat bei Friedrich Küßner, dem Leiter des Flurneuordnungsamts nachgefragt, was es mit den Hubschrauberflügen auf sich hat und wie es den umgesiedelten Eidechsen heute geht.

Dienstleister für die Land- und Forstwirtschaft

Das Flurneuordnungsamt beschreibt Küßner als einen Dienstleister, insbesondere für die Landwirtschaft. Aufgabe sei es, die Arbeitsbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft zu verbessern, beispielsweise durch Bau und Unterhalt von Wegen. „Eine flächendeckende Planung im gesamten Flurneuordnungsgebiet berücksichtigt alle bedeutsamen Belange. Dies sind neben der Neuordnung und Erschließung der Gemarkung beispielsweise Rückhaltebecken, die Sicherung ökologisch wertvoller Flächen, die Neuanlage von Biotopen, aber auch Ortsgestaltung, Straßen, Radwege, Gewässerrenaturierung und vieles mehr“, schreibt das Landratsamt auf seiner Webseite.

„Das Vorkommen der Zauneidechse war vorab nicht bekannt“

Anlage von Querterrassen in Ingelfingen. Foto: LRA Hohenlohekreis

Im Ingelfinger Hohen Berg waren die Weinbauflächen stark zerstückelt, eine moderne maschinelle Arbeitsweise war kaum möglich. Daher entschloß man sich, eine Rebflurneuordnung in Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern in Angriff zu nehmen, die unterschiedlichste Maßnahmen beinhaltete: Zusammenlegung von Flächen, Anlage von querterrassierten Weinbergen, eine Wasserversorgung der Weinberge – und natürlich die Schaffung von Ausgleichsflächen für seltene Tier- und Pflanzenarten. „Die alten Trockenmauern waren natürlich ein Lebensraum, das mußte ausgeglichen werden.“ Alles war geplant, der erste Spatenstich hatte bereits stattgefunden, Rebflächen waren bereits gerodet – da streckte erstmals eine Zauneidechse ihren Kopf aus einem Loch: „Das Vorkommen der Zauneidechse war vorab nicht bekannt“, sagt Küßner. Ein Baustopp war die Folge.

Ein Jahr mehr Ausfall für die Weingärtner

„Verstimmt“ seien die Grundstückseigner, aber auch die Naturschutzorganisationen gewesen, meint Küßner, sein Lächeln deutet an, dass es vereinzelt wohl mehr als nur eine „Verstimmung“ gegeben haben muß. Verständlich, bedeutete doch der Baustopp für die Weingärtner einen Ausfall von einem weiteren Jahr.

Die Verstimmung kann Susanne Schmetzer vom Weingut Gaufer in Ingelfingen bestätigen: Nicht nur, dass die Ausfallzeit länger als geplant war, auch die Kosten für die Grundeigentümer sollten aufgrund der Artenschutzmaßnahmen deutlich steigen: „Waren anfangs rund 200 Euro pro ar angesetzt, stieg die Summe zwischenzeitlich auf gut 300 Euro.“ Ein deutlicher Brief der Eigentümer an das Land führte dazu, dass das Land die Fördersumme erhöhte: „Das Land hat sein Versprechen gehalten“, so Susanne Schmetzer. Sie sagt aber auch: „In Niedernhall haben sich die Eidechsen in den neuen Weinbergterrassen sofort wieder angesiedelt und fühlen sich wohl.“

Mit dem Büro für Landschaftsarchitektur Laufer wurde einer der anerkannten Reptilienexperten ins Boot genommen – und der hatte die Aufgabe, das Projekt ohne Gefahr für die Eidechsen fortzusetzen. Seine Vorschläge, die zusammen mit den Eigentümern erarbeitet wurden, lauteten, dass erst ein Gelände für die Eidechsen hergerichtet werden soll und die Eidechsen dann aus ihrem alten Lebensraum „vergrämt“ und in den neuen Lebensraum umgesiedelt werden sollten.

Gerade noch rechtzeitig

Steinlinsen als Lebensraum nicht nur für die Zauneidechse. Foto: GSCHWÄTZ

So wurden an einer der steilsten Stellen des Hanges 35 sogenannte „Steinlinsen“ angelegt, dazu jeweils ein Sandplatz zur Eiablage und ein Holzhaufen als Jagdplatz und Versteck. An dieser Stelle kommt der Hubschrauber ins Spiel: Erstens, so Küßner, sei die Zeit schon weit fortgeschritten gewesen und den Weingärtnern drohte ein weiteres Jahr Verzug. Und zweitens sei die Arbeit mit LKWs und Baggern in dieser steilen Hanglage gar nicht oder nur sehr teuer und unter großen Gefahren möglich gewesen. Man habe sich daher entschlossen, die Materialien für die Steinlinsen zielgenau mit einem Hubschrauber anliefern zu lassen. „Das war letztlich deutlich die wirtschaftlichste Lösung gewesen“. Und nein – er kennt die Erzählungen vom Lufttransport der Tiere auch – der Hubschrauber habe wirklich nur Material geliefert, „die Eidechsen sind gelaufen“. Ihr altes Habitat sei mit Folie abgedeckt worden, vorab angebrachte Reptilienzäune hätten die Eidechsen zum neuen Gelände geführt. Gerade noch rechtzeitig, dass die Bepflanzung der Weinberge mit jungen Reben noch möglich war und kein weiteres Ausfalljahr notwendig wurde.

Monitoring

Rotflügelige Ödlandschrecke. Foto: Photographed in the ZSM by Tanja Kothe, CC BY-SA 3.0

Ein 5-jähriges Monitoring des Bestandes schloß sich der Umsiedlung an. In den ersten drei Jahren stieg die Population stark an, danach sank sie wieder ab. Küßner sieht für das Absinken mehrere Gründe: Zwei trockene Jahre seien das gewesen, dazu hätte der Schäfer vielleicht etwas zuviel des Guten getan, vermutet Küßner. Man habe daher nachgesteuert und zusammen mit dem Schäfer Maßnahmen getroffen: Im Eidechsengebiet sollen keine Ziegen mehr grasen und die Gehölze sollen nicht mehr so stark zurückgenommen werden. Die Eidechsen haben damit mehr Verstecke und sind für ihre Freßfeinde, das sind beispielsweise diverse Vogelarten, dazu Marder, Füchse und Igel, aber auch die mit umgesiedelte Schlingnatter, nicht mehr so leicht erkennbar.

Großer Erfolg

Insgesamt hält Küßner die Rebflurbereinigung für einen Erfolg. Der neu geschaffene Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, er nennt neben der Zauneidechse die rotflügelige Ödlandschrecke und die Weinbergtulpe, schaffe einen neuen und komplexen Lebensraum, von dem auch das Landschaftsbild profitiere. Aber auch die technischen Aspekte der Neuordnung seien sehr gelungen: Die Querterassen schützen vor Abtragung bei Starkregen, lange Weinbergzeilen ermöglichen den Einsatz moderner Maschinen und die Bewässerungsanlage sorgt dafür, dass es auch bei Trockenheit noch einen Ertrag gibt.

Text: Matthias Lauterer




Afrikanische Schweinepest: Der Hohenlohekreis ist vorbereitet

Das Landratsamt Hohenlohekreis macht sich fit für den Ernstfall: Um bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Wildschweinebestand schnell und richtig reagieren zu können, fand am 26. Juli eine Zaunbauübung in der Nähe des Landwirtschaftsamtes in Kupferzell statt. Unter Anleitung des ASP-Kompetenzteams Baden-Württemberg aus Aulendorf wurde übungsweise ein Elektrozaun installiert, der im Fall der Fälle helfen soll, eine Ausbreitung der Seuche zu unterbinden.

BestmöglicherSchutz für einen eventuellen ASP-Ausbruch

„Die Landwirtinnen und Landwirte des Hohenlohekreises leisten täglich einen wertvollen Beitrag zu unserer Ernährungssicherheit. Daher ist es mir besonders wichtig, dass wir ihnen im Falle eines ASP-Ausbruchs mit dem bestmöglichen Schutz vor einer Ausbreitung der Seuche zur Seite stehen“, erklärte Landrat Dr. Matthias Neth anlässlich der Übung. Dr. Helmut Stoffel, Leiter des Veterinäramts und Lebensmittelüberwachung, ergänzte: „Wir danken dem ASP-Kompetenzteam und allen beteiligten Ämtern des Landratsamtes für die tatkräftige Unterstützung während der Übung. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir auf Sie zählen können.“

Mehrere Ämter beteiligt

Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien unterstützten den Aufbau des Zauns tatkräftig. Foto: LRA Hohenlohekreis

Zur besseren Standfestigkeit wird der Zaun mit Holzpfählen verstärkt. Die dünnen, stromführenden Seile werden durch ein rot-weißes Flatterband kenntlich gemacht. Foto: LRA Hohenlohekreis

Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Veterinäramtes und Landwirtschaftsamtes arbeiteten auch Forst-, Jagd, Vermessungs-, Naturschutz- und Straßenbauamt Hand in Hand zusammen. Diese enge Kooperation wäre auch im Ernstfall notwendig. Der ASP-Schutzzaun besteht aus vier dünnen, stromführenden Seilen, sogenannten Litzen, die mit einem Weidezaungerät verbunden sind, das kontinuierlich elektrische Spannung an den Zaun legt. Bei Berührung wird der Stromkreis geschlossen. Das Wildschwein erhält einen Schlag und wird vom Zaun zurückgetrieben.

Ziel: Befallene Wildschweinbestände abgrenzen

Der ASP-Schutzzaun besteht aus vier stromführenden Seilen, sogenannten Litzen. Foto: LRA Hohenlohekreis

„Mit dem Zaun können wir befallene Wildschweinbestände abgrenzen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Das Virus ist glücklicherweise für den Menschen ungefährlich. Für Schweine enden Infektionen jedoch in über 95 Prozent der Fälle tödlich“, erklärte Dr. Thomas Winter, Dezernent für Ländlichen Raum im Hohenlohekreis. Doch es gibt auch Maßnahmen, die helfen, einen Ausbruch von vornherein zu verhindern. „Schweinefleisch sowie Nahrungsmittel, die mit Schweinefleisch in Kontakt gekommen sind, könnten das Virus enthalten. Werden diese von Wildschweinen aufgenommen, infizieren sich die bis dato gesunden Tiere. Es ist also ganz besonders wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger Essensreste nur über die Biotonne alternativ über den Restmüll aber keinesfalls in der Natur entsorgen“, appelliert Dr. Winter.

Hintergrund

Seit 2014 breitet sich die hochansteckende Afrikanische Schweinepest (ASP) in Europa aus. Lebensmittel können diese, für den Menschen ungefährliche, Krankheit übertragen. Die ASP hat 2020 auch Deutschland erreicht und im Mai dieses Jahres erstmals einen baden-württembergischen Hausschweinebestand erfasst. Die ASP-Kompetenzteams des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg unterstützen die Landkreise mit Vorträgen und praktischen Übungen, damit diese sich bestmöglich auf einen eventuellen Ausbruch vorbereiten können.

Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

 

 




Hexen bedienten sich großzügig im Pfarrkeller

Im 18. Jahrhundert war das heute eher unscheinbare Belsenberg einer der wichtigsten Weinorte, zumindest Nordwürttembergs. Die diversen Herrschaftshäuser aus der ganzen Umgebung waren froh, wenn sie einen Belsenberger Weinberg ihr Eigen nennen konnten.

Diese und andere Aspekte aus der Belsenberger Geschichte machten Stefan Kraut, Stadtarchivar von Künzelsau, der Verein Stadtgeschichte Künzelsau e.V. und Uwe Siller, der letzte verbliebene Belsenberger Weingärtner, bei einer Stadtteilführung am 15. Juli 2022 sicht- und erlebbar.

Das unterirdische Belsenberg

Der größte Teil der Weinbaugeschichte Belsenbergs ist heute nicht auf den ersten Blick sichtbar: Belsenberg ist nämlich größtenteils unterkellert, von den Zehntkellern der diversen historischen Grundbesitzer sind noch einige in gutem Zustand erhalten. Die Kellergewölbe, die bis hinein ins 18. Jahrhundert entstanden sind, zeugen heute noch von den statischen Kenntnissen der damaligen Bauherren. Verbunden sind die Keller durch unterirdische Wasserläufe, die sich aus einem der drei Belsenberger Bäche oder aus einer der vielen Quellen speisen. Schon damals gab es offenbar eine Normierung der Transportmittel: Die Tore der einzelnen Keller waren genau so groß, dass ein Fass für zwei Fuder (1 Fuder sind in der Region ungefähr 1.750 Liter) „bequem“ ein- oder ausgelagert werden konnte. Rund 110 Hektar Rebfläche wurden in Belsenberg in den besten Zeiten bewirtschaftet. Zum Vergleich: Heute bewirtschaftet die Weinkellerei Hohenlohe rund 550ha, in mehr als 20 Orten.

Oberhalb des Österbachs: Heute nur noch einzelne Rebflächen. Foto: GSCHWÄTZ/Matthias Lauterer

Auch den Hexen schmeckte der Wein

Nicht nur die weltlichen und geistlichen Herrschaften liebten den Belsenberger Wein. Ausgerechnet den Keller des Pfarrhauses hatten sich Hexen ausgesucht, um darin zu feiern. Auf ihren Besen fuhren sie durch ein schmales Kellerfenster ein und tranken dort mithilfe von Röhrenkochen rund 300 Liter Wein, das war etwa die Hälfte des jährlichen Deputats des Ortspfarrers, ein empfindlicher Verlust. Nach dem Gelage verließen sie den Keller offenbar unfallfrei wieder durch das Fenster. So und nicht anders muss es sich abgespielt haben, denn genau so steht es in den Prozeßakten des darauffolgenden Hexenprozesses. Die Dorfjugend, die vielleicht detailliertere Auskunft über den Verbleib des Weines hätte geben können, wurde wohl nicht hochnotpeinlich befragt.

Im Keller des Pfarrhauses (rechts) trieben die Hexen ihr Unwesen. Hinten der Eingang zum Keller der Kellerei. Foto: GSCHWÄTZ

Vielleicht romanische Mauern

Noch viel älter als aus dem 18. Jahrhundert mögen die Mauern der alten Kelter sein: Siller vermutet, dass dieses Gebäude ursprünglich noch im romanischen Stil erbaut war, also vielleicht aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammen könnte. Und auch Stefan Kraut fragt sich, ob es damals Verbindungen vom Kaiserhaus der Salier, zu deren Zeit beispielsweise der Speyerer Dom entstand, zur hiesigen Region gegeben haben könnte. Mit Wein wurde in Belsenberg im 14. Jahrhundert jedenfalls bereits gehandelt.

Urkunde über den Verkauf von Belsenberger Wein aus dem Jahr 1339. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg

Wollten die Belsenberger zu hoch hinaus?

Wenig zu finden ist in den Archiven über die Belsenberger Kirche. Nicht einmal ein Name ist in den einschlägigen Akten der katholischen Kirche zu finden. Und trotzdem hat auch sie ihre Geschichte: dreimal wurden stolze hohe Kirchtürme vom Blitz getroffen und zerstört. Daraufhin wurde der heute noch erhaltene äußerst niedrige Turm errichtet, der seitdem vom Blitzschlag verschont wurde.

Napoleon ist schuld – wie so oft

Noch ab Mitte des 18.Jahrhunderts hatten die Fürsten von Hohenlohe-Langenburg ein großes Investitionsprogramm für den Belsenberger Weinbau gestartet, aber ab Anfang des 19. Jahrhunderts ging es mit dem Weinbau und damit dem Wohlstand Belsenbergs bergab. Schuld ist, wie an so vielem in der Region, Napoleon: Mit seiner Herrschaft wurden einerseits Handelswege unterbrochen, wichtiger aber war, dass die wehrfähigen Männer für seinen Russlandfeldzug rekrutiert wurden und hohe Kriegssteuern zu zahlen waren.

Bis in die 70er Jahre noch Kellerei

Noch bis in die 70er Jahre war in Belsenberg Kellereibetrieb, davon zeugt bis heute der wohl größte Keller unter der alten Schule. Von den riesigen Holzfässern, in denen dort der Wein gelagert wurde, ist nichts mehr zu sehen, allein die Größe des Gewölbes ist trotzdem beeindruckend. Siller erzählt, dass er als Kind nach der Schule öfter ans Fenster geklopft habe. Sein Großvater, der in der Kellerei gearbeitet hat, habe ihm dann immer ein Gläschen Wein durchs Fenster gereicht: „Gschadet hots net“, stellt er zufrieden lächelnd fest.

„In einen Weinkeller gehört Wein“

Inzwischen ist Uwe Siller der einzige aktive selbständige Weinbauer in Belsenberg. Rund ein Fuder erzeugt er pro Jahr, die vielen Keller können schon lange nicht mehr mit Belsenberger Wein gefüllt werden. Das ist schade, denn „in einen Weinkeller gehört Wein“, sinniert Siller. Und so standen – war es Hexerei? – in den Kellern jeweils ein paar Flaschen Wein vom „Belsenberger Heilig Kreuz“ auf Kellertemperatur für die Teilnehmer der Stadtteilwanderung zur Verkostung bereit.

Weitere Stadtteilführungen:
18.08.2022, 16.30 Uhr: Kocherstetten
14.09.2022, 16.30 Uhr: Schloß Stetten
13.10.2022, 15.30 Uhr: MorsbachDie Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung per mail bei stefan.kraut@kuenzelsau.de

Text: Matthias Lauterer

 




Inspiration und Information rund um den Gemüsegarten

Der Schulgarten des Landwirtschaftsamtes des Hohenlohekreises in Kupferzell öffnet seine Tore auch in diesem Jahr wieder für Besucherinnen und Besucher. Von Dienstag, 24. Mai 2022, bis Sonntag, 29. Mai 2022, jeweils zwischen 10 und 16 Uhr, können interessierte Hobbygärtnerinnen und Pflanzenfreunde die Anlagen an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft besichtigen und sich inspirieren lassen sowie mit Informationen über die Möglichkeiten von Anbau und Pflege im Nutzgarten und Gewächshaus versorgen.

Traditionelle Gemüsearten im Garten

Der Schulgarten des Landwirtschaftsamtes des Hohenlohekreises in Kupferzell ist mit Salat, Rettich, Möhren und Zwiebeln sowie Spinat bestellt. Auch Blumenkohl, Kohlrabi und Lauch, die vor Schädlingen unter Gemüsefliegennetzen geschützt sind, können begutachtet werden. Alle Gemüsearten sind mit Sorte, Aussaat- bzw. Auspflanzdatum beschrieben. Im Gemüsegarten wird zudem demonstriert, wie gesunde Bodenpflege durch Abdecken mit organischem Material – dem sogenannten Mulchen – gelingen kann.

Blick ins Gewächshaus: Hier wachsen Tomaten heran. Foto: Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises

Ausstellung von Gartengeräten

Im Gewächshaus sind bereits prächtig gedeihende Tomaten, Paprika, Auberginen und Honigmelonen zu bestaunen. Hier erwartet den Besucher zudem eine Ausstellung mit hilfreichen, praxistauglichen Gartengeräten. Für das Auge und als Anregung für Dekoideen sind nachhaltige, wiederverwendbare Dekorationsbeispiele ausgestellt.

Die Aktionstage im Schulgarten werden unterstützt durch das Gartennetzwerk Hohenlohe. Das Gartenareal befindet sich in Kupferzell, Schlossstr. 1, hinter der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird darauf hingewiesen, auf den Mindestabstand von einem Meter zu achten.

Pressemitteilung Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises

 




Vortrag über den Weinanbau in Forchtenberg




FBG Hermuthausen auf der FORST live

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause öffnete dieses Jahr die unter Klein-Privatwaldbesitzern beliebte Messe FORST live wieder ihre Pforten. Für die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Hermuthausen war dies eine willkommene Gelegenheit eine gemeinsame Tagesausfahrt zu organisieren. Am 29.4.2022, dem Eröffnungstag, ging es mit 2 Bussen nach Offenburg im Schwarzwald. Gerade für die vielen Privatwaldbesitzer der FBG-Hermuthausen war es eine optimale Gelegenheit sich über den neuesten Stand in der Forstwirtschaft zu informieren.  Auf der Messe fand man Antworten auf Themen wie klimaresistente Baumarten, die nachhaltige Waldwirtschaft, Techniken und Maschinen zur fachgerechten und waldschonenden Aufarbeitung von Schadholz/Frischholz, Verarbeitung von Holz zur nachhaltigen Nutzung als Energieholz (z.B. Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz) oder zur nachhaltigen Nutzung als Bauholz (z.B. mit Hilfe mobiler Sägewerke).

Mit ca. 400 Ausstellern aus 15 Ländern und einem Besucherandrang von ca. 33.000 Besuchern während den 3 Tagen war die Messe sehr gut besucht und ist nach wie vor eine gute Adresse für Anregungen und Lösungen in der zukünftigen Waldwirtschaft.

Infos

Weitere Infos zur FBG-Hermuthausen können auf der FBG-Homepage abgerufen werden: https://fbg-hermuthausen.waldbesitzer-bw.de