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Künzelsau: Sommerschule & kreative Malwerkstatt

Die Stadtverwaltung Künzelsau bietet aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr eine durchgängige Betreuung in den Sommerferien für Kindergarten- und Schulkinder bis zur sechsten Klasse an: Die ersten drei Ferienwochen sind laut der Pressemitteilung der Stadtverwaltung neu im Betreuungsangebot. In diesen Wochen findet eine Ferienbetreuung an der Georg-Wagner-Schule am Kocher in Künzelsau von 7.30 Uhr bis 14 Uhr statt. Die Kosten pro Woche belaufen sich auf 20 Euro. Anmeldungen hierfür nimmt Barbara Schütz an der Georg-Wagner-Schule unter Telefon 07940/98 290 53 oder per E-Mail Barbara.Schuetz@gewas-kuenzelsau.de entgegen.

In der Sommerschule den Lernstoff erschließen

Daran schließt sich die Sommerschule in den letzten drei Ferienwochen an. Die Sommerschule findet von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr ebenfalls an der Georg-Wagner-Schule am Kocher statt. Neben Spaß und Betreuung gibt es hier auch die Möglichkeit, Lernstoff anders als im Schulalltag zu erschließen. Praktisches Alltagswissen wird erworben und Gemeinschaft mit anderen Kindern erlebt. Altersgerecht und spielerisch werden dabei auch die sozialen Kompetenzen wie Motivation, Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit gefördert. Eine Woche kostet inklusive Mahlzeiten und Ausflüge 60 Euro. Dieses günstige Angebot der Stadtverwaltung Künzelsau ist nur durch die finanzielle Unterstützung der Albert Berner-Stiftung möglich. Anmelden können Eltern ihre Kinder ab sofort bei Jessica Rudolph von der Stadtverwaltung unter Telefon 07940/129 209 oder per E-Mail jessica.rudolph@kuenzelsau.de sowie bei Barbara Schütz unter Telefon 07940/982 9053 oder per E-Mail Barbara.Schuetz@gewas-kuenzelsau.de.

Fast 40 Termine im Sommerferienprogramm

Das klassische Sommerferienprogramm enthält fast 40 Programmpunkte von der Kreativen Malwerkstatt über den Kinofilm „Die Eiskönigin“ bis hin zu Drei Tage auf dem Pferdehof. Die meisten Angebote sind kostenlos und richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen vier und siebzehn Jahren. Zum ersten Mal finden im Rahmen des Ferienprogramms auch Space Days in Kooperation mit der experimenta Heilbronn statt. Eine Woche lang dreht sich für die Teilnehmer im Alter von acht bis elf Jahren alles um Astronomie, Weltraum und Wissenschaft. Die Teilnahme kostet für die gesamte Woche 60 Euro. Anmeldungen nimmt Milen Fuchs von der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 109 oder per E-Mail milen.fuchs@kuenzelsau.de entgegen.

Termine Sommerferienprogramm:
#1 Kreative Malwerkstatt, Montag, 3. August
#2 Töpfern (drei Termine, vormittags), Montag, 3. August, Dienstag, 4. August, Dienstag, 18. August
#3 Töpfern (drei Termine, nachmittags), Montag, 3. August, Dienstag, 4. August, Dienstag, 18. August
#4 Eine kleine Bewegungsschule, Nordic Walking, Montag, 3. August
#5 Das perfekte Rezept für deine Fotografien, Dienstag, 4. August
#6 Wanderung mit dem Zeichenblock, Mittwoch, 5. August
#7 Kinofilm: Der König der Löwen (2019), Mittwoch, 5. August
#8 Bücherschätze entdecken in Künzelsau, Mittwoch, 5. August
#9 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. Mit-Mach-Abenteuer – „Komm‘ wir spielen Indianer“, Donnerstag, 6. August
#10 Taste dich ran, Montag, 10. August
#11 Space Days, Montag, 10. bis Freitag, 14. August (mit täglicher Heimkehr)
#12 Kreative Malwerkstatt, Montag, 10. August
#13 Wanderung mit dem Zeichenblock, Dienstag, 11. August

#14 Kinofilm: Die Eiskönigin, Mittwoch, 12. August
#15 Mit der Hand oder doch mit dem Pinsel? Mittwoch, 12. August
#16 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. Mit-Mach-Abenteuer – „Komm‘ wir spielen Indianer“, Donnerstag, 13. August
#17 Sicheres Radfahren, Donnerstag, 13. August
#18 Zwei Tage auf dem Pferdehof, von Montag, 17. August bis Dienstag, 18. August (zwei Tage am Stück mit Übernachtung)
#19 Luftballonmodellage, Illusions-, Zauber-, und Feuershows, Dienstag, 18. August, vormittags
#20 Luftballonmodellage, Illusions-, Zauber-, und Feuershows, Dienstag, 18. August, nachmittags
#21 Bücherschätze entdecken in Künzelsau, Mittwoch, 19. August
#22 Kreative Malwerkstatt, Mittwoch, 19. August
#23 Kinofilm: Trolls World Tour, Mittwoch, 19. August
#24 Wanderung mit dem Zeichenblock, Donnerstag, 20. August
#25 Naturfreunde aufgepasst, Donnerstag, 20. August
#26 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. „Die Bremer Stadtmusikanten“, Donnerstag, 20. August
#27 Drei Tage auf dem Pferdehof, von Montag, 24. August bis Mittwoch, 26. August (drei Tage am Stück mit Übernachtung)
#28 Kinofilm: Lassie – eine abenteuerliche Reise, Mittwoch, 26. August
#29 Ist es wirklich „nur“ Natur! Mittwoch, 26. August
#30 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. „Die Bremer Stadtmusikanten“, Donnerstag, 27. August
#31 D`Artagnan und die Musketiere – Einführung in die Sportart Fechten, Donnerstag, 27. August
#32 Kreative Malwerkstatt, Montag, 31. August
#33 Kinofilm: Shaun das Schaf – Ufo Alarm, Mittwoch, 2.September
#34 Wanderung mit dem Zeichenblock, Donnerstag, 3. September
#35 Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit Wendo (für Mädchen von 10 bis 12 Jahren), Montag, 7. September
#36 Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit Wendo (für Mädchen/junge Frauen von 14 bis 17 Jahren), Montag, 7. September
#37 Puppenspiel und Puppenbau, Mittwoch, 9. September
#38 Kinofilm: Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen, Mittwoch, 9. September
#39 Pony-Pferd-Kuh-Runde auch für die Kleinen, Samstag, 12. September

Schriftliche Anmeldung

Die Betreuungsangebote sind für Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet sowie den Teilorten. Das Anmeldeformular und weitere Informationen gibt es online unter http://www.kuenzelsau.de/tagesbetreuung. Anmeldungen müssen schriftlich an die Stadtverwaltung Künzelsau, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau gerichtet werden. Für alle Aktionen und Veranstaltungen gilt: Die Auflagen und Einschränkungen der Corona-Verordnungen müssen eingehalten werden.

Durchgängiger Ferienkindergarten

Ferienkindergarten und Sommervorschule: Die Einrichtungen haben normalerweise 25 feste Schließtage. Die längste Zeitstrecke ist drei Wochen in den Sommerferien. Zum Ausgleich für die lange Schließzeit durch Corona bietet die Stadtverwaltung einen durchgängigen Ferienkindergarten für Kindergartenkinder in elf Kindergärten und drei Krippen vom 3. bis 21. August 2020 an. Erstmalig speziell für Vorschulkinder, die nach den Kindergartenferien keine Betreuung mehr haben, gibt es in den letzten drei Sommerferienwochen bis zum Schulstart, von 24. August bis 11. September 2020, die Sommervorschule mit spielerischer Schulvorbereitung und Ausflügen am Schulstandort der Georg-Wagner-Schule am Kocher. Die Kosten pro Woche Schulvorbereitung betragen 60 Euro, inklusive Frühstück und Mittagessen. Die Abfrage der Eltern zur Buchung der einzelnen Wochen erfolgte über die Kita-Info-App in den jeweiligen Einrichtungen direkt und ist bereits abgeschlossen. 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




„Der Tiroler See war nicht gesperrt“

Seit Anfang Juli darf in Seen in Baden-Württemberg wieder gebadet werden. In der gemeinsamen Verordnung des Kultus- und des Sozialministeriums https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/coronavo-baeder-und-saunen/ heißt es: „Schwimm- und Hallenbäder sowie Thermal- und Spaßbäder, einschließlich Badeseen mit kontrolliertem Zugang, dürfen nach Maßgabe der Absätze 2 bis 6 betrieben werden. Der erlaubte Betrieb umfasst auch Nebenanlagen, die untergeordnet und für den Betrieb notwendig sind, insbesondere Sekretariat und Toiletten“. Die Betreiber müssen ein Hygienekonzept erarbeiten, das den zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen ist. Die Badegäste müssen den Abstand von 1,50 Metern sowohl auf den Liegeflächen als auch im Wasser einhalten. Diese Verordnung gilt voraussichtlich bis 31. August 2020.

Baden am Breitenauer See – Das sind die Coronarageln

Seit Anfang April war ein Besuch am Breitenauer See in Obersulm nur eingeschränkt möglich. Das Seegelände durfte nur auf den Wegen und im Randbereich bis zur Absperrung betreten werden. Der Aufenthalt auf allen Liegewiesen jeglicher Art im Naherholungsgebiet war untersagt. Es galt ein Grill- und Badeverbot. Auch Wassersportaktivitäten waren untersagt. Diese Beschränkungen hob die Gemeinde Obersulm mit der „Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Allgemeinverfügung Badegewässe in der Gemeinde Obersulm vom 08.05.2020“ wieder auf. Die Regelungen zum Infektionsschutz gelten aber weiterhin. Seit 15. Juni 2020 darf am Breitenauer See wieder gegrillt und im Wasser nach Herzenslust geplantscht werden. Das erfolgte aber auf eigene Gefahr, denn wie es auf der Homepage https://breitenauer-see.de/index.php?id=4 heißt, ist die DLRG erst seit 27. Juni wieder vor Ort.

Von Sandstrand bis Tretbootfahren

Der Breitenauer See ist knapp 40 Hektar groß mit einem rund 400 Meter langen Badestrand und einem Nichtschwimmerbereich. Behindertengerecht ausgestattete WC-Anlagen befinden sich im Bereich des Badestrandes, es gibt verschiedene Kioske und eine Seeterrasse. Platz zum Toben und Spielen bieten die Ballspielflächen, Tischtennis-Platten, Basketballkorb, Torwand, Beachvolleyballfelder, eine Boulebahn sowie einen großen Abenteuerspielplatz mit Bodentrampolin bieten ausreichend Platz zum Toben und Spielen. Man kann Tret- und Ruderboote mieten. Die Stand-up-Paddles können beim Bootsverleih nur noch mit einer vorherigen Online-Reservierung gemietet werden, die maximal drei Tage im Voraus möglich ist. Bei schlechtem Wetter sind keine Reservierungen möglich.

Wasserproben aus 13 Badeseen in Hohenlohe

Eine Vielzahl von Badeseen verteilt sich auch im Hohenlohekreis. Aus 13 davon entimmt das Gesundheitsamt laut Homepage des Landratsamtes Hohenlohekreis (https://www.hohenlohekreis.de/index.php?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495&publish%5Bid%5D=174403&publish%5Bstart%5D=) in der Badesaison von Juni bis September alle zwei Wochen beziehungsweise einmal im Monat Proben, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Außerdem werde auf die nähere Umgebung der Badeseen sowie die dazugehörigen Einrichtungen geachtet. Die Badestellen an Kocher und Jagst werden nicht erprobt. Eine Liste der 13 Badeseen und Badeplätze findet sich auf der Homepage Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V. https://www.hohenlohe.de/Reiseland/Freizeitparadies/Badeseen-und-Badeplaetze.html.

Tiroler See in Forchtenberg

„Der Tiroler See war nicht gesperrt, hier konnte die ganze Zeit gebadet werden“, sagt Jessica Haag von der Stadtverwaltung Forchtenberg. Es wurden Schilder aufgestellt mit den gängigen Hygiene- und Abstandsregeln. „Die Leute halten sich dran“, ist die Erfahrung der Verwaltungsmitarbeiterin. Schließlich wolle niemand, dass der See gesperrt wird.  Der Tiroler See – oder auch Schleiferhofer See genannt – ist rund 5400 Quadratmeter groß. Auch hier gibt es ein Kiosk mit Terrasse, Kaltwasserduschen auf der Liegewiese, Toiletten und Umkleidekabinen. Rund zehn Minuten braucht man zu Fuß vom Ort an den See, allerdings stehen den Badegästen auch rund 150 kostenfreie Parkplätze im nahegelegenen Wald zur Verfügung. An den See dürfen aber keine Hunde mitgebracht werden. Ebenso verboten sind wildes Campen und Grillen. Organisierte Jugendgruppen dürfen aber nach vorheriger Anmeldung bei der Stadtverwaltung auf den Liegewiesen zelten, am Zeltplatz ist auch Grillen erlaubt, muss aber ebenfalls angemeldet werden. Zurzeit ist aufgrund der Corona-Pandemie das Zelten am See generell untersagt.

Notrufsäule statt DLRG-Wachdienst

Die DLRG ist am Tiroler See zurzeit nicht vor Ort. „Vermutlich kann die DLRG den Wachdienst aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchführen“, sagt Jessica Haag. Allerdings gibt es jetzt am See eine Notfallsäule, an der per Knopfdruck ein GPS aktiviert wird. Dadurch werden die Einsatzkräfte alarmiert.

Kleine Badeseen wie der Garnberger See und der Diebacher See

Der rund 4000 Quadratmeter große Garnberger See bei Künzelsau ist ein ehemaliger Baggersee. Es gibt eine Liegewiese, weitere Einrichtungen sind nicht vorhanden. Geparkt wird auf einem Teil der Liegewiese. Ein kleiner Natursee ist der Hermuthäuser See mit rund 5000 Quadratmetern. Auch hier gibt es eine Liegewiese, einen Grillplatz sowie Parkplätze direkt am See. Ein kleiner Stausee ist der Diebacher See mit rund 540 Quadratmetern. Neben der Liegewiese gibt es einen Spielplatz. Die Parkplätze sind begrenzt.

Text: Sonja Bossert

 




17-jähriger soll seinen Bruder erstochen haben

Am Samstag, den 25. Januar 2020, hat sich in Güglingen ein tragischer Fall ereignet: Vermutlich hat ein 17-jähriger Jugendlicher seinen zwei Jahre jüngeren Bruder erstochen und den gemeinsamen Vater lebensgefährlich verletzt. Das Verfahren ist der Ersten Großen Jugendkammer des Landgerichts Heilbronn zugeteilt worden. Im Falle einer Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den angeklagten 17-Jährigen ist ab Oktober 2020 mit Terminen zu rechnen.

Sollte es so kommen, wird das Verfahren jedoch entsprechend der gesetzlichen Vorschriften zum Schutze der minderjährigen Beteiligten nicht-öffentlich stattfinden. Um einen möglichst schonenden Ausgleich zwischen den verfassungsmäßig garantierten Rechten der Presse und dem ebenfalls mit Verfassungsrang ausgestatteten Schutz der jugendlichen Persönlichkeitsrechte zu gewährleisten, wird Lutz Hilfs, Pressesprecher des Landgerichts, in über den Fortgang des Verfahrens berichten.

Quelle: Pressemitteilung des Landgerichts Heilbronn




Hund mit Pfefferspray abgewehrt – 4 Polizisten verletzt

Eigentlich sollte die Polizei am Montag, den 30. Juni 2020, das Veterinäramt in Kupferzell-Bauersbach bloß bei einer Kontrolle unterstützen. Zwei Streifen begleiteten am Abend die Amtstierärztinnen auf ein landwirtschaftliches Gehöft, um dort die Tierhaltung eines 59-Jährigen zu überprüfen. Der Mann und ein 43-Jähriger, der sich ebenfalls auf dem Hof befand, waren mit den Maßnahmen jedoch nicht einverstanden und zeigten sich von Beginn an aggressiv, störten die Kontrolle und verwehrten den Zutritt zu den Stallungen. Außerdem filmte der Ältere die Beamten.

Als er dies auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht unterließ, wurde sein Handy beschlagnahmt. Der Jüngere schnappte sich daraufhin das Mobiltelefon und versuchte damit zu flüchten. Ihm wurden Handschellen angelegt und der Gewahrsam erklärt. Der 59-Jährige holte daraufhin seinen Hund aus dem Haus und wollte diesen loslassen. Da die Androhung, den Hund im Zweifelsfall mit Pfefferspray abwehren zu müssen, nicht fruchtete, wurde das Abwehrspray gegen das Tier eingesetzt. Bei dem Einsatz wurden vier Polizisten verletzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Mein Mann hat eine schwere Kindheit gehabt“

Das Bürgerbudget für Bürgerprojekte in und um Künzelsau kann nun doch in die zweite Runde gehen. Ermöglicht hat das die Albert Berner-Stiftung, die das Bürgerbudget im Rahmen ihres 25. Jubiläumsjahrs als neues Leuchtturmprojekt ausgelobt hat und die Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro übernimmt. Aufgrund der Corona-Pandemie und einer Haushaltssperre der Stadt lag die aktuelle Ausschreibung für das Bürgerbudget auf Eis.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus war bei der feierlichen Scheckübergabe im Rathaus mit dabei.

„Das ist ein sehr, sehr glücklicher Tag“

„Es gibt ganz viele Leute, die Ideen haben und mit anpacken wollen, aber denen noch etwas fehlt zum Glück“, so Bürgermeister Neumann. „Dieses Etwas ist der Teil, den das Bürgerbudget beitragen kann.“ Die Grundidee des Bürgerbudgets sei, die Leute, die eine Idee haben, anzuregen, zu schauen, dass diese umsetzbar ist, und sich dann Partner zu suchen. „Insofern ist das ein sehr, sehr glücklicher Tag heute.“

„Mein Mann ist ein echter Hohenloher“

„Es ist der Wunsch meines Mannes, der ein echter Hohenloher ist, der hier aufgewachsen ist unter schwierigen Verhältnissen – er hat eine sehr schwere Kindheit gehabt – und hat dann doch den Schwung bekommen, dass er sich selbstständig gemacht hat. Er ist der Bevölkerung und dem Land hier sehr dankbar, dass er die Möglichkeit gehabt hat und deswegen wollte er etwas zurückgeben“, sagte Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert-Berner-Stiftung und Ehrenbürgerin von Künzelsau zur Motivation von Albert Berner. „Und dieses Zurückgeben sieht er speziell im Hohenlohekreis, weil wir entdeckt haben, dass es viele kleine Felder gibt, die nicht so in den Vordergrund rücken, aber die eigentlich auch bedient sein müssen.“

Projektideen können bis Mittwoch, 26. August 2020, eingereicht werden

In einem ersten Schritt können bis Mittwoch, den 26. August 2020, Projektideen bei der Stadtverwaltung eingereicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau. Wichtig ist, dass die Projekte der breiten Öffentlichkeit dienen und durch sie ein Mehrwert für Künzelsau und die Künzelsauer Bevölkerung geschaffen wird. Anfang September wird über die Zulassung der Projekte entschieden und der Öffentlichkeit zur Abstimmung in Form eines Online-Votings bekannt gegeben. Anschließend kann die Künzelsauer Bevölkerung bis Ende September abstimmen, welche Projekte mit den Mitteln aus dem Bürgerbudget gefördert werden sollen. Nach der Online-Abstimmung steht voraussichtlich Ende September die endgültige Entscheidung.

Projekte für die Allgemeinheit

Vorschlagsberechtigt sind alle Künzelsauer Vereine, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen sowie städtische Einrichtungen. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein: Das Projekt muss der Allgemeinheit dienen, gemeinnützige Zwecke nach §52 AO erfüllen und in Eigenregie umsetzbar sein. Eine Förderung ist möglich für Projekte aus den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Sport. Es wird eine angemessene Eigenleistung der Antragsteller erwartet. Die Finanzierung muss mit dem Beitrag durch das Bürgerbudget gesichert sein.

Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Neumann

Bei Bewerbungen zum Künzelsauer Bürgerbudget tauchen immer wieder Fragen auf: Welche Projekte sind zugelassen? Was muss ich bei der Finanzierung beachten? Wie kann ich mich bewerben? Um alle offenen Fragen zu klären und Projektideen gemeinsam zu besprechen, gibt es am Montag, den 06. Juli, den 20. und 27. Juli 2020, jeweils zwischen 11 und 12 Uhr die Möglichkeit für eine Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann. Eine vorherige Anmeldung über buergerbudget@kuenzelsau.de ist erforderlich. Weitere Informationen und Dokumente rund um das Künzelsauer Bürgerbudget sowie das Antragsformular gibt es auf http://www.kuenzelsau.de/buergerbudget. Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Künzelsau ist Rafaela van Dorp, erreichbar unter Telefon 07940/129 102 oder per E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de. Ansprechpartner bei der Albert Berner-Stiftung ist Renate Wolpert, erreichbar unter Telefon 07940/121 701 oder per E-Mail renate.wolpert@berner-group.com.

Quellen: GSCHWÄTZ vor Ort/Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




1.500 Euro geschenkt? Appell an die Landesregierung

Der Senat der Hochschule Heilbronn (HHN) appelliert laut einer Pressemitteilung an das Wissenschaftsministerium und die Landesregierung, in Anbetracht der besonderen finanziellen Notlage und der zu erwartenden Nachwirkungen für die Non-EU-Studierenden in der Corona-Krise, die Studiengebühr in Höhe von 1.500 Euro pro Semester für das laufende Sommersemester (SS) und das Wintersemester (WS) 2020/21 auszusetzen.

Sonderweg in Baden-Württemberg

Seit dem Jahr 2017 erhebt das Land Baden-Württemberg (als einziges Bundesland in Deutschland) von internationalen (Nicht-EU) Studierenden eine Studiengebühr in Höhe von 1.500,- Euro pro Semester. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, hätten sich die beiden Leitungsgremien der Hochschule Heilbronn – Senat und Hochschulrat – vor der geplanten Einführung in einem Appell an die Landesregierung vor allem aus entwicklungspolitischen Gründen und im Sinne der Bildungsgerechtigkeit gegen diesen baden-württembergischen Sonderweg ausgesprochen und auch vor den Folgen im Hinblick auf die Internationalisierungsziele der HHN gewarnt.

Zahl der Studierenden aus Nicht-EU-Ländern sinkt um 53 Prozent

Diese Befürchtungen seien nach Auswertung der Fakten nicht nur bestätigt, sondern noch übertroffen worden: Vor Einführung der Studiengebühren waren im Jahr 2017 an der Hochschule Heilbronn insgesamt 326 Studierende aus Nicht-EU-Ländern immatrikuliert – seit Einführung der Studiengebühren ist diese Zahl auf aktuell 153 immatrikulierte Studierende gesunken, was einen Rückgang um 53 Prozent bedeutet. Dass insbesondere Studierende aus den ärmsten Ländern der Welt betroffen sind, wird am Beispiel des Entwicklungslandes Kamerun – jahrelang die zahlenmäßig größte Ländergruppe an der HHN – besonders deutlich – hier ist sogar ein Rückgang um 75 Prozent seit der Einführung der Studiengebühren bis heute zu verzeichnen. Das heißt in absoluten Zahlen: von 121 Studierenden 2017 auf 31 Studierende im Jahr 2020.

Prekäre finanzielle Lage

Die Folgen der Corona-Epidemie und der damit einhergehenden globalen Finanzkrise treffen die internationalen Studierenden – und wie oben dargelegt in besonderem Maße diejenigen aus Entwicklungsländern – besonders hart. Diese Studierenden – weit weg von ihren Familien, sozialen Netzwerken und organisierten Hilfen – waren bisher in hohem Maße auf schlecht bezahlte Mini-Jobs angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Aufgrund der Arbeits-und Bewegungseinschränkungen haben die meisten ihr ohnehin geringes Einkommen, zum Beispiel bei Jobs in der Gastronomie, verloren. Beim Wegfall dieser Beschäftigungsverhältnisse können sie auf keine sozialen Sicherheitsstrukturen zurückgreifen, weil diese in ihren Herkunftsländern häufig nicht existieren. Wenn auch noch ihre Familien zu Hause aufgrund der Corona-Pandemie ihr Einkommen verlieren, fallen auch die familiären Hilfen weg. Die aktuelle Situation, die auch studienzeitverlängernde Auswirkungen haben kann, wird sich finanziell weit in das kommende Wintersemester erstrecken.

Zeichen der Solidarität

Die Studiengebühren in Höhe von 3.000 Euro pro Jahr belasten internationale Studierende – auch im Vergleich zu den übrigen Studierenden aus der EU – auf eine Weise, die von diesen als existentiell und strukturell diskriminierend empfunden wird. Der Senat appelliert deshalb an das Wissenschaftsministerium und die Landesregierung, in dieser Situation ein Zeichen der Solidarität und der Mitmenschlichkeit von weltoffenen Hochschulen gegenüber unseren internationalen Studierenden zu beschließen und die Studiengebühren für internationale (Nicht-EU) Studierende mindestens für das laufende Sommersemester 2020 und das WS 2020/21 auszusetzen. Antragsteller sind Roland Schweizer und folgende Mitunterzeichnern des Senats: Uwe Feder, Dr. Ruth Fleuchaus, Nina Bastian, Susanne Hannss, Dr. Elena Dickert, Dr. Sabine Boos, Dr. Rolf Bendl, Dr. Ansgar Meroth, Dr. Thomas Pospiech, Dr. Priska Jahnke sowie Dr. Martina Shakya.

Überbrückungsangebote der Bundesregierung

Auch die Mitglieder des Hochschulrates beobachten laut der Mitteilung seit der Schließung der Hochschulen die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie. Die Situation vieler Studierender war beziehungsweise ist aufgrund verlorengegangener Einkommensquellen schwierig und auch prekär geworden. Sie begrüßen, dass es mittlerweile seitens der Bundesregierung Überbrückungsangebote gibt, auch wenn hier mehr erwartet wurde, und möchten das frühe und nachdrückliche Engagement der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin ausdrücklich hervorheben. Umso unverständlicher war beziehungsweise ist das Festhalten an den Studiengebühren für internationale (Non-EU) Studierende. Die Mitglieder begrüßen, dass es auch hier mittlerweile ein Entgegenkommen gibt und die Hochschulen über den Verzicht auf einen Teil der Studiengebühren selbst entscheiden können.

Vollständiger Verzicht auf Studiengebühren

Dennoch unterstützen sie den Beschluss des Senats und fordern das Wissenschaftsministerium und die Landesregierung auf, ein Zeichen der Solidarität und der Mitmenschlichkeit gegenüber internationalen Studierenden zu zeigen und vollständig auf die Studiengebühren für das SS 2020 und das WS 2020/21 zu verzichten. Auch wenn erhebliche (finanzielle) Belastungen auf Baden-Württemberg aufgrund der Corona-Pandemie zukommen, sind die Mitglieder des Hochschulrats der Ansicht, dass Baden-Württemberg diese Belastungen leichter tragen könne als die Herkunftsländer der internationalen Studierenden. Die Entwicklung der Einnahmen aus den Studierendengebühren internationaler Studierender zeige, dass Baden-Württemberg eine hohe Reputation genießt. Ein vollständiger Verzicht könne dieses Ansehen nur verbessern.

Quelle: Mitteilung der Pressestelle der Hochschule Heilbronn




„Der NVH steht im regelmäßigen Austausch mit den Schulträgern und Schulen bezüglich der benötigten Kapazitäten“

Am Montag, den 22. Juni 2020, kam es auf der Landesstraße zwischen Niedernhall und Weißbach zu einem Verkehrsunfall. Eine 28-jährige Frau war mit ihrem Mercedes frontal in einen entgegenkommenden Schulbus gefahren (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2020/06/22/die-schreie-der-kinder-werde-ich-nie-vergessen/). Rund 20 bis 25 Kinder und Erwachsene sollen sich in dem Bus befunden. Sieben der Kinder kamen laut Polizei leicht verletzt ins Krankenhaus. Man kann von Glücksagen, dass dieser Bus, der Schulkinder fuhr, nicht überfüllt war. Was wäre geschehen, wenn Kinder dabei gestanden hätten, weil der Bus überfüllt gewesen wäre?

Überfüllte Busse auch im Hohenlohekreis

Häufig stehen Schulkinder auch im Hohenlohekreis nach Unterrichtsende dicht an dicht in den Bussen. Es sei auch schon vorgekommen, so klagten Eltern auf der GSCHWÄTZ-Facebook-Seite (GSCHWÄTZ berichtete in der März-Ausgabe), dass ihre Kinder nach Schulschluss nicht in den Bus zusteigen konnten, weil der völlig überfüllt gewesen sei. So geschehen beispielsweise auf der Linie sieben, die von Künzelsau über Gaisbach und Kupferzell nach Waldenburg fährt. Nicht nur, dass diverse Busse auch im Hohenlohekreis bei einem normalen Schulregelbetrieb regelmäßig überfüllt sind. Doch wie verhält es sich mit einer Anschnall- und Sitzplatzpflicht in den Bussen? Dürfen Schulkinder in den Bussen so einfach stehend transportiert werden, mit der Gefahr, dass sie bei einem möglichen Unfall nicht gesichert sind?

GSCHWÄTZ hat daraufhin beim Nahverkehr Hohenlohekreis (NVH) gefragt, ob nach dem Unfall bei Niedernhall, über den über Baden-Württembergs Grenzen hinaus berichtet wurde, über eine Entlastung jener Schulbusse, die bekanntermaßen regelmäßig überlastet sind, durch den Einsatz von weiteren Bussen nachgedacht werde? Und ob der NVH plant, in seinen Bussen eine Sitz- und Anschnallpflicht einzuführen, falls es diese noch nicht geben sollte?

„Der NVH steht im regelmäßigen Austausch mit den Schulträgern und Schulen bezüglich der benötigten Kapazitäten“

Lukas Weber vom NVH antwortete darauf in einer Mail: „Grundsätzlich kann bei der Nutzung von Stehplätzen im Bus nicht von einer Überfüllung gesprochen werden; der NVH steht im regelmäßigen Austausch mit den Schulträgern und Schulen bezüglich der benötigten Kapazitäten. Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Sitz- und Anschnallpflicht verweisen wir auf die gesetzlichen Regelungen des Bundes nach § 22 BOKraft und § 21a StVO“.

Die Verordnung über den Vertrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft) besagt in §22 über Stehplätze: Diese „sind nur zulässig, wenn das Fahrzeug im Obusverkehr oder im Linienverkehr mit Kraftomnibussen eingesetzt wird“ sowie „Bei einem Linienverkehr mit Kraftomnibussen, der nicht Orts- oder Nachbarortslinienverkehr ist, kann die Genehmigungsbehörde die Zulässigkeit von Stehplätzen ganz oder teilweise ausschließen“. Das heißt, Fahrgäste müssen in Reisebussen einen Sitzplatz haben und dürfen während der Fahrt nicht stehen oder herumlaufen.

Laut § 21 StVO https://www.stvo.de/strassenverkehrsordnung/104-21-personenbefoerderung dürfen in Kraftfahrzeugen „nicht mehr Personen befördert werden, als mit Sicherheitsgurten ausgerüstete Sitzplätze vorhanden sind. Abweichend von Satz 1 dürfen in Kraftfahrzeugen, für die Sicherheitsgurte nicht für alle Sitzplätze vorgeschrieben sind, so viele Personen befördert werden, wie Sitzplätze vorhanden sind. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht in Kraftomnibussen, bei denen die Beförderung stehender Fahrgäste zugelassen ist“. Also gibt es laut StVO in Schulbussen keine Sitz- oder Anschnallpflicht, denn hier ist es erlaubt, stehende Fahrgäste zu befördern.

Text: Sonja Bossert

 

 




Rotzen, pöbeln, stänkern, drohen – auch manch ein Hohenloher vergisst seine guten Manieren im Netz

Sprachliche Verrohung scheint gesellschaftlicher Standard zu werden

Am Samstag, den 27. Juni 2020,  teilt das Staatsministerium Baden-Württemberg mit, dass es die Facebook-Seite von Ministerpräsident Winfried Kretschmann vorübergehend geschlossen habe. Grund sei, dass Nutzer „zahlreiche Falschaussagen, Verschwörungserzählungen, Drohungen, Beleidigungen und andere strafrechtlich relevante Inhalte“ gepostet hätten. Über 4.000 derartige Kommentare innerhalb weniger Stunden hätten das Staatsministerium zu dieser Maßnahme veranlaßt, „Ein normaler zivilisierter Austausch war nicht möglich.“, so die Pressemeldung.  Aber nicht nur digital erlebte Kretschmann einen Shitstorm, auch sein Briefkasten quoll über – da ihm viele Menschen eine Maske mit Aufschriften jenseits von Gut und Böse zuschickten. Auslöser war ein Foto, das veröffentlicht wurde und den Ministerpräsidenten ohne Maske am Flughafen zeigte.

Der Shitstorm ging nicht nur digital weiter

Am Sonntag, den 28. Juni 2020, machte ein Video die Runde, das zeigt, wie der bekannte Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann einen Journalisten  beschimpft und ihm offen damit droht, seinen Namen herauszufinden „und dann gucken wir mal weiter“. Auch das dürfte kaum ein „normaler zivilisierter Austausch“ sein.

Es scheint ein gesellschaftliches Phänomen zu sein, andere mit Beschimpfungen und wilden Drohungen unter Druck setzen zu wollen. Weitere Beispiele lassen sich selbst bei oberflächlicher Google-Suche im Handumdrehen finden.

Und so mag es kaum verwundern, dass auch unsere Redaktion diese Situationen kennt. Was vor ein paar Jahren noch kaum vorkam, scheint in Zeiten von Corona gesellschaftlicher Standard zu werden. So richtig angefangen hat es mit kritischen Artikeln über homeschooling, die wir geschrieben und veröffentlicht haben und woraufhin wir massiv anggangen worden sind – teilweise auch bis in den privaten Bereich hinein.

Eine Unterscheidung zwischen Beruf und Privatleben scheint manch ein gebildeter Leser nicht mehr machen zu können. Auch nicht, dass, wer jegliche Etikette und Anstand im digitalen Netz verliert, nicht selten dies mit seinem Namen tut. Das scheint aber mittlerweile egal zu sein. Vor allem in dem sozialen Netzwerk Facebook werden Kommentare geschrieben, die vermutlich nie so als Leserbrief mit Stift und Papier verfasst worden sind.

Auch bedroht wurden wir – und das war erst diese Woche. Nachdem die Redaktionsräume am 17.Mai 2020 mit rechtsextremen Aufklebern beklebt wurden ( https://www.gschwaetz.de/2020/05/17/gschwaetz-schaufenster-mit-rechtsradikalen-aufklebern-beschmiert/) , reiht sich nun ein lokaler Geschäftsmann* nahtlos in die Phalanx derer, die keinen normalen zivilisierten Austausch wünschen, ein:

Wenn jemand, nachdem wir die Berichterstattung nicht nach seinem Gutdünken geändert haben, sagt, dass er ja wisse, wo unsere Chefredakteurin wohnt, dann kann man das schon als Drohung auffassen. Auch dieser Geschäftsmann bezog die Familie unserer Chefredakteurin mit in die Angelegenheit hinein mit Aussagen, die wir an dieser Stelle nicht zitieren möchten, weil sie weit unter der Gürtellinie und eigentlich anzeigenpflichtig sind.

Es wird wohl daran liegen, dass die gesellschaftliche Hemmschwelle inzwischen sehr tief liegt, wenn selbst Menschen, deren Geschäft Seriosität und Integrität erfordert, sich auf ein derartiges Niveau begeben und sich auf solcherlei offene Drohgebärden verlegen.

*Der Name ist der Redaktion bekannt

Text: Matthias Lauterer

Quelle:

Pressemiteilung Kretschmann: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/staatsministerium-schliesst-voruebergehend-facebook-seite-des-ministerpraesidenten/

 

Hildmann Video: zB https://www.focus.de/politik/berlin-attila-hildmann-bedraengt-journalisten-auf-demo-und-ignoriert-mindestabstand_id_12151349.html

 

 




Scheune in Brand geraten

Am Dienstag, den 30. Juni 2020, geriet gegen 03.40 Uhr morgens eine Scheune in der Weißbacher Straße in Forchtenberg in Brand. Der Dachstuhl wurde dabei zerstört. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr wurden angrenzende Gebäude, darunter auch Wohnhäuser, nicht beschädigt. Gegen 04.30 Uhr war der Brand gelöscht. Der Schaden an der Scheune wird auf rund 40.000 Euro beziffert. Es wird von einem Inventarschaden, darunter auch zwei E-Bikes, von etwa 10.000 Euro ausgegangen. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Über die Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor. Neben der Polizei war die Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen und 50 Kräften am Brandort eingesetzt. Der Rettungsdienst war mit einem Fahrzeug und vier Personen am Einsatzort tätig.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Es fehlen noch mehrere hundert dringend benötigte Fragebögen

Die Zahlen sprechen für sich: 2.244 Bürger haben laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis an der ersten Phase der Studie „Corona-Monitoring lokal“ in Kupferzell teilgenommen, rund 2.200 Rachenabstriche und 2.215 Blutproben wurden genommen. Doch damit ist die Studie noch nicht beendet: Fast genauso wichtig ist die zweite Phase, in der die Probanden einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Das haben zurzeit rund 1.300 Teilnehmer getan. Das Robert Koch-Institut hofft jedoch auch hier, die Marke von 2.000 Teilnehmern zu erreichen.

„Es ist eminent wichtig, die Ergebnisse der Abstriche und Blutproben mit anderen Faktoren in Verbindung bringen zu können, um belastbare Aussagen über das Virus treffen zu können“, erklärt Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener in der Mitteilung. „Wir wollen besser verstehen, wie sich das Virus verbreitet hat und welche Folgen eine Erkrankung für Betroffene hatte. Eine wichtige Frage ist, ob einzelne Bevölkerungsgruppen häufiger von Erkrankungen mit SARS-CoV-2 betroffen sind.“

Deshalb stellt das RKI Fragen zu Vorerkrankungen, zum Einkommen oder zum Gesundheitsverhalten – zum Beispiel ob jemand raucht oder nicht. Darüber hinaus sind weitere Themen interessant: Auf welchen Veranstaltungen waren Menschen aus Kupferzell im Frühjahr 2020? Mit welchen Verkehrsmitteln wurde der Weg zur Arbeit zurückgelegt? Welche Symptome sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung aufgetreten? Diese und andere Fragen helfen, das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in Kupferzell besser zu verstehen. Für die Online-Befragungen wurden die Zugangsdaten auf dem Postweg übersandt, aber auch eine telefonische Befragung ist möglich.

„Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse – ich bin zuversichtlich, dass unsere Kupferzeller auch hier noch einmal Einsatz zeigen“, so Bürgermeister Christoph Spieles. Auch für Landrat Dr. Matthias Neth ist die Studie von großer Bedeutung: „Wir erleben im Hohenlohekreis, dass eine Erkrankung auch bei uns jederzeit wieder vorkommen kann. Umso wichtiger ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, damit wir die Verbreitung in der Bevölkerung eindämmen können.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis