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Zeugen nach Unfall mit Linienbus gesucht

Am Montag, den 22. Juni 2020, wurde eine Autofahrerin bei einem Unfall mit einem Linienbus bei Niedernhall schwer verletzt. Die 28-Jährige war am Mittag mit ihrem Mercedes in den Gegenverkehr zwischen Niedernhall und Weisbach geraten und dort mit dem, mit Schulkindern besetzten Bus kollidiert (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/06/22/die-schreie-der-kinder-werde-ich-nie-vergessen/). Die Polizei sucht zur Klärung des Unfallhergangs nun nach Zeugen, die das Geschehen beobachten konnten und bittet auch alle Kinder, die im Bus saßen und deren Personalien nicht bereits von der Polizei aufgenommen wurden, beziehungsweise deren Eltern, sich zu melden. Hinweise gehen an das Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer: 07940/9400.

Unfall am Montag, den 22. Juni 2020, zwischen Niedernhall und Weißbach: Ein Mercedes rammt einen Schulbus. Foto: GSCHWÄTZ




Lange Gesichter bei allen Hohenloher Freibadfans

In einer langem Statement erklärt Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck, warum das Freibad in Niedernhall in diesem Jahr geschlossen bleibt (siehe Text unten). Kurz und knapp: Die Coronaauflagen seien einfach zu hoch. Der eigentlich auf 19. Juni 2020 datierte Start für das umgebaute Kocherfreibad in Künzelsau hat die Stadtverwaltung der Kreisstadt ebenfalls verschoben. Die Stadtverwaltung verweist zum einen auf das schlechte Badewetter, zum anderen aber auch auf die nochauszuarbeitende Umsetzung der Coronaauflagen.

Neues Naturschwimmbecken für Künzelsau

Die Eröffnung des neuen Kocherfreibades in Künzelsau wird voraussichtlich auf Ende Juni 2020 verschoben. Das geht aus einer Nachricht der Stadt Künzelsau auf ihrer Internetseite vom 18. Juni 2020 hervor. Für die kommenden Tage ist kein Badewetter vorhergesagt, erklärt die Stadtverwaltung. Der für Freitag, 19. Juni 2020 geplante Start in die Saison könne deshalb leider nicht stattfinden.
 
„Das neue Naturschwimmbecken ist einfach toll geworden“, freut sich Bürgermeister Stefan Neumann. „Die wetterbedingte Verzögerung nutzen wir, um weiter mit Hochdruck an der Umsetzung der vorgeschriebenen ‚Corona-Vorgaben‘ zu arbeiten.“ Ziel ist es, den Badebetrieb so schnell wie möglich aufzunehmen.
 
Neben dem Badespaß stehe aber die Sicherheit der Badbesucher im Mittelpunkt. „Um ein möglichst praktikables Betriebskonzept umsetzen zu können, ist das Bäder-Team der Stadtverwaltung Künzelsau in enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Landkreises“, heißt es seitens der Stadtverwaltung.
 
Ein neuer Eröffnungstermin werde so bald wie möglich bekannt gegeben.
 

Eintrittskarten vorab kaufen

Um ein Anstehen an der Freibadkasse zu vermeiden und das Infektionsrisiko zu minimieren, rät die Stadtverwaltung Eintrittskarten im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, Künzelsau, zu kaufen. Dort sind bereits jetzt Einzel- und Saisonkarten zu haben und natürlich auch im Kocherfreibad sobald es geöffnet ist:

Einzelkarten
Erwachsene: 2,50 Euro
Kinder und Jugendliche, 0 bis 16 Jahre, Schüler, Studenten, Schwerbeschädigte (ab 50 Grad der Behinderung): 1,50 Euro
 
Saisonkarten
Erwachsene: 25,00 Euro

Kinder und Jugendliche, 0 bis 16 Jahre, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte (ab 50 Grad der Behinderung): 20,00 Euro
Familien (ein oder zwei Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, 0 bis 16 Jahre): 45,00 Euro

 

Niedernalls Bürgermeister Achim Beck erklärt die Entscheidung

 

Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck legt in einem Statement offen, welchen Coronavorschriften Freibäder derzeit unterliegen, um der Bevölkerung die Entscheidung näherzubringen, die den Gemeinderat bewogen hat, das Freibad in dieser Saison gänzlich geschlossen zu lassen. Anbei lesen Sie seine Begründung in voller Länge:

 

„Liebe Niedernhallerinnen, liebe Niedernhaller, liebe Badegäste,

in der letzten Sitzung am vergangenen Montag hat sich der Gemeinderat mit einer Thematik von großer Tragweite und Bedeutung, nämlich der Öffnung des Niedernhaller Freibades in der Badesaison 2020, befasst. Dabei haben die einzelnen Ratsmitglieder die Gründe, die für bzw. gegen eine Badöffnung sprechen, in einer überaus sachlichen Diskussion sorgsam miteinander abgewogen. Zum Abschluss des angeregten Austausches von Argumenten hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, dass das Niedernhaller Freibad infolge der pandemiebedingten Anforderungen in der Badesaison 2020 nicht geöffnet wird.

Mir und dem gesamten Gremium ist es ein wichtiges Anliegen, Sie, liebe Badegäste, über die relevanten Umstände und Beweggründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben, umfassend zu informieren. Vorwergnehmen möchte ich an dieser Stelle, dass weniger finanzielle Aspekte zu diesem Ergebnis geführt haben. Vielmehr haben die vielfältigen und weitreichenden Anforderungen des Hygienekonzeptes den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben.

Wie Sie der Tagespresse entnehmen konnten, dürfen Frei- und Hallenbäder seit Samstag, den 06. Juni 2020, unter Wahrung des Infektionsschutzes wieder ihren Betrieb aufnehmen. Maßgeblich für die einrichtungsspezifischen Hygieneanforderungen ist dabei die Corona-Verordnung Sportstätten vom 04.06.2020.

Im Einzelnen sind danach folgende Vorgaben zwingend in das Hygienekonzept aufzunehmen:

1.) Anzahl der zulässigen Badegäste

a.) Liegewiesen

Nach der Corona-Verordnung dürfen maximal 800 Personen gleichzeitig die Liegewiesen nutzen. Diese Anzahl errechnet sich aus der Gesamtfläche der Liegewiesen (ca.  8.000 m²) mit 10 Quadratmetern pro Person. Dies ist somit die maximale Anzahl an Badegästen, die das Freibad in der Badesaison 2020 gleichzeitig nutzen dürfen. Informativ verweise ich an dieser Stelle darauf, dass an heißen Sommertagen im Niedernhaller Freibad 2.000 – 3.000 Badegäste nicht unüblich sind.

b.) Schwimmerbecken

In Schwimmerbecken errechnet sich die maximale Anzahl an Personen, die sich gleichzeitig im Becken aufhalten, aus der Wasserfläche (650 m²) mit 10 Quadratmetern pro Person. Die entspricht umgerechnet einer Anzahl von maximal 65 Personen. Abweichend hiervon kann die Wasserfläche in einzelne Bahnen, möglichst mit Leinen oder anderen geeigneten Markierungen, unterteilt werden. Innerhalb der Bahnen ist ein Einbahnsystem einzuführen; dabei kann jede Bahn auf einer Bahnlänge von 50 Metern von maximal zehn Personen gleichzeitig genutzt werden. Es ist darauf zu achten, dass kein Aufschwimmen oder Überholen stattfindet.

c.) Nichtschwimmerbecken

Im Nichtschwimmerbecken errechnet sich die maximale Anzahl an Personen, die sich gleichzeitig im Becken aufhalten, aus der Wasserfläche mit 4 Quadratmetern pro Person. Bei einer Wasserfläche von 560 m² dürfen folglich maximal 140 Personen gleichzeitig das Nichtschwimmerbecken nutzen. Diese Anzahl wäre im Verlauf der Sitzung vermutlich noch bis um die Hälfte reduziert worden, damit die Badefläche mit Blick auf die Abstandsregeln übersichtlich bleibt.

d.) Kinderbecken

Nach den Vorgaben der Corona-Verordnung muss die Anzahl der Badegäste bei einer Fläche von 150 m² auf max. 37 Personen (4 m²/Person) gleichzeitig beschränkt werden. Diese Anzahl wäre im Verlauf der Sitzung vermutlich noch bis um die Hälfte reduziert worden, damit die Badefläche mit Blick auf die Abstandsregeln übersichtlich bleibt

e.) Wasserrutsche/Sprungturmanlage 

Die Wasserrutsche sowie die Sprungturmanlage können nur im Wechsel geöffnet werden. Hier gelten keine Personenzahlbeschränkungen, allerdings müssen die Abstandsregeln eingehalten werden. Dies hat zur Folge, dass die Rutsche und die Sprungtürme immer nur von einer Person betreten werden dürfen. Weitere Personen müssen demzufolge vor den Attraktionen warten.

f.) Generelles Abstandsgebot im gesamten Freibad

Auf dem gesamten Freibadgelände ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen sämtlichen anwesenden Personen einzuhalten. Ausgenommen hiervon sind lediglich Familienangehörige und deren Partner. Somit ist ein sonst üblicher direkter und ungezwungener Kontakt mit Nachbarn, Freunden und Schulkameraden im Freibad nicht gestattet.

Leider ist es so, was für viele Bürger unverständlich ist, dass im Bad bzw. einer Sportstätte lediglich Familienangehörige ohne Abstandsregeln zusammen sein dürfen, während im öffentlichen Raum mittlerweile bis zu 10 Personen (die nicht verwandt oder verschwägert sind) ohne Abstandsregeln zusammen sein dürfen.

2.) Einführung von 2 Badeschichten

a.) Seitherige Öffnungszeiten

Das Freibad Niedernhall hat bislang mit Ausnahme der Schlecht-Wetter-Regelung zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montag                               13:00 – 19:00 Uhr
Dienstag-Sonntag            09:00 – 19:30 Uhr

b.) Hygieneplan spricht für mindestens 2 Badeschichten

Um im Hinblick auf die reduzierte Gesamtanzahl an Badegästen möglichst vielen Personen das Baden zu ermöglichen, sieht ein mögliches Hygienekonzept 2 Badeschichten vor. Vorgeschlagen wurde von Montag – Sonntag der Zeitraum von 10:00 Uhr – 14:30 Uhr          und 15:00 Uhr – 19:30 Uhr. Je Badeschicht könnten die Badegäste somit maximal 4,5 Stunden im Freibad verweilen.

3.) Erwerb von Eintrittskarten nur über Online-Ticketing möglich

Nach der geltenden Corona-Verordnung ist eine übliche Öffnung der Freibadkasse nicht gestattet. Dies hat zur Folge, dass Eintrittskarten für das Freibad nur über ein Online-Ticketing-System erworben werden können. Allerdings ist in diesem Falle ein Erwerb von Familienkarten, Jahreskarten, Zehnerkarten und verbilligten Abendtarife zum heutigen Tag nicht möglich. Dies hat zur Folge, dass alle Badegäste online lediglich Tagestickets in den Kategorien Erwachsene (4 €), Ermäßigte (3 €) und Jugendliche (2 €) erwerben können. Die ansonsten verbilligten Eintrittsformen (Familien-, Saison- und Zehnerkarten) können somit in der Badesaison 2020 nicht angeboten werden.  Das Online-Ticketingsystem dient weiter zwingend dazu, die geforderten Personalien der Badegäste aufzunehmen und im Bedarfsfall nachzuweisen. In dieser Angelegenheit hat die Verwaltung im Vorfeld bereits Kontakt mit einem regionalen Unternehmen aufgenommen. Dieses Software-Paket für Freibadtickets könnte allerdings frühestens am 29.06.2020 in Betrieb gehen. Unter der Annahme von Freibadeinnahmen aus den Vorjahren (Juli und August 2019) ist daher mit einem Entgelt in Höhe von ca. 13.000 € für diese Dienstleistung zu rechnen.  Dafür entfällt allerdings auch die Kassentätigkeit an der Freibadkasse sowie der Buchungsaufwand in der Verbandskämmerei. Allerdings wird eine Person für die Zugangskontrolle benötigt, welche die Tickets/QR-Code vor dem Betreten des Bades einscannt.

Auch wenn das Freibad 2020 nicht öffnet, war sich der Gemeinderat darüber einig, das Online-Ticketsystem auch für die künftige Freibadjahre einzuführen, vorausgesetzt Jahreskarten und Mehrfachkarten, sowie Abendtarife können in diesem System abgebildet werden.


4.) Ausarbeitung eines Hygienekonzeptes

  • 2 Abs. 2 CoronaVO Sportstätten sieht vor, dass Betreiberinnen und Betreiber von Bädern in einem einrichtungsspezifischen Hygienekonzept festzulegen haben, wie die Maßgaben im konkreten Fall eingehalten und umgesetzt werden können. Vor Öffnung des Freibads ist ein Hygienekonzept auszuarbeiten, welches folgende Inhalte umfasst:
  • Angaben über die Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln samt Ausschilderung
  • Vorhaltung von Hand-Desinfektionsstationen
  • Festlegungen zum Betreten und Verlassen des Bades, u.a. Maskenpflicht beim Ticketscan und getrennte Wegführung
  • Reinigungsvorgaben und Einlassbeschränkung für Toiletten
  • Schließung der Duschräume
  • Regelung zur Nutzung und Reinigung der Einzelkabinen
  • Regelung zur Nutzung der Attraktionen (Sprungturm und Rutschen, Volleyballfeld, Tischtennisplatte)
  • Vorgaben und Regelungen für den Gastronomie-/Kioskbereich
  • Angaben zu den Laufwegen; Regelung von Ein- und Ausgängen sowie Ausschilderung
  • Hinweis auf Badezeiten/Badephasen
  • Vorgaben zum Schwimmen im Einbahnsystem innerhalb des Schwimmerbeckens
  • Erläuterung zur Einlassbeschränkung (Liegefläche und Badefläche)
  • Angaben zur Erste-Hilfe-Leistung im Notfall
  • Regelung zur Gesundheitsprüfung; Angabe zum Betretungsverbot für Personen, die zu Infizierten Kontakt hatten bzw. Badegäste, die Symptome aufweisen
  • Angabe zur Führung von Listen zwecks Kontaktnachverfolgung
  • Angaben zur personellen Besetzung; Aufsichtspersonen pro Becken/Attraktion

Während der Badesaison ist von dem Badepersonal durchweg auf eine strikte Einhaltung und Umsetzung der vorstehenden Vorgaben hinzuwirken, was für alle Bediensteten der Stadt eine hohe Verantwortlichkeit mit sich bringt. Im Falle von Schwachpunkten beim ausgearbeiteten Hygienekonzept stehen zudem haftungsrechtliche Fragen im Raum.

5.) Erhöhter Personaleinsatz in der Badesaison 2020

Die CoronaVO Sportstätten sieht in § 2 Absatz 5 vor, dass für jedes Becken sowie für jede Attraktion eine Person zu bestimmen ist, die für die Einhaltung der verordneten Vorgaben verantwortlich ist. Daneben müssen während den beiden Badephasen stets ein Kartenkontrolleur und eine Reinigungskraft vor Ort sein, die die benutzten Umkleidekabinen sowie WCs mehrmals täglich reinigt. Bei einem heißen Freibadtag müssen daher 6 Personen im Freibad eingeteilt sein:

  • 1 Reinigungskraft
  • 1 Bademeister am Schwimmerbecken
  • 1 Aufsichtsperson/Bademeister am Nichtschwimmerbecken
  • 1 Aufsichtsperson an der Rutsche/Turm (im Wechsel)
  • 1 Aufsichtsperson/Bademeister am Kinderbecken
  • 1 Person für Ticketing & Springer

Bei schlechtem Wetter kann die Anzahl der Personen anforderungsgerecht reduziert werden. Unterm Strich ist jedoch mit einem erhöhten Personaleinsatz zu planen.

6.) Finanzielle Auswirkungen

Die finanziellen Folgen der pandemiebedingten Auflagen und Herausforderungen sind nur schwer abschätzbar. Deshalb haben sie bei der Entscheidungsfindung auch eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Im Vergleich zu den vorausgegangenen Badejahren werden die Mehrkosten in der Badesaison 2020 auf rd. 100.000 € geschätzt.

Abschließend möchte ich nochmals ausdrücklich betonen, dass es sich der Gemeinderat bei dieser Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Alle, die wir gemeinsam Verantwortung für unser Kocherstädtchen tragen, würden uns von Herzen über eine ausgelassene und sorgenfreie Badesaison freuen. Dies ist in diesem Jahr leider aufgrund der pandemiebedingten Auswirkungen nicht möglich. Letztendlich waren es die umfangreichen Hygieneanforderungen und die damit verbundenen Einschränkungen und Auflagen, die den Ausschlag für diese Entscheidung bewirkten. Insbesondere die strikten Abstandsgebote, die Zulassungsbeschränkung bei der Einlasszahl, der begrenzte Personenzulass zu den einzelnen Becken, die eingeschränkte Nutzung der Attraktionen, die Notwendigkeit von verbindlichen Badeschichten, der zwingende Erwerb von Eintrittskarten über das Online-Ticketing, der ausschließliche Verkauf von Einzel-Eintrittskarten und die zwingenden Abstandsgebote im Kioskbereich würden nach mehrheitlicher Auffassung des Gremiums und auch nach meiner persönlichen Einschätzung den Badeaufenthalt negativ beeinflussen. Ein ausgelassenes und unbeschwertes Badevergnügen wäre somit nicht mehr garantiert. Als ich zunächst die Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg vernommen habe, dass das Freibad öffnen soll, war ich persönlich euphorisch das Freibad Niedernhall auch zu öffnen. Aber nachdem die Vorgaben nach und nach transparent gemacht wurden, mag ich behaupten, Baden und Plantschen hätte vielen Badegästen in dieser Saison 2020 nicht sonderlich gefallen.

Ich hoffe, liebe Badegäste, ich konnte Ihnen die Beweggründe, die zu der Schließung des Freibades in der Badesaison 2020 beigetragen haben, in verständlicher und nachvollziehbarer Weise darlegen. Auch wenn Sie sich insgeheim eine Öffnung unseres Freibades erhofft haben, bitte ich abschließend um Ihr Verständnis und Toleranz für diese nicht gerade einfache Entscheidung.

Zum Abschluss ist mir wichtig, dass wir – wenn die Lage sich bis nächstes Jahr etwas verbessert – die Freibad-Öffnung 2021 einplanen werden.“

 

Freibad in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Kollision bei Neufels

Bei einem Unfall bei Neuenstein-Neufels wurden am Dienstagmorgen, den 16. Juni 2020, zwei Männer leicht verletzt. Ein 58-Jähriger war gegen 06.40 Uhr in seinem Opel auf der Straße zwischen Hermersberg und Waldzimmern unterwegs. An der Kreuzung mit der Landstraße 1044 zwischen Niedernhall-Giebelheide und Neuenstein-Neufels wollte er geradeaus weiterfahren, übersah dabei aber wohl einen aus Richtung Neufels kommenden Hyundai eines 43-Jährigen.

Im Kreuzungsbereich kam es daraufhin zur Kollision beider Fahrzeuge, bei der ein Schaden von insgesamt etwa 12.000 Euro entstand. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Beide Männer wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.




Stadtmauer eingestürzt

Am Dienstagmorgen, den 16. Juni 2020, stürzten Teile der Stadtmauer in Niedernhall ein und begruben ein Fahrzeug unter sich. Die Teile, die sich in der Hinteren Gasse von einer Überdachung der Stadtmauer gelöst hatten, waren auf ein Trike und mehrere Gartenmöbel gefallen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.




„Diejenigen, die abfällig über uns Landwirte reden, tun oft gar nichts für eine gesunde Umwelt“

„Ich fange immer mit der Heidi an. Unsere Hündin mit dem Namen Heidi ist immer dabei, wenn es darum geht, zu lernen und das Verhalten der Tiere zu respektieren“, beginnt Daniela Lutz von den Giebelhöfen bei Niedernhall den Rundgang routiniert und wortgewandt. Der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems als Vertretung der regionalen landwirtschaftlichen Betriebe möchte mit Kurzberichten und Portraits von Höfen und Landwirten aus der Region zeigen, dass „unsere heimische Landwirtschaft stark und unabhängig“ ist. „Die Bevölkerung wird mit Nahrungsmitteln gut versorgt, auch weil viele Lebensmittel regional produziert werden“, erklärt der Bauernverband. In diesem Artikel, den der Bauernverband GSCHWÄTZ zur Verfügung gestellt hat, geht es nun um den Giebelhof der Familie Lutz bei Niedernhall.

Aktionen rund um den „Lernort Bauernhof“

Der Familienhof mitten in Hohenlohe steheimmer offen: für Aktionen im Rahmen von „Lernort Bauernhof“, für Nachbarn, Spaziergänger und Kindergärten der Region. „Wir müssen unsere Arbeit so umstellen, dass wir mehr zeigen können, was wir tun und dass die Menschen uns näher kommen können.“ Dafür steht die junge Landwirtin. „Heute ist es aber doppelt so wichtig, gesund zu bleiben, deshalb waren die Ställe vorübergehend geschlossen“, betont die studierte Diplomingenieurin für Landbau. Eigentlich ist sie ein Stadtkind aus Karlsruhe, die ihre Liebe für die regionale Landwirtschaft hier gefunden hat. Ihr Mann Peter, er ist Techniker für Landbau, und die beiden Kinder Annika und Felix wohnen wie die Schwiegereltern auf dem schönen Hof. Umgeben von vielen Obstbäumen, hegen und pflegen sie die Vielfalt der einheimischen Natur.    

Die Familie bewirtschaftet den Hof ohne Angestellte

Wir haben unsere Äcker um den Hof herum maximal fünf Minuten entfernt. In dritter Generation bewirtschaftet die Familie Lutz den Hof ohne weitere Angestellte. 1970 haben sie ihn ausgesiedelt. Das heißt: von der Lage mitten in Niedernhall weit hinter den damaligen Ortsrand. 400 Mastschweine und 100 Hektar Ackerfläche, Grünland und Wiesen werden schon immer vielfältig bewirtschaftet. Nur was sie alles selber brauchen, wie Gras für Heu und Silage, Mais, Weizen und Gerste für eigenes Kraftfutter. Zum geschlossenen Kreislauf des Hofes gehört, dass die umliegenden Wiesen durch den Anbau von Luzerne aufgewertet werden. Das sorgt für mehr Eiweiß im Futter. Die Äcker werden mit fünf verschiedenen Fruchtfolgen bebaut, zu denen auch gentechnik-freies Soja, Raps und Hafer gehören und es wird mit der eigenen Gülle gedüngt. „Nicht zu viel von allem, da wir nur unseren Kreislauf bedienen“, erklärt Daniela Lutz. Auch sie ärgert sich darüber, dass diese sensiblen Kreisläufe immer wieder durch neue Verordnungen durcheinander gebracht werden. Wegen der ständig neuen Bestimmungen sitzt sie beispielsweise für die Planung der Düngung länger am Schreibtisch, als schlussendlich für die Dünung selbst auf dem Traktor. Um das nicht einfach hinzunehmen, engagiert sie sich im Vorstand des hiesigen Bauernverbandes für ihren Berufsstand.     

Milch geht zur Hofgut-Molkerei nach Schwäbisch Hall

Ein geschlossener Kreislauf für die eigenen Tiere. 60 Kühe geben jeden zweiten Tag 2500 Liter Milch, welche gut gekühlt von der Hofgut-Molkerei in Schwäbisch Hall abgeholt wird. „Das ist eine grundsolide Molkerei, die ihren Wurzeln treu bleibt“, freut sich Daniela Lutz stellvertretend für die Landwirte der Region. Sie sind als Zulieferer ihrer Milch in der Regel auch Mitglieder der Molkerei-Genossenschaft und beteiligt am Gewinn. Milch, Butter und Jogurt wird daraus produziert. Ihre Milchleistungstiere, bestehend aus den Rassen mit den Namen Schwarzbunte und Holsteiner, können rund um die Uhr fressen, trinken, liegen, miteinander spielen und Fellpflege oder sich frei in den sogenannten Laufställen bewegen. Zweimal am Tag kommen sie in den blitzsauberen Melkstand, wo eine Sprinkleranlage für erfrischenden Sprühnebel sorgt. „Dort werden alle Tiere regelmäßig, einmal um 7 Uhr und um 17 Uhr, von uns beobachtet und angefasst. Wir wissen ganz genau, wie es ihnen geht“, erklärt Bäuerin Lutz. Unterstützt wird dieses Wissen vom Computer, der zusätzlich alle Daten der Tiere erfasst und auswertet.

 „Wir wissen ganz genau, wie es unseren Tieren geht“

Unser regionaler Austausch ist gut eingespielt und über Generationen aufgebaut.Mir ist diese Regionalität wichtiger als Bio. Wir Bauern investieren viel in umweltfreundliche Technik und Produktion, wie man überall sieht. Diejenigen, die abfällig über uns Landwirte reden, tun oft gar nichts für eine gesunde Umwelt.“ Das ärgert nicht nur die engagierte Bäuerin von den Giebelhöfen bei Niedernhall. Diese häufige Form der gelebten Regionalität der konventionellen Landwirte ist ihrer Meinung nach schwer „zu vermarkten“. Sie ist wenig spektakulär. „Wir haben hier alles direkt drum herum“, zeigen Daniela und Peter Lutz stolz. Wiesen, mit Streuobst, liebliche Täler, Waldstücke, Schräglagen. „Das ergibt eine viel bessere CO2-Bilanz, als wenn wir alles von irgendwo her holen oder weit weg bringen.“ Heute wachsen die Häuser der Ortschaften immer näher an die ehemals abgelegenen Höfe heran. Das hat Vor- und Nachteile für beide Seiten, da sei gegenseitige Toleranz und Offenheit wichtig.

Annika, Daniela, Felix und Peter Lutz vom Giebelhof (v.l.n.r.) Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 

 




20.000 Euro Sachschaden bei Unfall

Zwei Autos haben nach einem Unfall bei Niedernhall erheblich an Wert verloren. Ein 52-Jähriger war am Freitagnachmittag, den 15. Mai 2020, mit seinem Audi auf dem Gemeindeverbindungsweg zwischen Niedernhall-Hermersberg und Niedernhall-Waldzimmern unterwegs und wollte an der Kreuzung mit der Landesstraße zwischen Niedernhall-Giebelheide und Neuenstein-Neufels weiter geradeaus fahren. Dabei übersah er wohl den aus Richtung Neufels herannahenden Mercedes eines 25-Jährigen. Es kam im Kreuzungsbereich zur Kollision, bei der an jedem der beiden Fahrzeuge ein Schaden von etwa 20.000 Euro entstand. Die Fahrer blieben unverletzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Was war am Donnerstag nur los?

Mit über 1,4 Promille war am Donnerstagabend, den 07. Mai 2020, ein Autofahrer in Niedernhall unterwegs. Der 52-jährige Mann wurde gegen 23.50 Uhr von einer Streife mit seinem Skoda in der Salzstraße angehalten und kontrolliert. Dort schlug den Beamten gleich Atemalkohol entgegen. Ein Alkoholtest bei dem Mann zeigte über 1,4 Promille an, was natürlich zur Folge hatte, dass die Fahrt an Ort und Stelle beendet war. Der Mann musste die Beamten zur Blutentnahme in das nächste Krankenhaus begleiten. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Auf den 52-Jährigen kommt jetzt eine Anzeige zu.

Kupferzell: Unfall unter Alkoholisierung

Zu einem Unfall wurde die Polizei ebenfalls am Donnerstagaben, den 07. Mai 2020,  in Kupferzell gerufen. Der Fahrer eines Daimler-Sprinters befuhr gegen 19 Uhr die Lindenstraße in Westernach und bog an der Einmündung zur Kreisstraße Richtung Beltersrot nach rechts ein. Hierbei fuhr der 27-Jährige offenbar nicht weit genug rechts, so dass er mit seinem Fahrzeug mit einer zeitgleich entgegengesetzt nach links in die Lindenstraße abbiegenden VW-Fahrerin seitlich zusammenstieß. Hierbei entstand am Sprinter ein Schaden von zirka 3.000 Euro, an dem VW ein Schaden von 2.500 Euro. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten bei dem 27-Jährigen Alkoholgeruch fest. Ein Test bestätigte den Verdacht. Der Daimler-Fahrer musste die Beamten zur Blutentnahme in das nächste Krankenhaus begleiten. Der Führerschein des 27-Jährigen wurde noch vor Ort beschlagnahmt.

Künzelsau: Fahren unter Drogen

In Künzelsau fiel auch am Donnerstagmittag ein junger Audi-Fahrer durch sein Verhalten bei einer Verkehrskontrolle auf. In der Straße Am Wehr kontrollierten gegen 12 Uhr die Beamten einen 25-Jährigen und stellten bei diesem Hinweise auf eine aktuelle Beeinflussung durch Betäubungsmittel fest. Ein Drogentest bestätigte den Verdacht. Der junge Mann musste sein Fahrzeug stehenlassen und die Beamten zur Blutentnahme begleiten. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Klopapier-Challenge in Niedernhall

Eine Frau taucht aus einer Badewanne voller Toilettenpapier auf, ein Taucher steckt seinen Kopf in ein Regenfass. Seit dem 02. Mai 2020 gibt es ein Video der Tauchabteilung des TSV Niedernhall auf YouTube zu sehen. Männer, Frauen und Kinder werfen sich hier Klopapierrollen zu. Was verbirgt sich hinter diesem lustigen Filmchen?

Keine Feste, keine Vereinszusammenkünfte. Auch im Freizeitbereich geht man aufgrund des Coronakontaktverbotes mehr und mehr zum digitalen Zusammensein und zur Online-Kommunikation über. Der derzeitige Renner auch im Hohenlohekreis sind so genannte „Challenges“. Kinder, Frauen, Männer, Paare und ganze Vereine fordern sich gegenseitig zu so genannten „Challenges“ auf. So haben bereit der Torpedo Dörrenzimmern oder auch die Stadtkapelle Niedernhall die Klopapier-Challenge erfolgreich gemeistert und auf Video festgehalten. Dabei gilt es, eine Toilettenpapierrolle gekonnt und/oder originell an den oder die nächste „zu übergeben“. Die Rolle wird dabei nicht real übergeben, sondern die einzelnen Videobeiträge der Teilnehmer werden aneinandergeschnitten, so dass eine lustige Abfolge zustande kommt. 

Bei Kindern gibt es die „Schaffst-du-es-drei-volle-Gläser-gefüllt-mit-drei-verschiedenen-Getränken-nacheinander-auf-Ex-zu-trinken-Challenge“. Bei den Erwachsenen gibt es diese Challenge ebenfalls, nur dass dabei nur alkoholische Getränke konsumiert werden dürfen.

Zu Beginn eines Video wird in der Regel erklärt, wie die Challenge funktioniert und wer einen „nominiert“ hat. Dann wird die Challenge gemacht und diese auch gefilmt. Mit der erfolgreichen Absolvierung der Challenge verhindern die Nominierten, dass sie einen bestimmten Preis an den, der sie herausgefordert hat, zahlen müssen. Eine Packung Gummibärchen oder so wird bei Nicht-Absolvierung fällig. Am Ende der Challenge nominieren die Challengers wieder andere Teilnehmer und schicken ihre Videos an eben diese Teilnehmer und an denjenigen, der sie herausgefordert hat.




Niedernhallerin näht Masken aus bunten Stoffen

Rund 100 Mund-Nase-Masken hat Marina Reisacher bereits genäht – ausschließlich für den privaten Bereich, für Familie und Freunde. „Ich habe bereits vorher genäht und den Spaß daran möchte ich gene behalten“, sagt die Niedernhallerin, die ursprünglich aus Mainz stammt. Hauptberuflich ist sie in der Pflege auf Schloss Stetten tätig ist. Zuerst war da eine Physiotherapeutin, die sie fragte, ob sie nicht Masken nähen könne. Dann kam eine Freundin mit der gleichen Frage. „Das zog dann schnell Kreise“, blickt sie zurück.

Eine halbe Stunde für eine Maske

Immer, wenn ihre zweieinhalbjährigen Zwillinge schlafen, setzt sich die junge Mutter an ihre Nähmaschine und legt los. Rund eine halbe Stunde benötige sie für eine Maske. „Ich habe eine Schablone, damit geht das ganz schnell“, erklärt sie. Die bunten Stoffe bezieht sie über das Internet. „Die sind mittlerweile auch teurer geworden“, sagt sie. Rund zehn Euro pro Meter koste die Baumwolle zurzeit. Doch durch den leichten Baumwollstoff könne man besser atmen.

Nähmaschine gesucht

Zusätzlich zu ihren Masken kann man bei Marina Reisacher eine Art Bügel aus Kunststoff bekommen. „Den druckt ein Bekannter mit seinem 3D-Drucker“, erklärt sie. In dem Bügel können die Bänder Masken befestigt werden, der Bügel selbst liegt am Hinterkopf des Maskenträgers an. „Das ist vor allem für Menschen interessant, die die Bänder an den Ohren nicht leiden können“, erklärt die Hobby-Näherin.

Übers Wochenende hat Marina Reisacher 20 Masken angefertigt. Bei der vorletzten hat ihre Nähmaschine den Geist aufgegeben. Sie ist aber bereits auf der Suche nach einer Neuen.

Die Stadtverwaltung Niedernhall hat die Bürger im Zuge der Coronapandemie dazu aufgerufen, 4.000 Mundschutzmasken zu nähen. Rund 1.500 Masken sind so bislang bereits zusammengekommen.

Text: Sonja Bossert

Die Masken von Marina Reisacher sind aus bunten Baumwollstoffen. Foto: GSCHWÄTZ

Dieser Kunststoffbügel hält die Bänder der Maske von den Ohren ab. Foto: GSCHWÄTZ




Landratsamt empfiehlt Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit – Landfrauen nähen 1.500 Schutzmasken für Pflegeheime – Auch Niedernhaller haben ihre ersten Schutzmasken fertig

Am Dienstag, den 07. April 2020, haben die Kreislandfrauen Hohenlohe 220 selbstgenähte Masken an die Kreisverwaltung übergeben. Die Masken sollen überall dort eingesetzt werden, wo aus medizinischen Gründen keine FFP2- und FFP3-Schutzmasken notwendig seien. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Landrat Dr. Matthias Neth lobte das vorbildliche Engagement der Landfrauen: „Ich danke Ihnen herzlich dafür, dass Sie Ihre persönlichen Stärken zum Wohl der Gemeinschaft einbringen. Damit setzen Sie ein wichtiges Zeichen und beweisen, dass wir gemeinsam diese Krise bewältigen können.“ Rund 500 Masken wurden bereits in den vergangenen Tagen von den Landfrauen aus 43 Ortsvereinen aus dem Hohenlohekreis hergestellt. „Täglich melden sich neue Näherinnen“, sagt Tanja Maurer, Mitglied im Vorstand der Kreislandfrauen. „Wir freuen uns, dass viele Tischdecken oder Bettwäsche, aber auch Draht und Stoffe von mehreren Firmen gespendet werden.“ Bis zu 1.500 Masken sollen insgesamt gefertigt werden. Diese werden an Pflegeheime sowie an die Diakonie und an die Organisation „Öhringen Hilft“ verteilt.

Das Landratsamt Hohenlohekreis empfiehlt das Tragen einer einfachen, auch selbstgenähten, Maske in der Öffentlichkeit. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) können durch eine Mund-Nasen-Bedeckung Tröpfchen, die man selbst beim Husten, Niesen oder Sprechen ausstößt, abgefangen werden. So schützt der Träger sein Umfeld, denn das Risiko, andere Menschen anzustecken, wird durch die Maske verringert. „Trotzdem müssen unbedingt auch weiterhin die bekannten Regeln eingehalten werden“, betont Amtsärztin Dr. Antje Haack-Erdmann. „Am wirksamsten schützen wir uns selbst und andere noch immer, indem wir häufig und gründlich Händewaschen, in den Ellenbogen husten und niesen sowie zu anderen Personen etwa zwei Meter Abstand halten.“

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat unter anderem folgende Empfehlungen für das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes veröffentlicht:

  • Vor dem Anlegen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Wichtig ist, dass die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platziert wird und möglichst eng anliegt.
  • Sobald die Maske durchfeuchtet ist, sollte sie umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.

Auch die ersten selbst genähten Schutzmasken aus Niedernhall sind fertig. Foto: privat

Hintergrund:

Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu einem Mangel an qualifizierter Schutzausrüstung, insbesondere an FFP2- und FFP3-Schutzmasken, geführt. Diese medizinischen Spezial-Masken sollten daher den Beschäftigten der kritischen Infrastruktur, insbesondere dem medizinischen und pflegerischen Personal, vorbehalten bleiben. Als Schutz für Privatpersonen im öffentlichen Raum, wie z.B. beim Einkaufen, ist ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie der selbstgenähte der Landfrauen, ausreichend.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises